HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Das Märchen von der Villa und dem Goldkästchen

 
In der Sitzung des Bauausschusses am 28. 1. 2019 wurde wieder das Märchen von der Goldkiste und der Villa an der Kasseler Straße aufgewärmt.

Die Goldkiste

Die Goldkiste sollte auf Befragen des anwesenden Homberg Kreissparkassen-Niederlassungsleiter weiterhin gebaut werden. Wer soll dieses Märchen glauben?

Um die Ausgänge der Fluchttreppen und die technischen Aggregate neben dem Gebäude des Kreissparkasse zu verstecken will die Kreissparkasse 1.000.000,00 Euro ausgeben. Dafür gibt es dann auch noch zusätzlich einen kleinen Mehrzweckraum für Ausstellungen und Vorträge, alles kann kostenlos genutzt werden, ist noch einmal in der HNA zu lesen. Wie großzügig die Kreissparkasse in Homberg ist. Werden die anderen Standorte der Kreissparkasse auch so generös bedient?

Und natürlich noch der "Balkon" von dem man eine schöne Aussicht auf 260 Parkplätze hat. Das Parkdeck von knapp einem Hektar mitten in der Stadt.

Die Goldkiste  soll gebaut werden, obwohl es der Kreissparkasse keinen Gewinn bringt. Im Gebäude der Kreissparkasse wird sogar neuer Platz geschaffen. 25 Arbeitsplätze werden verlagert in das Dienstleistungszentrum. Die Homberger Niederlassung ist die kleinste im Kreis. Ausgebaut wird der Standort Melsungen. In einer solchen Situation sollen die Homberger glauben, die Sparkasse spendiert 1 Mio. Euro.

Die Aussage wird geradezu peinlich, wenn das Projekt "Lokale Ökonomie" damit verglichen wird, bei dem Eigentümer und Geschäftsleute einen Förderzuschuss von höchstens 26.000 Euro bekommen sollen, sofern der neu zu bildende Förderausschuss dem zustimmt.

Von einer Million Euro könnten 38 Projekte mit 26.000 Euro gefördert werden.
 

Die Villa

Die Villa mit Anbauten einer Spielhalle hinter dem Aldi-Bau, zwischen der Anlieferzone für die Lkws und der Zufahrt zum Parkplatz soll "aufgewertet" werden.

Irgend wann einmal könnte sich dafür die Gelegenheit ergeben, wenn die Genehmigung für die Spielhalle 2029 ausläuft.  Solche weite Voraussicht ist neu bei dem Bürgermeister. Für diese Aufwertung werden zwei andere Villen für das Einkaufszentrum platt gemacht. Ob 2029 das Einkaufszentrum überhaupt noch in Betrieb ist, sofern es überhaupt gebaut wird, ist sehr anzuzweifeln.
 

Neue Firma neuer Durchführungsvertrag

Letztlich geht es darum einen neuen Durchführungsvertrag abzuschließen und das möglichst geräuschlos. Der gültige Vertrag ist mit Schoofs-Frankfurt geschlossen, jetzt ist das Homberger Projekt ausgegliedert in eine neue Firma "Einkaufszentrum Drehscheibe GmbH & Co. KG".

 
Geplante PR-Aktion?

Heute findet sich auf der Titelseite der HNA ein Bericht zu dem Goldkistenbau der Sparkasse, der am Vorabend Thema im Bauausschuss war. Der Beitrag bezieht sich auf eine Vorstellung des Projektes mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse Gille im Oktober 2018. Jetzt gerade kommt der Bericht darüber auf die Titelseite. Was hat das zu bedeuten?

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2 Kommentare zu “Das Märchen von der Villa und dem Goldkästchen”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Der heutige HNA Artikel wirft mehr Fragen auf als das er Antworten gibt.
    Will die KSK Schwalm – Eder jetzt in allen drei Kreisteilen solche Showrooms für Ausstellungen und Vereine bauen? Sind da überhaupt 50 m² ausreichend? Oder geht es bei diesem Vorhaben um ganz etwas anderes. Schließlich stellt die KSK den großen Parkplatzbereich dem Projektträger für den Bau des EKZ zur Verfügung oder hat das Grundstück verkauft. Darüber hat man bisher noch nichts erfahren können. Überhaupt wissen wir nicht, wer hier die Grundstücke für das Projekt erworben hat, gehören diese Schoofs Immobilien GmbH oder der Drehscheibe GmbH und Co. KG? Mit wem will die Stadt den öffentlich-rechtlichen Vertrag schließen? Muss überhaupt der Bebauungsplan jetzt geändert werden? Dies würde wiederum Zeit kosten und der Bau würde mit Sicherheit nicht 2020 fertig.
    Warum wurde der Planer gewechselt? Zwei Planer in einem Projekt, kann ja reizvoll sein, aber aus einem Guss sieht anders aus. Als Planer würde ich mir auch nicht ins Handwerk fuschen lassen. Das einzig sinnvolle sehe ich in der Sicherung der Grenzbebauung durch die KSK. Die Kreissparkasse kann auch in der Zukunft dort an die Grenze ein anders geartetes Gebäude direkt an der Grenze errichten. Wer baut überhaupt die „goldene Kiste“? die GmbH und Co. Kg. oder die Kreissparkasse?  Bei der Darstellung und im Zusammenhang mit der Planung des EKZ entsteht der Eindruck, dass die Drehscheibe GmbH und Co KG auf dem Gelände der KSK (kleiner Parkplatz) baut.
    Müsste nicht auch wegen der vielen Änderungen jedoch der Vorhaben- und Erschließungsplan geändert werden, der Bestandteil des Bebauungsplanes ist.
    Aber zu all den Fragen schweigt der Magistrat und die Parteien interessiert mehr die Stärke der Fundamente oder die Fassadenfarbe. Unwesentliches wird diskutiert.
    M.E. leistet sich die KSK auch einen Bärendienst, die kreisweit tätige Kasse bevorzugt einseitig eine der Städte im Schwalm – Eder – Kreis, es ist zwar lobenswert das Homberg seitens der KSK unterstützt wird, doch den Anspruch auf Vereinsförderung haben alle Kommunen. Die Ausstellungen in den Schalterhallen haben ebenfalls den Vorteil, dass alle Kunden etwas davon haben und verkürzen dadurch auch die Wartezeiten.
    Die Fragen, die mir in den Kopf kommen, müssten doch von den Parlamentariern gestellt werden, wenn sie nicht vom Magistrat in der Vorlage schon beantwortet worden sind.

  2. Wähler

    Täusche ich mich oder nicht?

    Mir kommt es so vor, als wenn der Magistrat eine ständige Abwehrhaltung gegenüber großen Teilen der Stadtverordnetenversammlung einnimmt.

    Ein konstruktives Miteinander der "beiden Kammern" zum Wohle der Stadt Homberg scheint auf Jahre ausgeschlossen zu sein.

    Mir scheint, dass der Wähler in Homberg bei den kommenden Wahlen ( Bürgermeister- und Kommunalwahl ) einmal ein Machtwort sprechen muss.

    Noch ist er der Souverän.

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