HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Höhere Grundsteuer: Zur Kasse bitte

Abbildung: Teil der Briefe zur Grundbesitzabgabe
Die 450 % beziehen sich auf die alte Berechnungsgrundlage. Diese wurde neu erfasst, danach dürfte der Hebesatz nur 250 % sein, ohne Steuererhöhung, doch die Stadtverordneten habe auf 320  % erhöht.  Der Vergleich von 450 % mit 320 % ist ein unzulässiger Vergleich, so wie ein Äpfel- und Birnen-Vergleich. Die Darstellung ist unredlich.

  
In diesen Tagen erhalten Homberger ihre Grundbesitzabgabenbescheide. Die Homberger Parteien haben die Steuer um 21,8 Prozent erhöht. Jetzt bekommen die Bürger im Portemonnaie zu spüren, wie sich Lokalpolitik für die Einzelnen auswirkt. Andere Kommunen haben sich an den errechneten Empfehlungen der Landesregierung gehalten und die Steuer nicht erhöht. Homberg braucht das Geld, denn es hat sich immer weiter verschuldet, jetzt werden die Bürger zur Kasse gebeten.

In der letzten Stadtverordnetenversammlung hat der Stadtverordnete Klaus Bölling (Grüne) die Erhöhung damit begründet, dass die Bürger nicht mehr zu Straßenbeiträgen herangezogen werden. Die Gemeinde muss allein dafür aufkommen. Die Begründung ist nicht stichhaltig, denn auch in anderen Kommunen werden keine Straßenbeiträge mehr erhoben und trotzdem die Grundsteuer nicht erhöht. Das sind Kommunen, die sich nicht so verschuldet haben wie Homberg.
 

Jetzt müssen die Bürger zahlen

Die 430.000 Euro, die die Bürger jetzt aufbringen müssen, werden vor allem für unsinnige Maßnahmen des Magistrats gebraucht, denen die Mehrheit der Stadtverordnete seit Jahren zugestimmt hat.

100.000 Euro für den überteuerten Ankauf einer Schrottimmobilie in Wernswig, die abgerissen werden soll. Bis jetzt ist dort nichts passiert. Die Stadt hätte abwarten können.

125.000 Euro Schadenersatz im Zusammenhang mit dem Einsturz der Stadtmauer wurde nicht eingefordert. Für diesen Fehler sollen lieber die Bürger in die Tasche greifen.

43.000 Euro über den ermittelten Wert für den Ankauf des Gebäudes Untergasse 16 ausgegeben. Das Gebäude ist gut erhalten, es steht seitdem leer, wird nicht genutzt. Stattdessen hat die Stadt die Geschäftsräume daneben für rund 12.000 Jahresmiete langfristig angemietet.

??? Euro für die Anmietung von Büroräumen für die Stadt am Marktplatz, obwohl im Ärztehaus über 500 qm Bürofläche leer stehen.

??? Euro Verzicht auf Grundsteuereinnahmen für das Krankenhaus-Areal. Der vorheriger Eigentümer hat gerechnet und entschieden, es ist für ihn von Vorteil das Grundstück lieber der Stadt zu schenken, als immer weiter die Grundsteuer zu bezahlen.

Die Liste lässt sich weiter fortführen. Viele Projekte sind in der Vergangenheit hier schon dargestellt worden. Es geht aber in Homberg immer weiter.


Blick in den Haushaltsplan 2025

Welche Gemeindestraßen sollen in diesem Jahr saniert werden?
Im Haushaltsplan steht die Hersfelder Straße, dafür sind 910.000 Euro für 2025 angesetzt. Nach Abzug des Landeszuschuss in Höhe von 280.250 Euro wird der Haushalt mit 629.750 Euro belastet. Dazu kommt noch die "Grundhafte Sanierung Hausbrunnenweg" für 350.000 Euro.

Zu Straßen gehören auch Brücken, für diese gibt es eine eigene Haushaltsstelle, doch die ist leer. Dafür ist 2025 nichts vorgesehen.

 
An- und Verkauf Grundstücke und Gebäude

Im Dezember hat die Mehrheit der Stadtverordneten auch für den Ankauf eines halben Hauses Holzhäuser Straße für 49.000 Euro gestimmt. Zusammen mit der anderen Haushälfte, die der Stadt schon gehört, könne man einen höheren Verkaufspreis erzielen, wurde argumentiert. Man könne dann mit Gewinn verkaufen.
Der Stadtverordnete Carsten Giesa rechnete: Wenn ein Käufer dann noch mindestens 500.000 Euro investiert, müsste er eine Miete verlangen, die in Homberg für ein solches Haus nicht zu realisieren ist. Darauf ging niemand ein, die Mehrheit beschloss den Ankauf und hofft einmal mit Gewinn zu verkaufen.

An den Gewinn glaubt wohl niemand, dazu reicht ein Blick in den Haushaltsplan. Für die nächsten vier Jahre sind Mittel in Höhe von 800.000 Euro bewilligt worden. Aus den Verkäufen rechnet man in dieser Zeit aber nur von 400.000 Euro. Das nennen der Bürgermeister und der grüne Stadtverordnete mit Gewinn verkaufen.

 

Eine weitere Milchmädchenrechnung wird für das Klinikareal vorgenommen. Für die "Entwicklung des Areals" stehen 678.000 Euro zur Verfügung. 2025 soll bereits ein Teil verkauft werden. Man rechnet mit einem Erlös von 400.000 Euro. In dem HNA Bericht heißt es aber, es könnten mehrere Durchgänge notwendig sein, um einen Investor zu finden. Das heißt, im Rathaus ist man sich im Klaren, dass es kaum Interessenten geben wird. Trotzdem schreibt man schon einmals 400.000 Euro Erlös in den Haushalt für 2025.

 


430.000 Euro soll erhöhte Grundsteuer bringen

Auszug aus dem Haushaltsplan 2025 Seite 17, Anstieg der Grundsteuer   Homberg langt zu Die Neuberechnung der Grundsteuer sollte nicht zu Mehrkosten für die Bürger führen, sondern nur anders verteilt werden. Die Neuberechnung sollte aufkommensneutral sein. Das wurde versprochen, und das hat die Landesregierung den Kommunen auch empfohlen. Homberg will sich nicht daran halten und […]

weiterlesen »


Grundsteuer: Schrauben bedeutet Erhöhen

Gastbeitrag von Dr. Klaus Lambrecht
zu der Erhöhung des Grundsteueraufkommens. 430.000 Euro sollen mehr in die Stadtkasse fließen.

weiterlesen »


Grundsteuer soll in Homberg steigen

  Die Umstellung der Berechnung der Grundsteuer soll nicht dazu führen, dass die Gesamteinnahmen der Stadt aus der Grundsteuer erhöht werden. Das haben die Landesregierung und der Bürgermeister versprochen. In Homberg wird das Versprechen vom Bürgermeister gebrochen. Er sagt es nicht offen. Es wird mit Zahlen getrickst, die Bürger werden getäuscht. Die Homberger sollen nach […]

weiterlesen »


Krankenhausgelände: Einnahmeverlust aus der Grundsteuer

Die Stadt hat 2021 von Asklepios das Krankenhausgelände für einen Euro „gekauft“ und damit den Verlust von Einnahmen aus der Grundsteuer hingenommen. Die Stadt hat seitdem Kosten für Gutachten, Sicherung und Vandalismus.

weiterlesen »


Homberg in der Spitzengruppe

Gesamtschulenstand 108,280 Millionen

Homberg gehört in Hessen zu den fünf Städten mit den höchsten Pro-Kopf Schulden. 108,280 Millionen

Hessen ist das am höchsten verschuldete Flächenland in Deutschland.

Damit ist Homberg in der Spitzengruppe der am höchsten verschuldeten Kommunen. Dabei hat Hessen die höchsten Pro-Kopf-Steuereinnahmen der Flächenländer.

weiterlesen »


Gebührenerhöhung für die Friedhöfe in Homberg

   Gastbeitrag Dr. Klaus Lambrecht Die jetzige geplante Gebührenerhöhung wirft die Frage auf: Warum wurde eine solche gravierende Unterdeckung der Gebührenkalkulation in der Doppik nicht schon früher erkannt? Die letzte Anpassung der Gebührenordnung erfolgte laut Satzung 2018. Dafür ist doch gerade das Instrument der Doppik eingeführt worden. Fiel sieben Jahre lang nicht auf, dass die […]

weiterlesen »


Reise von Homberg nach Ubatuba – ein kostspieliges Vorhaben in Zeiten knapper Kassen

  Am 3. November 2024 traf der Bürgermeister Dr. Nico Ritz in Ubatuba mit der dortigen Vertreterin zusammen und unterzeichnete ein "Verpflichtungsschreiben", wie es in dem portugiesischen Text über den Besuch heißt. Damit soll eine Städtepartnerschaft zwischen Homberg und Ubatuba zusammen mit Wolfhagen begründet werden.  Die Homberger haben erst jetzt, 7 Monate später, von dieser Partnerschaft […]

weiterlesen »


Taschenspielertricks

   Mit Speck fängt man Mäuse, mit Fördermitteln Stadtverordnete    Abrissplanung für Gebäude auf dem Krankenhausareal In der Diskussion ging es darum, welche Gebäude abgerissen werden sollen oder welche besser doch nicht. Vor allem ging es um die Zuschüsse zu den Abrisskosten. Welche Zuschüsse sind vom Kreis zu erwarten? Der Bürgermeister stellte drei Varianten vor, von […]

weiterlesen »


Keine Kosten Kontrolle – Bürger zahlen

Karte: Abschnitt aus dem Stadtplan von Mühlhausen mit dem Bereich der Sanierung der Ortsdurchfahrt, die zu erheblichen Mehrkosten geführt hat und die Kostenkontrolle versagt hat. Textauszug aus dem  HNA-Bericht vom 10. Mai 2025 über die Stadtverordnetenversammlung am 8. Mai.   Am 6. Mai 2025 gab es im Haupt- und Finanzausschuss eine Situation, auf die sich […]

weiterlesen »


36. Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung

   36. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung  am Donnerstag, dem 08. Mai 2025 um 19:00 Uhr   1. Aufstellung einer Änderung Nr. 5 zum Bebauungsplan Nr. 19 der Kreisstadt Homberg (Efze) im Bereich der Hessenallee hier: Abwägung und Satzungsbeschluss VL-239/2024 3. Ergänzung Anmerkung Teil der öffentlichen Grünanlage an der Stadtmauer wird privatisiert, es bleibt der Verdacht, dass […]

weiterlesen »


Kahlschlag für das Loch im Haushalt der Stadt

  Plötzlich regen sich Stadtverordnete auf, dass im Stadtwald auf der Lichte Kahlschlag betrieben wird. Jahrelang habe sie geschwiegen und alles abgenickt. Der Holzverkauf ist in den letzten 10 Jahren auf fast das Zehnfache gestiegen. Das ist unverantwortlicher Griff in die Spardose, den Wert der Natur. Zu einem Foto schreibt die HNA: Kahle Fläche: Mitten […]

weiterlesen »


Wie viele Investoren bewarben sich für das Klinikareal?

Am 17. Oktober 2024 startete das Investorenauswahlverfahren für das Klinikareal. Am Freitag, dem 21. Februar 2025, war Endtermin für die Bewerbung. Wie viele Investoren haben sich beworben? Bis vor wenigen Tagen stand auf der Internetseite der Stadt noch ein Hinweis mit Bild auf das Verfahren.           Am  20. Mai 2021 hat […]

weiterlesen »


Druckansicht Druckansicht

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA. Impressum Impressum