HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Stadtzerstörung: Platte und Bunker

 
Heute, am 26.9.2019, wird der Grundstein für das Einkaufszentrum gelegt. Der Grundstein für ein Bauwerk, das zu einem Mahnmal für einen Städtebau sein kann, das die Zeichen der Zeit ignoriert und nur auf Konsum ausgerichtet ist.

Klimagerechtes Bauen, nachhaltiges Bauen, Baukultur,  Denkmalpflege: nicht berücksichtigt.

 

Kunden, die mit dem Auto anfahren, werden von der Kasseler Straße auf eine knapp 1 Hektar große Betonplatte geleitet. Diese Platte ist das optische Kernstück der Anlage. Die Fläche ist größer als der Marktplatz. Nach Süden ausgerichtet und  schattenlos wird sie im Sommer zu einer Hitzeinsel.

 

 

 

Fußgänger treffen ringsum auf eine hohe Mauer, optisch ein fast fensterloser Bunker. Ein Bunker, der wie eine Barriere in der Stadt liegt. Von Außen gibt es nur zwei Eingänge.

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3 Kommentare zu “Stadtzerstörung: Platte und Bunker”

  1. Joachim Grohmann

    Ein herrlicher Blick vom alten Friedhof, der ja mit den neuen Fördermitteln aufgepeppt werden soll auf den traumhaften Parkplatz. Bestimmt kommen aber noch ein paar Häuschen für Einkaufswagen dahin, die den Platz dann etwas auflockern.

    Also das Goldkästchen oder wie das mal heißen soll, wird wie eine Parodie wirken. Was für eine architektonische Meisterleistung von Schoofs.

    In diesem Sinne

  2. Detlev Zesny

    Leute, wartet doch erstmal ab, wie es letztendlich aussehen wird. Es wird im Vorfeld immer gemeckert. Tut Homberg aber nichts, ist es auch nicht richtig! Ich kann auch nicht sagen, ob es später von Vorteil ist oder nicht, aber jetzt schon über alles herziehen was es noch gar nicht gibt, ist sicher auch nicht der richtige Weg.

  3. Dr. Klaus Lambrecht

    Herr Zesny ich muss Ihnen widersprechen. Bei einem solchen stadtbildprägendem Projekt und Gebäudekomplex wäre eine breite Diskussion über die Gestaltung und Einbindung des Neubaus von Nöten gewesen. Das Parlament hat nie darüber diskutiert, ob das Gebäude modern, in Fachwerk, verglast oder ultramodern errichtet werden soll. Es gab nur einen Plan, der wurde kritisch hinterfragt. Der Bürgermeister sagte es sei nur ein Entwurf. Nun ist jedoch aus dem Entwurf scheinbar der Bauplan geworden. Das wird im Wesentlichen kritisiert. Eine parlamentarische Entscheidung, was, wie und wo und in welcher Form gebaut werden soll, gibt es nicht.

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