HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Niedergang: Homberg im Vergleich mit Fritzlar

Kommunal-Monitor des Rechnungshofes  
Das Jahresende ist die Zeit für Bilanzen.
Eine Bilanz der Entwicklung der Stadt Homberg und eine Bilanz der Amtsführung des Bürgermeisters.

 

In drei Bürgermeister-Amtszeiten ist Homberg im Vergleich zu den anderen Städten im Kreis heruntergekommen. Am deutlichsten fällt der Unterschied im Vergleich zu Fritzlar aus. Dieser Niedergang stellt sich handfest in den amtlichen Zahlen dar, die der Hessische Rechnungshof in seinem Kommunal-Monitor bereit stellt.

In Homberg sind in 18 Jahren die Schulden der Stadt kontinuierlich gestiegen. Trotz erheblicher Sonderzuschüsse des Landes stieg die Verschuldung auch unter Dr. Nico Ritz weiter auf rund 80 Millionen Euro an, bei einem Jahreshaushalt 2020 von 33,38 Mio. Euro .

Höhere Schulden …

Jeder Homberger ist rechnerisch mit 4.068 Mio. Euro verschuldet. (3.1.2020, Korrektur: Der pro Kopf Schuldenstand ohne "Mio", es wären sonst 4 Milliarden Euro)
Fritzlar nur mit 124 927 Euro je Kopf. Das sind nur 3  22 Prozent der Schuldenlast gegenüber Homberg.(4.1.2020, Korrektur: Die Zahlen in den Angaben des Kommunal-Monitors zu Fritzlar haben ich versehendlich vertauscht.)

…. höhere Steuern

Diese Verschuldung wirkt sich direkt auf die Bürger aus. Die Gemeindesteuern werden weiter steigen, das kündigte der Noch-Bürgermeister bereits an. In Fritzlar liegt der Hebesatz für die Grundsteuer bei 400, in Homberg bei 450 – 12,5 Prozent höher.

Für Unternehmen ist Fritzlar mit einem Gewerbesteuersatz von 360 gegenüber 390 in Homberg auch attraktiver.

… geringere Einkommen
Die Bürger in Fritzlar haben höhere Einkommen als in Homberg, das kann aus dem Anteil der Einkommenssteuer abgelesen werden, die die Kommune erhält. In Fritzlar sind es je Einwohner 519 Euro in Homberg nur 460 Euro, knapp 13 Prozent höher.

Fazit

In Homberg liegen die Einkommen niedriger als in Fritzlar, dafür müssen die Homberger höhere Grundsteuer zahlen.
Den nüchternen amtlichen Fakten stehen die Großprojekte gegenüber, die seit  Monaten vorgezeigt werden.

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16 Kommentare zu “Niedergang: Homberg im Vergleich mit Fritzlar”

  1. Mieter

    In Fritzlar sind die Mieten  ( Kaltmieten ) und der Erwerb von Eigentum aufgrund der Attraktivität teurer.

    Da bleibt für die Homberger Politik noch Luft, die Grundsteuer und weitere Abgaben zu erhöhen.

    Verkehrte Welt?

  2. solarfan

    "… Jeder Homberger ist rechnerisch mit 4.068 Mio. Euro verschuldet.
    Fritzlar nur mit 124 Euro je Kopf. Das sind nur 3 Prozent der Schuldenlast gegenüber Homberg. …"

    Jetzt wird es mal wieder interessant. Jeder Homberger hat 4.068 Mio Euro Schulden und jeder Fritzlarer hat nur 124 € und das sind dann 3 %.

    Glauben Sie eigentlich selbst was Sie da schreiben ?

     

  3. Delf Schnappauf

    zu 2: Ja ich glaube den Angaben des Hessischen Rechnungshofes, so wie ich es in der Quellenangabe angegeben habe.
    Wenn Sie andere Zahlen haben, legen Sie diese bitte vor.

  4. Graf Zahl

    solarfan hat es richtig erkannt.

    Nicht 4.086 Mio. – ohne Mio.

  5. Delf Schnappauf

    Ergänzung:

    Die Schulden von 4.035 Euro/Einwohner geht von einer Einwohnerzahl von 14.035 aus.
    Nach dem Kommunalmonitor bezieht sich sich Verschuldung nur auf den Kernhaushalt von 2018.
    Berechnungsgrundlage sind 57. Mio. Euro..

    Im Haushaltsplan 2020 sind 79 Mio. Euro ausgewiesen.
    siehe https://www.homberger-hingucker.de/schulden-steigen-weiter-an/

  6. Graf Zahl

    Sorry – hatte versehentlich aus 4068 die Zahl 4086 gemacht.

    57 Millionen sind bei 14 035 Einwohnern aber 4061 € !

    79 Millionen wären dann 5629 € !

    Eine Steigerung um 38,6 %

  7. Martin

    zu 5:

    Es ist wirklich unglaublich, wie Sie nicht einfach mal einen Fehler zugeben können. Keine Silbe in Ihren Kommentaren dazu. Auch kein Dank, dass Sie auf den Fehler hingewiesen wurden. Dabei ist so etwas absolut menschlich und nichts schlimmes! So etwas kann immer mal passieren. Auch ein Herr Schnappauf ist nicht unfehlbar. Trotzdem scheint Ihnen dieses Gen irgendwie zu fehlen. Wenn man immer als Oberlehrer da steht, darf man sich so etwas wohl selbst nicht eingestehen.

     

    Übrigens ist im Text als Datum der Korrektur nun der 3.1.2029 angegeben… Solche Fehler (auch Rechtschreib bzw. Tippfehler) tauchen bei Ihnen fast fortlaufend in den Artikeln auf. Lesen Sie Ihre geistigen Ergüsse eigentlich auch nochmal durch, bevor Sie sie posten? Kein Zeichen besonders guter Recherche!

     

    In diesem Sinne noch ein frohes neues Jahr!

  8. solarfan

    Immerhin wird schon mal was korrigiert, viele Falschmedungen in der Vergangenheit stehen bis heute in den Berichten. Aber ist ja auch nur ein Tippfehler, kann ja mal passieren.

    Wie ich aber grade festgestellt habe, sind die Zahlen auch falsch !

    Die Zahl für Homberg steht so auch im Kommunalmonitor: "…Die Kernhaushaltsschulden zum 31.12.2018 lagen bei 57.100.001 € (4.068 € je Einwohner). …"

    Für Fritzlar steht dort: "… Die Kernhaushaltsschulden zum 31.12.2018 lagen bei 13.667.424 € (927 € je Einwohner). …"

    Also alles andere als 124 € bzw. 3% der Schuldenlast von Homberg.

    Ich habe den Eindruck es geht hier weniger um den Niedergang von Homberg, sondern um den Niedergang vom Homberger-Hingucker. Man könnte fast Mitleid haben, das ein selbsternannter Journalist es nicht schafft, eine einfache Statistik richtig wiederzugeben. 

     

  9. Delf Schnappauf

    zu 2: Danke für den Hinweis. Sie haben tatsächlich einen Fehler entdeckt. Den Fehler habe ich im Beitrag sichtbar korrigiert.  Ursache des Fehlers: Ich hatte in den Angaben zur Finanziellen Leistungsfähigkeit von Fritzlar im Kommunal-Monitor des Rechnungshofs die falsche Zahl übernommen.  Dazu die Abbildung

    Der Fehler ändert nichts an der gesamten Feststellung, dass Homberg im Vergleich zu Fritzlar schlechter dasteht.

    Geben Sie mir bitte an, wo die anderen Falschmeldungen zu finden sind, von denen Sie schreiben. Ich möchte sie gern prüfen.


    Wo bleibt Ihre Kritik an den materiellen Schäden der Homberger Politik, die der Stadt zugefügt werden:

    # Nicht vermietbare Wohnungen in der Engelapotheke, die je Wohnung mindestens 1 Mio. Euro Baukosten verursacht haben?

    # Die Baukostensteigerung in dem Ärztehaus, die bis heute nicht aufgeklärt wurden. Selbst für die zu erwartenden Anwaltskosten von 30.000 Euor  für eine Hamburger Kanzlei liegen bisher keine Aufklärungsergebnisse vor.

    # Um die bestehenden Mängel des Ärztehauses wären eine weitere Million Euro notwendig, nur um einen vierten Auftzug in dem Gebäude zu bauen. Im Altstadt-Kindergarten ist dafür eine Aufzugsschacht gebaut worden, in dem die Putzmittel abgestellt werden.

    Es gibt so viele Fehler, die auch richtig den Bürgern Geld kosten. Schade, die finden Sie nicht.

    Erinnern Sie sich? Durch den Kauf des Kasernengeländes sollte die Stadt einen finanziellen Nutzen bekommen. Jetzt sind die gut nutzbaren Grundstücke verkauft und die Stadt sitzt auf 5 Mio. Euro Schulden aus dem Immobiliengeschäft.

  10. Graf Zahl

    Nur Dank an solarfan? Die anderen gehen leer aus? Auch Martin !!!

    Der Text ab "  Der Fehler ändert nichts an der gesamten Feststellung,….. " ist völlig unpassend und gehört nicht dahin. Wenn sie Kritik an solarfan haben kann man das getrent davon machen. Ich bin insofern etwa enttäuscht! Mir fehlt auch so ein kleines nettes Wort wie " Entschuldigung" !

  11. Homberger

    Lange Zeit stand Fritzlar weit hinter Homberg und viele Homberger nörgelten schon damals

  12. Graf Zahl

    Was den Textteil anbetrifft ist diese Auforderung berechtigt und er ist eine gute Empfehlung sich mit den Dingen auseinanderzusetzen die dem Blogbetreiber viel Zeit und Arbeit gekostet haben und kosten.

    Wenn die, die ihn fast ständig nur kritisieren, ihre Kritik auch mal den städtischen Problemen mit gleicher Intensität widmen und diese dann öffentlich der Stadt und den politischen Mandatsträgern gegenüber vertreten, wäre das substantiell besser für Homberg.

    Zum Schluß noch etwas Aktuelles das sich durchaus auf Homberger Handel beziehen läßt.

    Wie sieht denn die Situation aus, auf die sich der per Link zugänglich Artikel bezieht?

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/steigende-umsaetze-fuer-baumaerkte-16564646.html

  13. Martin

    zu 10:

    Tatsächlich scheint dem Blogbetreiber die soziale Kompetenz eher weniger wichtig zu sein. Nur auf Nachhaken man ein Dankeschön, aber sofort wird wieder zu den "Fehlern" der anderen umgeschwenkt. Vor allem immer die gleiche Leier (Ärztehaus, Engelapotheke, Kasernen, bla bla blub…). Ich will ja auch gar nicht sagen, dass in Homberg keine Fehler gemacht wurden. Es ist in der Vergangenheit beileibe nicht alles gut gelaufen. Aber so langsam ist es fast schon nervig. Sobald er nicht weiter weiß, holt er immer wieder die selben Themen raus.

     

    Mal unabhängig davon ist das politische Miteinander in Fritzlar vor allem in den letzten Monaten und Jahren deutlich schlechter geworden. Es gibt untereinander einige Streitigkeiten, auch gegenüber dem dortigen Bürgermeister. Und wirklich was passiert ist dort von städtischer Seite in den letzten Jahren auch nicht (Hochzeitshaus ist eine unendliche Geschichte und wird teurer, Parkdeck wird aufgrund vieler Meinungen seit langer Zeit tot-diskutiert, usw.). Der Unterschied ist jedoch, dass die Einwohner alles toll finden, ganz egal was passiert oder nicht passiert. Schauen Sie mal in den Seitengassen abseits des Marktplatzes bzw. der Fußgängerzone. Hier breitet sich der Leerstand auch aus – wenn auch langsamer (den vielen Friseursalons sei Dank :-)).

  14. Niccoló

    zu 13.

    Warum sollte die Kritik sich ändern oder aufhören, wenn die Probleme die gleichen bleiben. Variieren kann man da höchstens in dem man nach Meister Yoda-Art die Satzstellung ändert.

    Sagen, dass die Einwohner in Fritzlar alles Toll finden auch nur man kann, wenn man sich – wie in Homberg – auch nur umgibt mit Leuten diesen.

    Und – es gibt leider nicht in jeder Stadt Leute wie Delf Schnappauf, die Jahrelang die Anfeindungen ertragen, wenn sie den sogenannten "Mainstream" öffentlich kritisieren.

  15. Kernstädter

    "Vor allem immer die gleiche Leier."

    Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

    Wenn aber durch Wiederholungen die Entscheidungsgremien sensibilisiert werden, zukünftig kostenträchtige Fehlentscheidungen zu vermeiden, dient dies den Bürger*innen.

    Bleiben Sie wachsam, Herr Schnappauf.

  16. solarfan

    zu 9. "… Geben Sie mir bitte an, wo die anderen Falschmeldungen zu finden sind, von denen Sie schreiben. Ich möchte sie gern prüfen. …"

    Ich habe jeweils in den Kommentaren darauf hingweisen, wenn mir dort Falschmeldungen aufgefallen sind, das dürften Sie ja dann bei der Freischaltung der Kommentare gelesen haben.

    Die größte journalistische Fehlleistung in letzter Zeit war wohl diese: https://www.homberger-hingucker.de/wahlkampfpause/#comments

    In mehrerern Kommentaren wurden Sie auf Ihren Fehler hingewiesen, bis heute kein Kommentar oder eine Klarstellung dazu.

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