HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Schlechte Nachrichten für das Einkaufszentrum

 

Das Einkommen und somit auch die Kaufkraft liegt in Nordhessen unter dem Landesdurchschnitt.

 

 

 
23.092 Euro Einkommen haben die Hessen pro Kopf im Durchschnitt zur Verfügung.
21.352 Euro sind es im Regierungsbezirk Kassel.
21.546 Euro sind es im Schwalm-Eder-Kreis.
33.827 Euro sind es im Hochtaunuskreis.

Alle nordhessischen Landkreise bewegen sich in der unteren Hälfte des Landesdurchschnitts.

 
Bevölkerungszahl nimmt in Homberg weiter ab

Trotz Wanderungsgewinnen geht die Bevölkerungszahl weiter zurück. Bis 2030 geht die Prognose von einem Minus von 3,8 Prozent aus. In Homberg wären das gut 500 Bewohner weniger.

 
Immer mehr Kunden mit unterdurchschnittlichen Einkommen.

Daneben gibt es noch weiteren Anstieg des Online-Handels. Das werden die Mieter im Einkaufszentrum spüren. Es ist eine Frage der Zeit und der Konzernstruktur der Filialen, wie lange sie die Verkaufsflächen im Einkaufszentrum mieten. Große Konzerne schließen auch einfach, wenn sich der Umsatz nicht mehr rechnet. Lieber bezahlen sie die Miete weiter, sparen aber den gesamten weiteren Aufwand, so ein Brancheninsider.

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15 Kommentare zu “Schlechte Nachrichten für das Einkaufszentrum”

  1. solarfan

    Die Zahlen, die Sie offensichtlich wieder mal ohne weitere Recherche aus der HNA abgeschrieben haben, beziehen sich auf 2017 ! Ihre Schlussfolgerungen daraus beziehen sich auf 2019, interessant !

    https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/Verfuegbares_Einkommen_Hessen_2017.jpg

    Mehr Zahlen gibt es hier:

    https://statistik.hessen.de/sites/statistik.hessen.de/files/PI4_j08-17_rev.pdf

    Da kann man sogar lesen, das im Schwalm-Eder-Kreis die Einkommen überdurchschnittlich im Vergleich zum Landesdurchschnitt gestiegen sind, also gute Nachrichten für das Einkaufszentrum.

    So kann man wie immer jede Statistik zu unterschiedlichen Propagandazwecken nutzen.

     

  2. Delf Schnappauf

    Zu 1. Richtig, die letzten vorliegenden Zahlen stammen von 2017 und sind jetzt in dem Statischen Bericht, auf den Sie verlinken, veröffentlicht. Der Bericht ist im September 2019 veröffentlicht. Das sind also die neuesten Daten. 

    Und in dem Bericht sehen Sie auf Seite 5 für den Schwalm-Eder-Kreis das verfügbare Einkommen mit 21.546 Euro angegeben. Genau so stand es in der HNA und auch hier.

    Falls Sie meinen es geht aufwärts, dann haben sie wahrscheinlich die Indexzahlen so interpretiert, die auf Deutschland und noch einmal auf Ost und West bezogen wurden.

    Das war wohl nichts mit der fehlenden Recherche.

  3. Ichweißnichts

    Richtig ist Statistiken lassen sich vielfach interpretieren.

    Je nach Statistik ab Seite 5 Link von solarfan, ergeben sich für den Kreis unterschiedliche Erkenntnisse. Über- aber auch unterdurchschnittliche Zuwachsgrößen. Prozentzahlen allein besagen wenig. Kenngrößen wie Einwohnerzahlen oder Kaufkraft je Einwohner vor Ort sind da wichtiger.

    Zufällig wartet da heute ( 23.10.2019 ) die HNA mit Zahlen auf, die das Bild gerade rücken.

    2010 182 600 Einwohner im Landkreis, 2019 ca. 2600 weniger. Das es so wenig Verluste sind, liegt an den Kommunen im Speckgürtel Kassels nahe der Autobahn. Nur 9 Kommunen haben einen Zuwachs an Einwohnern zu verzeichnen.

    Entscheidend ist nicht allein, welches Einkommen verfügbar ist, sondern welches in den Konsum in den Bereich fließt der durch das EKZ abgedeckt wird. Hier spielen auch die im Umkreis um Homberg verfügbaren Angebote = Unternehmen und die Gesamtsumme der qm eine große Rolle. Neue oder größere Märkte in Schwalmstadt, Frielendorf, Borken, Wabern, Fritzlar, Felsberg, Melsungen, Knüllwald spielen eine große Rolle, Einwohner vor Ort zu halten. Auch die Kommunen im nördlichen Bereich haben eigene oder größere Märkte erhalten. Plus dem Abfluss nach Kassel/ Baunatal (Ratio, dez, Innenstadt, Möbel, Metro) um nur einige zu nennen. Das macht sich auf den Umsatz und Gewinn je qm bemerkbar. Hinzu kommt der wachsende Umsatz im online Handel, der selbst großen Ketten im stationären Handel zu schaffen macht.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202109/umfrage/flaechenproduktivitaet-deutscher-lebensmitteleinzelhaendler/

    https://einzelhandel.de/index.php?option=com_attachments&task=download&id=10168

    Zur Situation des Einzelhandels

    2017

    https://www.welt.de/wirtschaft/article161812481/Dem-deutschen-Einzelhandel-droht-ein-Massensterben.html

    Jan 2019 ( Auszüge )

    Doch auf welchem Niveau sich dies mittlerweile abspielt, zeigt ein Blick auf die Details: Nur noch jeder dritte stationäre Händler war mit den Umsätzen im Weihnachtsgeschäft zufrieden, in den kleineren Städten ist die Not noch größer.

    Statt die Verkaufsflächen zu reduzieren und die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen, haben sich gerade die großen Ketten jahrelang ein Wettrennen bei der Eröffnung neuer Geschäfte geliefert. .. Das Ergebnis: In den vergangenen zwölf Jahren ist die Verkaufsfläche in Deutschland sogar noch von 116 auf 124 Millionen Quadratmeter gewachsen. ..

    " Die Personalknappheit im Handel wird langsam richtig ernst“, beobachtet EHI-Geschäftsführer Gerling. „Fast alle Händler suchen Mitarbeiter für die Filialen noch dringender als für die Zentrale.“ Er sieht die ungünstigen Arbeitszeiten und ein „wachsendes Anspruchsdenken beim Einkommen“ als zentrale Probleme. Die Gewerkschaft Verdi formuliert es drastischer: Viele Händler seien einfach nicht bereit, existenzsichernde Löhne zu zahlen."

    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/handelsblatt-branchencheck-der-einzelhandel-droht-2019-zum-opfer-der-digitalisierung-zu-werden/23820150.html?ticket=ST-50956514-xg9yrjIqvvQQcIGmfUBX-ap5

    Mein persönliches Fazit:

    Vorsichtiges und eher zurückhaltendes Denken und Handeln sind die besseren Ansätze im kaufmännischen Bereich. Dem trägt der Blogbetreiber, dem man nicht immer zustimmen kann, Rechnung!

    Leider scheint in Homberg dieser Ansatz vergessen zu sein. Man schwebt von einer Träumerei zur anderen und verbrennt viel Geld durch diese Träume. Nicht nur Planungskosten, sondern reale Handlungen zeichnen das Bild der letzten 11 Jahre: Angefangen vom Hessentag über Solarflächen, Pyrolyse, Algenzucht und Technologiezentrum, BTD und unnötige Abriss und Infrastrukturausgaben in den ehem. Militärflächen. Ein Ärztehaus das mit ursprünglich 875 000 € Kosten mit viel Euphorie auch seitens der HLG bis heute nach 8 Jahren immer noch nicht fertig ist, vermutlich am Ende irgendwo zwischen 7 und 8 Millionen kosten wird. Von wegen 10 Praxen und vielen Arbeitsplätzen die zur Belebung der Innenstadt beitragen sollten, wie auch die Arbeitsagentur, ja sogar eine Kita. Derzeit Drehscheibe Center, Schneider Gelände, das Kulturzentrum Homberg. Das geplante Bauwerk am Schlossberg. Alles nur teure Seifenblasen.

  4. Ichweißnichts

    Ein wenig recherche ergibt folgendes Bild:

    Statistikberichte findet man unter

    Publikationen

    https://statistik.hessen.de/zahlen-fakten/bevoelkerung-gebiet-haushalte-familien/bevoelkerung/statistische-berichte

    Tabellen

    https://statistik.hessen.de/zahlen-fakten/bevoelkerung-gebiet-haushalte-familien/bevoelkerung/tabellen

    Da die HNA leider nicht die 9 Kommunen aufzählt, deren Einwohnerzahl gewachsen ist, aus unerfindlichen Gründen die Kreisstadt als mit größte Kommune nicht erwähnt, ist hier ein kleiner Nachtrag für Homberg

    Die Bevölkerung aufgrund des Zensus 2011 am 30. 6. 2019.

    Homberg 13 993 gegenüber 14 263 am 31.12. 2010 =  ein Minus von 270 = ca 2 %.

     

  5. Ichweißnichts

    Was ist aus den einst so großen Umsatzzahlen der GMA geworden? War nicht mal von 180 Millionen im Einzugsgebiet die Rede ? Dann von weniger als der Hälfte? Wo sind neue Prognosen mit Stand 2019 ?

  6. solarfan

    zu 2.

    Wollen Sie Ihren Lesern jetzt tatsächlich mitteilen, Sie wussten das die Zahlen von 2017 sind, haben dieses Wissen in Ihrem Artikel nicht erwähnt und dann bewusst Rückschlüsse auf das Einkaufszentrum in 2019 gezogen ? Das macht die Berichterstattung nicht besser, ganz im Gegenteil.

    Ich habe keine Indexzahlen interpretiert. In der Statistik auf Seite 11 sind in einer Tabelle die verfügbaren Einkommen von 2008 bis 2017 dargestellt:

    Schwalm-Eder-Kreis: 17570 € -> 21546 € -> +22,6 %

    Land Hessen 19758 € -> 23092 € -> +16,8 %

    Also sind die verfügbaren Einkommen von 2008 bis 2017 im Schwalm-Eder-Kreis überdurchschnittlich gestiegen.

    Aber auch daraus lässt sich für 2019 und das Einkaufszentrum überhaut nichts ableiten, genauso wenig wie aus den Zahlen die Sie in Ihrem Artikel missbraucht haben. Erstens sind die Zahlen von 2017 und zweitens besteht der Schwalm-Eder-Kreis nicht nur aus Homberg.

    Die Zahlen sind also für das Einkaufszentrum aktuell gar nicht relevant.

      

  7. Homberger Jeck

    Dann kaufen wohl nur Homberger im neuen EKZ wenn die Zahlen des Kreises nicht relevant sind. 🤡

  8. Ichweißnichts

    Alle Prognosen zum EKZ ( GMA ) gehen von einem Einzugsbereich aus, der eben nicht an den Grenzen der Stadt Homberg endet. Insofern sind selbst Zahlen aus dem Jahr 2017 des Kreises von Bedeutung, da sie ja das Einkommen auch in Homberg in etwa abbilden. Bis 2019 wird sich an diesen Zahlen, wenn man die Steigerung von 22,6 % in 11 Jahren zugrundelegt ( Hängt von Lohnzuwachs netto ab ) komme ich auf etwa 26,5 % 22 226 für 2019. Bis zur Eröffnung Ende 2020 ? dürfte sich diese Zahl auf etwa 22 595 erhöhen.

    Gleichzeitig steigen jedoch auch die Preise in allen Lebensbereichen, was zur Verschiebung der Ausgaben in den jeweiligen Konsumfeldern führen kann.

    Warten wir also ab, wie sich das Ganze entwickelt. Da kann man nur hoffen, dass die Prognosen der Optimisten zutreffen. Zu wünschen ist es !

  9. solarfan

    Wenn es erlaubt ist so eine Statistik einfach in die Zukunft zu projizieren, dann ist der Schwalm-Eder-Kreis in nicht allzu ferner Zukunft über dem Landesdurchschnitt, das sind ja rosige Zukunftsaussichten und sehr gute Nachrichten für das Einkaufszentrum. 😉

    Nein, man kann aus dieser Statistik weder für 2019 noch für irgendwelche anderen konkreten Zeitpunkte in der Zukunft fundierte Schlüsse ziehen, denn auch in der Vergangenheit gingen die Zahlen mal hoch und mal runter, mal mehr mal weniger.

    Das Einkaufszentrum wird sich gut entwickeln, es gibt keinen Grund warum es nicht so sein sollte und ein echter Hingucker für Homberg wird es auf jeden Fall, wenn es so wie geplant umgesetzt wird.

  10. Ichweißnichts

    "wenn es so wie geplant umgesetzt wird."

    Wie ist es denn geplant?

    Die ursprüngliche Planung gibt es nicht mehr und wie es endgültig aussieht, weiß von den Homberger Bürgern wer ?

  11. solarfan

    zu 10.

    Hier kann man sich einen guten Überblick über die Planungen verschaffen:

    https://homberg-efze.eu/stadtentwicklung/aktuelle-projekte/drehscheibe/

    https://www.schoofs-frankfurt.de/projekte/in-ausfuehrung/homberg/

    https://www.drehscheibe-homberg.com/

     

  12. Delf Schnappauf

    zu 11: An den angegebene Links finden sich nur veraltete Planungen, die nicht mehr mit dem aktuellen Planungen übereinstimmen. So sollen die Gebäude an der Kasseler Straße schon lange nicht mehr gebaut werden, weil sich dafür keine Nachfrage findet.

    Auch die Planung, die durch den Bebauungsplan als Satzung festgeschrieben wurde und Vertragsgrundlage zwischen Schoofs und der Stadt ist, stimmt nicht mehr mit den tatsächlich Baumaßnahmen überein.

    Eine Anfrage zu diesen Abweichungen wollte Bürgermeister Dr. Nico Ritz grundsätzlich beantworten. Er hat es bis heute nicht getan. Warum erklärt er nicht die Planänderungen. Was hat er zu verbergen?

  13. solarfan

    zu 11:

    Ja, ja, schon vor 2 Jahren haben Sie hier das Einkaufszentrum sogar für gescheitert erklärt:

    https://www.homberger-hingucker.de/verschleudert-vergeigt-versemmelt/

    "Noch wagen sich die Verantwortlichen und die Befürworter des Einkaufszentrums nicht öffentlich, das Scheitern einzugestehen. Es ist aber allein anhand der Fakten unvermeidlich. Die Bauzeit würde bis Ende 2018 gar nicht ausreichen. Die potentiellen Mieter des Handels haben ganz andere Sorgen, sie müssen sich auf die rasante Ausweitung des Onlinehandels einstellen. Und wie in der Stadt zu hören ist, besitzt der Projektentwickler keines der Grundstücke des Ulrich-Areals. Alles eine Luftnummer.

    Fazit: Die Chance eines Einkaufszentrums auf dem Ulrich-Areal: Versemmelt. "

    Im Moment befindet sich die Luftnummer in der Bauphase , was soll man Ihnen denn überhaupt noch glauben ?

  14. Delf Schnappauf

    zu 14: Der vorhabenbezogene Bebauungsplan ist nicht eingehalten worden. Das Einkaufszentrum ist nicht bis Ende 2018 in Betrieb gegangen. Die Stadtverordneten haben die Frist bis Ende 2020 verlängert.

    Ja, es wird gebaut, aber abweichend von den bisher vorgelegten Plänen, die Grundlage des Durchführungsvertrags sind. Der Bürgermeister hat auf eine Anfrage zwar erklärt, er wolle antworten, tat es aber nicht.

    Bei aller Bautätigkeit bleibt die Frage, wie rechnet sich dieser Bau,?  Bei einer Bausumme von 27 Millionen Euro, wie zuletzt genannt, müsste der Umsatz in einer Größenordnung liegen, die in Homberg nicht zu erzielen ist.  Es gibt viel Geld auf dem Kapitalmarkt, das händeringend Anlagemöglichkeiten sucht. Vielleicht gibt es Finanzdienstleister, die da zugreifen und es als lukrative Anlage an irgend einen Fond zu verkaufen verstehen. Ein Insider hielt diese Variante für sehr wahrscheinlich.

    Wer da welches Geld verbrät, kann uns Hombergern egal sein. Nicht egal sollte es aber sein: Was wird aus dem Gebiet, wenn die schönen Erwartungen nicht erfüllt werden und sich eines Tage Leerstand ausbreitet? Für die Verkaufsflächen gibt es keine sinnvolle Nachnutzung, dieses Bauwerk ist deshalb nicht nachhaltig.

  15. solarfan

    zu 14:

    Oh, da habe ich Sie wohl total missverstanden damals. Ich dachte wenn Sie als Fazit schreiben die Chance auf ein Einkaufszentrum auf dem Ulrich Areal sei versemmelt, dann meinen Sie dass die Chance auf ein Einkaufszentrum auf dem Ulrich Areal versemmelt sei.

    Dann meinen Sie vielleicht auch gar nicht, das die Statistik für 2017 schlechte Nachrichten für das Einkaufszentrum in 2019 sind, sondern ich habe das auch wieder gründlich missverstanden. Sorry, passiert hoffentlich nicht wieder.

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