HOMBERGER HINGUCKER

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Stadtverordneten-Versammlung 9. Mai 2019


Die Stadtverordnetenversammlung war nach einer Stunde beendet, rechtzeitig zur Übertragung des Fußballspiels.

 

Die Stadtverordnetenversammlung winkte viele Punkte ohne Aussprache durch, so auch die Ausweisung neuer Wohnbauflächen auf Flächen, die der Landwirtschaft vorbehalten sein sollten. Klimaschutz, Bodenschutz – wen interessiert das schon. So konnte ein verdienter Parteifreund ein Schnäppchen machen.

Sechs Punkte wurden vertagt.

Berichte über den Sachstand von früheren Anträgen gibt es nur im Protokoll zu lesen.

Anfragen wurden nicht mehr mündlich beantwortet.

 

 

Abbildung: Tagesordnung zur Sitzung am 9. Mai 2019, wie sie im Ratsinformationssystem (RIS) veröffentlicht ist.
 
 

 

Einkaufszentrum Drehscheibe

Bürgermeister Dr. Nico Ritz informierte, es gäbe seit dem 16. März 2019 eine Baugenehmigung. Die ersten vier Seiten der Baugenehmigung seien auch  im Ratsinformationssystem veröffentlicht. Die vollständige, umfangreiche Baugenehmigung könnten die Stadtverordneten im Bauamt einsehen.

Die Baugenehmigung würde es gestatten, die Erdarbeiten auszuführen.

Wenn die Bebauung aber geändert würde – die Bürogebäude an der Kasseler Straße sind wegen fehlenden Bedarfs bereits gestrichen worden – dann müsse auch die Baugenehmigung erneuert werden.

Durch die große Parkplatzfläche würde eine große versiegelte Fläche entstehen. Das Regenwasser von dieser Fläche mache es notwendig, entweder eine Rückhaltesystem auf dem Gelände zu bauen, oder aber die Kanalisation im Querschnitt so zu vergrößern, dass im Kanal eine Rückhaltung entsteht.

Was der Bürgermeister nicht sagte, was aber in der Genehmigung zu lesen ist:
Die Stadt soll sich an den Kosten beteiligen.
 

Was ist von dieser Information zu halten?

Warum informiert der Bürgermeister zu diesem Punkt, bei dem die Stadtverordneten überhaupt nicht entscheiden können, während er zu vielen anderen Bauvorhaben schweigt?

Was sind das für Planungsbüros, die erst jetzt erkennen, dass mit den Parkplätzen großen Flächen versiegelt werden und somit Niederschlagswasser abgeführt werden muss? Wie ist die Qualität dieser Planung für das unterirdische Einkaufszentrum zu beurteilen? Übrigens, die Chefin des Planungsbüros ANP ist auch in der Gesellschaft für nachhaltiges Bauen in einer entscheidenden Position, sowie auch in der Bundesstiftung Baukultur tätig.

Der Hinweis des Bürgermeisters, dass bei Planungsänderungen auch eine neue Baugenehmigung erforderlich ist, könnte wohl schon darauf vorbereiten, dass sich das Konzept für das ehemalige Ulrich Areal ändert. Das Einkaufszentrum darf nicht versemmelt werden. hatte der Bürgermeister 2015 erklärt.

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