HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Ist der Bau eines Ärztehauses eine öffentliche Aufgabe?


Auf der Homepage der Stadt gibt es eine Aufzählung aller Ärzte in Homberg. Die Mehrheit praktiziert in Räumen, die nicht die Stadt zur Verfügung gestellt hat.
Die Ärzte sind in der Lage, sich selbst um Praxisräume zu kümmern. Es ist nicht ersichtlich, warum sich die Stadt in das kostspielige Abenteuer Ärztehaus gestürzt hat.

Für das länger Zeit leer stehenden Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts gab es auch einen Interessenten. Die Kirche wollte mit dem Rentamt in das Gebäude einziehen. Es soll wohl schon alles ausgehandelt worden sein.

Dr. Weber wollte 2011 in das Gebäude der Post in der Ziegenhainer Straße einziehen.

Der städtische Angestellte Jochen Gontermann überredete Dr. Weber, in das ehemalige Amtsgerichts zu ziehen, er wolle auch alles daran setzen, dass er schon in wenigen Monaten, 2012, dort seine Praxis eröffnen könne. Der Termin wurde gehalten, aber um welchen Preis?

 
Die Vorgesetzten von Gontermann – Bürgermeister Martin Wagner und die Fraktionen – stimmten zu. Schon bald wurde sichtbar, dass die Eile mit erheblichen Mängeln erkauft wurde.

  
Meine frühzeitigen Hinweise auf bauliche Unzulässigkeiten wischte der Magistrat, dann schon unter Dr. Nico Ritz, mit falschen Bemerkungen zur Seite.
Der Bürgermeister war nicht bereit oder in der Lage, auf fachliche Argumentation einzugehen und ließ weiter bauen. Es wurde immer teurer und nicht besser.


Als der mangelhafte Brandschutz – neben den anderen Mängeln – nicht mehr ignoriert werden konnte, wurde ein neues Brandschutzkonzept erstellt und baulich nachgebessert. Diese Nachbesserungen beliefen sich auf rund 800.000 Euro. So wurde ein Fluchtbrücke über den schmalen Innenhof gebaut, damit ein zweiter Fluchtweg entstand, dazu musste auch in den angeschlossenen Räumen einiges umgebaut werden.

Die CDU und die SPD haben sich jahrelang dafür eingesetzt, öffentliche Aufgaben zu privatisieren.
Warum taten sie es nicht hier?
Wem nutzte es?

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