HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Wohnmobilisten-Lobby?

 

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Auch in Homberg gibt es einen Kreis von Bürgern, die ausreichend Zeit und Geld haben um sich einem kostspieligen Zeitvertreib hinzugeben. Ihr Hobby: Mit einem rollenden Eigenheim, einem Reisemobil, durch die Lande zu fahren. Dieser Interessentenkreis hat sich schon in der Vergangenheit für einen Wohnmobilstellplatz an einer ausgesucht schönen Stelle eingesetzt, den die Stadt bauen soll. Da trifft es sich gut, dass einer der ihren auch oberster Repräsentant der Homberger Bürger ist, der Stadtverordnetenvorsteher.


Der Stadtverordnetenvorsteher lädt alle Stadtverordneten nach Neukirchen ein, um dort den Reisemobilpark im Urachtal zu besichtigen, den der Neukirchener Reisemobilausstatter Hünerkopf angelegt hat.

Einladungsschreiben hier


Die Firma Hünerkopf hat sich auf den Ausbau hochwertiger Reisemobile spezialisiert. Die Reisemobile auf der Homepage der Firma lassen keine Wünsche offen. Ob mit eingebauter Heck-Garage für den wendigen Kleinwagen für die Stadt oder den mehrachsigen Allradbus, mit dem auch unwegsame Naturgebiete erobert werden können.

In Neukirchen werden die Stadtverordneten von „ca. 20 Teilnehmern des Wohnmobil-Stammtisches Homberg (Efze)“ empfangen, zu denen auch der Stadtverordnetenvorsteher gehört. „Für ein rustikales Buffet ist gesorgt.“
 

? Ist das nicht Lobbyismus?

? Sind in Homberg die demokratischen Verhältnisse bereits so, dass der Stadtverordnetenvorsteher sich für diesen Lobbyismus einsetzt?

? Sollen die Stadtverordneten mit dem rustikalen Buffet  beeinflusst werden?

 

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7 Kommentare zu “Wohnmobilisten-Lobby?”

  1. IchkannGoogle

    Wenn man an den Silbersee gefahren wäre und bei einem Ihrer Lieblingsziele sich ein paar Anregungen geholt hätte, hätten sie was gesagt?

  2. AuchWohnmobilfahrer

    Sehr geehrter Herr Schnappauf, 

     

    können sie mir bitte mal erklären, was ich als Homberger Wohnmobilist für persönliche Vorteile habe, wenn es in Homberg einen Wohnmobilstellplatz gibt? Mir erschließt sich das leider nicht.

    Sie werfen hier engagierten Homberger Bürgern vor Lobbyisten zu sein?

    Weil sie sich mit persönlichen Erfahrungen einbringen, in ein Projekt, von dem sie selbst keinerlei eigene Vorteile haben. Oder glauben Sie, dass ich es kaum erwachten kann mit meinem bald 15 Jahre alten, 20.000 €  Wohnmobil meinen Urlaub in Homberg zu verbringen? ( Würde ich auch nicht wollen wenn es 90.000 € gekostet hätte)

     

    Sie sollten vielleicht Mal in sich gehen und Mal darüber nachdenken, aus welchen Gründen sie hier tatsächlich, engagierte Bürger angreifen und sie für deren uneigennützigen Einsatz für unsere Stadt sogar in die Korruptionsschublade stecken wollen!

     

    Das hat für mein Verständnis nicht viel mit gutem Journalismus zu tun.

    Es gibt von Ihnen gute Artikel, dieser gehört aber mit Sicherheit nicht dazu.

  3. Delf Schnappauf

    zu 2: Der Stadtverordnetenvorsteher ist der oberste Repräsentant der Homberger Bürgerschaft. Der Amtsinhaber hat sich gegenüber allen Bürgern und deren Interessen neutral zu verhalten. In diesem Fall nutzt er sein Amt um die Interessen des Wohnmobilisten-Stammtisch zu fördern, dem er selbst angehört. Damit ist er für die Ausübung des Amtes bei diesem Thema befangen und darf nicht amtlich tätig werden, so wie er es tut.
    Schon als der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan am Schwimmbad behandelt wurde, hätte er die Sitzungsleitung an seine Stellvertreterin abgeben müssen.

    Die Stadtverordnetenvorsteher haben in diesem Punkt in der Vergangenheit die Bestimmung sehr weitgehend ausgelegt. So war sogar einmal Polizei in Betracht gezogen worden, um einen Stadtverordneten notfalls aus dem Sitzungsaal zu entfernen, weil er nach der Ansicht des Stadtverordnetenvorstehers als befangen zu gelten habe. Der Stadtverordnete war im Aufsichtsrat einer kleinen Aktiengesellschaft, die im Kasernengelände Geschäftsräume gemietet hatte. Das war den Homberger Stadtverordneten bereits ausreichend ihn als befangen zu bezeichnen.

    Der Wohnmobilisten-Stammtisch steht es frei, selbst die Stadtverordneten einzuladen, das ist nicht die Aufgabe des Stadtverordnetenvorstehers, es sei denn, die Stadtverordneten hätten ihn damit beauftragt.

    Seit über 20 Jahren gibt es einen gültigen Bebauungsplan für einen Platz neben dem Schwimmbad, auf dem auch Wohnmobile stehen könnten. Die Stadt hat das Planungsrecht dafür geschaffen. Der jetzige Stadtverordnetenvorsteher setzte sich bereits vor 20 Jahren intensiv für diesen Platz ein, er wollte ihn damals selbst betreiben. Es hat sich aber seit 20 Jahren kein anderer Betreiber für diesen Platz interessiert warum soll ihn jetzt die Stadt betreiben?

    In Neukirchen gibt es einen privaten Betreiber, ebenso am Silbersee. Auch in Homberg kann das Privaten überlassen werden. Es heißt doch immer, die Privaten können es besser.

    Es  gehört nicht zu den Pflichtaufgaben der Stadt, einen Wohnmobilstellplatz zu betreiben. Selbst wenn die Stadt das als freiwillige Aufgabe übernimmt, ist sie gehalten, vorab die Folgekosten und die Wirtschaftlichkeit zu ermitteln, wie es der Rechnungshof immer wieder fordert und nach der Gemeindehaushaltsverordnung vorgeschrieben ist.
    Solange die Pflichtaufgaben nicht erfüllt werden, wie z.B. die Straßen- und Brückenunterhaltung, dürfen von der Stadt nicht leichtfertig weitere freiwillige Aufgaben übernommen werden.

  4. AuchWohnmobilfahrer

    Sehr geehrter Herr Schnappauf, 

     

    wenn sie sich schon auf meinen Kommentar beziehen wäre es sehr nett wenn sie mir meine Fragen beantworten würden, 

     

    Was die Homberger Wohnmobilisten und somit auch Herr Thurau für persönliche Interessen/Vorteile haben?

     

    Was bitte ist verwerflich daran, dass Herr Thurau den Stadtverordneten die Möglichkeit gibt, sich in der Region über das Thema zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden?

     

    Schade das es nicht in ihr Weltbild passt, das es Menschen gibt, die ohne Eigennutz ihre Hilfe anbieten und sie diese nach wie vor als Lobbyisten verunglimpfen wollen.

  5. Delf Schnappauf

    zu 4: Verwerflich ist der Missbrauch des Amtes für das Interesse einer kleinen Gruppe. Privat können Sie sich für Ihre Interessen einsetzen. Das ist Ihre Privatsache.

    Wenn die Stadt für die Finanzierung und den Betrieb eine Wohnmobilstellplatzes mit ins Boot geholt werden soll, dann bedarf es einer öffentlichen Debatte, welche Aufgaben in der Stadt welche Prioritäten haben sollen. Nach meiner Ansicht gehört der Wohnmobilstellplatz nicht zu den Pflichtaufgaben.  Es gibt in der Stadt genügend Notlagen, die vorrangiger sind als das Freizeithobby.

    Warum suchen Sie nicht einen Betreiber für den Platz? Das Planungsrecht besteht bereits seit 20 Jahren.

  6. Homberger Jeck

    Vorab:

    Bitte legen sie dem Stadtverordnetenvorsteher doch nicht  einen Stein auf den Weg vor seinem Haus.

    Wieso empfängt nicht die Firma als Betreiber des Wohnmobilstellplatzes die Stadtverordneten?

    Was haben bei dieser Beschtigung die Hoimberger Wohnmobilisten für eine Aufgabe?

    Wer stellt das rustikale Buffet bereit und bezahlt es?

    Üblich ist so etwas eher nicht!

    In wecher Eigenschaft nimmt Herr Thurau teil?

    Wie kommen die Stadtverordneten dorthin und dann zurück, z. B. auch wenn im Wege des Buffets auch alkoholische Getränke zum Ausschank kommen – die bei so einer Besichtigung nicht dazugehören!

    Welche Vorbereitung seitens der Sadtverordneten gibt es um vor Ort gezielt aktiv zu werden ?

    Wie lange dauert der offizielle Teil und was folgt danach ?

    Um meine Fragen zu untermauern:

    In Nordhessen gab es mal eine Reise von Bürgermeistern und Landräte samt Ehefrauen um eine Müllentsorgungsanlage in Venedig zu besichtigen. Die gleiche Anlage stand im Landkreis Biedenkopf und in 4 Tagen wurde nur etwa 4 – 5 Stunden besichtigt..

    Darüber gibt es Presseberichte.

    🤡

     

     

  7. Ausgezogener

    Also wenn ich auch mal aus der Ferne meinen Senf dazu geben darf……

    Homberg war schon vor 20 Jahren ein Paradebeispiel für Vetternwirtschaft, Lobbyarbeit, Gemauschel Hetze und Schlechtmacherei. Die Verwaltung in Homberg/Efze ist auf einem solchen System aufgebaut, und dieses muss gehegt und gepflegt werden. In allen Belangen und Richtungen und ob dafür geeignet oder nicht!

    Solange in Homberg kein gravierender Wechsel von Stadtverordneten durchgeführt wird, um frisches und unbelastetes Gedankengut einzuführen. Werden in diesem doch großen Dorfe weiterhin die alteingesessenen Clans ein Machtspiel vollführen, welches selbst die Berliner Regierung neidische machen würde. Um die eigenen (nicht die der Bürger) Interessen durchzusetzten, als auch die daraus resultierenden annehmlichkeiten  weiterhin genießen zu können.

    Als Aussenstehender hatte ich lange einen Einblick in die Mafiöse Verwaltung von HR, wobei ich mich immer wieder gefragt habe wie soetwas funtkionieren kann? Meiner Einschätzung nach sind die Homberger Bürger zum Teil geblendet von der Verwaltung der Stadt und Ihrer Historie. Oder aber wirklich blind bequem oder kraftlos dagegen anzugehen. Eine so haarsträubende Stadtplanung und Geldverschwendung hatte ich vor Homberg/Efze in keiner noch so kleinen/großen Gemeinde wahrgenommen.

    Eines, was mir immer sehr gut gefallen hat:
    Einkaufen? Ja da fahren wir nach Fritzlar oder Melsungen.
    In die gleichen Läden, die Homberg auch hat! Und im Nachgang dann die genialste Beschwerde ever. In Homberg ist nix los, die Geschäfte machen zu. Da fande und finde ich so lächerlich!

    Hat zwar nicht viel mit dem Thema zu tun, aber kann vielleicht zur Klärung beitragen.

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