HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Braucht Homberg ein Arbeiterwohnheim für osteuropäische Leiharbeiter?


Foto: Ehemaliges Rüstzeitheim "Assa-von-Kram-Haus" der evangelischen Militärseelsorge
 

Von der Seelsorge zum Wohnheim für Leiharbeiter

Seit 2016 werden in dem ehemaligen evangelischen Rüstzeitheim der Militärseelsorge in Homberg-Hülsa von der Firma Promota osteuropäische Arbeiter untergebracht. Diese Arbeiter werden mit grauen Kleinbussen zu Arbeitsplätzen in Nordhessen, Südniedersachsen und Nordrhein-Westfalen zur Arbeit hin- und zurück gefahren.

Foto: Flotte der Kleinbusse, mit denen die Leiharbeiter zu den Arbeitseinsätzen gefahren werden.


Promota gehört zu dem Firmennetzwerk der Drogeriemarktkette Rossmann. Schon 2016 hatte das Magazin der Stern zusammen mit dem Poltmagazin Monitor über die Geschäfte mit Leiharbeitern berichtet. Siehe dazu die Sendung: So mies werden Billiglöhner bei Rossmann behandelt
 

Die Stadt soll Umnutzung zu einem Arbeiterwohnheim planungsrechtlich festsetzen

Promota möchte, dass die Stadt den Gebäudekomplex zu einem planungsrechtlichen Sondergebiet festschreibt und damit diese Arbeitsverhältnisse mit unterstützt. Antrag auf Änderung

Ein Architekt legte für Promota das Nutzungskonzept für das ehemalige Assa-von-Kram-Haus vor.

Promota aus Potsdam verpachtet den Gebäudekomplex an die Firma scs supply chain solution GmbH in Bamberg die 1.000 Mitarbeiter einsetzt.

Die Arbeitskräfte kämen aus anderen Teilen der Bundesrepublik und der EU und werden in der Region eingesetzt, in Malsfeld, Staufenberg, Ludwigsau und Bad Hersfeld.

Anmerkung: In Malsfeld betreibt Rossmann ein Zentrallager, in Staufenberg ist ein DHL Verteilcenter, in Bad Hersfeld ist Amazon angesiedelt.

„Den Mitarbeitern werden Kochgelegenheiten in Form mehrerer Gemeinschaftsküchen zur Verfügung gestellt, die Verpflegung liegt in der Eigenverantwortung der Mitarbeiter.“

„Die Mitarbeiter werden mit geeigneten Verkehrsmitteln, meist in neunsitzigen Kleinbussen zu Ihren Einsatzorten gefahren, es ist davon auszugehen, dass ca. 10 bis 15 Personen mit Privatfahrzeugen anreisen, die entsprechend am Objekt geparkt werden.“

Die geparkten Pkws vor dem "Objekt" zeigen Nummernschilder aus Polen und Rumänien.

Dieses Firmennetzwerk hat Werner Rügemer hier kurz beschrieben, mit Links zu weiteren Hintergrundinformationen: Rossmann wegen schlechter Arbeitsbedingungen in der Kritik

Die Stadtverordneten sollten sich genau ansehen, wer und zu welchem Zweck in Homberg Arbeiterwohnheime einrichten will. Die SPD hat nach dem Hessenwahl-Desaster verkündet, sie wolle ihr soziales Profil schärfen. Hier hat sie die Gelegenheit dazu. Die CDU könnte ihr christliches Werteprofil schärfen.

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