HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Einkaufszentrum: Vorgetäuschte Bäume

Planung Einkaufszentrum, Einfahrt von der Kasseler Straße zum Großparkplatz.

Oben:   Fotomontage, Baumgruppe entlang der Einfahrt an der Kasseler Straße.
Mitte:   Zeichnung mit den acht Bäumen an der Einfahrt.
Unten: Ebene unter der Einfahrt mit Verkaufsräumen. Kein Platz für Wurzelraum der Bäume. Quelle

Am 28. Mai 2018 wurde im Bauausschuss eine neue Planung für das Einkaufszentrum vorgelegt.

Bürgermeister Dr. Nico Ritz erklärte, es handele sich nur um geringfügige Abweichungen.

Abweichungen bei der Sortimentsliste, die in den Räumen zum Verkauf angeboten werden dürfen. Neue Mieter, wie Woolworth, wurden angekündigt.
Die Bürogebäude an der Kasseler Straße waren gestrichen und stattdessen an dieser Stelle im Plan einige Bäume eingezeichnet. Ein Falschinformation, die deutlich erkennbar ist, für die Bäume gibt es keinen Wurzelraum.

Alles nur geringfügige Abweichungen?

Fazit: Die Bäume stellen eine Täuschung der Bürger und Stadtverordneten dar.

Verantwortlich für diese Darstellung ist das Architekturbüro KUBUS aus Wetzlar.
Erläuterungen    Präsentation   Sitzungsprotokoll
Die Unterlagen wurden am 28.5.2018 offiziell im Bauausschuss vorgelegt.

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Ein Kommentar zu “Einkaufszentrum: Vorgetäuschte Bäume”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Für die Bäume an den Straßen bedeuten Hitze und Trockenheit extremen Stress. Wer kann, sollte sie an heißen Tagen wässern. 9 bis 14 Liter Wasser benötigt ein junger Straßenbaum je nach Größe pro Tag. Längere Hitze und Trockenheit belastet besonders junge Bäume, weil sie weniger Wasserreserven haben. Insofern ist zu begrüßen, dass der städtische Bauhof an die Jungbäume Wassersäcke gestellt hat, die die neu gepflanzten Bäume tröpfchenweise mit Wasser versorgen. Auch der Standort spielt eine Rolle. Große und alten Bäume benötigen mehrere hundert Liter Wasser täglich. Hitzewellen machen gerade Stadtbäumen auch in Homberg zu schaffen. Die Gebäude und Straßen heizen schneller auf als im ländlichen Raum mit mehr Grünflächen innerorts wie in unseren Stadtteilen. Straßenbäume und Bäume in Parks und Grünanlagen puffern dabei einen Teil der entstandenen Wärmestrahlung der Gebäude ab.

    Die jetzt vorgesehenen Anpflanzungen an und auf dem Parkdeck des Einkaufszentrums soll ein ähnliches Schicksal zugemutet werden, wie den Anpflanzungen an der Wallstraße oder Ziegenhainer Str.  Bäume sterben langsam, sie wehren sich. Aber zwei heiße und vor allem trockene Sommer führen zu letalen Schäden. Fehlendes Wasser und die Strahlungshitze von den sich aufheizenden Boden- und Hausflächen gibt Ihnen den Rest, da hilft dann auch kein noch so gut gemeintes Wässern. Jeder weitere Beschädigung wie durch Befahrung der Feinwurzeln – wie im alten Friedhof oder Kappung von Wurzeln wie am Waldkindergarten führen unweigerlich zu weiterem Stress und Verlust des Wasserversorgungsnetzes der Bäume.
    Hier wird ein Bild gezeichnet, was irreal ist. Denn nach den heutigen Maßstäben von umweltgerechtem Bauen ist das EKZ alles andere als klimafreundlich zu bewerten. Die Bäume sollen einen grünen Touch geben. Es ist auch nicht damit geholfen, nur noch hitze- und trockenheitsresistentere Arten zu pflanzen, der Standort und Standraum ist mit entscheidend. Viele der Neupflanzungen durch die Stadt sind auch hinsichtlich der Artenwahl falsch, Pyramideneichen oder Linden benötigen größere Wurzelbereiche, um artgerecht sich entwickeln zu können.

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