- HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN - https://www.homberger-hingucker.de -

Kommunalwahl: Schweigen zu den Klimafolgen

Foto: Bürger, Parteien und Bürgermeister beteiligten sich an der Gegendemonstration gegen die Proteste der Aktion "Wald statt Asphalt" Herbst 2020.

Diese Gegenproteste ignorieren die Gefahren der Klimaveränderung.

Die Meldungen über die Folgen der fundamentalen Klimaveränderungen werden mehr. Gerade ist der Waldschadensbericht veröffentlicht worden. Der Artenverlust schreitet weiter voran. Die Trockenheit nimmt zu. Gerade in Nordhessen herrscht eine große Dürre, die sich vor allem im Unterboden zeigt. Dort fehlt das Wasser für die großen Bäume.

 

Klima und Kommunalwahl

Die vielfältigen Folgen der Klimaverschlechterung scheint es für die zur Kommunalwahl angetretenen Parteien einfach nicht zu geben. Obwohl die Folgen überall sichtbar sind, ignorieren die angetretenen Kandidaten die – im wahrsten Sinne brennenden – Probleme.

Der Wald stirbt zusehends. Der Waldschadensbericht zeichnet wieder ein erschreckendes Bild von der Entwicklung. Auch am Burgberg, also vor der Haustür, sind die Folgen unübersehbar.


Die Kandidaten, die zur Kommunalwahl antreten, träumen von Bauland für Einfamilienhäuschen, also von weiterer Bodenversiegelung, von Verlust von Ackerland- und Grünlandflächen. 
Sie sprechen von soliden Finanzen und schweigen, wenn mit Fördermitteln neuer Leerstand gebaut wird. Sie schweigen zu so viel mehr. Spielhallen vor der Schule, erfundene Schadstoffe, um Platz für neue Betonbauten zu schaffen.
Sie zeigen, sie sind nicht fähig, die Probleme der Zeit zu erkennen, geschweige denn sie zu lösen.

Die Bürgervertreter sind nicht einmal in der Lage ihre Kontrollaufgaben nach dem Gesetz wahrzunehmen. Sie schweigen und zeigen damit Unfähigkeit, ihre Aufgabe zu erfüllen. Sie sind nicht in der Lage den Rechtsstaat zu verteidigen, sie sind Spielball fremder Interessen.

Es bestätigt sich die Erkenntnis von Albert Einstein:

Probleme kann man niemals
mit derselben Denkweise lösen,
durch die sie entstanden sind.

Man kann auch keine Lösung von denen erwarten, die die Probleme mit geschaffen haben und die sie nicht sehen wollen.
 

Hoffnung und Ermutigung

Hoffnung geben die vielen vor allem auch jungen Leute überall auf der Welt, die ihre Zukunft bedroht sehen und selbst aktiv werden und dafür neue Formen entwickeln, erproben und lernen. Das ist ermutigend und bedarf der Unterstützung.

 

3 Kommentare (Öffnen | Schließen)

3 Kommentare Empfänger "Kommunalwahl: Schweigen zu den Klimafolgen"

#1 Kommentar von Fragezeichen am 2021 Februar 26 @ 2:02 pm

"Hoffnung und Ermutigung
Hoffnung geben die vielen vor allem auch jungen Leute überall auf der Welt, die ihre Zukunft bedroht sehen und selbst aktiv werden und dafür neue Formen entwickeln, erproben und lernen. Das ist ermutigend und bedarf der Unterstützung."

Besonders die vielen jungen und "gewaltfreien" Demonstranten die "selbst aktiv werden und dafür neue Formen entwickeln, erproben" im Dannenröder Forst, die auch Unterstützung in Form einer Traueranzeige bekommen haben:

[1]

#2 Kommentar von Fragezeichen am 2021 Februar 26 @ 2:35 pm

Zum Foto:
Auf welcher Brücke wurde wann dieses Tuch mit Text angebracht?

#3 Kommentar von Fragezeichen am 2021 Februar 26 @ 4:32 pm

"Die Kandidaten, die zur Kommunalwahl antreten, träumen von Bauland für Einfamilienhäuschen, also von weiterer Bodenversiegelung, von Verlust von Ackerland- und Grünlandflächen."

Wo sollten ihrer Meinung nach die Menschen wohnen, die immer mehr werden? Wie sollten die Waren, auch Lebensmittel, transportiert werden? Nicht alles kann vor Ort produziert werden. Wenn es immer mehr Versiegelung gibt – warum sollte man dann nicht ältere Gebäude, die nur von wenigen Menschen bewohnt oder für Veranstaltungen genutzt werden, abreißen? Also eine Entsiegelung vornehmen?

Auch Radwege und Bahnstrecken benötigen Flächen!

Wo bleiben neben der Kritik machbare Vorschläge für Lösungen?