HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Klimakrise: Homberg nutzt Chancen nicht

Foto: Dach des sanierten Kindergartens Osterbach. Gut geeignet für eine Solaranlage. Die Stadt nutzte die Chance nicht.

Homberg hat ein Klimaschutzkonzept – auf dem Papier.
Homberg hat eine Klimaschutzmanagerin – weil es Fördermittel gab und meint sich mit dem Begriff Klimaschutz schmücken zu können.

Homberg nutzte nicht die Chance, auf dem Neubau des Kindergartens Mardorf eine Solaranlage zu errichten.
Statt dessen wurde für den Bau hochwertiger Ackerboden versiegelt.

Auch bei dem Umbau des Kindergartens Osterbach wurde die Chance vertan, das Dach für eine Solaranlage zu nutzen.

Aus der HNA (4.9.2020) ist zu erfahren, dass Homberg der Charta Energiewende Nordhessen beigetreten ist.

Nur Lippenbekenntnisse aus dem Homberger Rathaus.

 

Foto:  Teil des Dachs der neuen Kita in Mardorf

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5 Kommentare zu “Klimakrise: Homberg nutzt Chancen nicht”

  1. solarfan

    Wie Sie wissen, liegt Homberg in einer Zone mit der geringsten Sonneneinstrahlung in Deutschland. Der Ertrag aus einer Investition in Photovoltaik ist also wirtschaftlich schlecht.

    Das haben Sie uns hier genauso erklärt: https://www.homberger-hingucker.de/erneuerbare-engergie-kritsche-prufung-notwendig/

    Hier habe Sie dann nochmal zum Besten gegeben: "Solar ist kein Beitrag mehr zur Energiewende und zum Klimaschutz": https://www.homberger-hingucker.de/solar-ist-kein-beitrag-mehr-zur-energiewende-und-zum-klimaschutz/

    Jetzt hält sich die Stadt an Ihre Forderungen und investiert nicht weiter in diese Technologie, auch wieder verkehrt. 

    Es geht offensichtlich nicht um die Sache, sondern schlicht darum die Verantwortlichen zu diffamieren oder wie erklären Sie Ihren Sinneswandel ?

  2. Delf Schnappauf

    zu 1: Schön, dass Sie in den früheren Beiträgen nachgeschaut haben. Allerdings sollten Sie dabei auch den Kontext mit betrachten.

    Damals ging die Diskussion um einen großen Solarpark auf dem ehemaligen Flächen des Standortübungsplatzes. Es ging darum auf dieser Fläche dem Projektentwickler Geerken den Bau eines Freiland-Solarpark zu ermöglichen, der diesem viel Geld einbringen sollte. Bekanntlich profitierten davon auch zwei SPD-Stadtverordnete für ihren jeweiligen Verein. Das wurde bei diesen nur zufällig bekannt. Sollten nur diese Spenden erhalten haben?

    Wenn Solarparks im Freiland gebaut werden, wird die Südausrichtung gewählt, weil das den höchsten Ertrag am Tag bringt. Wenn alle Solaranlagen nach Süden ausgerichtet wären, würde es Mittags einen Spitzenertrag geben. Am Vormittag und am Nachmittag müssten dann andere Stromquellen für die Versorgung einspringen.

    Wenn Solaranlagen auf Dächern und Wänden gebaut werden, wird je nach örtlicher Gegebenheit auch die Ausrichtung nach Ost und nach West genutzt. Somit ist der Ertrag über den Tag besser verteilt. Außerdem wird so keine Freifläche verbaut.

    Die Fläche des Solarparks war auch nicht durch die vorherige militärische Nutzung im ökologischen Wert geschädigt, wie es der Bürgermeister und die Projektbeteiligten behaupteten. Nur auf solchen vorgeschädigten Flächen sollte es die erhöhte Einspeisevergütung geben.

    Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft festgestellt, dass die Flächen nicht geschädigt waren. Die Ermittlungen sollten weitergehen, schrieb der Staatsanwalt, doch seit Jahren passiert nichts.
    Welcher Deal hat da wohl im Hintergrund stattgefunden?

    Wer die Klimaverschlechterung ernst nimmt, muss die erneuerbaren Energien fördern. Beim Neubau geht das am Einfachsten mit Solarpanelen. Diese sind inzwischen im Preis auch erheblich gesunken. Es gibt keinen vernünftigen Grund diese Chance nicht zu nutzen.

    In Österreich zum Beispiel diskutiert man die Verpflichtung zum Bau von Solaranlagen bei allen Neubauten.
    Selbst wenn die Stadt nicht selbst eine Anlage betreiben wollte, hätte sie die Flächen dafür verpachten können. Beim Bau des Mardorfer Kindergartens hätte allerdings der Architekt den Baukörper anders gestalten müssen. Auch er hat an solche Notwendigkeiten nicht gedacht.

  3. solarfan

    Ihre Feststellung "Solar ist kein Beitrag mehr zur Energiewende und zum Klimaschutz" war damals genauso falsch wie sie heute wäre, unabhängig in welchem Kontext Sie diese Aussage gemacht haben. Die Technologie zur Solarstromerzeugung hat sich seit dem nicht verändert, somit ist Solar nicht plötzlich in 2020 ein Beitrag zum Klimaschutz und war es in 2013 nicht. Und natürlich tragen auch Solarparks dazu bei. Dem Klima ist es völlig egal, ob eine Solaranlage einem Herr Geerken viel Geld einbringt oder nicht. Genausowenig interessiert es das Klima, ob sie auf einem ehemaligen Standortübungsplatz steht oder nicht, hauptsache es werden bei der Erzeugung keine Treibhausgase erzeugt.

    Sie drehen sich Ihre Aussagen offensichtlich immer genau so hin, dass Sie den Verantworlichen in der Stadt maximale Fehler vorwerfen können.

    "… Wenn alle Solaranlagen nach Süden ausgerichtet wären, würde es Mittags einen Spitzentertrag geben. Am Vormittag und am Nachmittag müssten dann andere Stromquellen für die Versorung einspringen. …"

    Wo haben Sie denn das her ? Frei erfunden ?

    Es ist sehr gut, wenn es Mittags einen Spitzenertrag gibt, der höchste Stromverbrauch ist auch Mittags. Und genau so ist es auch bei der Solarstromerzeugung in Deutschland. Schauen Sie sich mal den Tagesverlauf des Stromverbrauchs an, der ist ähnlich der Kurve einer nach Süden ausgerichteten Solaranlage.

    Hier ein Link dazu: https://www.smard.de/home/46

    "… Selbst wenn die Stadt nicht selbst eine Anlage betreiben wollte, hätte sie die Flächen dafür verpachten können. …"

    Die Schlagzeilen im Hingucker hätte ich mir schon vorstellen können:

    Stadt verpachtet Fläche für Solaranlagen. Warum erwirtschaftet die Stadt die Gewinne nicht selbst ?

    Begünstigung durch die Stadt bei der Verpachtung von Solaranlagen auf Kindergärten.

  4. IchkannGoogle

    Man muss auch bedenken, ob im Falle des Umbaus Kita Osterbach, die Statik mitgespielt hätte. 

    Solaranlagen auf Flachdächern sind im Vergleich zu normalen Dachflächen "teuer" da sie eine aufgeständerte Unterkonstruktion welche montiert werden muss. Und auch noch Gewicht mit sich bringt. Weiterhin steigert sich die Gefahr von Dachschäden aufgrund der notwendigen Durchdringungen zur Verankerung.  

    Auch kommt es darauf an wie viel KW Peak die lokale Infrastruktur verkraften kann.

    Kleine Anlagen rechnen sich schlechter als große. 

  5. Dr. Klaus Lambrecht

     

    Das Typische in Homberg ist doch, dass solche Fragen gar nicht thematisiert, diskutiert und sach- und fachgerecht abgewogen bzw. entschieden werden. Wie im Bauleitverfahren heißt es: "Zur Kenntnis" genommen. Und wenn einer Partei der Vorschlag nicht gefällt oder die Person bzw. Fraktion, die einen Vorschlag macht, missliebig ist, wird geblockt.

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