HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Fake-Planung

Was sollten nicht alles an Institutionen in das Multifunktionshaus am Marktplatz 15 einziehen:

Die Musikschule, die Volkshochschule, die Starthilfe, die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Familienzentrum, die Elternschule und der Tageselternverein.

In den vorgelegten Plänen findet sich jetzt nur ein kleiner Teil..

Die Musikschule hat drei nebeneinander liegende Probenräume. Vielleicht Schlagzeug neben Blockflöte? Am früheren Standort am Busbahnhof waren die Räume gut von einander getrennt, damit sie sich nicht stören. Die Musikschule e.V. des Südteils des Schwalm-Eder-Kreises benötigt schon jetzt für die verschiedenen Angebote viel mehr Übungsräume.

Die AWO hat ihre Räume bisher in der Pfarrstraße und in der Holzhäuser Straße. In dem Entwurf gibt es nur zwei hintereinander liegende besonders hohe Räume, die für die AWO bestimmt sein sollen. In diesen beiden Räumen wird sie die verschiedenen Funktionen von den anderen Standorten kaum unterbringen können. Außer den drei Buchstaben ist nicht bekannt, was dort geschehen soll.

Das Familienzentrum nutzt jetzt die Räume in der Obertorstraße 5, dem ehemaligen Frankfurter Hof. Für das Familienzentrum stehen die meisten Räume zur Verfügung. Was wird dann aus dem Frankfurter Hof, der der Stadt gehört? Dazu ist keine Nachnutzung bekannt.

Starthilfe, Volkshochschule und Tageseltern-Verein sind in den Plänen nicht vorgesehen.

Im Untergeschoss (Ebene 0) ist nur ein größerer Besprechungsraum und zwei weiter Multifunktionsräume sowie ein dazugehöriger Abstellraum eingezeichnet.

Auf der Grundlage von vier Zeichnungen sollte nicht über ein 3-Millionen-Projekt entschieden werden. Wer dem zustimmt, handelt grob fahrlässig.

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4 Kommentare zu “Fake-Planung”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Aus rein praktischen Erweggründen würde ich die besucherintensiven Vereine oder Einrichtungen in die Untergeschosse verlagern, Mir tun schon jetzt die Kinder leid, die mit Ihren Instrumenten mit dem Lift fahren müssen oder die Treppe laufen müssen. Es gibt ja auch mal Gruppenveranstaltungen.
    Ist überhaupt ermittelt worden welche Besucherfrequenzen die einzelnen Einrichtungen haben?
    Unter Multifunktion verstehe ich auch, dass die inneren Gebäudestrukturen – gerade bei einem Neubau – sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden können. Wer sagt, dass die Vereine sich nicht umformieren und in andere Gebäude umziehen?
    Es bleibt das Problem des Nachweises von Stellplätzen für die Einrichtungen. Mir wäre lieber, das Haus würde saniert und dort würden preislich erschwingliche Wohnungen eingebaut. Die derzeitige Planung ist so verwirrend, unklar und unausgegoren, dass man nicht mit einem ruhigen Gewissen einem solchen Vorhaben zustimmen kann. Zumal das Vorhaben noch nicht abzuschätzende Folgekosten nach sich ziehen wird.

  2. Opa

    Auch wenn es kein Leerstandskataster gibt:

    Innerhalb der Stadtmauern gibt es noch genügend Raum, um die Vereins-Wünsche zu erfüllen.

    "Die börsennotierte Investment-Firma Dr. Ritz & Magistrat" wird schon entsprechende Pläne in der Schublade haben. 🙂

    Die stillschweigende Mehrheit der Aktionäre, pardon Homberger Bürger, wird erfahrungsgemäß neue Investments dulden.

    Die Börsenaufsicht, nein Stadtverordnetenversammlung, sieht keinen Anlass für Warnungen.

  3. Frustrierter

    Wie soll ich es erklären?

    Bevor ich etwas kaufe, überlege ich, ob der Kauf insgesamt sinnvoll ist.

    Benötige ich den Kaufgegenstand überhaupt?

    Erfüllt er wirklich den Zweck, den ich mir erhoffe, auch wenn er ein Geschenk sein soll?

    Stehen Preis und Nutzen, eventuelle Folgekosten, überhaupt im Einklang?

    Kann ich mir das leisten, ohne in die Miesen zu gehen?

    Quatsch, so denkt eine Privatperson.

    Daher wäre ich auch für einen verantwortungsvollen Entscheiderposten ungeeignet.

  4. Scherzbold

    Schaue gerade ANNEWILL im Ersten.

    Da erklärt Gabor Steingart doch tatsächlich:  …"und alles ist geritzt"

    Das in Homberg geflügelte Wort hat Berlin erreicht.   🙂

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