HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Neues Personal durch neues Förderprogramm

Fördergebiet für das neue Förderprogramm "Lokale Ökonomie"
 

Die Stadtverordneten sollen einen neuen Antrag für ein Fördergebiet beschließen. Dazu wurde eine Broschüre im Umfang von 29 Seiten vorgelegt.

Kern des Programms „Lokale Ökonomie“ ist die Umsetzung eines Förderprogramms für Eigentümer*innen und Gewerbetreibende in dem abgegrenzten Förderbereich. Wesentlich für die Umsetzung wird die Schaffung von Personalkapazitäten sein, um das Programm umzusetzen und in das Quartier zu tragen. Da zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar ist, welche Betriebe bzw. Eigentümer*innen einen Antrag auf Förderung stellen werden, ist sowohl eine räumliche Verortung der Maßnahmen als auch der letztliche Umfang der benötigten Fördersummen nicht möglich bzw. noch nicht absehbar.

Das Programm „Lokale Ökonomie“ bietet zahlreiche Chancen zur Entwicklung des Fördergebietes in der Homberger Altstadt, muss jedoch von Beginn an intensiv begleitet werden. Hierfür wird eine Koordinationsstelle eingerichtet, die Kontakt zu allen wichtigen Akteur*innen aufbaut und die Umsetzung des Förderprogramms begleitet. Nach Ablauf der Bewilligungsfrist Ende 2021 soll die Stelle verstärkt für die Durchführung von Aktivitäten und Motivation der Akteure in der Altstadt genutzt werden.  
Folgende Aufgaben sollen durch die Koordinierungsstelle erbracht werden:  
  Gesamtkoordination des kommunalen Förderprogramms  
  Begleitung des Förderausschusses, Vorbereitung der Gründung und der Abstimmung der lokalen Förderrichtlinien  
  Beratung und Ansprache der Akteur*innen im Fördergebiet Gewerbetreibende und Eigentümer*innen
  Aktivierung der Gewerbetreibenden für die Durchführung gemeinsamer Aktionen und Investitionen
  Durchführung / Begleitung von Aktionen im Fördergebiet  
 
Die Stelle wird voraussichtlich innerhalb der Homberger Stadtverwaltung bei der Wirtschaftsförderung angesiedelt sein.  
Zielgruppen:  Eigentümer*innen und Gewerbetreibende im Fördergebiet
Kosten: 24.000 € / Jahr von 2019 bis 2023 (5 Jahre), Gesamtkosten: 120.000 €

Schaffung einer halben Stelle bei der Stadt Homberg (Efze) nach Vorhabenbeginn

Wie viele Gewerbetreibende gibt es noch in diesem Gebiet, die dort für sich eine Zukunft sehen, zumal ihnen immer noch das Einkaufszentrum als Drohkulisse geboten wird?

Eigentümer und Gewerbetreibende werden mit den in Aussicht stehenden Fördermitteln von in der Regel je 25.000 Euro nicht viel umsetzen können.

Als Fördermittel wird in Aussicht gestellt:

Die Maximalförderung für Gewerbetreibende soll in der Regel bei 25.000 € liegen. Ausnahmsweise höhere Förderung für z.B. Beseitigung von Leerstand, Zusammenlegung von Ladenflächen und / oder  Arbeits- und Ausbildungsplatzschaffung sind möglich, diese legt der Förderausschuss bei der Abstimmung der Förderrichtlinien fest. 

Und dann gibt es noch einen Förderausschuss, der sich vor allem aus Behördenvertretern zusammensetzen soll.

Die Stadtverordnetenmehrheit wird wohl für den Antrag stimmen. Wenn es Fördergelder geben soll, hört bei den meisten Stadtverordneten jedes weitere Nachdenken und Nachfrage auf.

Nach den bisherigen Erfahrungen mit der Gewährung von Fördermitteln, vor allem wenn sie aus Europa kommen, wird das Ministerium auch diesen Antrag durchwinken, wie schon die LEADER-Anträge für den Burgberggaststättenanbau (240.000€) und die Zuschüsse für das "Haus der Reformation" und das "Burgbergmuseum".

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4 Kommentare zu “Neues Personal durch neues Förderprogramm”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    In diesem Zusammenhang denke ich an die Zusage des Bürgermeisters in der Fernsehsendung „Die wilden Camper“ im letzten Jahr. Die Journalisten bemängelten die fehlende Kommunikation zwischen Magistrat und Geschäftswelt bzw. Hausbesitzern. Auch bei der Bearbeitung der Verkehrsproblematik ist absoluter Stillstand zu verzeichnen. Ob der Bürgermeister mit Frau Koch und Herrn Bickel gesprochen hat? Das Geschäft Koch ist seit letztem Jahr geschlossen.

  2. Kernstädter

    Ich fürchte, hier gilt der Satz:

    "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

    Generell begrüße ich jedoch Maßnahmen zur Leerstandsbeseitigung.

    33 Ladenflächen stehen derzeit laut Broschüre leer. Endlich eine Zahl zum lange geforderten Leerstandskataster.

    Förderungen von 25.000 € je Antragstellung eines Berechtigten werden in Aussicht gestellt, bei der Beseitigung von Leerstand auch darüber hinaus.

    Was ist aber, wenn die geförderte Ladenfläche (Umbau, Sanierung etc.) auch dann nicht vermietet werden kann?

    Geld in den Sand gesetzt?

    Oder muss vor der Förderung ein fertiges Nutzungskonzept vorgelegt werden?

    Wenn einige marode Fassaden mit den Fördergeldern in Schuss gebracht werden, hätte ich nichts dagegen….

    Dann bleibt wenigstens der schöne Schein nach außen gewahrt. 🙂

    Wenn um die Ansiedlung von Schuhgeschäften geworben werden soll, könnte doch Frau Koch einmal ein paar Worte dazu sagen. Fam. Koch hatte einen schönen Laden, gute Ware und entschloss sich dennoch zur Schliessung…. 

    Was kann ein neuer Inhaber eines Schuhladens besser machen als die alte Kaufmannsfamilie Koch?

  3. Scherzbold

    Mit der Gastronomie wollen wir Homberger mal nicht so auf den Putz hauen (…)

    Nach der Schließung des Gasthauses Jütte gibt es noch eine Pilsstube im herkömmlichen Sinne in Homberg. Hier treffen sich Politiker, Selbständige, Bänker, Beamte und Werktätige.

    Wo?  "Die alte Scheune", Lange Str.

    Das war es dann auch schon.

    Herrn Nieds Lokalität ist mehr eine Bar, Ann hat einen Pup.

    Naja, die "Drehscheibe" im "Hotel Stadt Cassel" kommt noch dazu, ist jedoch auch keine Pilsstube alter Art.

    Na gut, die Vereinsgaststätten will ich nicht verschweigen.

  4. Scherzbold

    Ein unverzeihlicher Fehler meinerseits.

    Ann hat einen PUB!

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