HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Kampagne Krankenhaus Kauf

  
Die HNA berichtete ganzseitig zum Kauf des Krankenhauses. Der Tenor ist auf Kauf ausgerichtet. Dabei wird mit falschen Fakten gearbeitet. 
Die Kommune brauche Baugelände, behauptete Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Der Stadt gehören auch schon benachbarte Flächen zum Krankenhausgelände. Außerdem hätte die Stadt nur Einfluss auf die Art der Bebauung, wenn sie Eigentümer des Geländes wäre.

Die Stadt kann aber jederzeit über eine Änderung der Nutzung eines Geländes bestimmen.
Die Stadtverordneten haben die Planungshoheit, die Stadt muss nicht Eigentümer sein oder werden.
Wer immer auf dem Privatgelände etwas bauen will, kann sein Vorhaben vorstellen und die Stadt kann dann einen Bebauungsplan für dieses Vorhaben aufstellen, und auch Bedingungen festlegen. 

Warum hat Asklepios nicht selbst verkauft oder baut auf dem Gelände selbst Wohnungen, wenn es ein einträgliches Geschäft wäre? Asklepios besitzt auch Immobilien außerhalb des Krankenhausbereichs.

Der Bürgermeister will schon länger das ehemalige Krankenhaus und das Gelände kaufen.
Schon im März 2018 erklärte er:

"Das Mühlhäuser Feld ist nahezu bebaut" sagte Ritz. Deshalb habe die bauliche Entwicklung des Krankenhausgeländes Vorrang vor allen anderen Entwicklungen. Sollte Asklepios der Verkauf nicht gelingen, müsse sich die Stadt Gedanken machen, sagt Ritz"  HNA 2.3.2018

"Gedanken machen" ist der verklausulierte Ausdruck für das Ziel, das Gelände zu kaufen.

 
Das Gelände ist nicht ökonomisch sinnvoll nutzbar. Die Kosten des Abrisses und der Deponierung der Schadstoffe übersteigt den Grundstückswert, das sehen auch Vertreter der Homberger Parteien und Wählergruppen so.

Der Hinweis von Dr. Ritz auf das Mühlhäuser Feld ist kein Grund, weitere Wohngebiete auszuweisen, das ist bei sinkender Bevölkerungszahl unsinnig. Es ist auch unverantwortlich, neben der schon bestehenden Fläche der Krankenhausgebäude noch weitere Flächen durch Wohnbebauung zu versiegeln. Noch vor Jahren sagte der Bürgermeister, die Stadt hätte zu viele Grundstücke und müsse sie reduzieren.

Beim Start der Krankenhaus-Kauf-Kampagne hält sich der Bürgermeister im Hintergrund und überlässt dem Fraktionsvorsitzenden der SPD, Stefan Gerlach, den öffentlichen Auftritt.
Gerlach trat schon als Befürworter dubioser Grundstücksgeschäfte der Stadt auf, oder Grundstückgeschäfte sogar mit kriminellem Hintergrund. Er sprach sich für die Altreifen-Pyrolyse aus, die Algenzucht, die Panzerverschrottung und jetzt legt er den Kauf des Krankenhauses nahe.

Das Argument "Schandfleck" gilt nicht. Es gibt andere leerstehende Gebäude in Privathand, darum kümmert sich die Stadt nicht.
   
Dabei hat die Stadt selbst noch Gebäude und Grundstücke im Kasernengelände, die sie seit Jahren nicht verkaufen kann, zum Beispiel die Standort-Schießanlage. Für viel Geld hat sie mehrere Unterkunftsgebäude abreißen lassen, um sie besser vermarkten zu können. Diese Flächen stehen noch leer.

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