HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Neuer Taschenspielertrick

 

Auf der Homepage der Stadt wird unter der Überschrift : "Einkaufszentrum soll Sommer 2020 fertiggestellt sein" berichtet, dass in der nächsten Stadtverordnetenversammlung entschieden werden soll:

"ob geringfügige Abweichungen bei den kundenwirksamen Flächen und den Verkaufsflächen (von 7.000 auf rund 7.500 Quadratmeter) zugelassen werden oder nicht."

Weiter ist zu lesen:

"Der geplante Sparkassenanbau wird vorerst zurückgestellt. Der sich so ergebende Freiraum könnte – nach den Vorschlägen von Architekt Schäfer – zum Stadtpark hin offen mit Bäumen und einem Platz mit Sitzmöglichkeiten gestaltet werden." Homepage der Stadt

"Die Information der Ausschussmitglieder diente insbesondere dem Zweck, eine möglichst gute Vorbereitung auf die nächste Stadtverordnetenversammlung (…)  zu gewährleisten."


Solchermaßen gut vorbereitet sollen die Stadtverordneten am 14. Juni 2018 über die "geringfügigen" Änderungen entscheiden.


Was nicht gesagt wurde

1. Nicht nur der Sparkassenanbau fällt weg, sondern auch ein weiteres Gebäude, in dem eine Apotheke und Büros entstehen sollten. Diese Streichung wird übergangen, es gibt dazu keine Erklärung.

2. Am Bindeweg, gegenüber der Schule soll eine zweite Warenanlieferung entstehen. Auch diese Änderung wird nicht erwähnt und ist nur aus den Plänen abzulesen, wenn sie mit den vorherigen Plänen verglichen werden.

3. Der gültige Durchführungsvertrag kann von Schoofs nicht eingehalten werden. Die Baufertigstellung bis 31. Dezember 2018 kann nicht erfüllt werden, weil schon von Anfang an wesentliche Voraussetzungen nicht erfüllt waren und von der Stadt nicht geprüft wurden.

Diese drei Punkte sind alles andere als "geringfügig".
 

Die Information für die Stadtverordneten und für die Homberger ist ein Taschenspielertrick.

Die Aufmerksamkeit wird auf nicht nachprüfbare Zahlen der Sortimentsverschiebung  gelenkt, die nur 4,7 Prozent betragen sollen.

Dabei geht es aber um eine Ausweitung der Frist und wesentliche bauliche Änderungen des Bebauungsplans.

Das kann man als Taschenspielertrick bezeichnen. Wikipedia beschreibt:

"Taschenspielertricks beruhen auf Täuschung des Zuschauers, die der Künstler durch Fingerfertigkeit und Ablenkung bewirkt."

Es ist nicht das erste Mal, dass Dr. Ritz solche Tricks angewendete. Der gravierendste war der 1-Euro-Verkauf des ehemaligen Landratsamtes, wo es vorher nur um eine Bewerbung gehen sollte, aber in der Sitzung ein Verkauf daraus gemacht wurde – widerrechtlich.

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4 Kommentare zu “Neuer Taschenspielertrick”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Ein weiterer Trick ist die Darstellung der teilrestaurierten Jugendstilvilla, der heutigen Spielhalle. Dabei ist dies Gebäude nicht Gegenstand der Bebauungsplanung, durch die Darstellung wird jedoch die Planung aufgehübscht, der Betrachter wohlwollend gestimmt. Durch die Reklameschrift Apotheke wird der Trick noch mehr verschleiert.

    Architekt Gerlach argumentierte bei der Umbauplanung des Rathauses, dass ein Neubau billiger ist als ein Umbau eines Gebäudes. Da müsste die Firma Schoofs mal erklären,warum die Restaurierung und der Umbau einschließlich Kauf der Villa aus ihrer Sicht finanziell realisierbar ist.. Derzeit hat der Investor noch kein grünes Licht von den Banken, da träumt er schon von der Villa. Schön wäre es ja und wünschenswert, nur die Darstellung entbehrt aus meiner Sicht jeder Realität. Aber träumen ist erlaubt.

    Ob es den Parlamentariern auffällt?

  2. WasAuchImmer

    Und nochmal die Prädentation von Neubauten: https://www.youtube.com/watch?v=T0P74hSlYPE

    Dann wissen alle bescheid wie es ohne wenn und aber aussieht! Was Sie jetzt alles gefunden haben war mit Sicherheit sehr aufwendig und hat viel Zeit gekostet! Muß das ein Parlamentarier genauso machen, dann sind wir im Mittelalter.

  3. WerWennNicht

    ….."WasAuchImmer" kann mir erklären, warum wir dann im Mittelalter sind.

  4. Frustrierter

    Stichwort: Berufung

    Wer sich berufen fühlt, in der Stadtpolitik "mitzumischen", von dem darf erwartet werden, dass er sein Amt als Stadtverordneter oder sogar Magistratsmitglied nach bestem Wissen und Gewissen ausfüllt und seine Kraft zur Entwicklung der Stadt einsetzt und vor allem Schaden von dieser abwendet.

    Auf Ja-Sager, Abnicker und bloße Mehrheitsbeschaffer bei Abstimmungen, kann getrost verzichtet werden.

    Das heißt nicht, dass jeder Stadtpolitiker auf jedem Gebiet ein Fachmann sein muss.

    In Zeiten des Internets kann sich der Mandatsträger z. B. eine gewisse Sachkenntnis aneignen.

    "Ich kann nicht alles Lesen", zieht nicht!

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