HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Birken auf dem alten Friedhof sollen gefällt werden – und dann?

 

Viele Birken bestimmen das Bild des alten Homberger Friedhofs. In dem Teil des Friedhofs, in dem gefällt werden soll, stehen am häufigsten Birken. Noch.


Am Dienstag 24. und Mittwoch 25. Oktober sollen "mehrere Bäume" gefällt werden, heißt es in einer Meldung der HNA. Aus diesem Grund sollen Teile des Friedhofs und der anliegenden Straße gesperrt werden.

Wo Gefahr besteht, muss eingegriffen werden, das ist keine Frage. Wer hat die jährliche Baumkontrollen bisher durchgeführt und die Verkehrssicherheit geprüft und dokumentiert? Wie kommt es, dass gerade in diesem Jahr mehrere Bäume gefällt werden müssen?
Nach den bisherigen Erfahrungen in Homberg, speziell auch mit Baumfällungen, reicht eine lapidare Information zum Fälltermin nicht aus.

Friedhöfe sind für die Angehörigen emotionale Orte. Hier ist ein Ort der Trauer. Veränderungen, die unumgänglich sind, sollten deshalb behutsam vorgenommen werden. Besser noch sind die Bürger in die Umgestaltung des Friedhofs einzubeziehen. Davon ist bisher nichts bekannt.

Die Friedhofsverwaltung, das Ordnungsamt konnte nicht sagen, welche und wieviele Bäume gefällt werden sollen. Auch in der Bauverwaltung gibt es keine Auskunft. Lediglich der Leiter des Bauhofs könne etwas dazu sagen, wenn er ab Montag wieder im Dienst sei. Was ist das für eine Verwaltung, die nicht jederzeit an Hand der Akten Auskunft geben kann?

Die Wahl der Fälltage zeugt auch nicht von Weitblick. An diesen Tagen ist wieder Schulbetrieb, die Busse können dann nicht zur Hermann-Schaft-Schule durchkommen, da die anliegenden Straßen gesperrt werden. Warum wurden die Fällarbeiten nicht in den Herbstferien durchgeführt?

Wenn die Bäume gefällt sind, wie soll die zukünftige Gestaltung des Friedhofs aussehen? Gibt es einen Gesamtplan? Sollen neue Bäume als Ersatz wieder gepflanzt werden? Das sind Fragen, die sich die Angehörigen stellen. Schon heute ziehen immer mehr Menschen eine Begräbnisstätte in einem Friedwald vor. Für die kommunalen Friedhöfe verteilen sich die laufenden Kosten auf immer weniger Nutzer, es wird also teurer. Wenn dann auch noch die Gestaltung des "Ortes des Friedens" über die Köpfe der Menschen hinweg erfolgt, fühlen diese sich noch weniger mit "ihrem" Friedhof verbunden.

Wenn in Homberg von Baumfällung die Rede ist, ist Wachsamkeit geboten. Erinnert sei an den Januar 2015. Aus einem angeblich empfohlenen Rückschnitt von Bäumen in der Kasseler Straße wurde eine Totalbeseitigung. Bis heute weigert sich der Bürgermeister die Fragen nach den genauen Vorgängen zu beantworten.

Die Bürger müssen selbst wachsam sein. Schon einmal ließ die Verwaltung die notwendige Sensibilität vermissen.

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