HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

80 Mio. Schulden bei einem Haushalt von 32 Mio.

 

Die städtischen Verbindlichkeiten aus Investitions- und Liquiditätskrediten sind  für 2019 in Höhe von ca. 80 Millionen Euro prognostiziert. Quelle

Bei 14.000 Einwohnern ergibt das eine pro Kopf Verschuldung von 5.700 Euro.

Die Stadt nimmt  3,8 Mio. Euro neue Kredite auf, und bezahlt für Zinsen und Tilgung 4,6 Mio. Euro.

Der Haushaltsplan für 2019 hat eine Höhe von 32,8 Mio. Euro.

§6  Ein Haushaltssicherungskonzept ist nicht zu beschließen.
Quelle: Haushaltsplan 2019

Die Investitionen für die Baumaßnahmen Multifunktionshaus, Gasthaus Krone, wie auch die Ausstellungsräume für die Vereine in der ehemaligen Engelapotheke gehören nicht zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde. Neben den Baukosten sind hohe Folgekosten für den Betrieb zu erwarten, die wohl die Stadt allein zu zahlen hat.

Die Mahnung des Rechnungshofes bleibt auch in Homberg unerhört:

§6  Hessens  oberster  Rechnungsprüfer  hat  sich mit einem dringlichen Appell an  die  Kommunen  gewandt: Sie  sollten  die  derzeit  guten Rahmenbedingungen  konsequent nutzen und ihre Finanzen in Ordnung bringen. HNA 14.12.2018

 


15 Kommentare zu “80 Mio. Schulden bei einem Haushalt von 32 Mio.”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Geht es wirklich mit der Stadt aufwärts, wie uns die politischen Vertreter von Magistrat und Parteien  einreden wollen?  Hört man sich bei den Bürgern der Stadt um, wird man feststellen, dass viele der nicht parteigebundenen Mitbürger eine gänzlich andere Meinung vertreten und mit den Planungen und Vorgehensweise der schon speziellen Homberger Politik nicht einverstanden sind.
    Die Zulassung oder Duldung der Einrichtung eines Wettbüros empfinden viele als Abstieg einer Straße, einer Stadt.  Es verwundert schon sehr, dass sich keine der Homberger Parteien zu der Einrichtung offen äußern. Legt man keinen Wert auf Umsetzung der Beschlüsse des Parlaments?
    Insgesamt ist doch festzustellen, dass in den letzten Jahren die Stadt mehr und mehr verödet ist.  Die Arbeitsagentur, das Ärztehaus, der Altstadtkindergarten haben bisher nicht zu einer spürbaren Belebung und Stärkung der Altstadt beigetragen. Die Politik wollte uns glauben machen, dass Leben in die Stadt kommt. Auch hängen unsere politischen Vertreter dem Glauben nach, dass die geplanten Museen in der Engelapotheke oder das Multifunktionshaus die Stadt bevölkern wird. 
    Nach wie vor fehlt ein Stadtentwicklungsplan, dessen Aufstellung auch in Melsungen jüngst beschlossen hat.
    Fritzlar hat bereits in den 1980 Jahren einen Plan erarbeitet und konsequent umgesetzt, das war am Anfang bitter, hat sich aber unter dem Strich bewährt, weil man sich bei Investitionen auch auf feste Rahmenbedingungen verlassen konnte. In Homberg fehlt die Berechenbarkeit der Politik, man sieht es am Beispiel der Verkehrspolitik  z.B. Parkplatzmanagement oder Verkehrsführung.  Parallel zum Warten auf das EKZ hätte schon längst in den letzten Jahren der Plan B- Belebung der Innenstadt  unter Beteiligung der Bürgerschaft umgesetzt werden können.  

     

  2. Anneliese

    Fazit:

    Viel zu viel Baustellen, die nicht oder nicht richtig fertig sind.

    Des Bürgers Meinung wird von der Politik mit Füßen getreten.

    Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis.

    Wenn das Kind verbrannt ist, braucht man den Brunnen auch nicht mehr zuschütten.

    Wenn ich durch mein schönes Homberg gehe….. an sehr vielen Ecken kann ich nur noch kotzen.

    Und unsere Parteien haben es anscheinend immer noch nicht verstanden an einem Strang zu ziehen.

    Schade, denn es sind ja Homberger!!

     

    Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

    P.S. es kann eigentlich nur besser werden. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.

  3. Dorfbube

    80 Millionen Schulden…

    Welchen Anteil haben die Investitionen in den Stadtteilen/Dörfern prozentual an dieser gewaltigen Schuldensumme? 

    Die meisten Homberger werden einmal die neuen Museen besuchen und dann ist garantiert für lange Zeit Pause.

    Da müssen in den nächsten Jahren viele Besucher von auswärts kommen, um die Politikerüberzeugungen/-ankündigungen  wahr werden zu lassen.

  4. Scherzbold

    Herr Bölling hat doch dieser Tage den Hombergern via HNA geraten, sie sollen nicht so viel auf die Nachbarstädte schauen.

    Naja, so ein bisschen gucken muss schon erlaubt sein.

    Man will doch schließlich wissen, was die mit den Steuereinnahmen und Zuschüssen machen.

    Und vor allem, was dabei rum kommt.

    Vielleicht wird neben dem Zusatz Reformationsstadt bald noch Museumsstadt Homberg

    hinzugefügt.

  5. Opa

    Anneliese

    "Denn die Hoffnung stirbt zuletzt."

    Das ist das, was die Hombergerinnen und Homberger auszeichnet.

    Aber irgendwann muss auch mal geliefert werden von den gewählten Volksvertretern – sonst ziehen die Homberger die gelben Westen an.  🙂

  6. Joachim Grohmann

    @1. Dr. Klaus Lambrecht

    @4. Scherzbold

    Nicht in der Zeitung sondern in der Haushaltsrede hatte H. Bölling nur ein Thema: Die Beiträge aus diesem Blog und die BL zu diffamieren. Wir sollen nicht in andere Städte schauen und in Homberg alles toll finden. Der Baum, in dem (pseudo) Waldkindergarten ist nicht kaputt gegangen, der Burgberg ist nicht abgerutscht und der Kindergarten in der Altstadt ist ein voller Erfolg (woran er das fest macht, wird er nicht belegen können, wozu auch, Pseudo-Fakten sind in). Der super erfolgreiche Kreisel (ist tatsächlich gut), das EKZ welches nun endlich kommt und das nun Schneider aufgemacht hat, da können wir alle ehrfurchtsvoll drauf schauen.

    Das ganze wurde abgeschlossen durch den Applaus der beiden "großen" Parteien und den Tischbeifallklopfer der Grünen.

    Abgesehen von der BL und der FWG sprach keiner den Schuldenstand an. Mit der Pro Kopf Verschuldung spielt Homberg auf jeden Fall in der oberen Liga mit.

    In diesem Sinne

  7. Phil Antrop

    Sind da Verbindlichkeiten für HLG, kommunale Verbände, bereits eingegangene und noch nicht umgesetzte Projekte enthalten ? Wie sieht es mit Homberg und der Hessenkasse aus ?

  8. Dirk-H. Pfalz

    Es sind die Schulden, die im Haushaltsplan stehen. Der genaue Stand bei der Hlg ist wegen der Beteilgungen wie Kaserne und Stadtumbau West nicht so leicht festzustellen.

    Aber was soll es, die BL zählt zu den Gestrigen, die Homberg nicht weiter entwickelt. Die Establischment-Partei Grüne und ihr Spitzenmann sehen das so. Dass er dabei alles über Bord wirft, das ihn und seine Mitstreiter mal auszeichnete, zählt für ihn nicht. Bölling betreibt Klientelpolitik in seinen Reden, handeln tut er positiv für Homberg schon lange nicht mehr. Dass Einwohner der Stadtteile auch für das Einkommen der Stadt verantwortlich zeigen, vergibt er. Er hat nur was für Schauprojekte üblich, die Kosten interessieren ihn nicht. 

    Ein Konzept, den Schulden der Zukunft entgegen zu wirken, haben weder CDU, SPD, FDP oder Grüne. Erkennbar wollen sie nicht gegensteuern. Zeugt das von Verantwortung? 

  9. Delf Schnappauf

    zu 8: Aktuelle Meldung in den Medien: Matthias Berninger, ehemaliger Kasseler Grüner und Sprecher des hessischen Landesverbandes und später Staatssekretär im Bundesumweltministerium, hat sich beruflich verändert. Er ist vom Nahrung- und Sußwarenkonzern Mars zu dem Gyphosat-Hersteller Bayer gewechselt, wo er als Lobbyist in Washington  arbeiten wird.

  10. Wähler

    Beim Lesen des Beitrages von Herrn Pfalz habe ich einmal kurz meine Gedanken schweifen lassen:

    Ich stellte mir vor, dass die geachtetste Bürgerin und der geachtetste Bürger von Homberg, bisher parteilos, in die Bürgerliste Homberg eintreten und in der Stadtverordnetenversammlung ein Mandat erringen.

    Wie würden die Mandatsträger der großen Parteien in Homberg mit diesen Persönlichkeiten umgehen/umspringen?

    Intellektuell auf höchstem Niveau, dazu noch äußerst erfolgreich im Berufsleben und plötzlich im Parlament mit scharfer Klinge in die Debatten eingreifend.

    So, jetzt mache ich mir Gedanken, wer dafür infrage kommen könnte.

    Bei der FWG hat eine solche Personalie allerdings nicht funktioniert.

  11. Phil Antrop

    Was ist denn mit dem Rettungsschirm?

     

    80 Millionen ? Am 29.11. 2017 also vor 13 Monaten:

    Hombergs Schulden noch höher: 91,9 Mio. Euro

    https://www.homberger-hingucker.de/hombergs-schulden-noch-hoeher-919-mio-euro/

  12. Distanzbetrachter

    Zu 11)

    Als das Segelschulschiff "Gorch Fock" 2016 in die Werft kam, waren für die Wiederinstandsetzung des historischen Schiffs zehn Millionen Euro angesetzt worden.

    Schritt für Schritt steigerte sich dieser Preis innerhalb von zwei Jahren auf heute satte

                           135 Millionen Euro.

    Wo tut es denn da noch weh…?

  13. Öch Homberger

    Immer feste druff, erjendwer werds schon bezohlen, öch wenns de jünge Generation ess…..

    Me sinn dann nimmer do, wenn me en Dr. Ritz-Vertel in Homberg hon.

    Olles geköft und zurechte gebrocht. Geld speelte küm ne Rolle.

    Ich wees net, ich wees net.

    Denkt dee öch so?

  14. Aphoristiker

    Dass Politiker Lüftschlösser bauen, ist nicht gefährlich.

    Gefährlich wird es erst, wenn sie von andern Hypotheken darauf bekommen.

     

    Malcom Muggeridge

  15. Phil Antrop

    Zwei Aussagen dazu:

    1. ( leicht abgewandelt ) Viele Politiker sind Menschen, die mit beiden Beinen fest in der Luft stehen

    2. Hammerstein ( war hier schon im Blog und dürfte sich auf die politische Ebene locker übertragen lassen: 

    “Hammerstein oder der Eigensinn ” von Hans Magnus Enzensberger in diesem Buch
    beschreibt er die Lebensgeschichte des Generals Hammerstein, der in der Weimarer Zeit
    einer der führenden Generäle war und sich nie angepaßt hat.
    in dem Buch heißt es:

    Als er einmal gefragt wurde, unter welchen Gesichtspunkten er seine Offiziere beurteile, sagte er:
    “Ich unterscheide vier Arten. Es gibt kluge, fleißige, dumme und faule Offiziere.
    Meist treffen zwei Eigenschaften zusammen.
    Die einen sind klug und fleißige, die müssen in den Generalstab.
    Die nächsten sind dumm und faul; sie machen in jeder Armee 90 Prozent aus und sind für Routineaufgaben geeignet.
    Wer klug ist und gleichzeitig faul, qualifiziert sich für die höchsten Führungsaufgaben, denn er bringt die geistige Klarheit und die
    Nervenstärke für schwere Entscheidungen mit.

    Hüten muß man sich vor dem, der dumm und fleißig ist !

    Dem darf man keine Verantwortung übertragen, denn er wird immer nur Unheil anrichten.”

    Zu seiner Person:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_von_Hammerstein-Equord

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