HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Gerlach (SPD): „Wir wurden alle hinters Licht geführt“.

Angesichts der ungenehmigten Kostenüberschreitungen bei verschiedenen Bauvorhaben der Stadt tut der Fraktionsvorsitzenden der SPD so, als sei er ein Opfer von falschen Informationen geworden.

Bevor man Köpfe fordere, müsse man herausfinden, was passiert ist, zitieren die HNA Gerlach.
Obwohl er demnach nicht weiß was passsiert ist, ist er aber schon sicher: "Der Magistrat hätte die Stadtverordneten nicht bewusst in die Irre geführt."
Eine verständliche Schutzgeste gegenüber dem Magistrat, dem seine Mutter seit vielen Jahren angehört.

Wenn nicht der Magistrat in die Irre geführt hat, wer war es dann?
War es sein Politikfreund Martin Wagner, der angeblich das SPD-Programm umsetzt, weil die SPD die Mehrheit hat?

War es die Hessische Landgesellschaft (HLG), deren Geschäfte mit Homberg von einem Akteneinsichtsausschuss aufgeklärt werden sollte? Dieser Ausschuss wird von Gerlach geleitet und von ihm ruhen gelassen. Das will Gerlach jetzt ändern, ab Januar soll der Ausschuss wieder arbeiten, verkündete Gerlach. Bisher erklärte Gerlach der Ausschuss könne nicht arbeiten, da die Staatsanwaltschaft die Akten beschlagnahmt hat. An dem Zustand hat sich nichts geändert. Jetzt will Gerlach die Ausschussarbeit wieder aufnehmen. Ein durchsichtiges Manöver, in dem Gerlach Opposition mimt.

Weg der Intransparenz verlassenGerlach selbst hat in die Irre geführt
Gerlach selbst hat den Beschluss aufgehoben, die Kostenplanung bei dem Burgberganbau vorzulegen, und mit ihm hat "seine" Fraktion per Fraktionszwang abgestimmt. Ein deutliches Zeichen, dass er nicht an Transparenz interessiert ist.

Warum hat die SPD niemals nach den Baukosten gefragt?


Auf meine Anfrage nach den Kosten teilte Bürgermeister Dr. Ritz noch am 20.11.2014 in der Stadtverordnetenversammlung mit, das sei aus innerbetrieblichen Gründen zur Zeit nicht möglich. Das war eine offizielle Aussage des Magistrats.

Aktive Irreführung auch bei Investoren
Auch beim geplanten Verkauf von Grundstücken und Gebäuden im Kasernengelände hat Gerlach an der Irreführung mitgewirkt.

Optimistisch sieht Stefan Gerlach (SPD) die Situation: "Nach und nach kommen die Käufer", sagte er: Das Solarkraftwerk bringe Geld, ein Investor wolle einen Algenzuchtbetrieb ansiedeln, eine Recycling-Firma militärische Fahrzeuge verschrotten. "Wir haben die Verpflichtung, endlich etwas zu tun", betonte Gerlach. Ob die Geschäftsmodelle letztlich erfolgreich seien, könne und müsse das Parlament nicht beurteilen.
HNA 17.5.2014

im Sitzungsprotokoll (15.5.2014) heißt es:

"Irgendwann verstehe man nichts mehr" sagt Herr Fraktionsvorsitzender Gerlach als Antwort auf seine Vorredner.
Jetzt müsse man Fakten schaffen und Investoren für die Bundeswehrflächen begrüßen. Trotzdem hänge man noch immer alten Beschlüssen nach, die eine Ablehnung beinhalteten.
Man müsse jetzt die Angebote zur Schaffung von Arbeitsplätzen annehmen.
Er erwarte, dass das Parlament zum Wohle der Stadt arbeite und den Kaufangeboten zustimme.

Die Investoren für die Algenzucht hatten zu diesem Zeitpunkt bereits Insolvenz angemeldet und die Firma war erloschen. Auch das Solarkraftwerk brachte bisher kein Geld. Der Verkauf an eine Firma, die "militärische Fahrzeuge verschrotten" ist auch nicht zustande gekommen.

Es sind auch keine Arbeitsplätze geschaffen worden, wie Gerlach schmackhaft machte.
Das ist nur ein Beispiel, aus dem ersichtlich wird, wer wen hinters Licht führte. Gerlach gehört zu den Tätern und nicht zu den Opfern.

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8 Kommentare zu “Gerlach (SPD): „Wir wurden alle hinters Licht geführt“.”

  1. Scherzbold

    Ich glaube, die ganzen Investoren finden die Autobahnabfahrt Homberg nicht – außer den "Schrotties".

    Ggf. würde ein Zusatzschild "Industriepark Homberg – die Zukunft in Nordhessen" an der Abfahrt helfen. Ab dann kommen die zahlungskräftigen Investoren in der Waßmuthshäuser Str. an, sehen nur Holzstapel, schütteln mit dem Kopf und fahren weiter zum Knüllköpfchen…

    Ich warte nur auf den nächsten Wahlkampf. Wer schiebt dann wem die Schuld für Homberg`s Misere in die Schuhe. Oder es herrscht die Denke: An den Mehrheitsverhältnissen ändert sich eh nichts. Weiter so und durch, der Schnappauf kriegt uns nicht klein.

  2. Homberger Buerger

    Dieser Herr Gerlach und seine ganze Rotte ist der Untergang der Stadt Homberg. Herr Gerlach ist ein möchtegern Alphatier. In Wirklichkeit hat dieser Mensch keine wirkliche Ahnung, keine Ehre und keine Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz. Traurig ist der ganze Haufen der SPD, welcher sich von solch einer Person führen lässt.

  3. High Level Controller

    Diese Aussage beinhaltet doch auch etwas: Zum "Hinter das Licht führen" gehören immer Zwei:
    Der der es macht und die, die sich als arme Schäflein darstellen und brav dem Flötenspieler folgen.

    Extrablatt mit Herrn Mehdorn könnte man noch mit Herrn Mittendorf ergänzen. Dazu den Aufsichtsrat von BER. Aber das brauchen wir in Homberg alles nicht.

    Das schaffen wir ganz alleine.

    Manchmal habe ich sogar dein Eindruck, man macht den Stadtführern Konkurrenz. Einer leuchtet wie der Stern von Hoembiang einst geleuchtet hat und der Rest liegt im Dunkeln.

    Wohltuend für Seele und Gemüt.

    Und dann kommt einer und beleuchet gnadenlos all die Leerstände, Leichen im Keller und schenkt zum Schluss sauren Wein ein.

    Ich sag euch was: Ihr habt doch schon lang einen High Level Controller. Was nutzt der, wenn der Rest ein Hörgerät benötigt um zu hören was der so sagt.

    In diesem Sinne genießt die Ruhestunden über Weihnachten.

     

  4. DMS

    zu 1) Die nächste Wahl wird keine wesentlichen Änderungen bringen. Die Parteien haben Personalprobleme, also müssen alle die wieder auf die Liste, die jetzt schon mitmachten, es sei denn, einige steigen aus, weil sie es mit ihrem Gewissen nicht mehr vereinbaren können.

    Von den Parteien ist keine Veränderung zu erwarten.
    Die Parteien brauchen auch keine Veränderung fürchten, solange die Bürger sich nur empören, klagen und schimpfen, aber ruhig bleiben. Die Duldsamkeit der Bürger ist das beste Ruhekissen für die Parteien.

  5. Frau Schild

    Zu 3:

    Meinen Sie mit "Herrn Mittendorf" evtl. Herrn Middelhoff??

  6. Kritischer Bürger

    Ja, der Herr Gerlach…

    Es gibt wohl keinen "Politiker" in dieser Stadt ( Wagner ist Geschichte 🙂 ) dem die Bürger (  parteiübergreifend ) so kritisch gegenüberstehen. Diese Meinung wird nicht nur hier im Blog vertreten, nein, auch bei Gesprächen in der Stadt ist dies zu spüren.

    Das muss doch Gründe haben, werter Herr Gerlach. Schon einmal Gedanken darüber gemacht?

    Immer auf der Seite des vermeintlichen mainstream – es geht auf Dauer nicht gut.

    Standpunkte vertreten, auch das öffentliche  Eingestehen von Fehleinschätzungen, gehört für mich zu einem glaubwürdigen Kommunalpolitiker dazu!

     

  7. Teufelchen

    Noch in der Stadtverordntenversammlung am 16. Oktober beschlossen er mit SPD und CDU und weiteren Stimmen selbst auf Kostenkontrolle zu verzichten !

    👿

  8. Anya

    Zitiere an dieser Stelle mal einen gewissen Ulenspygel-Kommentar in der HNA-Online:

    "Man müsse herausfinden, wer wen betrogen hat, fordert Stefan Gerlach, Fraktionsvorsitzender der SPD."

     

    Das sollte nicht allzu schwer sein. Da muss man einfach nur mal aufmerksam im eigenen Nest suchen und nicht heucheln das man von nichts wisse.

     

     

     

    „Das ist ein skandalöses Verhalten.“ Man müsse auch prüfen, wie die Handwerker Aufträge bekommen haben. „Schriftlich oder mündlich. Das muss ordnungsgemäß abgewickelt worden sein.“

     

    Das sagt jemand, in dessen eigenen Reihen Beschlüsse schon vorher mit dem Dienststempel als beschlossen abgestempelt wurden.

    Man hat also selbst schon Erfahrung wie so etwas geht. 

    Wenn es um ein "ordnungsgemäßes" Abwickeln von Aufträgen geht, dann nimmt man es ebensowenig genau und sollte sich daher jeden Statements enthalten.

     

     

     

    "Dem Magistrat könne man jedenfalls nach jetzigem Wissensstand keinen Vorwurf machen. Dieser habe schließlich geglaubt, dass man sich im gesetzten Kostenrahmen befinde und daher die Vergabe von Aufträgen bewilligt."

     

    Na Bitte. Nun zeigt es sich doch WIE dies zustande kommt. Wie oft kam es denn in der Vergangenheit vor das man den "Glauben" des Magistrats genutzt hat.

    Da hat man entweder den Magistrat gewissenlos ausgenutzt oder sollte man den Blick nicht auch nach ganz oben werfen.

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