HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Schneider-Gelände: Zehn Jahre Planung – Ende noch nicht absehbar

Die HNA berichtete über den langsamen Baufortgang des Fachmarktcenters am der Kasseler Straße.
Seit 2015 sei man am Bau, 2016 sollte Eröffnung sein.

Jetzt – Ende 2017 – ist davon noch nichts zu erkennen. Auch der Investor Schneider könne noch keinen Termin nennen. Er gibt an, Baufirmen wären wegen der Auftragslage nicht zu finden. – in Ostheim hat die Firma Rossman jedoch in kürzester Zeit ein vielfach größeres  Bauprojekt errichtet.


Die HNA erzählt nur die halbe Geschichte

Bereits im Januar 2008 beschloss der Magistrat, den Flächennutzungsplan ändern zu lassen, damit Schneider dort bauen kann.

Im Dezember 2008 beschlossen die Stadtverordneten die Aufstellung eines Bebauungsplans.

Am 7. Februar 2013 wurde die 2. Änderung des Bebauungsplan rechtskräftig.
Damit durfte gebaut werden: Ein Elektrofachmarkt (bis 1.500 qm Verkaufsfläche), Tierfutter (bis 500 qm), Getränkemarkt (bis 600 qm) und ein Baumarkt mit Gartensortiment. (3.000 qm) zuzüglich eine Bäckerei-Verkaufsstelle.

Bis 2015 musste mit dem Bau begonnen werden. Vor Ablauf der Frist begann Schneider mit den Erdarbeiten für den gültigen Bebauungsplan, doch dann wollte er eine erneute, dritte Änderung des Bebauungsplans, die über den gültigen Bebauungsplan hinausgehen sollte.

Mit der 3. Änderung des Bebauungsplans wurden zusätzlich eine Tankstelle mit einem Tankstellenshop und eine Gastronomie erlaubt. Im März/April 2016 wurde diese Änderung öffentlich ausgelegt.

Jetzt – Ende 2017 – sind lediglich zwei Gebäude errichtet worden, die bereits 2012 gebaut werden durften. Die Tankstelle und die Gastronomie wurden nicht gebaut.

Laut HNA kann der Investor Schneider noch keinen Eröffnungstermin nennen. Wohl weniger wegen fehlender Baufirmen, als wegen fehlender Mieter für die Verkaufsflächen. Einige Zeit hing ein Aushang am Getränkemarkt "Zu vermieten". Dieses Plakat ist nicht mehr zu sehen, allerdings bisher auch kein Mieter.

Die Parteien zu Planung

6.11.2008 Aufstellungsbeschluss

"Herr  Fraktionsvorsitzender  Bölling (Bündnis90/Grüne)  spricht  die  Ausführungen  des  Stadtmarketingexperten  Christian  Klotz  aus Bad  Reichenhall  während  der  Veranstaltung  am 30.10.2008  zum  Einzelhandel  und  zum  Verhältnis  der Geschäftsflächen  zwischen  Innenstadt  und  „grüner Wiese“ an.
Er  zeigt  sich  verwundert,  dass  jetzt  trotzdem  Einzelhandelsflächen  am  Stadtrand  vergrößert  werden  sollen. Seiner  Meinung  nach  erneut  zum  Nachteil  der  Innenstadtgeschäfte. Er kündigt die Ablehnung seiner Fraktion zum Tagesordnungspunkt an."

"Herr  Fraktionsvorsitzender  Pauli  [CDU] stellt  fest,  dass  es  sich heute erst um die Aufstellung einer Änderung zum Flächennutzungsplan handele.  Seiner Meinung nach sollen Außenstellen des Geschäftes lediglich nach innen geholt werden, es handele sich um  keine  Vergrößerung  der  eigentlichen  Verkaufsfläche. " 

27. 9. 2012 Satzungsbeschluss 2. Änderung

"Kroeschell (CDU) : Ihn stö„rt die Forderung, dass heute nicht entschieden werden solle.[…]
 Die Investoren sollten nicht hingehalten werden, sondern man solle heute entscheiden. Das Risiko liege letztendlich bei den Unternehmen.
Er küƒndigt die Zustimmung der CDU-Fraktion an und geht abschlie߅end auf die Meinung Herrn Gro߅ zum Thema Landverbrauch ein."

"Herr Fr„öde (CDU) erinnert an die lange Planungszeit und meint, dieses kö„nnte man sich als Unternehmer nicht leisten."

"Herr Fraktionsvorsitzender Ripke (FDP) ist froh, dass heute entschieden werde, damit das Vorhaben umgesetzt werden kann, weil es gut fƒür Homberg sei. Konkurrenz belebe schlie…ßlich das Geschä‚ft."

Gerlach (SPD): "Er bezeichnet das Projekt als positiv füƒr Homberg. Man solle die damalige Diskussion nicht neu aufleben lassen. Die SPD freue sich üƒber das Vorhaben als eventuell neuen Magneten fƒür das Umland."

"Herr Gerlach meint, es gä‚be kein Informationsdefizit. Alle notwendigen Angaben seien im Fl‚ächennutzungsplan enthalten. Einige Parlamentarier wüƒrden Blockadepolitik betreiben."

Abstimmung:
Bei 32 anwesenden Stadtverordneten
21 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen (darunter die Herren Stadtverordneten Schnappauf, Siebert, Henschke-Meyl und J‚äger) und 2 Enthaltungen.

2.6.2016 Satzungsbeschluss 3. Änderung

Herr Fraktionsvorsitzender Gerlach (SPD) teilt mit, er sei ungehalten, da die Planverfassung längst abgeschlossen sein müsse. Die SPD werde heute zustimmen, um die Anlieger von Lärm und Ungewissheit zu entlasten. Nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung müsse unverzüglich weitergearbeitet werden.

Fraktionsvorsitzender Haß (CDU) " Er sorge sich, dass evtl. eine Brache an der Nordumgehung entstehe.  Jetzt solle man letztmalig dem Bauherrn entgegen gehen und den geplanten Änderungen im Baurecht zustimmen."

Herr Groß (FWG) "Er ist der Meinung, die Planung jetzt zu Ende zu bringen, sei trügerisch. Seine Fraktion befürchte, dass weiterhin über die Nutzung der Fläche geredet werden müsse.  Die FWG meint, es werde kein kluger Beschluss gefasst und deshalb erfolge keine Zustimmung. "

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19 Kommentare zu “Schneider-Gelände: Zehn Jahre Planung – Ende noch nicht absehbar”

  1. Frustrierter

    In dieser Zeit hätten die Chinesen eine Trabantenstadt vom Schneidergelände bis nach Wabern gebaut.

    Ganz nebenbei:

    Der einst schöne Blick auf Homberg und die Hohenburg hat mächtig gelitten.

    Bleibt zu hoffen, dass viele neue Arbeitsplätze entstehen (…)

     

  2. Ex-Großstädter

    Eigentlich bin ich ein Befürworter der freien Marktwirtschaft.

    Eigentlich freue ich mich über eine Konkurrenzsituation im Einzelhandel.

    Eigentlich bin ich der Auffassung, dass die Verbraucher davon profitieren.

    Gelernt habe ich durch die Beiträge des Blogbetreibers,

    gelernt habe ich durch Beiträge in diesem Blog, dass die Kaufkraft in und Homberg herum Grenzen unterliegt.

    Herr Haß (CDU) sorgt sich um eine Brache an der Nordumgehung.

    Genau diese Befürchtungen ( Leerstände neuer EKZ/Märkte ) äußerte Herr Schnappauf in einem seiner zahlreichen Berichte vor längerer Zeit..

    Allerdings hegte er diese Befürchtungen erst nach der Eröffnung neuer Märkte!

    Unsere landschaftlich sehr schöne Gegend gehört bedauerlicherweise nicht zum Hochlohnsektor, sondern ist weit darunter angesiedelt,.

    In diesem Zusammenhang fallen mir die steigenden Mieten in Homberg, wenn auch geringer im Vergleich zu Fritzlar und Melsungen, auf. 

    Mancher Rentner stößt bei dieser Entwicklung an seine Grenzen….

    Umziehen von Homberg ( Kernstadt ) in die Stadtteile?  

    Male ich damit ein Schreckgespenst an die Wand?

    In den letzten Tagen wurden wieder die Tafeln thematisiert. Immer mehr Rentner sind auf Gaben angewiesen, wurde in den Medien berichtet.

    Herr GERLACH; nehmen Sie sich bitte dieser Missstände an.

    Andere Parteigrößen aus der Homberger Parteienlandschaft sollten sich anschließen.

    Ein neuer Boulevard, eine Museenlandschaft u. a. hilft diesem Personenkreis nicht weiter.

     

  3. Scherzbold

    "Baufirmen wären wegen der Auftragslage nicht zu finden."

    Herr Schneider, welche Art Firmen suchen Sie denn?

    Baufirmen, Elektrobau usw.

    Vielleicht können wir behilflich sein.

    Fröde-Bau, Fa. Lange, Fa. Ziegler etc. lesen u. U. mit.

    Es geht doch wahrscheinlich nicht um Aufträge im 3-stelligen oder unteren 4-stelligen Bereich.

  4. Scherzbold

    Noch`n Gedicht:

    HNA vom 4.6.16:   "Ich mache jetzt Druck."  

    2. Weihnachtstag 2017:    Selten so gelacht.

  5. weihnachtsleser

    Homberg war die schönste Stadt im Sxhwalm Eder Kreis schon beim hereinfahren eine Wohltat .der Blick hat nun sehr durch das verschandelte  Gewerbegelände gelitten, das ist nicht wieder gut zu machen.

     

    ich lebe lieber in einer schönen Stadt , statt in einer verschandelten. Das was ich brauche habe ich in Homberg, ich brauche keine Gewerbefläche an der Nordumgehung, sondern schöner Wohnen

  6. Phil Antrop

    Ex – Großstädter

    "Genau diese Befürchtungen ( Leerstände neuer EKZ/Märkte ) äußerte Herr Schnappauf in einem seiner zahlreichen Berichte vor längerer Zeit.."

    Soweit klar – längere Zeit war schon mal

    November 2008

    https://www.homberger-hingucker.de/neue-verkaufsflachen-am-stadtrand-findet-zuspruch-von-der-mehrheit/

    https://www.homberger-hingucker.de/beitrage-zur-belebung-der-innenstadt/

    Februar 2011

    CDU – unsere Ziele ….Stärkung und Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten in der Altstadt.
    Erfolge: In den letzen 5 Jahren Erweiterung von Herkules, Lidl, Rewe beschlossen.
    https://www.homberger-hingucker.de/cdu-unsere-ziele/

    April 2011

    https://www.homberger-hingucker.de/verkaufsflachen-uberangebot-in-homberg/

    Zu den folgenden Worten meine Frage: Welche neu eröffneten Märkte meinen sie? Wo hat er da erst hinterher Befürchtungen gehegt ?

    "Allerdings hegte er diese Befürchtungen erst nach der Eröffnung neuer Märkte!"

  7. Frau Schild

    Es gibt keine Baufirmen?

    Bei mir keimt eher der Verdacht, dass es an Mietern fehlen könnte…

  8. Ex-Großstädter

    Verehrter Phil Antrop,

    scheinbar habe ich mich nicht präzise genug ausgedrückt.

    "Vor längerer Zeit" ersetze ich durch "Vor langer Zeit".

    Zu den Märkten:

    Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, befürchtete Herr Schnappauf, dass es nach dem Bau bzw. nach der Eröffnung des neuen EKZ an der Drehscheibe zu weiteren Leerständen in der Altstadt und (ggf.) im Efzecenter kommen wird.

    Stichwort: Mangelnde Kaufkraft.

    Auf dem Schneidergelände sieht es für den Außenstehenden derzeit so aus, dass erst noch Erstmieter gefunden werden müssen

    Dies kann natürlich auch im neuen EKZ an der Drehscheibe passieren.

    Spekulationen hierzu wären aber verfrüht, da noch nicht einmal mit dem Bau begonnen wurde.

    Hektisch wurden Bäume gefällt und dann (…)

    Für weitere Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.  🙂

  9. Mister X

    "weihnachtsleser"

    Volle Zustimmung!

    Allerdings: wen interessiert in dieser wunderschönen Stadt schon Volkes Meinung?

     

  10. G. Schönemann

    Mister X

    Ist in Melsungen nicht anders

  11. Le Penseur

    Es ruft wirklich auch keine Freude bei mir hervor, aber Herr Schnappauf scheint mit seinen Befürchtungen richtig zu liegen.Die fehlende Einkaufskraft wird sich auf beide Märkte auswirken.Der einstmals schöne Blick von Mardorf auf Homberg ist leider verloren gegangen.

  12. Frustrierter

    ….und in naher Zukunft werden die Fahnen ( Hagebau und ? ) auf den Dächern wehen und in die Ferne grüßen.

    Hoffentlich wird das Ortsschild mit dem Zusatz Reformationsstadt noch wahrgenommen. 🙂

    P.S.: Sollten sich Schnappauf`s Thesen nach der Eröffnung beider EKZ bewahrheiten ( neue Leerstände usw. ) werde ich mich für einen Runden Tisch mitten auf dem Marktplatz einsetzen.

    Teilnehmer:

    Herr Bürgermeister

    alle Magistratsmitglieder

    alle Stadtverordneten, die sich für die neuen EKZ aussprachen

    Herr Schnappauf mit einem sachkundigen Begleiter, vielleicht "Phil Antrop".

    Moderator/in: Wird noch aus dem Kreis der Kommentatoren bestimmt. Die Redakteure der HNA

    bleiben diesmal außen vor, damit endlich einmal knallharte Fragen im Beisein der Öffentlichkeit an die Homberger Entscheider gestellt werden.   🙂 

     

     

  13. Wähler

    Wie zu hören war, soll/sollte ein Getränkemarkt auf dem Gelände eröffnen.

    Ursprünglich hieß es doch, dass der "Logo-Getränkemarkt" dort seine neuen Geschäftsräume eröffnen wird, nachdem er aus dem Osterbach verschwand und dort Hahn-Getränke einzog.
    Mir stellt sich die Frage, wer an den Stadtrand fährt, um seine Getränke zu kaufen, wo doch in den Wohngebieten Osterbach u. Stellberg der Getränkebedarf locker gedeckt werden kann. Dazu kommen die Discounter.

    Vielleicht richten es die Mardörfer….oder kaufen sie ihre Getränke dort, wo sie auch ihre Lebensmittel kaufen? Fachleute werden diese Faktoren bestimmt bewertet haben (…)

    Ob die Nachbarschaft dort Kunde wird, bezweifele ich dann doch, da ihre Häuser durch den Betonklotz an Wert verloren haben.

    Ich hoffe, dass in ein paar Jahren nicht über Bausünden in Homberg gesprochen werden muss.

  14. Homberger Jeck

    "Ich hoffe, dass in ein paar Jahren nicht über Bausünden in Homberg gesprochen werden muss."

    Wieso erst in ein paar Jahren? Die Bausünden sind doch erkennbar rund um und in Homberg:
    ehemaliges Asklepios, diverse Gebäude Bereich  Landgrafenalleee, Ärztehaus, Abriß Viertel Obertorstraße / Amtsgericht; Kita, Jobcenter, Waldkindergarten, Alter Friedhof, Zustand Burgberg samt Restaurananbau und Barrierefreier Toilette,  usw. 

    Für mich der passende Spruch<. "Noch Fragen, Hauser?" 🤡

  15. weihnachtsleser

    An phil

    sie wollen doch Lidl nicht in der Innenstadt ???

    das ist ja nun auch nicht möglich!!!!!

  16. Dr. Klaus Lambrecht

     

    Wenn das Jahr zu Ende geht zieht man eine persönliche Bilanz, wie das Jahr für einen persönlich verlaufen ist. Jeder Geschäftsmann macht das gleiche. Aber wie sieht die Bilanz einer Kommune aus. Das Zahlenspiel, was uns als Hauspaltspan vorgelegt wird, zeigt nicht die ganze Wahrheit.

     Wer aufmerksam auch mal zwischen  den Zeilen liest, stellt fest die Verschuldung ist gestiegen. Die Verbindlichkeiten bei der HLG werden nicht offengelegt. Was hat der Umbau unseres Ärztehauses gekostet. Was kosten die Umbauten von Engelapotheke und Obertorstr. 1? Marktplatz 15 in Verbindung mit dem Gebäude Holzhäuser Str. 3 sowie die Krone mit unbekannten Unterhaltungskosten und einem abgestimmten Nutzungskonzept. Fantastereien einzelner Politiker, was der Bürger braucht und wünscht spielt keine Rolle. Das Verhalten der Politiker in Berlin, Wiesbaden und Homberg ist  gleich, die Realität wird ausgeblendet, man lebt in einem Wolkenkuckucksheim und richtet sich das so ein wie man es will.

    Das Einkaufszentrum und die Entwicklung des Schneidergeländes lassen auf sich warten. Schoofs hat noch zwei Monate Zeit den Abriss durchzuführen, danach muss er bis Ende Oktober warten. Die Burggaststätte ein Trauerspiel wie die Errichtung der dringend benötigten Kindergärten. Da versuchte man Gesetze in Mardorf auszuhebeln, zum Glück gibt es kein Lex Homberg. Ein Protzkindergarten in der Altstadt in einer Kostenhöhe von über drei Millionen, damit bauen andere Gemeinden 2 Kitas.

    Alles wird schön geredet und geträumt.
    Festzustellen ist eine verödete und aussterbende Altstadt, die Geschäftsschließungen haben zu genommen, Leerstand ohne Leerstandskataster. An der Situation wird sich auch nichts ändern, wenn wir die Ziegenhainer oder Kasseler Str. pflastern.

    Meine Bilanz für Homberg: eine aussterbende Stadt, Tristesse macht sich breit, da helfen auch keine Fördermittel und monatliche Events auf dem Marktplatz. Der Bürger resigniert, die Entscheidungsträger träumen. Möge 2018 eine Änderung bringen, allein mir fehlt der Glauben.

  17. Pro Homberger

    @ Dr. Klaus Lambrecht

    Ihre letzen zwei Absätze sind mit Wehmut und Traurigkeit gefüllt, entsprechen aber auch meiner Wahrnehmung. Meine/Unsere so schöne Stadt mit den verwinkelten Ecken und vielen kleinen Besonderheiten an Häusern und Gassen. Für Menschen, die in Homberg geboren, aufgewachsen und leben, ein erschütterndes Bild. 

    Als ich kürzlich auf dem Schloßberg an der Osterwiese stand, war ich schlicht schockiert vom Zustand dieses Platzes. Was ist aus dem kleinen Häuschen geworden? Dachziegeln fehlen aufgrund sinnloser Zerstörungswut. Schmierereien im Fachwerk und fehlende Türen. Die einst im Frühjahr so schön blühende Rosensträucher, die Bänke auf denen man im Sommer in der Sonne ausruhen konnte. In mir kam unweigerlich die Frage auf:" Wer kümmert sich eigentlich um den Schloßberg"? Gibt es nicht einen Burgbergverein? Fühlt sich dieser nur für die Burg und die Gaststätte verantwortlich? Gibt man sich nur für ein Foto mit Bürgermeister, Architekt und Bauamt hin, um nicht anzuecken. Nur weil man auf das Burgmuseum in der Engelapotheke hofft und baut? Ich habe andere Ansprüche, Hoffnungen und Erwartungen an diesen Verein. Im Vorstand sind gestandene Personen aus allen Bereichen unserer Stadt. Ob Ämter, Schulen etc. Ihre Stimme sollte Gehör finden, auch wenn man kritisch den Finger hebt. Sind die Mitglieder alle mit dem Zustand der Burg und dem Schloßberg zufrieden, so wie er/sie jetzt aussehen/aussieht? 

    Vielleicht kann sich ein Vorstandsmitglied hier einmal äußern, über die Planungen der nächsten Jahre (gemeint ist hier nicht das Burgmuseum). Was plant man, wo will man investieren (in Geld oder Arbeiten) mit der Stadt oder auch ohne die Stadt.

    Ich wäre für eine Antwort dankbar.

     

  18. Opa

    Zum Beitrag von Dr. Lambrecht

    Ich habe soeben virtuell  Zustimmung angeklickt.

  19. Phil Antrop

    Prognosen Homberger Politiker aus 1999

    Herr Bölling ist Fraktionsvorsitzender; Herr Pauli inzwischen Erster Stadtrat; Herr Engelhardt Seniorenbeiratsvorsitzender.

    HNA vom 11. Januar 1999

    Ein erster Schritt ist vereinbart

    Wie berichtet, haben sich die Fraktionsvorsitzenden der im Hornberger Parlament vertretenen Parteien in einem HNA- Redaktionsgespräch über die Entwicklung ihrer
    Stadt ausgetauscht. Heute geben sie ihre Vorstellungen von der Kreisstadt im Jahr 2010 wieder.
    HOMBERG .
    Naturgemäß sind Beschreibungen künftige Entwicklungen weniger konkret als
    Bestandsaufnahmen des Gegebenen. So skizzierten die vier
    Homberger Fraktionsvorsitzenden im HNA-Redaktionsgespräch ihre Visionen von der Stadt im Jahr 2010 denn auch in eher in groben Zügen.
    Aber auch hier zeigte, sich einmal mehr, daß Klaus Bölling
    (Grüne), Michael Dippel (SPD), Heinz Engelhardt (FDP) und
    Joachim Pauli (CDU) im wesentIichen die gleichen – Ziele verfolgen. Nämlich eine Stärkung ,und positive Entwicklung der Stadt.

    Mittelzentrum
    Für Michael Dippel wird sich Homberg im Jahr 2010 zu einem “wahren Mittelzentrum” entwickelt haben. Zusammen mit den Nachbargemeinden werde die Stadt die touristischen Attraktionen der Gegend vermarkten. Die Politik der Gewerbeansiedlung werde erfolgreich fortgesetzt sein, die Wirtschaftskraft der Stadt weiter steigen.
    “Homberg ist im Jahr 2010 eine attraktive Stadt mit Wohnraum auch im Zentrum”, so Dippel weiter. Und: Eine Umgehungsstraße werde dann eine verkehrsarme, lebenswerte Innenstadt ermöglicht haben. Die Geschäfte der Innenstadt werden laut Dippel ein gutsortiertes, attraktives Warenangebot garantieren:
    Joachim Pauli verlegte den Schwerpunkt seines Blicks in die Zukunft in die Hornberger Stadtteile: “Dort werden Gewerbebetriebe am Leben erhalten sein und weitere Baugebiete ausgewiesen.” Die Kernstadt und ihre Stadtteile würden
    künftig weitaus besser als bisher hat mit Bussen verbunden sein. Möglicherweise werde es dann am Stadtrand einen großen Parkplatz geben, von wo aus Autofahrer regelmäßig in die Innenstadt gefahren werden.

    “Homberg” , so Joachim Pauli wird eine liebenswerte, verkehrsberuhigte Innenstadt haben, durch die zum Beispiel Mütter mit Kinderwagen spazieren gehen können und um den Marktplatz werde es Geschäfte geben, in denen zu stöbern sich lohne.

    Liebenswert
    Heinz Engelhardt sagte: ,,2010 wird Homberg ‘ein liebenswertes Mittelzentrum sein, das sich seinen Stellenwert in der Region, den es vor 30, 40 Jahren hatte, zurückerobert hat.” In der Innenstadt werde es allgemein einen Einkauf der kurzen Wege geben. Und wenn die jetzt anstehende Generationen-Nachfolge in einer Reihe von Homberger Geschäften geklärt sei, dann würden dort in zehn Jahren sicherlich auch neue Wege gegangen.
    Nach Einschätzung Klaus Böllings ist Homberg in Jahr 201’0 “eine junge, attraktive Stadt mit historischem Bewußtsein, eine Stadt, die ihre Vergangenheit erlebbar gemacht und kulturell in die Region hinauswirkt.“ Die Kreisstadt werde dann wegen ihrer autofreien Innenstadt neue Attraktivität gewonnen haben.
    Erkennbar fortgeschritten werde dann die Entwicklung weg von der Beamtenstadt hin zu einem Dienstleistungszentrum sein – mit qualifizierten Arbeitsplätzen. Bölling: Ich hoffe auf eine lebendige Stadt, wo mittags auf dem Marktplatz was los ist.
    Und der Weg ins Homberg der Zukunft? Der soll nach dem Willen der vier Männer fürs erste gemeinsam beschritten werden. Oder mit den Worten Michael
    Dippels: “Wir brauchen jetzt eine umfassende Initiative für Homberg.“ Oder mit den Worten Heinz Engelhardts: “Wir müssen das jetzt anschieben. Wir brauchen einen runden Tisch. ”

    https://www.homberger-hingucker.de/der-buergermeister-als-verhinderer/#comment-18107

    2015 Unternehmerfrühstück

    https://www.homberger-hingucker.de/unternehmerfruehstueck-mit-dr-ritz/

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