HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Mit Lichtverschmutzung Insekten vernichten


In der ehemaligen Engelapotheke soll am 19. Februar ein Vortrag über  "Lichtverschmutzung – der 'Staubsauger' in der Insektenwelt" gehalten werden.

Bisher ist die Baustelle Engelapotheke noch nicht abgenommen und für die Nutzung frei gegeben worden. Wahrscheinlich soll die Veranstaltung  im Erdgeschoss, im "Haus der Reformation" – dem außerschulischem Lernort- stattfinden. Eine ganz neue Nutzung, die bisher noch nicht bekannt gemacht worden ist.
 

Lichtverschmutzung

Das Thema Lichtverschmutzung ist ein sehr ernstes Thema und wurde bereits im letzten Jahr im Hingucker aufgegriffen. Der Vorschlag, die Burg und die Stadtkirche nicht ständig abends anzuleuchten, wurde nicht aufgegriffen. Der 'Insekten-Staubsauger' darf doch nicht abgestellt werden, "das sieht doch so schön aus", war zu hören.

Wo waren vor einem guten halben Jahr die Stimme der Veranstalter, vom ev. Forum Schwalm-Eder, vom Wildpark Knüll, vom NABU und vom BUND?
Warum wurde der Vorstoß des Hinguckers nicht unterstützt?

Insektenverlust hat katastrophalen Folgen

Der Ernst der Lage scheint vielen Menschen nicht bewusst zu sein, obwohl der Rückgang beängstigend ist. Bei dem stetigen Rückgang der Zahl der Insekten wird es um 2030 keine Insekten mehr geben. Es gibt dann kein Futter mehr für die insektenfressenden Vögel. Viele Nutzpflanzen, die auf die Insektenbestäubung angewiesen sind, werden keine Nahrungsmittel mehr für Menschen wachsen lassen können. In Costa Rica ist die Insektenpopulation bereits um 90 Prozent zurück gegangen, wie das New York Magazin schreibt.

Bei dieser Ignoranz des Themas gegenüber verwundert es, dass jetzt in Homberg der Vortrag und die Diskussion stattfinden soll und dann auch noch im "Haus der Reformation". Soll damit die Fehlplanung des Nutzungskonzept der Engelapotheke überspielt werden?

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6 Kommentare zu “Mit Lichtverschmutzung Insekten vernichten”

  1. Wähler

    Gedanklich hatte ich meinen Kommentar bereits gefertigt.

    Dann stellte ich fest, dass ich meine Meinung bereits im Kommentar vom 28.06.18 deutlich gemacht habe.

    Ohne das Thema kleinreden zu wollen, die Stadtverwaltung sollte keinesfalls die difuse Straßenbeleuchtung in vielen Straßen weiter dimmen.

    Aus Sicht der Gefahrenabwehr halte ich den Ist-Zustand schon für bedenklich genug. 

    Zum Thema Engelapotheke fällt mir gerade nichts ein… 

  2. Scherzbold

    WETTEN DASS

    die Umbenennung der Engelapotheke in HAUS der REFORMATION nicht dauerhaft bestehen bleiben wird !?

    So, jetzt denke ich mal über Alternativen nach…

    "Berjemesterslieblingshüs" ?

    "Magistratsvereinsgeschenkehüs" ?

    "Haus zur Altstadtbelebung" mit Zusatzschild "Der letzte Versuch" ?

    🙂

     

  3. WerWennNicht

    …. Politiker sind bei eigenen Fehleinschätzungen und -entscheidungen  in der Lage, durch geschickte Schachzüge das eigene Fehlverhalten zu unterdrücken.

    Anders ausgedrückt:

    Wie erkläre ich den Homberger Bürgern die Sinnhaftigkeit des Erwerbs der Engelapotheke (…)

    Fehlt nur noch, dass der Dieselmotor am Beispiel der Kreisstadt Homberg im Haus der Reformation erörtert wird.

  4. Phil Antrop

    zur Kenntnis . zwei von vielen

    https://www.spektrum.de/thema/lichtverschmutzung/1425419

    http://www.bund-rvso.de/insektensterben-luege-kein-.html

     

  5. Brigitte

    Lichtverschmutzung ist ein ernstes Thema in Homberg, allerdings nicht bei Stadtkirche und Schlossberg, sondern bei unseren "schönen neuen Arbeitsplätzen" im Gewerbegebiet. Dafür verantwortlich: 1. CTL – hat die Beleuchtung massiv erhöht seit der baulichen Betriebserweiterung – 2. Dachser – ist seit mehreren Monaten auf dem alten Star-Standort tätig und hat sich fest vorgenommen, dass Gewerbegebiet in Gänze mit Licht zu fluten – 3. Bettenwelt – schon in der Vergangenheit eine große Lichtquelle… das sind unsere LICHTVERSCHMUTZER 

    Das es auch anders in der Logistik geht zeigt der Neubau von Star: Doppelt so groß wie der alte Standort aber in Sachen Bleuchtung in der Nacht beschränkt man sich in vorbildlicher Weise auf das Nötige!

  6. Phil Antrop

    Entscheidend bei der Lichtverschmutzung im Bereich Insekten ist der Frequenzbereich der Leuchten. Nicht die vom Menschen empfundene Helligkeit.

    "LED-Leuchten sind relativ insektenfreundlich. Ihr Licht strahlt fast gar nicht in den Frequenzbereichen, für die Insektenaugen besonders empfindlich sind. Zwar ist das Licht gerade weißer LEDs, die für Straßenbeleuchtung in Frage kommen, nicht völlig monochrom, sondern enthält einen breiteren Spektralbereich. Die für Insekten besonders anlockende Strahlung im Ultraviolett-Bereich (UV, unter 380nm Wellenlänge) entsteht jedoch auch bei weißen LEDs gar nicht. Zudem verursachen Leuchtdioden weniger Insekten anlockendes Streulicht in die Umge- bung (s.o.).

    https://www.nabu.de/stadtbeleuchtung/cd-rom/Inhalte/PDF/H4-8.pdf

    Was kaum genutzt wird:

    Intelligente Lichtkonzepte, wie die bedarfsorientierte Straßenbeleuchtung, helfen aber nicht nur dabei, Energiekosten zu senken, sie halten auch die Umweltbelastung so gering wie möglich. CO2-Emissionen können durch Light-on-Demand-Lösungen reduziert, sowie Pflanzen und nachtaktive Tiere geschützt werden. Die dauerhafte Beleuchtung bei Nacht bietet dem Menschen zwar Sicherheit, sie schadet aber Pflanzen, die in ihrem Wachstumszyklus Dunkelheit dringend benötigen. Nachtaktive Tiere, zum Beispiel Fledermäuse und bestimmte Insektenarten, werden durch die taghelle Beleuchtung irritiert und haben Probleme bei der Nahrungssuche, Zugvögel können die Orientierung verlieren.

    Städte und Gemeinde erhalten so eine maßgeschneiderte LED-Straßenbeleuchtung mit Bewegungsmelder, die den Bewohnern Sicherheit bietet und gleichzeitig die natürliche Nachtdunkelheit erhält.

    https://www.lampe.de/magazin/zukunftsfaehige-strassenbeleuchtung-intelligentes-licht-nach-bedarf/

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