HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

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Die Algenzucht-Story

GontermannpaperDas Projekt Algenzucht tauchte erstmals in einem Bericht des städtischen Angestellten, Architekt Jochen Gontermann auf. Inzwischen ist es auf der Homepage der Stadt gelöscht. Gontermann pries die Algenzucht in Zusammenhang mit der ebenfalls von ihm dargestellten Altreifen-Pyrolyse.
Mit der Abwärme aus der Pyrolyse sollte die Algenzucht temperiert werden. Viel Konkretes über die Wertschöpfung brachte Gontermann nicht vor, nur Versprechungen.
Vertreter der Firma Ökologisch Projekte AG ( ÖPAG) stellte die Algenzuchtpläne für Homberg vor. Mit dabei Herr Pannach, der als etg firmierte.

Die ÖPAG ist mittlerweile insolvent, sie war nur ein Firmenbaustein in dem Netzwerk, das bei der Firma Schumann & Schumann in Potsdam zusammenlief.

Neustadt-Glewe war wachsamer
Auch in Mecklenburg war die ÖPAG als Interessent für Algenzucht aufgetreten. In Neustadt-Glewe wurde eine Nachnutzung für eine insolvente Gärtnerei gesucht, das interessierte die vorgeblichen Algenzüchter. Die Stadt war froh jemanden für die Nachnutzung gefunden zu haben. Misstrauisch wurde sie, als der vereinbarte Kaufpreis nicht eintraf.
Die örtliche Presse, das Ludwigsluster Tageblatt, recherierte und nahm mit Bassum Kontakt auf, in der die ÖPAG angeblich bereits Europas größte Indoor-Algenzucht bauen wollte.
In Bassum hatte man nach anfänglicher Euphorie die Projektpleite erlebt. In den Gesprächen zwischen den beiden Städten wurde sehr deutlich über den kriminellen Hintergrund dieses Algen-Geschäftsmodells gesprochen. Die ÖPAG ging zwar insolvent, doch die Beteiligten machten unter dem neuen Namen Algen-Park AG (ALPAG) weiter.
Wie in Bassum wurden Pressemitteilungen über den Baubeginn und den Baufortschritt veröffentlicht, um damit Kapitlanleger zu finden, die von der ALPAG Algenzuchtmodule kaufen. Diese gekauften Module verpachten die Anleger dann wieder an die ALPAG, um von dieser Pachteinnahmen zu erhalten.
Bei dem Ludwigsluster Tageblatt hat sich inzwischen ein Anleger gemeldet, nachdem er keine Pachtzahlungen erhielt. Dieser gutgläubige Anleger hat inzwischen Strafanzeige erstattet.
Links zu den Berichten des Ludwigsluster Tageblatts

24. Mai 2014:
Neustadt-Glewe : "Apothekenreine" Alge kommt

5. November 2014
Algenpark: Stadt zieht Reißleine
Ein halbes Jahr nach symbolischem Produktionsbeginn ist im geplanten Algen-Park Neustadt-Glewes noch nichts passiert

13. November 2014
Neustadt-Glewe : Außer dem Vertrag gibt es nichts

Neustadts Bürgermeister Kröger ist froh, dass sie frühzeitig die Geschichte durchschaut haben. Mehr als drei Arbeitsstunden des Bauhofs zum Mähen um die Gewächshäuser ist nicht investiert worden.

In Homberg lagen bereits im Sommer 2013 Informationen vor, dass der angekündigte Baubeginn in Bassum nicht geschehen war. Trotzdem stand noch am 15. Mai 2014 der Verkauf der ehemaligen Schießanlage für die Algenzucht auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung.

Die Erläuterungen zu diesem Tagesordnungspunkt 6 sind im Protokoll der Stadtverordnetenversammlung auf der Homepage der Stadt gelöscht. Die Überschriften des Tagesordnungspunktes konnten nicht entfernt werden, sonst hätte es in der Nummerierung eine Lücke gegeben. Die von der Stadt gelöschten Texte finden sich in der Dokumentation am Ende dieses Beitrags, der Text wurde der Erläuterung zur Einladung zur Stadtverordnetensitzung entnommen, das die Stadtverordneten erhielten.

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:: DOKUMENTATION ::

Erläuterungen zu dem Punkt 6: Beschluss über die Veräußerung von Flächen.
(Zum Vergrößern, Seite anklicken)

Links: Fassung für die Stadtverordneten        Rechts: Fassung für die Bürger (Homepage Stadt)
 

Für Stadtverordnete Seite 1

Für Bürger Seite1 Für Stadtverornete SEite 2

Für Bürger Seite 2

Verkauf für Algenzucht

Beschluss zum Verkauf der ehemaligen Standortschießanlage vom 15. Mai 2014
Der Verkauf erfolgte laut Vertrag an die Peter Koch Invest UG . Der Verkauf kam nicht zustande, da der Käufer nicht zahlen konnte.

 


3 Kommentare zu “Die Algenzucht-Story”

  1. Kritischer Bürger

    FREMDSCHÄMEN ist angesagt…

    Dazu gehört auch, dass man vergaß, den Fahrstuhl in das neue Jugendzentrum einzubauen, wie ich heute in der HNA gelesen habe.

    Zu den Visionen:

    Wie sagte unser beliebter Altkanzler: Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.

  2. Bürger 2014

    Ach nu ja , der Fahrstuhl ist drinnen. Ganz aus Glas mit Panorama Blick.

    Perlen vor die S… ! Oder einfach nur ohne Hirn geplant…. "wer hat´s erfunden ? "  …. 🙂

  3. lieschen

    Mal eine ganz ernst gemeinte Frage an alle, die sich (wirklich) damit auskennen,

    Gibt es bei Bauvorhaben keinen "Katalog" also etwas im Sinne von Plan-Bedarf-Anforderungen-Gesetze etc. den man einhalten MUSS? Zwischenschritte die kontrolliert werden? Kosten die ständig im Auge behalten werden müssen? Berechnungen und Pläne die mit Bedacht und einem weiteren Augenpaar (!!!) ggf. adjustiert werden müssen?

    Also all das, was man als entsprechend hierarchisch angeordneter Mitarbeiter einer "normalen" Firma macht?

    Wieso macht hier eigentlich jeder was er will? Städtischer Architekt und Marketingmensch,,, Haben die niemanden der sie kontrolliert? Dem sie (in regelmäßigen Abständen) berichten müssen? Wieso sagen die Handwerker nichts?

    Erhellen Sie mich bitte. Ich begreifs einfach nicht.

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