HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Die Klimakrise ist zu ernst, um sie den Politikern zu überlassen

Foto: Zwei Steckdosen  als E-Bike Ladestation: Ein wirksamer Beitrag für den Klimaschutz?
  

Auf allen Ebenen der Politik wird gern über "Klimaschutz" gesprochen, auch in Homberg. Gerade vor Ort ist  deutlich zu sehen, dass Aktivität gezeigt werden soll, aber möglichst wenig soll geändert werden und niemandem soll es weh tun, vor allem nicht dem eigenen Klientel.

In Homberg wird fruchtbares Ackerland zu Baufläche umgewandelt, gegen das Gesetz. Die Einsicht in die Funktion des Ackerbodens für den Klimaschutz fehlt.

Bäume werden nicht geschützt und erhalten. Stattdessen sind die Stadt und die vor ihr beauftragten Firmen dabei, noch mehr Bäume zu vernichten. Als ob die überall sichtbaren kranken und Bäume nicht Warnung genug sind.

Eine Elektrosteckdose am Marktplatz und ein Lastenfahrrad, das im Sommerhalbjahr am Donnerstag Nachmittag auf den Marktplatz gestellt wird, ist angesichts der gewaltigen Dimensionen, die umgesteuert werden müssen, völlig ungenügend.

Damit bewegt sich die Homberger Kommunalpolitik in demselben Fahrwasser wie die große Politik. Es reicht nicht aus, in den nächsten 20 oder 30 Jahren den CO2-Ausstoß um einige Prozentpunkte zu reduzieren. Die Klimafolgen, die in den letzten beiden Jahren zu spüren waren, ergeben sich aus den CO2 Emissionen der  vergangenen Jahrzehnte. Die Folgen werden sich in den nächsten Jahren weiter verschlimmern und könnten schon bald eine Kettenreaktion auslösen, die nicht mehr beherrschbar ist.
Entgegen der landläufigen Beschwichtigungspolitik der kleinen Schritte gibt es fundierte Stimmen, die vor den schlimmsten Folgen warnen, die in einem kurzfristigen Zeitfenster wahr werden können. Der englische Nachhaltigkeitsforscher Prof. Jem Bendell beschreibt in einem längeren Beitrag die Zusammenhänge und die Auswirkungen. Jem Bendell, Deep Adaption, Tiefenanpassung: Ein Wegweiser, um uns durch die Klimakatastrophe zu führen.

Wie stark die Politik noch an der herkömmlichen Politik festhält, beschreibt der Guardian in erschütternder Weise. Stündlich wird weltweit 1 Million Euro für landwirtschaftliche Zuschüsse ausgegeben, 99 Prozent davon für klimaschädliche Aktionen, 1 Prozent für den Umweltschutz.

Statt schnell und entschieden umzusteuern, geht es mit Vollgas gegen die Wand.

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