HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Haus- oder Aus-Verkauf in der Altstadt?


Aktuell stehen sechs große Häuser in der Homberger Altstadt zum Verkauf.
Teilweise schon seit längerer Zeit.
Es wird immer schwieriger dafür Interessenten zu finden.
Leerstand ist nicht nur in Homberg ein Problem.
 

 

Wie machen es andere? Was gibt es zu lernen?

Kann es sich Homberg leisten, diese Entwicklung sich selbst zu überlassen? Vielleicht nach dem Motto, der Markt regelt das.
Wer abwartet, wird in ein paar Jahren jede Chance verspielt haben.

Jetzt sollte Homberg sehen und von anderen lernen, was getan werden kann, um dieser Entwicklung gegenzusteuern.

Ein schönes Beispiel findet sich hier mit dem Titel Lust gegen den Leerstand..

Es gilt weitere Ansätze zu suchen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen.
Hände in den Schoß legen und Fünfe gerade sein lassen geht nicht mehr.

 

siehe auch: Umgang mit LeerstandKommunale Strategiern im Umgang mit Leerstand,    

Strategien zum Umgang mit Gebäudeleerständen im ländlichen Raum

Druckansicht Druckansicht

 


78 Kommentare zu “Haus- oder Aus-Verkauf in der Altstadt?”

  1. Phil Antrop

    Ein weiteres Haus am Marktplatz wird folgen. Zeitraum etwa ein bis zwei Jahre.

  2. Opa

    Phil Antrop

    Sie machen mich neugierig!

    So viele Möglichkeiten gibt es ja nicht mehr…..

  3. Linda H.

    Ich bin auf die Kommentare gespannt.

    Von selbst wird sich da gewiss nichts tun. Aus meiner Sicht entwickelt(e) sich hier eine Teufelsspirale:

    Altbauten sind für Investoren ob privat oder Firmen nicht lokrativ. Die Instandhaltung ist mit enormen Unkosten verbunden. Einen Anreiz könnte eine belebte Altstadt bieten. In Homberg ist diese leider nicht vorzuweisen.

    Das Aussterben geht weiter. Einen Lösungsvorschlag habe auch ich nicht. In Wirtschaftskrisen (auch hier liegt ein Teufelskreis vor) muss der Staat investieren, um den zyklischen Verlauf zu unterbrechen. Leider fehlt der Stadt das nötige Kleingeld.

  4. AnwaltsLiebling

    Ich bin für den Erhalt der schönen Fachwerkhäuser in der Altstadt.

    Wer jedoch mit offenen Augen durch die Altstadt und die Freiheit geht, muss zwangsläufig feststellen, dass ein nicht unerheblicher Teil der alten Häuser spätestens in 1 – 2 Jahrzehnten dem Abriss geweiht sind. Viele hätten es heute schon verdient.

    Der derzeitige Preiswahn bei Bestandsimmobilien bis hin zu "Schrottimmobilien" schreckt zudem Käufer ab, die bei einem realistischen Kaufpreis u. U. zu Sanierungen bereit wären.

  5. AnwaltsLiebling

    Linda H.

    Danke für Ihren sachlichen Kommentar.

    Sie sandten ihn um 22.08 Uhr ab.

    Meinen Kommentar sandte ich um 22.12 Uhr ab.

    Somit war er keine Reaktion auf Ihren Kommentar.

  6. Brillenträger

    Fehlt nur noch, dass Fielmann oder Apollo über einen Strohmann das Haus des Optikers und Gehörgeräteakustikers kaufen…..

    Wenn die aber den toten Marktplatz sehen, kommen die nicht.

  7. Delf Schnappauf

    zu 2: Ein Teufelskreis entwickelt sich durch Nichtstun und Resignation. Das es auch anders geht, kann man in Nordhessen sehen: in Hannoversch Münden und in Wanfried. Einfach mal im Hingucker diese Suchbegriffe eingeben.

    Der Blick auf eine "Potemkinsche Straße" ermutigt ebenfalls.

    Eine zweite Potemkinsche Initiative fand in Gottesbüren in Nordhessen statt.

    Deren Initiator Ton Matton hat vor ca. zwei Jahren bei der Kasseler Kulturthopographie sein Verständnis vorgestellt.  Ein Aspekt fand ich sehr überzeugend. Er fragte: Was kostet der Neubau eines Einfamilienhauses? Was kostet ein altes Fachwerkhaus und die Sanierungsarbeiten?

    Ein Neubau ist an dem Tag, an dem die Bauherren einziehen, eine Gebrauchtimmobilie und damit hat der Bauherr an diesem Tag schon 20 Prozent seiner Baukosten verloren. Ganz anders bei einem Gebrauchthaus: Dies wird zwar auch einiges an Kosten für die Sanierung verursachen. Ton Matton fragte provozierend: Wie viel Lebenszeit muss jemand aufwenden, um einen Neubau zu bezahlen? Wie viel Lebenszeit gewinnt er, weil er vielleicht 100.000 Euro nicht erarbeiten muss?

    Es sprechen noch weitere Aspekte für ein Engagement in alte Fachwerkbauten:

    – Eichenholz und Lehm haben eine hervorragende Energiebilanz bei der Herstellung.

    –  Das Wohnklima ist wesentlich besser als in einem modernen Neubau.

    – Jeder Abriss und nachfolgender Neubau vergeudet Energie und Ressourcen. Wer von Klimaschutz spricht, darf davor nicht die Augen verschließen.

  8. Ex-Großstädter

    In den Großstädten steigen und steigen die Mieten. Eigentum können sich viele Bürger gar nicht  leisten.

    Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, wenn Homberg gezielt in Großstädten die Rentnergeneration für ein Leben in einer historischen Kleinstadt begeistern könnte.

    Der Anfang könnte in Frankfurt Main und Kassel gemacht werden…

    Viele werden jetzt sagen, dass die Überalterung dann zunimmt.

    Richtig, aber die jungen Leute kommen nicht und bleiben nicht. Sie suchen lukrative Arbeitsplätze in den Metropolen und Ballungszentren.

  9. Opa

    Wo Werra sich und Fulda küssen,

    sie ihren Namen büssen müssen,

    und hier entsteht durch diesen Kuss,

    Deutsch bis zum Meer,

    der Weser Fluss.

    Hann.-Münden – immer eine Reise wert!

  10. Homberger Jeck

    Ich möchte ein wenig zu Ihrer Entspannung beitragen. Sie wollen uns doch nicht ein "o" für ein "u" vormachen ohne dieses zu bemerken. Das wären dann wirklich "Unkosten" , auch wenn es die ja nicht gibt.

    "Einen Anreiz könnte eine belebte Altstadt bieten. In Homberg ist diese leider nicht vorzuweisen."

    Was verstehen Sie unter "belebte Altstadt"?

    Schlagworte einfach aus der Bütt geworfen sind nicht hilfreich.

    . 🤡

  11. Homberger Jeck

    Brillenträger

    Warum sollten Fielmann, Apollo und andere an den Marktplatz kommen, wo doch die Flächen des ehemaligen Einkaufszentrum und jetzigen in Planung befindlichen Nahversorgungszentrums oder gar das besser zu erreichende Schneider Fachmarktzentrum lauern. 🤡

  12. Homberger Jeck

    Neben den zum Verkauf gibt es doch noch weiteren Leerstand der derzeit noch nicht zum Verkauf steht: Ehemals Buchhandlung Mönch am Marktplatz und in der Westheimer Straße; das "Deutsche Haus"; Haus Optiker Trinkus. Geschlossen auch ehemals Parfümerie Thiele. Ob da jemals was Neues kommt oder auch der Verkauf im Raum stehen wird?

    Ob Bäckerei Stübing dauerhaft bleibt? Möbelwagen, Haus Rosan? Eine Schirne

    Löwen Apotheke, Leerstand Löwe? Der hintere Teil der Untergasse und die Leerstände in der Holzhäuser Straße!

    Letztlich sind auch ehemalige Engel-Apotheke , Plan Krone und Marktplatz 15 nicht dazu angetan, von einer "Altstadtbelebung" zu sprechen.

    Ob Ärztehaus und Arbeitsagentur sich schon positiv bemerkbar gemacht haben ?

    Sollte nicht schon zum Amtsantritt von Dirk Richhardt ein Leerstandsregister vorhanden gewseen sein? Wo ist es?

    Während in ganz Deutschland die 5. Jahreszeit schon am 14. Februar ihren Abschluss findet, wird sie wohl in Homberg dauerhaft etabliert! 🤡  

  13. Linda H.

    Zu 7. Nein ein Teufelskreis entwickelt sich eben nicht nur durch Nichtstun. Nichtstun stellt einen Bedingensfaktor von vielen dar!

    Auch ist die Argumentation gegen Neubauten ("20 Prozent-Verlieren", Wohnklima (sehr subjektiv!), verbrauchte Energie und Ressourcen) doch sehr bei den Haaren herbeigezogen. 

    Ich sehe nach wie vor keinen konstruktiven und auch realisierbaren Lösungsansatz:

    Eine Sanierung erscheint auch mir als sinnvoll. Allein schon wegen dem Stadtbild aber wer soll dies übernehmen? Eine Privatperson gewiss nicht. Die Stadt, sofern sie Gelder aquirieren könnte und das ist ein großes KÖNNTE, würde jene Immobilien durch eine Sanierung attraktiver gestalten.

    Bleibt das Problem mit der für den Einzelhändler "aussterbenden" Innenstadt.

    Ein Teufelskreis!

    PS: Der Fairness halber bitte ich darum, dass ein weiterer Kommentar meinerseits in einem anderen Beitrag ebenfalls freigeschaltet wird.

  14. Delf Schnappauf

    zu 12: Im ehemaligen "Deutschem Haus" wird seit einiger Zeit intensiv gebaut. Eine Lehmbaufirma ist am Werk, Bigbags mit Lehm sind angeliefert worden. Es verspricht eine gute Sanierung zu werden. Nicht die Stadt, es ist ein privater Bauherr.

    Gleich gegenüber das sogenannte Löwenhaus mit den zwei Giebeln zum Marktplatz, ebenfalls ein privater Bauherr.

    Oberhalb davon ein Wohnhaus, in dem bis vor gar nicht so langer Zeit die Stadtbücherei ihren Sitz hatte, wurde ebenfalls innen maßvoll erneuert und auch an der Außenseite wurde gearbeitet. Bauherr privat.
    Die Stadt hatte das Gebäude verkauft und die Stadtbücherei an den Stadtrand in die Erich-Kästner-Straße verlagert. Ein Beitrag der Stadt zur "Belebung der Innenstadt !"

  15. Homberger Jeck

    Ein Jeck rechnet so vor sich hin:
    Sanierungskosten je Haus im Durchschnitt 300 000 bis 400 000 €, um heutigem Standard mit Energetischen Vorgaben, Denkmalschutz, Aufzug und Komfort zu entsprechen.

    Macht bei 200 Häusern etwa 60 bis 80 Millionen.

    Davon wurden für teilweise sinnlose Projekte in Homberg seit dem Jump unter den Rettungsschirm wieviel Millionen "versemmelt" ? 🤡

  16. Marianne Prieß

    zu 13   Linda H.

    Ihr voriger Kommentar wurde nicht freigeschaltet – ebenso wie einige Beiträge anderer Kommentatoren.

    "Die Kommentare 24, 25, 27 und 28 (ja sogar 26) liefern den passenden Beleg dafür, dass sich hier eine eingeschworene Truppe gefunden hat."

    Diese Kommentare bezogen sich nur noch aufeinander und brachten keine inhaltlichen Argumente mehr.

    siehe auch das Impressum

  17. IchkannGoogle

    Zu 15.) Manche der Häuser machen auch bei 400.000€ ein Bäuerchen, und schauen wo die nächsten 400.000€ herkommen. Was von vorn noch brauchbar ausschauen mag, eröffnet den Zustand seines verfalls von hinten. Kirchgasse 8 ist so ein Beispiel.

    Ich persönlich möchte kein Haus der Innenstadt auch nur geschenkt haben.

    Allein die Innenhöhe vieler der Häuser ist für mich indiskutabel, ebenso die mangelnde natürliche Beleuchtung, die fas ausschließlich übber die Giebelseiten erfolgt.

     

     

  18. Dr. Klaus Lambrecht

     

    Während die anderen Fachwerkstädte im Kreis auf dieses Alleinstellungsmerkmal in der touristischen Szene gesetzt haben, träumten wir Homberger von einem Wirtschaftsstandort für Speditionen und Industrie. Um die Einzelhändler in der Innenstadt und die Wohnsituation in diesen Häusern kümmerte man sich nicht.

    Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit einem Apotheker in der Westheimer Str. als diese vor dem Hessentag zurückgebaut wurde. Er beschwerte sich, dass er nie eine Mitteilung oder Auskunft über den Stand der Arbeiten vor der Apotheke erhielt. Stadtverwaltung, Planer oder Baufirma sagten nie Bescheid. Wenn ich mich recht erinnere, hatte er 30% Umsatzeinbußen während der Bauphase. Danach kam die Diskussion Fußgängerzone ja oder nein. Der Poller kam. Danach eine Verkehrsführung die alles andere als gewerbefreundlich ist. Die Parkraumbewirtschaftung  für Wohnen und Einkaufen in der Altstadt war auch der Förderung der Innenstadt nicht dienlich.

     

    Danach  setzte man auf die GMA Studie, die eine Einkaufskraft im Homberger Raum suggerierte. Das Warten auf das EKZ oder Nahversorgungszentrum lähmt seit zwei Jahren die möglichen Investoren in der Altstadt zu investieren. Den Wohnraumleerstand gab es seit Jahren. Forderungen zu Erstellung eines Leerstandskatasters wurden und werden bis zum heutigen Tage negiert. Damit hätte man eine fundierte Grundlage zur Situation und den Gründen für den Leerstand bekommen. Die einmal begonnene Untersuchung zur Bestandsaufnahme der unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden wurde begonnen und leider nicht fortgesetzt. Alleine damit hätte man eine wichtige Beurteilungsgrundlage der Gebäude und deren Zustands erhalten.

     

    Anstelle die Kraft in die Lösung der Frage nach der Entwicklung der Altstadt vor dem Hintergrund der demographischen  und wirtschaftlichen Entwicklung des Einzelhandels zu stecken, träumen wir jetzt von einer Art Kulturhauptstadt Nordhessens und setzt auf öffentliche Einrichtungen. Fritzlar geht m.E. mit einem guten Beispiel voran und lagert Verwaltung in leerstehende Gebäude aus, dabei sollen Wohnungen erhalten werden.

     Das Wohnen in diesen Häusern kann Qualität haben, es gibt gute Beispiele. Nicht jeder  ein Bauunternehmen hinter sich, was einem einen Neubau hinstellt.

  19. Karin W.

    Seit einem Jahr versuche ich ein Haus in der Altstadt zu kaufen.
    Mal ist der Preis zu hoch, mal ist zuviel dran zu machen, mal spielt die Bank nicht mit, mal schnappt es mir jemand vor der Nase weg, mal ist die Lage für mein Geschäft nicht gut, mal hab ich den Preis zusehr gedrückt, sodass der Verkäufer abspringt, mal ist es zu klein, oder mein Eigenkapital nicht ausreichend, und und und…
    Ich würde sehr gerne die Altstadt beleben, auch expandieren, Arbeitsplätze und Wohnraum schaffen.Ich mag auch das Raumklima vom Fachwerk sehr gerne. Ich verhandele und kämpfe wie ein Löwe, mal mit Verkäufern, mal mit der Bank.
    Mein Mietvertrag ist abgelaufen, ich muss jetzt umziehen, ob ich will oder nicht, also noch ein Fachgeschäft leer auf dem Marktplatz.
    Für ein Haus hatte ich einen Förderantrag gestellt, leider abgelehnt – mein Finanzierungsplan war nicht ausreichend durchdacht…
    Gar nicht so einfach…
    An einem bin ich noch dran, ich hoffe es klappt, sonst wäre eine andere Option: einfach zumachen und wegziehen.
    Was schade wäre, ich habe hier Freunde und mag die schöne Altstadt!

  20. Opa

    Karin W.

    Ich hoffe, der Bürgermeister liest Ihre Zeilen.

    Das wäre m. E. ein klassischer Fall, wo Bürgermeister und Stadtverwaltung als Vermittler auftreten könnten, wenn Sie dies wünschen.

    Ein kleiner Schritt in Richtung Wiederbelebung……

  21. Homberger Jeck

    "ich muss jetzt umziehen, ob ich will oder nicht, also noch ein Fachgeschäft leer auf dem Marktplatz."

    Frage: Sie betreiben derzeit ein Fachgeschäft am Marktplatz in Homberg oder wollen dort eines übernehmen?

    Da sind doch dann die ganzen Fakten die sie anführen wegen zu klein, zu teuer, Preis zu sehr gedrückt, Fördergeld abgelehnt, Finanzplan nicht duchdacht, Bank spielt nicht mit, Eigenkapital zu gering, Lage nicht passend, Zustand irgendwie schwer für mich zu verstehen.

    Beschreiten sie da nicht den falschen Weg? Träumen sie? Schuld liegt bei anderen?

    Es sollte doch erst feststehen, welche Möglichkeiten es gibt und wie weit die Banken mitspielen. Also Finanzierungsplan und Abfrage von Förderegeldern. Wo bei letztere eher ein Sahnehäubchen auf einer soliden Finazierung sind. einschl. der Tatsache, dass man ja die eigene Leistung und das Einkommen absichern muss, sonst ist man doch schnell Pleite.

    Daraus ergibt sich dann, im Einklang mit den eigenen Wünschen ein Objekt zu finden. Erst dann folgt der letzte Schritt sich Objekte anzusehen. Da kann es ja dann nicht so viele geben die übrig bleiben.

    Schade, dass sie vor 2 Jahren das Haus Marktplatz 15 nicht gekauft haben. 200 000 € mit vermutlich geringem Sanierungsaufwand samt Ladenfläche und Lage!

    Wenn das nicht möglich war, sollten sie keinen Gedanken an ein zu sanierendes Fachwerkhaus verschwenden..

    Fragen sie mal bei den Sanierern des Löwen oder des Stolzenbachschen Hauses nach. Letztere haben wohl mal geäußert: Wenn wir das vorher gewusst hätten!

    Viel Erfolg 🤡

  22. Le Penseur

    Zu 19. Karin W.:

    Seit vielen Jahren bin ich nun auch Bürger dieser Stadt und Sie scheinen mir ein ehrliches Interesse an der Entwicklung unserer Stadt zu haben. Ihre ganzen Überlegungen und Initiativen kann ich durchaus nachvollziehen. Aber aus meiner Sicht werden nach wie vor nicht die richtigen Schritte vollzogen, um dem Schließen von Geschäften ein Ende zu machen. Mit Sicherheit liegen viele Gründe im Kaufverhalten der heutigen Bürger und den Internetmöglichkeiten, die der einzelne von zu Hause aus hat. Aber ich vermisse nach wie vor ein Gesamtkonzept für die Innenstadt als auch für unser Kasernengelände.

    Es wäre schon längst angebracht, dass sich interessierte und kompetente Bürger unserer Stadt zusammenfinden und versuchen würden, unsere Stadt über Alleinstellungsmerkmale nach vorne zu bringen. Aus meiner Sicht ist es längst überfällig, sich einmal ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie wir uns von Melsungen, Fritzlar als auch Schwalmstadt unterscheiden können. Bevor immer wieder Gelder für Gutachten ausgegeben werden, wäre es meiner Ansicht nach sinnvoll, wenn in der nordhessischen Umgebung und vielleicht auch über das Internet die leerstehenden Geschäfte zu erschwinglichen Konditionen angeboten würden. Häufig habe ich schon daran gedacht, dass unser mittelalterliches Stadtbild unter anderem mit Geschäften ergänzt würde, die ein Alleinstellungsmerkmal darstellen könnten. Hiermit meine ich, dass vielleicht ein Töpfer, ein Drechsler, ein Schmied, die an schönen Tagen vor ihren Geschäften Gegenstände erstellen, die auch bei Touristen Interesse wecken würden, den Marktplatz beleben könnten.

    Ein ganz langer Atem ist mit Sicherheit vonnöten, um nachhaltig ein Konzept aufzubauen, welches unsere Stadt auch in Zukunft noch trägt. In solch einer Kommission müssten selbstverständlich auch die Verpächter und Eigentümer von Immobilien der Innenstadt mit angesiedelt sein und sie müssten allmählich mal begreifen, dass eine geringe Miete immer noch besser für den Eigentümer ist als Leerstand. Wir haben leider keine Firmen wie Braun oder Edeka in Melsungen, aber auch keine Investoren wie in Fritzlar zur Verfügung, die in eigener Regie ohne große Förderbeträge die Stadt nach vorne bringen. Der Weg, den die Stadt Homberg nach wie vor mit den Fördergeldern geht, wird in keinster Form die Stadt nach vorn bringen. Der Schneider- als auch Schoofs-Komplex stellt jeden Tag mehr unter Beweis, dass man sich in den dortigen Führungsetagen mittlerweile im klaren darüber ist, über welch geringe Einkaufskraft Homberg verfügt.

    Nur kreative Lösungen, die über die Fördergeldpötte hinausgehen und alle betroffenen Homberger mitnehmen, werden noch zu einer Veränderung in dieser Stadt beitragen. Aufgegeben habe ich die Hoffnung noch lange nicht, aber die bis jetzt gegangenen Wege werden mit Sicherheit ihre Ziele verfehlen.

  23. Delf Schnappauf

    zu 20: Wer erinnert sich noch? Der Bürgermeister verschenkte 2014 ein Haus an die kbg. Begründung: Trägt zur Belebung der Innenstadt bei.  Wert des Hauses und des Grundstücks mindestens 100.000 Euro, so der von der Stadt bestellte Gutachter.
    Ob sich der Bürgermeister bei einem Geschäft am Marktplatz auch so generös zeigt?

  24. Opa

    Delf Schnappauf

    Trotz einiger Wehwehchen – mein Erinnerungsvermögen ist noch voll intakt.  🙂

  25. Linda H.

    Zum Himberger Jeck:

    Selbstverständlich ergäben sich hier Unkosten. Schlagen Sie den Terminus bitte nochmal nach und verstehen Sie die Meinung, die ihm inne wohnt.

    Was Sie für "aus der Bütt geworfen" halten oder nicht, ist völlig unerheblich und als Kommentar deplaziert. Sie disqualifizieren sich damit schon für eine weitere Ausführung meinerseits. Ich gebe sie Ihnen trotzdem. Fritzlar ist ein Beispiel für eine belebte Innenstadt, wohingegen Homberg (vor allem der Marktplatz) ein absolutes Trauerspiel darstellen. Hier geht überhaupt nichts.

    Zu Frau Prieß:

    Das ist genau das, was ich hier schon mehrfach angesprochen habe. Es wird mit zweierlei Maß gemessen. Die von mir benannten Kommentare zuvor bezogen sich ebenfalls nurnoch aufeinander. Wieso werde diese Freigegeben?! Sie müssen sich hier den Vorwurf der Zensur gefallen lassen, tut mir Leid.

    Allgemein:

    Es fehlen nach wie vor. Konstruktive Vorschläge! Stattdessen wird in teilen der Versuch der Schuldzuweisung unternommen. Als Bürger Hombergs müssten Sie sich da alle an die Nase fassen.

    Grundsätzlich spricht Herr Schnappauf hier ein zentrales und bedeutendes Thema an.

    Doch wo bleiben die Vorschläge, vor allem durch die Kommentatoren?!

  26. Opa

    Le Penseur

    "Aufgegeben habe ich die Hoffnung noch lange nicht."

    Für den Pensionär und den Opa könnte die Zeit knapp werden…..

     

     

  27. Karin W.

    @HombergerJeck – die Banken rechnen bei jedem Projekt neu durch, ob sie das finanzieren wollen oder ob es Gründe gibt, die dagegen sprechen.
    Ich bin seit einem Jahr mit dem Bürgermeister im Gespräch, seitdem ich weiß, dass das Haus in dem ich seit 5 Jahren mein Geschäft betreibe, verkauft wurde und der neue Besitzer ein Billardcafe in diesen Räumen eröffnen möchte.
    Vor zwei Jahren war das noch nicht akut, als die Stadt die untere Etage von Marktplatz 15 gekauft hat.
    Die Stadt besitzt 34 Häuser, ich hatte Dr. Ritz gefragt, ob er eins für mich weiß. Für Marktolatz 15 hatte er schon andere Pläne.
    Nein ich denke nicht, dass ich träume. Ich habe mir viele Möglichkeiten durchgerechnet und es ist auf jeden Fall vernünftiger ein Haus zu kaufen, als nochmal 15 Jahre (bis zur Rente) an jemanden Miete zu bezahlen und wieder Räume für 25 000€ zu sanieren, die dann der Besitzer für sich nutzen will…
    Leider  bin ich erst 5 Jahre selbständig, habe meinen (für die Sanierung und Eröffnung) 5 Jahres Kredit in 3 Jahren zurückbezahlt, bin schuldenfrei und habe darüber hinaus etwas Eigenkapital angespart. Aber für ein 200 000€ Haus reicht es eben noch nicht.
    Das ich jetzt kaufen will ist günstig, auch die Lage nicht schlecht, aber einiges zu renovieren/sanieren.
    Wenn die Stadt da vermittelnd auftreten könnte, wäre das großartig.

  28. Homberger Jeck

    1999 Fraktionschefs und Homberg in 10 Jahren

    2008 Hessentag und Aufbruchsstimmung: Ralf Mönch " Mir graut vor Montag"!"

    2008 Grüße von Klotz

    201xx Träume von Technologiezentrum, Einkaufszentrum, Ärztezentrum, Jugendzentrum

    201xx Krone, Schirnen, EKZ Schneider, EKZ Ulrich, Engel-Apotheke, Marktplatz 15, Einzelträume Finanzamt,

    201xx Belebung der Stadt Arbeitsagentur, Kulturzentrum, Kindergarten, Parkgebühren

    201xx Kulturzentrum, Vereinszentrum, Museumszentrum, Haus  der Reformation, Lutherjahr

    201xx Heimatkundliches Archiv schon immer allein gelassen, SPD fordert 8000 € – jetzt keine Rede

    201xx Stadtmarketing mit einem Kirchengeschichtler, Träumen von bis zu 3000 Konfirmanden

    Quo vadis? 🤡

  29. Delf Schnappauf

    zu 15: Die Sanierungskosten in dieser Höhe sind wohl bewusst so hoch gewählt, um abzuschrecken.

    Wenn man eine Luxussanierung betreiben will, kann man diese Kosten erreichen – allerdings wird man in Homberg dann keine Mieter finden, die die Mieten in der Höhe zahlen, die sich daraus ergeben. Solche Kosten produziert nur die Stadt für die Wohnungen in der Engelapotheke: Dort betragen die Kosten 500.000 Euro für eine Etage = einer Wohnung von 140 qm.

    Das es auch anders geht, sieht man zum Beispiel an dem Haus am Kirchplatz, in dem ehemals die Stadtbücherei untergebracht war. Maßvolle Sanierung, um Mieten bezahlbar zu lassen.

    Wer das Horror-Kosten-Gespenst für Altbauten an die Wand malt, verhindert das Engagement für die Stadt.

  30. Homberger Jeck

    Karin W. Ich drücke ihnen bestimmt die Daumen – aber ich bin eher skeptisch.

    Klar rechnen die Banken das einzeln durch.

    Aber der grundsätzliche Aspekt muss doch gegeben sein.

    Was kann ich, wie sind die Umsatzerwartungen in Homberg zukünftig in diesem Berufszweig, Berufsunfähigkeitsversicherung, Absicherung des Kredites + Kosten samt Rückzahlung., Rentenversicherung + evtl. Private für eine wie erwartete Rente, Krankenversicherung + zusätzlicher Versicherungen für Vertretung, Hausrat und Haftpflicht, Fahrzeug, Steuern, Berufsgenossenschaft, Beiträge aller Art, unternehmerische Versicherungen, Steuerberater. Rücklagen für ein neues Fahrzeug und der reparaturen, Wartung, oder für das Unternehmen erforderlicher Ausstattungen. Absicherung von Umsatzausfällen bzw. Zahlungsausfällen. Betriebskosten, städt. Abgaben usw.

    Und da sind dann noch die Erwartungen an das frei verfügbare eigene Einkommen.

    Darüber wird zu wenig nachgedacht und da sind die Banken eher skeptisch. Dazu dann der Vergleich mit einer Mietsituation.

    DAS meinte ich mit Träumen, Träume auch die, die manche Homberger hatten, als sie H&M, C&A, Vockeroth und sonstige Ketten in Homberg im Kopf und in den Kommentaren hatten.

    Nochmals alles Gute !

    Anmerkung:

    "Vor zwei Jahren war das noch nicht akut, als die Stadt die untere Etage von Marktplatz 15 gekauft hat."

    Spielt auch keine Rolle, weil: "Aber für ein 200 000€ Haus reicht es eben noch nicht."

    P. S.

    Schon mal mit der Betreiberin des Geschäftes im ehemaligen Hassenpflug gesprochen?
    Die hat doch sehr preisgünstig gekauft!

    🤡

     

  31. AnwaltsLiebling

    Mietpreise für Ladenflächen in der Untergasse:

    426 qm = 990,-€    =  2,33 € pro qm

    269 qm = 490,- €    = 1,83 € pro qm

    Immobilienscout 24  –  Vermittler: Immobilien König

    Billiger geht nun wirklich nicht.

    Bei diesen Mietpreisen müssten sich die Interessenten die Klinke in die Hand geben.

  32. Homberger Jeck

    Delf Schnappauf Kommentar

    "Wenn man eine Luxussanierung betreiben will,"

    Luxussanierung? Aufzug? Energetische Vorschriften, Klimaschutzauflagen, Mindestforderungen, Qualität? Bauzustand? 

    Was hat denn das Haus Witte gekostet? Was Stolzenbach, Löwe, dazu dann all die Überraschungen a la Engel-Apotheke oder die Probleme die man einst bei dem Haus hatte, in dem heute der "Einladen" untergebracht ist?

    Will man nur Mieter mit geringem Einkommen nutzt das Homberg auch nichts. Die fahren in den Osterbach und nutzen Discounter – weil sie es müssen!

    Entweder richtig, vernünftig und auch als Lockmittel für Mieter geignet die das Ambiente lieben und Einkommen in die Stadt bringen. Oder wenn man sie Barrierefrei machen will.

    Betrachten sie doch mal die Anzahl der Bürger in der Altstadt und die Kaufkraft die sie dort vorfinden!

    🤡

  33. Homberger Jeck

    Der Jeck war mal eben im Internet unterwegs. Interessantes für Hausbesitzer und zukünftige Hausbesitzer!

    Seit Jahrzehnten bekommt die Politik keine Reform der völlig veralteten Grundsteuer hin. Jetzt zieht das Bundesverfassungsgericht die Sache an sich. Für Hausbesitzer und Mieter könnte das massive Steuererhöhungen bedeuten.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/grundsteuer-wieso-das-bundesverfassungsgericht-eine-reform-verhandelt-a-1188002.html

    🤡

  34. AnwaltsLiebling

    Frau Karin W.

    Drei Häuser weiter in Richtung Holzhäuser Str.:  129.000,- €

    Wird schon länger angeboten, Preis kann ggf. etwas gedrückt werden.

    Wir finden ein Haus für Sie.  🙂

    Ihre Preisvorstellung?

  35. Scherzbold

    Linda H.

    "Allgemein"

    "Als Bürger Hombergs müssten Sie sich da alle an die Nase fassen."

    Wenn schon:

    Als Bürger Hombergs müssten wir uns da alle an die Nase fassen.

    Auch Sie sitzen mit im Boot.  🙂

    Die Frage ist dennoch, ob die Homberger Entscheider tatsächlich Vorschläge aus der Bürgerschaft hören wollen und auch in die Planungen einbeziehen würden.

    Da habe ich so meine Zweifel….

     

     

  36. Marianne Prieß

    zu 25  Linda H.

    Zensur:  Irgendwann ist dann halt Schluss mit den nur noch aufeinander bezogenen Kommentaren, es wird sonst eintönig, dasselbe in Varianten immer wieder zu lesen. Eine Unterdrückung von Inhalten ist das nicht – nicht zweierlei Maß, sondern Moderation. Es ist auch keine Zensur gegen Personen: Außer Ihrem Beitrag sind mehrere andere zu diesem Thema auch nicht mehr freigeschaltet worden.

    Zeitungen behalten sich ebenfalls vor, nicht alle Leserbriefe zu veröffentlichen.


    Lösungsvorschläge:  Vielen geht es sicher auch wie Ihnen, sie haben keine Lösungsvorschläge. Konstruktive Vorschläge sind aber immer wieder zu finden, auch von Kommentatoren – die einfache Umsetzbarkeit ist bei jedem Vorschlag natürlich nicht gegeben.

    Allein zu diesem Artikel habe ich mehrere Vorschläge gefunden. Von diesen Ansätzen wurde einiges schon in Magistrat und Stadtverordnetenversammlung eingebracht, jedoch immer durch die Mehrheit abgelehnt.

    Fritzlar geht m.E. mit einem guten Beispiel voran und lagert Verwaltung in leerstehende Gebäude aus, dabei sollen Wohnungen erhalten werden.

    Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, wenn Homberg gezielt in Großstädten die Rentnergeneration für ein Leben in einer historischen Kleinstadt begeistern könnte. Der Anfang könnte in Frankfurt Main und Kassel gemacht werden…

    … wäre es meiner Ansicht nach sinnvoll, wenn in der nordhessischen Umgebung und vielleicht auch über das Internet die leerstehenden Geschäfte zu erschwinglichen Konditionen angeboten würden. Häufig habe ich schon daran gedacht, dass unser mittelalterliches Stadtbild unter anderem mit Geschäften ergänzt würde, die ein Alleinstellungsmerkmal darstellen könnten. Hiermit meine ich, dass vielleicht ein Töpfer, ein Drechsler, ein Schmied, die an schönen Tagen vor ihren Geschäften Gegenstände erstellen, die auch bei Touristen Interesse wecken würden, den Marktplatz beleben könnten.

    In solch einer Kommission müssten selbstverständlich auch die Verpächter und Eigentümer von Immobilien der Innenstadt mit angesiedelt sein und sie müssten allmählich mal begreifen, dass eine geringe Miete immer noch besser für den Eigentümer ist als Leerstand.

    Lust gegen den Leerstand  … Umgang mit LeerstandKommunale Strategiern im Umgang mit LeerstandStrategien zum Umgang mit Gebäudeleerständen im ländlichen Raum   "Potemkinsche Straße"   … GottesbürenWanfriedHannoversch MündenHannoversch Münden

  37. WerWennNicht

    …..die Fritzlarer und Melsunger Macher könnten den Homberger Entscheidern ( Machern kommt mir nicht über die Lippen ) einmal verdeutlichen, wie eine Stadt weiterentwickelt werden kann.

    Und bitte: Autobahnschluss, Deutsche Bundesbahn, B. Braun, EDEKA, Hengstenberg u.a. können nicht allein für den Niedergang Hombergs herhalten.

    Linda H. fordert Vorschläge von den Kommentatoren.

    O.K., aber nicht vergessen:

    Im Rathaus sitzen Leute, die gut bezahlt werden und zu deren Aufgabenprofil es gehört, Homberg in eine gute Zukunft zu führen. 

  38. Mister X

    Haus- oder Aus- Verkauf in der Altstadt?

    Ich fürchte, die Altstadt wird in diesem oder im nächsten Jahrzehnt zum Ramschladen verkommen.

    Häuser werden billig verhökert*, vielen Käufern wird das nötige "Kleingeld" zu umfangreichen Sanierungen fehlen, und der Verfall nimmt seinen Lauf.

    * Der derzeitige Immobilienwahn ( in unserer Altstadt bisher nicht spürbar ) wird mit dem Ende der Niedrigzinsphase sein Ende finden.

    Bei der Fehlersuche der Homberger Politik muss man schon einige Jahre zurückblicken.

    Gern denke ich an zwei Bürgermeister zurück, die die Haushaltslage nie aus den Augen verloren.

    Beide gehörten der SPD an, deren Parteifunktionären doch im Volksmund ein guter Umgang mit Geld abgesprochen wird.

  39. Le Penseur

    Zu 26, Opa:

    Ich hoffe, die weitere medizinische Versorgung mit der Bereitstellung von entsprechenden Ersatzteilen wird es mir ermöglichen, die Homberger Politik auch weiterhin zu begleiten.

    Im übrigen möchte ich noch darauf hinweisen, dass die größte Feste Europas Carcassonne in Südfrankreich seit Jahrzehnten ein Erfolgsmodell darstellt. Die Feste Carcassonne ist eine kleine Stadt in der Stadt selbst und bietet in vielen kleinen Geschäften alles um mittelalterliche Märkte und Lebensweisen. Bei einem Besuch dieser Sehenswürdigkeit war ich erstaunt, wieviel Geld die Menschen dort für Andenken aber auch für die Gastronomie ausgegeben haben.

     

  40. Heinrich Nistler

    @ Linda H.

    Ja, auch die Kommentatoren sind gefragt mal ein paar Vorschläge zu machen. Ich bin aber der Meinung, dass das hier schon passiert. Aber vielleicht muss man mal überlegen, ob dieser eingeschränkte Blick, dieser immerwährende Blick auf den Marktplatz und die schöne Vergangenheit die so nie wiederkommen wird, nicht schon seit mehr als zehn Jahren das eigene Handeln und die Sicht verstellt.

    Der dauernde Krampf irgendetwas mit der Altstadt zu machen und klotzige Projekte dort umzusetzen, lähmt eine eigentlich viel wichtigere Entwicklung. Es geht immer nur darum in Beton, Holz, Lehm, Steine und andere tote Materie zu investieren. Auch die Ideen Altstadtkindergarten, Engelapotheke, Marktplatz 15 haben in aller erster Linie den Zweck diese Häuser zu sanieren. Ob die dafür vorgesehen Nutzung wirklich sinnvoll oder sogar optimal gelöst ist, ist zweitrangig. Hauptsache man hat mit Fördergeldern diese Häuser saniert.

    Vielleicht sollte man einfach mal einen Schritt zurück treten und damit mal wieder den Blick dafür freibekommen die echten Bedürfnisse der Einwohner wahrzunehmen. Vielleicht kann man sie wirklich in ein „Wir in Homberg“ Gefühl versetzen, wenn sie an etwas beteiligt werden, was Ihnen auch Nutzen bringt, was sie benötigen.

    Aber wie hat man sich positioniert? Welches Alleinstellungsmerkmal hat man versucht aufzubauen um sich positiv gegenüber anderen Kommunen zu platzieren? Man hat sich den Titel Reformationsstadt verleihen lassen und in diesem Zuge für mehrere Millionen Euro ein Haus der Reformation saniert (Engelapotheke). Der Magistrat konnte bis letztes Jahr keine Antwort auf die Frage geben was dem Bürger denn für Öffnungszeiten für seine Steuergelder geboten werden. Das wird jetzt erst im Januar, nach so ca. knapp zwei Jahren Bau- und Projektzeit mit den Nutzern abgestimmt.

    Das ist kein Konzept mit einem Alleinstellungsmerkmal, dass unsere Bürger begeistert mittragen, weil sie auch einen Nutzen davon haben. Das sind, um es gelinde auszudrücken, feuchte Altherrenträume, die hier gebaut und umgesetzt werden. Sie bringen den jüngeren Bürger kein Stück weiter.

    Alternative Konzepte und Alleinstellungsmerkmale, die sogar auch neue Bewohner anziehen, gibt es viele. Man muss sich nur umsehen und endlich mal die Fixierung auf konservative Konzepte, die sich nur auf die tote Materie in der Stadt konzentrieren, beiseite legen.

    Seit Jahren gibt es in vielen Gemeinden Transitionbewegungen, die sich überlegen, wie ihre Stadt in die Zukunft gehen möchte (Liste Deutschland: https://www.transition-initiativen.de/liste-der-transition-initiativen) . Ein Beispiel ist auch die Stadt Andernach, die mit viel Bürgerbeteiligung als „essbare Stadt“ einen Weg und Nutzen für sich und seine Bürger gefunden hat (Prof. Eichenlaub hatte vor so ca. 4 Jahren die Moderation genauer einer solchen Bürgerbeteiligung mit der Unterstützung seiner Studenten angeboten). Ein wirklich sehr schönes Beispiel ist auch die Stadt Ungersheim in Frankreich, die mit einem interessanten Bürgermeister und vielen intelligenten Initiativen Geld spart, Konzepte ausprobiert und Arbeitsplätze schafft. Oder die Gemeinde Tempelhof (Badenwürtemberg), die mit alternativen Ideen sogar neue Bewohner gewinnen kann. Der Ursprung aller Transitiontowns ist Totness in England, dass es geschafft hat mit diesen Konzepten und der Akzeptanz, bzw. das Treiben dieser Konzepte bei und von seinen Einwohnern, den lokalen Handel zu stützen und einer Abwärtsspirale entgegenzuwirken. Wir befinden uns in der Abwärtsspirale und die bisherigen Konzepte Millionen von Schulden durch Investitionen in tote Materie aufzubauen sind gescheitert !

    Wer jetzt vielleicht ein bisschen neugierig geworden ist, dem sei die Reportage in der ZDF Mediathek „Plan b: Weniger ist mehr“ (https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/plan-b-weniger-ist-mehr-100.html) ans Herz gelegt, die wirklich Mut macht mal andere Wege einzuschlagen.

  41. Homberger Jeck

    "Vielleicht kann man sie wirklich in ein „Wir in Homberg“ Gefühl versetzen, wenn sie an etwas beteiligt werden, was Ihnen auch Nutzen bringt, was sie benötigen."

    Auch hier beschränkt man sich auf Nutzen.

    Dabei ist es doch viel wichtiger das zu tun, was der so hoffnungsvoll erwartete neue Bürgermeister versprochen hatte, aber nie auch nur annähernd erbracht hat:
    Offenheit, Öffentlichkeit, unter die "Steine" schauen und sie umdrehen. Ohne irgendwelche Scheu Zahlen zu nennen, Informationen ständig vollständig, öffentlich zu machen.

    Vor politischen Entscheidungen über die Zukunft die Bürger mit ins Boot zu holen und zu beteiligen.

    Pseudo Beteiligung a la Ulrich Areal, dabei die Bürgerwünsche vollständig unbeachtet gelassen.

    Geheimpolitik und Absprachen. Willfährigkeit gegenüber einem Investor.

    Schneider Areal. Statt einer Einladung an den Toren der Stadt Betonklötze die das Bild der Stadt aus dieser Richtung dauerhaft verschandeln. Dazu all das ,was man damit den Eigentümern und Mietern der dort lebenden Menschen angetan hat. Auch da kein WIR-Gefühl sondern Willfährigkeit.

    WIR ist ein Bezug zu einer Gemeinschaft.

    Die ist, nicht erst seit Dr. Ritz, nicht mehr zu erkennen. Eher noch mehr konterkariert worden.

    Wenn man mal die der ARGE außen vor lässt. Dort sitzen auch die, die gemeinsam an diesem Zustand mitgewirkt haben. Stimmen der Vernunft wurden lächerlich gemacht, ihnen wurde alles mögliche vorgeworfen und bis heute hat sich daran nichts geändert.

    Die Vergleiche mit anderen Städten sind wenig sinnvoll, weil Homberg wie auch diese Städte ein eigenes Konzept benötigen.

    Die kaum noch erkennbare FWG, die noch nicht mal Sachpolitik betreibt, hatte einst einen Bürgermeister nach Homberg eingeladen,um dessen Konzept für Schuldenfreiheit und Gemeinsamkeit der Bürger zu zeigen. Am Vortragabend war kein Politiker anderer Parteien anwesend und die Bürgerbeteiligung war erschreckend schwach. (Rednitzhembach)

    Andere hatten den Blick nach Langenfeld im Rheinland gelenkt um dort anzuschauen was man machen kann, hinsichtlich einer Entschuldung.

    In Homberg hat man stattdessen den Schuldenberg rasant verdoppelt. Und das in nur 3 Jahren !

    da geht nix mehr, so sehr mir auch dieser Fakt Schmerzen verursacht! 🤡

  42. Phil Antrop

    Heute kann man in der HNA nachlesen, dass die Bevölkerung im Schwalm-Eder Kreis um 795 Personen insgesamt zugenommen hat. Einzelheiten, Verteilung auf die Kommunen, Herkunft, Wanderungsbewegungen und Todesfälle wie Geburten werden Anfang Februar 2018 veröffentlicht.

    Hier schon mal vorab: Geboren 1420, gestorben 2240.

    Das findet man dann Publikationen unter

    https://statistik.hessen.de/zahlen-fakten/bevoelkerung-gebiet-haushalte/bevoelkerung

    Hombergs Bevölkerung liegt demnach bei 13 950 zum 31.12. 2016

    https://statistik.hessen.de/zahlen-fakten/bevoelkerung-gebiet-haushalte-familien/bevoelkerung/tabellen/#Gemeinden

    Hess. Statitisches Landesamt Publikationen mit Wanderungsbewegung bid 30.6.2016

    Ausländeranteil Schwalm- Eder Kreis m 31.12.2016 12 530

    Seite 8 Herkunft  die lfd. Nr findet man auf Seite 7 

    Band 2 / 2016

    https://statistik.hessen.de/publikationen/kreise-und-gemeinden-hessen

  43. Phil Antrop

    Aus der Broschüre "Herzlich Willkommen in Homberg (Efze)" von 2015 zitiert:

    Sie haben die Auswahl aus rund 70 "Fachgeschäften".

    Da findet man dann manches, was kein Fachgeschäft ist, oder inzwischen geschlossen hat.
    Eine Überarbeitung wäre angebracht.
     

    Allianz Versicherungen;  Ergo Versicherungen;

    ASM Abschleppservice; Autoersatzteile R.; Autohaus P.; Ulrich Autopark; Honsel Tankstelle

    Cafe Markt 13;     Eiscafe Venezia; Eiscafe Cortina;   Gaststätte Jütte;   Stadt Cassel;   Bier und Weinlokal Nied;   Piazza; 

     

    Fotostudio Wiegand; Buchhandlung Tittmann, Modehaus Griesel, Buch und Papier Mönch; Wiskemann; Wiegand Werkzeuge;

    Fahrschule Bott;   Fahrschule Kokesch&Bednar

    Kreissparkasse;   VR Bank;   KBG;   Kohl Personaldienstleistungen

    HNA;   MB Media Verlag;   Verlag Wittich

    Dobel (im Ortszeil Mühlhausen);   Pfalzgraf Gartentechnik;   Kunststoff Verarbeitung Döring;   Ziegler Elektronik;    Schott Orthopädie; Blecher KG;   Dickhaut (Schaumann) Möbel;   Kasch&Felder Innenausbau;   Küchentreff;   REWE;   MTO;   Theo Ried;  Woede Beschriftungen; Eckel Schausteller

    Friseur Art Line;  Friseur Schnittpunkt;  Hair& Beauty;

    Löwen Apotheke
     

    Auch hier: Potenkinsches Dorf hinsichtlich dessen, was man gerne darstellen würde.

  44. Phil Antrop

    Nachtrag zu  Hochglanz Farbbroschüre

    Zeitgleich erschien eine Schwarz-Weiß Broschüre. Wie weit die Fakten dort zutreffen?

    http://wordpress.homberg-efze.eu/wp-content/uploads/2015/04/Homberg_A-Z_Febr2016.pdf

    Zu den erwähnten Fakten in der Hochglanzbroschüre

    Woede ist in Remsfeld

    Fahrschule Kokesch und Bednar in der Ziegenhainer Str. 17

    Athletico auch dort

    Art Line nur noch Osterbach

    Nachfolger " Das Medienhaus" Pfarrstraße Mike Luthardt  https://p13medhr.jimdo.com

     

    Dagegen fehlen alteingesessene Geschäfte, z.B. Zimmermann Werkzeuge in der Holzhäuser Straße und das Handarbeitsgeschäft Hüner, das schon sehr lange gesteht.


    Als Lektüre empfehle ich eine Seite der HNA Ausgabe Fritzlar Homberg vom 1. Oktober 2016

    "Einzelhandel in der Homberger Altstadt"

    Kommentar ( Auszug ) von Frau Yüce

    " Doch die Weichen werden nicht nur im Internet gestellt. Es wurden bei der Innenstadtentwicklung Fehler begangen. Darüber zu hadern, ist vertane Zeit und Energie.

    Der Bau des Einkaufszentrums ist ein Hoffnungsschimmer – nicht mehr. Die Zukunft der Altstadt liegt in vielen Händen: der Kunden, Politiker und Händler"

  45. Karin W.

    @Phil Antrop WARUM haben Sie bei Ihrer Aufzählung was alles geschloßen hat auch Fotostudio Wiegand ausgestrichen??? Ich erfreue mich bester Gesundheit und das ist Rufmord und Geschäftsschädigend!!! 

  46. Karin W.

    @Homberger Jeck – das Geschäft Trinkus hat nicht geschlossen – es ist umgezogen in die Westheimer Str.! 
    Alles wird totgeredet hier! 

  47. Mike T.

    Hallo zusammen, dann nehme ich auch diese Seite mal kurz zur Online-Werbung.

    Seit 01.09.2017 ist die Hörakustik umgezogen!

    Akustik-Studio Trinkus

    Mike Trinkus (Hörakustikmeister/Pädakustiker)

    Hans-Staden-Allee 6

    34576 Homberg

    Tel.: 05681-9369641

    e-mail: info@hoergeraete-trinkus.de

    Web: http://www.hoergeraete-trinkus.de

    Mit freundlichen Grüßen und besser Hören

  48. Scherzbold

    Karin W.

    Zur "Strafe" wird "Phil Antrop" zu einer Serie von Porträtfotos in Ihrem Fotostudie erscheinen. 🙂

    Sehen Sie es positiv: Kostenlose Werbung im Homberger Hingucker.

  49. Phil Antrop

    Ausgelöst wurde das durch die Aussage von Karin W. am 15. Janaur

    "Mein Mietvertrag ist abgelaufen, ich muss jetzt umziehen, ob ich will oder nicht, also noch ein Fachgeschäft leer auf dem Marktplatz."

    "An einem bin ich noch dran, ich hoffe es klappt, sonst wäre eine andere Option: einfach zumachen und wegziehen."

    Sorry – genau darauf habe ich mich bezogen.

    Wird sofort korrigiert

  50. Karin W.

    Ich muss umziehen heißt nicht, ich habe schon geschlossen und kann von der Liste gestrichen werden!
    Zumachen und wegziehen wäre die letzte aller Optionen! 
    Der Plan ist in der Altstadt zu bleiben (ev. auch zur Miete) und daran arbeite ich täglich und ausdauernd – und ich denke das wird auch klappen.
    Und erst wenn irgendwann wirklich mein Geschäft geschlossen ist, dann können Sie es von der Liste streichen – und nur dann! 

  51. Phil Antrop

    "Mein Mietvertrag ist abgelaufen, ich muss jetzt umziehen, ob ich will oder nicht, also noch ein Fachgeschäft leer auf dem Marktplatz."

    Da habe ich ihre Suche etwas missverstanden und zu früh den Leerstand auf dem Marktplatz vermutet.

    Ich hoffe für Sie und Homberg, dass es nur einen Umzug gibt!

  52. Phil Antrop

    Zu Mike T.

    Eine positive Nachricht, dazu eine gute Lage. Viel Erfolg !

    Ist es das Haus ehemals Löwer?

  53. Scherzbold

    Also, wenn MIETEN auch eine Option ist, dürfte das Problem bei dem Leerstand in der Altstadt schnell gelöst sein.

    Ich vermute, der Leerstand ist größer als die bewirtschafteten Ladenflächen.

    Frau Karin W. wünsche ein glückliches Händchen bei ihrer Entscheidung!

     

  54. Günther Homberg

    Laufen die Geschäfte so schlecht, das man hier Werbung machen muss?

    Vermietet lieber eure Häuser und Geschäfte. 

     

  55. Wähler

    Frau Karin W.,

    ganz unaufgeregt stelle ich fest, dass die Gebrüder Kai ( Optiker ) und Mike ( Akustiker ) TRINKUS ihren gemeinsamen Geschäftssitz am Markplatz aufgegeben haben.

    Das Haus steht zum Verkauf oder der Laden und die Wohnungen zur Vermietung.

    Herr Kai Trinkus hat jetzt seinen Geschäftssitz in der Westheimer Straße,

    Herr Mike Trinkus in der Hans-Staden-Allee im ehemaligen Anwesen des verstorbenen Rechtsanwaltes und Notars Löwer.

  56. Distanzbetrachter

    Jetzt sind wir wieder bei dem problematischen Thema der Homberger Altstadt angelangt, dessen Situation sich seit Jahr und Tag mehr und mehr verschlechtert. Wenn man sich den einstmals so belebten, wie auch beliebten Marktplatz anschaut, dann tut das schon irgendwo sehr weh. Das Erscheinungsbild nach außen verblasst immer mehr und führt letztendlich dazu, als Reformationsstadt Homberg kein einladendes Bild mit Ausstrahlung mehr den Touristen vorzeigen zu können.

    Die Problematik wurde bereits in der Vergangenheit von verschiedener Seite viel diskutiert. So wurde nach Lösungsansätzen gesucht; man wollte anhand gestalterischer Vorhaben die Qualität dieser zu den tragenden Stützpfeilern gehörenden Ausstellungsmerkmale Hombergs anheben. Die politischen Entscheider, das Stadtmarketing, die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden (WEGE) – Ralf Mönch, Dieter Göhlich usw. – es ist alles schon einige Zeit her… 

    Man wollte vorwärtskommen, man wollte sich aktiv einbringen usw.

    …und was kam dabei heraus…?

                                                                    

    Die Initiativen wurden vielfach allein gelassen mit ihren Problemen; dazu kam, dass durch entsprechend anderes Kaufverhalten der Menschen die Belebung in den Geschäften der Altstadt deutlich zurückging.

    Für Geschäfteinhaber die noch Miete zahlen mussten begann allmählich der Überlebenskampf, der in den Jahren bis heute zur Beendigung vieler traditioneller Geschäfte, sei es aus Altersgründen, sei es durch Insolvenz, oder sei es durch Ortswechsel führte.

    Sehenden Auges haben sich in jenen Jahren der Geschäftswelt-Frustration viele der Protagonisten von der Politik aus ihrer Verantwortung gestohlen und waren mehr oder weniger froh, wenn das Thema nicht auf der Tagesordnung stand. Insofern muss man den politischen Köpfen in Homberg den Vorwurf machen, sie haben seinerzeit bis zum heutigen Tag den sich ankündigenden Niedergang in Kauf genommen ohne mit adäquaten Maßnahmen dagegen zu steuern.

    Das muss man ihnen vorhalten; sie haben die Entwicklung der Stadt in wesentlichen Zügen weder begleitet noch auf Einflüsse von außen und innen in vielerlei Gestalt lediglich achselzuckend reagiert.

    Das Kind ist im Brunnen gefallen; Delf Schnappauf spricht gerade mit seinem Artikel – ich meine zur rechten Zeit – diese Problematik an, bevor das Schoofs-Building in zwei Jahren nach dem Schoofs-Plan eröffnen soll.

    Dieses Thema wurde in den letzten Jahren des Öfteren unter anderem auch hier Forum als Diskussionsgrundlage behandelt.

    Heinrich Nistler (Bürgerliste Homberg) und einige andere haben sich etwas tiefer in die Materie eingearbeitet und per Kommentar dazu Stellung bezogen.

    Schönreden, Schönrechnen gilt nicht mehr, denn die „Kritische Masse“ für die Altstadt wird dann erreicht sein, wenn die Homberger Ende 2019 zu ihrem Nahversorgungscenter am Schoofs-Kreisel eilen…

    John F. Kennedy mit seinem berühmten Ausspruch, den er von seinem Lehrer übernommen hatte: Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.

    Was heißt das für Homberg…?

    Wir sind Bürger einer Wertegesellschaft!

    Die Älteren unter den Lesern werden sich bestimmt noch daran erinnern, wie es früher um die Altstadt, wie auch dem Marktplatz bestellt war.

    Hier sollte man von diesen Personen mal eine (schriftliche) Gegenüberstellung, zwischen dem Marktplatz von gestern und dem von heute vorurteilsfrei vornehmen und das gleiche im Bezug auf die Altstadt.

    Was war früher anders…? Was war früher besser…? Autos…? Gefährdungsfreie Fußgängerwege…? Gesshäftsmodelle…?  Schaufensterdeko…? Freundlichkeit der Verkäufer…? Angebote…?

    Punkt für Punkt notiert, und letzten Endes mit positivem Gedankengut ausgefüllt.

    Dann wird man feststellen, dass es gewisse Dinge aus früheren Zeiten gibt, die heute fehlen, und die man kostenneutral übernehmen kann.

    Des Weiteren sollte sich eine Initiativen-Gruppe „Altstadt“ bilden, die sich aktiv um die Problematik kümmern – und von den politischen Entscheidern Unterstützung erhalten sollte.

    Offene Podiumsdiskussionen in der Stadthalle im Beisein der Politik und der Altstadt-Initiativen, Fragen, Antworten, Vorschläge, Absichtserklärungen, Zusagen, usw. usw.

    Die Mitnahme von Bürgern – kein EGO-Denken…!

    Und wer einen guten Draht zu einem der Architekten hat, die in Fritzlar mit Erfolg ihre Arbeit verrichtet haben, der kann dann diesen mal um seine Meinung fragen.

    Es gibt viel zu tun, packen wir es an…!

  57. AnwaltsLiebling

    DMS

    Da ich weiß, dass Ihr Blog Geld verschlingt, empfehle ich einen begrenzten Werbeteil zu moderaten Preisen zu installieren..

    Auch in den Leitmedien dieser Republik wird geworben, um die Kosten zu decken..

  58. Mitgucker

    Es gibt immer und viele Gründe, warum ein Geschäft nicht mehr ist – das wird auch immer wieder so sein – auch in Homberg. Da wird ein Geschäft aus Altersgründen gechlossen, drei Häuser weiter sorgt eine Räumungsklage für Leerstand, dann ist da noch der Umzug in andere, schönere und/oder größere Räume und nochmal vier Häuser weiter droht Insolvenz.

    Geschieht dies zeitnah in einer Folge fällt es extrem auf, wenn plötzlich die Geschäfte nicht mehr sind. 

    Diese, in kurzer Zeit, entstandenen Lücken wieder "sinnvoll" zu füllen ist recht schwierig. Genau in dieser Zeit ist eine regelrechte Spielwiese für Kommentare und Diskussionen entstanden.

    Es wird immer wieder viel geredet, doch Lösungsansätze, um es bspw. Jungunternehmern zu erleichtern, den Schritt einer Neueröffnung zu gehen sieht man kaum.

  59. Phil Antrop

    Distanzbetrachter
    Welche Homberger Bürger interessieren sich denn überhaupt für die Sorgen in der Altstadt? Für die Homberger Politik? Dazu die, die dann auch noch fest in ihre Partei eingebunden sind – in ewiger Treue sozusagen – egal was da verzapft wird.

    Die Ortsteilbewohner die von den Kernstadtpolitikern nicht gerade pfleglich behandelt wurden?

    Die Bewohner diverser Randlagen die zwar in Homberg wohnen, und evtl. auch arbeiten, ihren Einkauf vorwiegend gut erreichbar und fast ausschließlich im Osterbach tätigen; mobil sind und mit dem Auto die Angebote in und um Kassel nutzen? Die online Käufe tätigen oder in den ebenfalls leicht erreichbaren Städten rundum mit ihren doch teilweise besseren Inennstasdtnagbeoten locken?

    Ist es auch der fehlende Stadtbus? Die zusätzlichen Parkgebühren? Verlust der Bundeswehr als Motor des Umsatzes? Verlust von Amtsgericht, Forstamt ? Die Schaffung des Behördenzentrums?

    Wenn man sich einmal aufrafft und ein Bürgerbegehren auf den Weg bringt, wird es von den Politikern der Stadt mit einem fadenscheinigen und bestellten Gutachten als Begründung (siehe Gerlach)  abgelehnt.

    Im Anschluss werden die dann auch noch von unserer Justiz in den Allerwertesten getreten – man lässt sie sozusagen am langen Arm verhungern!

    Geblieben sind allein die Träume von einem EKZ; von einem Technologiezentrum und sonstigen sinnlosen Aktionen bis hin zum "Ärztehaus" und Jugendzentrum.

    Einzig und allewin das Schuldenmachen beherrscht man!

  60. Science-Fiction

    zu 59.

    Ein guter Kommentar, Sie trefffen damit genau ins Schwarze.

    Ich würde noch den Verlust des Krankenhauses und der Firma Viessmann, als einen nicht unwesentlichen Aspekt hinzufügen wollen.

     

  61. Distanzbetrachter

    59) Phil Antrop

    Sie haben mir geantwortet; Ihre Zeilen waren gezeichnet teils von Hoffnungslosigkeit und Frustration…

    Gewinnen Sie doch Ihren Gedanken auch mal etwas Positives ab; seit Jahrhunderten gibt es auf dieser Welt den Kampf um die Menschenrechte, egal ob Mann oder Frau, egal welcher Hautfarbe, welcher Nationalität, welchen Glaubens, welcher sexuellen Bestimmung; seit jeher fordert man wieder und wieder die Menschenrechte ein, und wartet ab, wann die Zeit reif dazu ist.

    Etappenweise gibt es dann und wann Zwischenstationen, die sich als kleines Häppchen mit positiven Ergebnissen darstellen.

    Auch hier in Homberg heißt es für seine Sache, die man vertritt einzustehen und zu kämpfen. Auch hier in Homberg heißt es  immer und immer wieder das Beste für die Menschen und das Gemeinwohl herauszuholen, im Einklang von Mensch und Natur. Oft müssen Sie aber auch hier abwarten, weil die Zeit noch nicht reif dafür ist, die Einsichten dafür noch nicht vorhanden sind, die Begehrlichkeiten der Egos von politischen Entscheidern andere Absichten folgen, oder eben diesen durch Auflagen vorgesetzter Stellen ein Riegel davorgeschoben ist.

    Sie haben geschrieben: „Welche Homberger Bürger interessieren sich denn überhaupt für die Sorgen in der Altstadt? Für die Homberger Politik? Dazu die, die dann auch noch fest in ihre Partei eingebunden sind – in ewiger Treue sozusagen – egal was da verzapft wird.“

    Diese Ihre Ausführungen halte ich so pauschal nicht für richtig.

    Es gibt genügend Menschen, denen Homberg am Herzen liegt, von denen viele aber andere größere Sorgen und Nöte haben, als dass die Geschicke ihrer Altstadt für sie wichtig wären. Es gibt auch Menschen, die frustriert sind wegen des politischen Handelns, die aufgegeben haben zu kämpfen; Menschen, die keine Lobby haben, hinter der sie sich verstecken können. Es gibt die unterschiedlichsten politischen Kräfte hier in Homberg, von denen nicht wenige Politiker an ihren „Homberg“ mit Leib und Seele hängen. Es gibt die vielen Ehrenamtlichen, denen Homberg ans Herz gewachsen ist. So gibt es natürlich auch die ewigen Ja-Sager, oder die, deren Blickwinkel nur bis zum Tellerrand geht.

    Es wurde auch des Öfteren der Mietpreis von Geschäften als Grund für den Leerstand angegeben; das mag für einige Geschäfte gelten, es ist aber nur ein kleiner Punkt unter den vielen Punkten der vom Aussterben bedrohten Altstadt.

    Das Wesentliche wird sein, dass die ganze Altstadtgeschichte mit dem Marktplatz in einen Rahmen eingepasst wird, der es für die Menschen wieder lohnenswert macht, sich mit dieser Historie und den Relikten einer vergangenen Zeit zu identifizieren, das Flair der beiden Einkaufsstraßen mit ihren „Herzlich Willkommen“-Geschäften zu genießen und die bereits von vielen totgesagte Altstadt nebst Marktplatz wieder mit Menschen zu beleben.

    Das, verehrter Phil Antrop mag ein Traum sein, ein Traum, für den es sich doch lohnen sollte zu kämpfen.

    Wenn ich mit diesen und den vorhergehenden Zeilen den Lesern ein bisschen mehr zum Nachdenken animiert habe, einen Moment des Stille Haltens, ja, – auch des RESPEKTES gegenüber der altehrwürdigen Reformationsstadt Homberg, dann ist schon einiges gewonnen.

  62. Mister X

    Mitgucker

    Fakt ist, dass es auch in anderen Kleinstädten in Nordhessen zu Geschäftsschließungen kommt.

    Die Gründe wurden auch in diesem Blog schon thematisiert.

    Ihrer Einlassung zufolge spielen unglückliche Umstände bei den massiven Geschäftsschließungen in der Homberger Altstadt ( Marktplatz, Westheimer Str., Untergasse ) eine Rolle.

    Hier möchte ich widersprechen.

    Diese Stadt hat es versäumt, eine klare Linie in der Stadtentwicklung zu verfolgen.

    Zu sprunghaft waren die wechselnden Ideen, wie unsere Altstadt belebt werden kann.

    Zum Teil skurilen Vorschlägen ( Ärztehaus, Kita ) zur Altstadtbelebung wurde in Politikerkreisen geglaubt.

    Das Ergebnis ist heute mehr denn je sichtbar.

    Auch in Fritzlar und Melsungen kaufen Bürger im Internet.

    Auch dort gibt es Leerstand.

    Und doch sind beide Städte lebendiger, was sich auch in den Miet- und Immobilienpreisen ausdrückt.

    Ja, ich habe auch kein Patentrezept, wie sich Homberg aus dieser zum Teil selbst verschuldeten misslichen Lage befreien kann. 

    Da ich auf unsere Jugend setze, schlage ich eine Befragung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor, was ihnen in Homberg fehlt und was sie sich wünschen.

    Vielleicht können die Schulen in den Abschlussklassen mit Schülerbefragungen behilflich sein.

    P.S.: Diese Stadt hat es mehr als verdient, aus dieser Lethargie zu erwachen.

    Ob noch Vertrauen in die Homberger Politik besteht, möge jeder für sich entscheiden.

  63. Mister X

    Ja, "Phil Antrop", Sie sind ein ausgewiesener Kenner der Homberger Politik.

    Ob Sie selbst zum Entscheiderkreis gehören oder einmal gehörten, vermagl ich nicht zu beurteilen.

    Ihre Detailkenntnisse können Sie allerdings nicht ausschließlich aus dem Homberger Hingucker gewonnen haben.

    Zum Osterbach:

    Wenn ich den LIDL zum erweiterten Osterbach zähle, bleibt derzeit nur dieser Standort, der völlig ausreichend für Homberg ist, zum Einkaufen.

    Viele Homberger sehe ich allerdings auch beim EDEKA in Remsfeld, wo alles etwas beschaulicher ist.

    Die Größe der Verkaufsfläche ist nicht immer entscheidend….

  64. Phil Antrop

    zu 56 Distanzbetrachter

    "Sie haben mir geantwortet; Ihre Zeilen waren gezeichnet teils von Hoffnungslosigkeit und Frustration…"

    Nein. Sie sind geprägt von " RESPEKT gegenüber der altehrwürdigen Reformationsstadt Homberg.

    "Diese Ihre Ausführungen halte ich so pauschal nicht für richtig."

    Sie sind es! Aus meiner Sicht nach 10 Jahren Homberger Hingucker und all dem was in Homberg geschehen ist. Sie sind auch geprägt von den Wahlergebnissen und den Zahlen des Bürgerentscheides bei denen knapp 23 % aller Bürger sich beteiligt haben.

    Sie sind geprägt von Gesprächen mit Bürgern die Einfluss nehmen könnten, es aber nicht tun.

    Sie sind geprägt von den immer gleichen Entscheidern und Entscheidern, die in meinen Augen einfach nicht geeignet sind. Sozusagen die stille Mehrheit der Stadtverordneten, die sich hinter dem Rücken der Fraktionsvorsitzenden verstecken.

    Von Magistratsmitgliedern, die aus der Reihe der Stadtverordneten als altgediente Parteimitglieder, sich nur aus dem Blickpunkt in eine anonyme Masse zurückgezogen haben oder solchen die mit wenig Engagement was Information und Folgen ihrer Entscheidungen ihre Zustimmung geben. Dies und auch die letztlich fehlende Unterstützung durch Partei und Fraktion haben Herr Dr. Lambrecht zum Rücktritt und Austritt aus der FWG geführt. Übrigens nicht der Erste!

    Um es mal musterhaft aufzuzeigen:
    Arbeitsgruppe Kindergarten mit eindeutiger Empfehlung: Einige der Abgeordneten die in der Arbeitsgruppe für den Stellberg waren, haben in der Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung anders gestimmt, und sich damit letztlich ebenfalls als Wendehals betätigt. Was auch immer ihre Beweggründe waren, zeigen sie für mich, dass in der SPD Fraktion eher EINER bestimmt wo der Weg lang geht.

    Der letzte Punkt der diese Fassungslosigkeit und "Hoffnungslosigkeit" prägte, war die Gründung der politischen ARGE.

    Im Vorfeld alles festzulegen, und die Stadtverordnetenversammlung zu einer blökenden Schafherde zu degradieren!

    Und ich meine, auch für meine Zeilen gilt das, was Sie anmerkten:
    "Wenn ich mit diesen und den vorhergehenden Zeilen den Lesern ein bisschen mehr zum Nachdenken animiert habe, einen Moment des Stille Haltens, ja, – auch des RESPEKTES gegenüber der altehrwürdigen Reformationsstadt Homberg, dann ist schon einiges gewonnen."

    Hoffentlich habe ich nicht nur SIE hier im Blog wachgerüttelt!

  65. Phil Antrop

    Mister X

    "Ihrer Einlassung zufolge spielen unglückliche Umstände bei den massiven Geschäftsschließungen in der Homberger Altstadt ( Marktplatz, Westheimer Str., Untergasse ) eine Rolle."

    Nein. Ich habe hinterfragt  (siehe die Fragezeichen) ob es so gewesen sei. Denn das waren doch bisher die bequemen Rückzugspositionen.

    "Ist es auch der fehlende Stadtbus? Die zusätzlichen Parkgebühren? Verlust der Bundeswehr als Motor des Umsatzes? Verlust von Amtsgericht, Forstamt ? Die Schaffung des Behördenzentrums?"

    usw.

  66. Dr. Klaus Lambrecht

    @ 56 Distanzbetrachter

    Ich danke für Ihre Ausführungen. Was ich bedauere ist, dass durch Unkenntnis und fehlendem Geschichtsbewußtsein von Politikern, Bürgern aber auch Behörden einmalige Zeugnisse der Homberger Geschichte zerstört wurden: z.B. Marktplatz, Schirnen, Menage, Schloßberg und Hof Landesfeind. Jetzt soll das Rathaus ebenfalls geopfert werden. Es fehlt vielen die Sensibilität im Umgang mit diesem kulturellen Erbe. Fremde sind immer wieder begeistert von der Stadtanlage, nur die Homberger sehen die Schönheiten nicht mehr.

  67. Phil Antrop

    "nur die Homberger sehen die Schönheiten nicht mehr."

    DAS ( siehe Distanzbetrachter ) möchte ich beschränken auf die Entscheidungsträger und die Menschen die in Homberg NUR wohnen.

    Wo soll ein Geschichtsbewusstsein vorhanden sein, wenn die meisten Bürger ihre Wurzeln nicht dort haben, weder in Homberg wohnen noch ihre Wurzeln dort haben? Die in Homberg geboren wurden, inzwischen verstreut ihre neue Heimat fanden, und die aus der Ferne mit Wehmut an das alte Homberg denken.

    Aus der Vergangenheit der letzten Jahrzehnte:  Verkauf der Brauerei; Stadthalle nur durch Zufall gerettet – seit der Zeit nur private Projekte; Feuerwehrgerätehaus; Busbahnhof; barrierefreie Toiltten an ungeeigneten Standorten; 

    Und eines wurde nie mit seinen Folgen diskutiert: Der Bau der Ortsumgehungen !

    Wer fährt denn noch durch die Stadt? Pendler!

    Stadtumbau West statt mit positiven Folgen ( Hessenmuseum – Homberg muss doch nach 30 Jahren ganz toll aufgestellt sein ) eher ein trauriges Ergebnis.

    "Ab in die Mitte" stolz getönt- aber nichts von diesen Ansätzen mit positiven Folgen.

    Homberg ist nicht allein, aber das "Homberger Modell" wird wirklich nur in Homberg ausgelebt.

    Das zeigen diese Themen:

    Kommentare lesen samt den weiteren Links und mal Suchen mit "Stadtumbau West"

    https://www.homberger-hingucker.de/ein-neues-maerchen-stadtumbau-in-homberg/

    https://www.homberger-hingucker.de/jagerkaserne-warum-ist-das-haus-nicht-mehr-im-stadtumbau-programm/

    https://www.homberger-hingucker.de/ideen-fur-ein-neues-homberg/

    https://www.homberger-hingucker.de/burgbergmuseum-endlich-einsicht-jetzt-in-die-engelapotheke/

    https://www.homberger-hingucker.de/museumsbau-auf-dem-burgberg/

    https://www.homberger-hingucker.de/museumsplane-auf-dem-burgberg-eine-alternative/

  68. Phil Antrop

    Lobenswerte Ausnahmen bestätigen die Regel: 

    Kai Trinkus

    http://www.historica-homberg.de

    http://www.fotocommunity.de/photographer/kai-trinkus/1155851

    Dazu die Homepage der Stadt:

  69. Opa

    Auf Bundesebene heißt es immer öfter:

    Die Merkel von der CDU muss weg.

    In Homberg müsste es heißen:

    Der ……. von der SPD müsste weg.

    Der ….. von der CDU müsste weg..

    Irgendwie sehe ich Parallelen zu altgedienten Vereinsvorsitzenden, seien es Feuerwehrvorstände, Vorstände von Schützenvereinen, Fußballclubs und vielen anderen Vereinen.

    Sie halten sich oft für unersetzlich; in den meisten Fällen eine vollkommen überzogene Selbsteinschätzung.

    Wie stünde Homberg da, wenn die Amtszeit der Magistratsmitglieder zeitlich begrenzt wäre und auch die Stadtverordneten nicht " auf Lebenszeit" im Parlament sitzen dürften.

    Den richtigen Zeitpunkt für den Rückzug zu finden und das Feld für neue Kräfte freizumachen, ist offenbar auch eine Kunst.

  70. Ex-Großstädter

    Dr. Klaus Lambrecht

    "Fremde sind immer wieder begeistert von der Stadtanlage, nur die Homberger sehen die Schönheiten nicht mehr."

    Ich, in einem Dorf nahe Homberg groß geworden, in Homberg zur Schule gegangen, aus beruflichen Gründen über viele Jahrzehnte in einer Großstadt gelebt, um meinen Lebensabend in dieser mich von jeher begeisternden Stadt zu verbringen.

    Da ich mich seit einigen Jahren als Homberger fühle, möchte ich betonen, dass ich die Schönheiten dieser Stadt noch sehe.  🙂

    Recht haben Sie aber schon.

    Als ich vor nunmehr etlichen Jahren nach Homberg zog und den Homberger "Ureinwohnern" von meinen Beweggründen des Zuzugs erzählte, hörte ich öfters:

    Da muss einer von außerhalb kommen und uns erzählen, wie schön Homberg ist….

    Leider musste ich feststellen, dass das Homberg meiner Kindheit und Jugend nicht mehr das Homberg der heutigen Zeit ist.

    Über die Gründe wird in diesem Blog hinreichend diskutiert.

    Abseits der Politik stelle ich trotzdem fest:

    Homberg hat was!

  71. Homberger

    Ich frage mich bis heute, was die Kommentatoren meinen, wie die Altstadt gerettet werden sollte? ein Einkaufszentrum in der engen Altsadt, das ist wohl mehr als Träumereri,

    ohne den Busbahnhof in der Stadt wäre alles komplett tot und der Schulstandort Homberg weit weniger attraktiv, 

    wer das Gegenteil behauptet, das Gegenteil wird nicht bewiesen werden,

    doch bei richtiger Reflektion ist logisch dass die Altstadt nicht geeignet für die Errichtung eines Einkaufzentrums war und dass der Busbahnhof in die Stadt gehört, zentral und nicht an irgendeinen Ortsausgang…. Soetwas können nur Autofahrere meinen

  72. Phil Antrop

    "ohne den Busbahnhof in der Stadt wäre…….. der Schulstandort Homberg weit weniger attraktiv,"

    "Busbahnhof" ? siehe später in meinem Kommentar

    Das hat mit dem Schulstandort Homberg nichts zu tun. Die Schüler steigen im Osterbach oder am Stellbergsweg aus. Oder werden von vorhandenem Schulbusverkehr direkt zu den Schulen gefahren. Da spielt der Busbahnhof keine Rolle.

    Die Schüler wurden früher alle an ihren Schulen abgesetzt. Nachdem der Schulbusverkehr weitestgehend eingestellt wurde und Teil des normalen Fahrplanes ist, muß nun ein Teil der Schüler, vorwiegend der THS, zum "Busbahnhof".

    Die Fahrpläne sind so abgestimmt, dass die Schüler fast zu 100 % kaum Möglichkeiten haben, in der Altstadt ( wenn ja was ?? ) einzukaufen oder gar zu Essen.

    …. ohne den Busbahnhof in der Stadt wäre alles komplett tot…."

    Sie überschätzen die Auswirkungen dieses traurigen Restes !

    Was die anderen Fahrgäste anbetrifft, müsste man erst mal zählen, wann und wieviel aussteigen und fragen, warum sie dort aussteigen.

    Da wäre dann Behördenbesuch Landkreis, Sprechstunden Amtsgericht, Grundbuch, Rentenversicherung, Jobcenter, Arbeitsagentur, sowie Arzt, Apotheke. Umstieg von und zu Behördenzentrum und anderen Linien.

    Die Haltestelle "Busbahnhof" wurde in der Fläche schon erheblich verkürzt und ist eher eine mehr oder weniger fast ständig leere Fläche ohne Ambiente. Müllbehälter sind entweder vergammelt oder überfüllt. Die Ausstattung ist eher dürftig.

    Fahrgastunterstand, Blindenleitsystem, Sitzplätze offen, teilweise, elektronischer Fahrplananzeiger, Fahrkartenautomat, Toiletten auch für Behinderte, Fahrradunterstand?

    Wollte man hier von einem Busbahnhof sprechen, müsste man sich an Fritzlars neuem Busbahnhof orientieren. Selbst Melsungen hat keinen. Da gibt es nur Haltestellen die mehr oder weniger stark frequentiert sind und einen zentralen Umsteigepunkt am Bahnhof. 

    Daher sollte man diese Haltestelle umbenennen in "Homberg Mitte"!

  73. Science-Fiction

    Milchmädchenrechnung  oder  mal eine Idee?

     

    Wenn man den geplanten Rathausumbau, nicht so umsetzen würde, dass er 6 Millionen Euro kostet. Sondern dafür nur eine Millionen ausgäbe und diese dann für eine Digitalisierung der Abläufe einsetzen würde (ist ja ohnehin angesagt), was ja dann sowohl den Bürgern, als auch der Verwaltung Wege, Zeit und Arbeit ersparen würde, hätte man einige Vorteile.

     

    Weniger Zeit für die Abläufe, spart Arbeitsplätze ein.

    Weniger Arbeitsplätze, bedeutet weniger Platzbedarf,  gleich weniger Räumlichkeiten.

    Digitalisierung bedeutet auch innerhalb des Rathauses weniger Laufereien,

    könnte bedeuten,es kann alles räumlich so bleiben wie es ist, weil keine langen Wege mehr und kein Bedarf an mehr Platz benötigt würde, eher weniger.

     

    Dann könnte man die gesparten 5 Millionen Euro nehmen, zahlt damit für 10 Leerstehende Geschäfte über rund 30 Jahre,    jeden Monat    einen Zuschuss von     — 1500 Euro — , ( dafür reichen die hypothetisch gesparten 5 Millionen aus! )

     

    Diesen Zuschuss gibt man dann, ambitionierten Existenzgründern  zur Umsetzung neuer Geschäftsideen. Es sollten vielleicht neue Billard Cafés und etwa Spielhallen davon ausgeklammert werden. Auch werden sicher auch keine zusätzlichen Cafés benötigt!

    Es sollte natürlich auch am Bedarf der Bürger entlang gefördert werden und die Gelder nicht nur durch die bekannten Lobisten verteilt werden! Es werden sicher, wie z. Beispiel bei den Cafés auch kein 5. Optiker benötigt oder 4. Florist oder das X-te Nagelstudio benötigt.

    Hier sollte man die Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen. Das ist zwar eigentlich die Sache der Stadtverordneten und des Magistrates, aber die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass dort nicht wirklich demokratisch entschieden wurde. Wäre der neue Kindergarten entsprechend der Empfehlungen der Arbeitsgruppe, beispielsweise am Stellberg errichtet worden, hätte man noch mal 2 Millionen Euro eingespart und könnte durch eine weitere Erweiterung für die fehlenden Plätze in Mardorf, diese auch dort geschaffen werden. Da konnten dann auch X Euros eingespart werden.

    Auch diese Millionen stünden dann zur Förderung der Innenstadt zur Verfügung.

    Die Fläche des "Rohrkrepierers" EKZ könnte dann als Parkfläche für die zu erwartende Kundschaft verwendet werden.

    Über die Summe der hier für die Planung verschwendeten Euros will ich erst gar nicht spekulieren.

     

     

    Mit einer solchen Maßnahme würde:

     

    – Der Leerstand beseitigt werden.

    – Arbeitsplätze geschaffen werden.

    – Den Vermietern neue Perspektiven für ihre Immobilien geben.

    – Die Innenstadt wieder zum Leben erweckt werden.

     

    ….und gegen das „Internet“ könnten sich dann die Homberger Händler und Handwerker das "Attendorner Modell" einmal anschauen…

    https://www.facebook.com/search/top/?q=ntv%20Teleb%C3%B6rse%20attendorn

    Quelle: Facebook, ntv Telebörse Öffentliche Beiträge

    Das wiederum, wurde am 19. Januar um 06:54 auf der Facebook Seite „Du kommst aus Homberg/Efze wenn…“ gepostet.

     

    Vielleicht kann dann  die "Kleinstadt Homberg (Efze)" dann mal ein erfolgreiches Stadtumbau-Projekt vorstellen.

     

     dann mal auf ein hoffentlich nicht weiter so

    und ein freundliches Homberg den Hombergern

     

     

  74. Leserin

    Der Busbahnhof ist tatsächlich der einzige Platz in der Stadt wo ab und zu ein Menschenaufkommen zu sehen ist.

  75. Opa

    @Leserin

    Sehe ich auch so!

    Mit dem Milchpilz wären heute in der Wallstr. gute Geschäfte zu machen.  🙂

     

  76. Scherzbold

    Homberger

    Es gibt hochbezahlte Städteplaner u. auch Lokalpolitiker, die für sich in Anspruch nahmen/nehmen, wie die Homberger Altstadt/Innenstadt belebt werden konnte bzw. könnte.

    Die Träume des Altbürgermeisters sind längst ausgeträumt (…)

    Ärztehaus war ein Trugschluss der Entscheider,

    Kita und Haus der Reformation werden die Gegend rund um den Marktplatz auch nicht im erhofften Maße beleben, wenn überhaupt.

    Untaugliche Mittel am tauglichen Objekt?

    Ich denke, auch die meisten Kommentatoren haben kein Patentrezept zur Innenstadtbelebung.

    Ob sie allerdings in verantwortlicher Position so mit Steuergeldern umgegangen wären, glaube ich allerdings nicht.

    "Phil Antrop"

    Der Busbahnhof ist Ihnen irgendwie ein Dorn im Auge.  🙂

    Aus Sicherheitsgründen für die Fahrgäste wüsste ich keinen besseren Standort im innerstädtischen Bereich.

  77. Phil Antrop

    Es ist nicht dieser Fakt an sich. Es ist die Planung und der Bau! Er ist mir kein einzelner oder DER "Dorn im Auge". Er ist nur ein Zeichen für Fehler der Vergangenheit, die Homberger Politik schon immer begleitet hat.

    Und wenn nicht hier, wo sonst kann man da seine Meinung sinnoll anbringen!

  78. Karin W.

    @Anwalts Liebling – Winklerhaus – Preis kann nicht gedrückt werden, hab dieses Jahr schon zwei Angebote abgegeben…
    Ist auch ein sehr dunkles und kaltes Betonhaus, kein Fachwerk mehr. Viel Schimmel. Aber die Lage wäre sehr gut.
    Einer vom Stadtmarketing sagte mir kürzlich, dass es der Plan ist, den Marktplatz wieder zur Fußgängerzone zu machen und hauptsächlich Gastronomie anzubieten. Eher die Untergasse wieder mehr zu beleben mit Geschäften.

Einen Kommentar schreiben

Druckansicht Druckansicht

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt MediendesignBeiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA. Impressum Impressum