HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Werbeveranstaltung für das Einkaufszentrum

BildWas als Bürgerinformation angekündigt wurde, war eine Werbeveranstaltung für das Einkaufszentrum.

Stadtentwicklungskonzept fehlt seit vielen Jahren
Bevor in der Stadt nachgedacht werden konnte, was auf dem freigewordenen Ulrich-Areal als sinnvolle Nutzung innerhalb einer Stadtentwicklung dort Platz haben sollte, wurde von der Stadt die Schoofs-Gruppe als Investor präsentiert. Slogan der Schoofs-Gruppe: "Wir bauen Märkte".

"Wir bauen Märkte"
Märkte – und nur das wurde ohne weitere Überlegungen den Hombergern vorgesetzt. Von Anfang an wurden andere Überlegungen ausgegrenzt. Das erlebten die Bürger schon beim ersten Bürgerworkshop, wo sie auf die Bürgervorschläge nur hörten, was alles nicht ginge. Aktuell wurde das auch in der Antwort auf die Frage der neuen Stadtverordneten Jana Edelmann-Raute (CDU) deutlich, die nach Freizeit- und Kultureinrichtungen auf diesem zentral gelegenem Gelände fragte. "Das sei nicht das Geschäft von Schoofs."

Kulturelle Angebote aus der Mitte verdrängt
Das an einem zentralen Standort einer Kleinstadt auch noch etwas anderes als Kaufen stattfinden könnte, wird gar nicht erst thematisiert. Gerade kulturelle Angebote zeichnen eine lebendige Stadt. Die Stadtbücherei ist aus zentraler Lage an den Stadtrand ausgelagert worden. Auch die Musikschule musste weichen und zieht von einem Provisorium zum nächsten.

"Sollte es Nutzer geben, die das umsetzen wollen, sollten die sich bitte melden." sagt Andreas Tischler.
Bisher kann Schoofs – außer Rewe – auch keine Nutzer für die Verkaufsflächen nennen. Von den Ankermietern, die noch im Juni 2015 genannt wurden, ist nichts zu hören. Sie scheinen nicht an Homberg interessiert zu sein. Entweder weil hier nicht genug Kaufkraft vorhanden ist, oder weil der Markt schon besetzt ist und ein Verdrängungswettbewerb nicht lohnt.

Schoofs-Projekte

Auf der Homepage von Schoofs-Frankfurt sucht man Homberg (Efze) vergeblich in der Rubrik "in Planung", Dort ist lediglich jeweils ein Projekt in Butzbach, Dreieich und Randersacker.

In Butzbach wurde im Februar der Startschuss für die Butzbacher Bahnhofs Arkaden gemeldet. In der Wetterauer Zeitung kann man Genaueres erfahren. In einem ersten Schritt werden nur zwei Wohnhäuser abgerissen. Weitere Gebäude müssen noch abgebrochen werden. Die Abrissgenehmigung soll beantragt werden.
Vor fünf Jahren begann das Projekt. Schoofs hat sich für Butzbach mit einem anderen Projektentwickler zusammengetan.
Erst im Februar haben sich SPD, CDU und UWG für das Projekt ausgesprochen. Grüne und FDP stimmten dagegen.
Sie halten das Projekt für überdimensioniert, es wird an anderer Stelle nur neuen Leerstand schaffen. Die FDP sorgt sich wegen des gnadenlosen Verdrängungswettbewerbs um den noch vorhandenen Einzelhandel, so die Frankfurter Neue Presse.

In Dreieich ist das 5-Häuser-Quartier seit 2011 in der Planung, damals fand im August die erste Bürgerinformations-Veranstaltung statt. Das war vor fünf Jahren. Seit 2013 gibt es keine neuen Informationen auf der Homepage des Projektes. In dieser Woche soll die zweiten Offenlegung des Bebauungsplans beschlossen werden.

In Randersacker ist nur eine Freifläche auf den Fotos zu sehen. Über Zeiten wird nicht gesprochen.

Was sich nicht auf der Schoofs-Seite findet, ist das von den Bürgern verhinderte Projekt in Homberg (Ohm).

Bei dem Ende 2015 fertiggestellten Projekt in Neu-Isenburg sind neben den Handelsflächen auch Gastronomie und Büros gebaut worden. Schoofs hatte das Projekt bereits im August an einen Investor verkauft.
Neu-Isenburg hat 36.000 Einwohner, fast drei Mal so viele wie Homberg.

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