HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Mardorf: Kita, Kreisel, Bauland und Verdienste


Vier Prozent der Homberger Einwohner leben in Mardorf, das sind 500 Einwohner von knapp 14.000 Einwohnern.

Mardorf soll Standort eines neuen Kindergartens mit drei Gruppen für 55 Kinder werden, obwohl die Mehrzahl der Kinder nicht aus dem Ortsteil kommen wird.

Der Abzweig von der Kreisstraße nach Mardorf soll als Kreisel ausgebaut werden. Am Kreisel wird auch weiterhin eine Bushaltestelle sein.

Zwischen Bushaltestelle und dem Dorf soll ein beleuchteter Gehweg gebaut werden. Von der Bushaltestelle bis zum Dorfrand sind es 200 Meter, bis zur nächsten Straßenkreuzung "Am Scherchen" sind es weitere 110 Meter.

Nach der HNA-Meldung vom 3. 2. 2018  übernimmt die Stadt die Kosten für den Gehweg und erhält dazu 75 Prozent Förderung.

Landwirtschaftliche Fläche wurde am Ortsrand zu Bauland umgewidmet. In Mardorf kostet ein Quadratmeter Ackerland 1,30 Euro, Bauland 40,00 Euro, wie im Geoinformationssystem nachzulesen ist. Dreißigfache Wertsteigerung ohne Arbeit, ohne Fleiß.

Die Ausweisung des Wohnbaulandes erfolgte, obwohl sich die Stadt verpflichtet hat, solche Flächen nicht mehr auszuweisen. Nur unter dieser Bedingung sind Fördermittel aus dem Programm der Dorferneuerung zu erhalten.

Dieser Fördersegen für Mardorf verwundert und steht in keinem sachlichen Verhältnis zu Größe des Ortsteils. Wo können die Gründe für diese Förderpolitik liegen?

Erst kürzlich hat die CDU ein "Urgestein" der Homberger CDU mit einem Präsent zum 80. Geburtstag überrascht. Es ist Klaus-Thilo Kroeschell, der in Mardorf lebt. (Homberg aktuell, 31/2018)

 

 

 

 

 

Kroeschell hat sich für die Parteiinteressen der CDU verdient gemacht.
Erinnert sei an die Plakataktion von 2012, für die Kroeschell verantwortlich zeichnete. Die Plakate hingen überall, selbst außerhalb von Ortslagen und das, obwohl gar kein Wahlkampf bevorstand. Ziel war es allein, das Bürgerbegehren zum Kauf des Kasernengelände zu bekämpfen.

Auch bei dem neu ausgewiesenen Bauland ist die Familie Kroeschell Nutznießer.

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5 Kommentare zu “Mardorf: Kita, Kreisel, Bauland und Verdienste”

  1. Phil Antrop

    Ehrung

    "Auch in schweren Zeiten haben alle Geehrten sich zur CDU bekannt und ihr Engagement in den Dienst des Allgemeinwohls gestellt. Nicht nur als aktive Mandatsträger und Vorstandsmitglieder sondern auch als Ideengeber, Unterstützer und Werber haben sie einen entscheidenden Beitrag für die Arbeit der Homberger Christdemokraten geleistet“, so Bernd Siebert in seiner Laudatio."

    https://www.seknews.de/2017/07/27/cdu-homberg-ehrt-langjaehrige-mitglieder/

    Schutz vor Zersiedlung

    "Mit dem Schutz des Ackerlandes begründete der damalige Fraktionsvorsitzende Thilo Kroeschell den Kauf des Kasernengeländes. 2012 führte auch der Bauernverband eine Aktion "Stoppt Landfraß" durch. Sie warnte vor dem täglichen Verlust von Ackerland."

    https://www.homberger-hingucker.de/ackerland-schuetzen/

  2. Martin

    Interessante Grundthese, Herr Schnappauf. Heißt im Umkehrschluss, dass in Orten mit einer kleinen Einwohnerzahl nichts mehr investiert werden darf? Dann können wir in Rückersfeld und Lengemannsau ja schon mal die Straßenlaternen abbauen…

    Im Ernst: Die Kreisstadt von Homberg zur B254 muss ohne Frage sarniert werden (darum geht es ja auch gar nicht). Der Zugang zu den beiden Bushaltestellen und die Ausstattung eben solcher entspricht aber absolut nicht mehr den heutigen Standards – ganz egal ob für einen oder 100 Fahrgäste am Tag. Wir sollten froh sein, dass der NVV Mardorf wochentags halbstündig anbindet. Dazu gehört dann eben auch eine gewisse Investionspflicht seitens der Stadt (was ich absolut legitim finde).

  3. IchkannGoogle

    Ich bin gespannt, wann den ersten auffällt,

    das auf den neuen Schildern am Mardorfer Kreisel unsere schöne Stadt 

    auf "Homburg(Efze)" umgetauft wurde…  

     

     

  4. Frustrierter

    Erst einmal ein großes Lob den Bauarbeitern.

    Wann wird schon einmal die veranschlagte Bauzeit unterschritten.

    Einen kleinen Wermutstropfen gibt es doch, wie ich HNA-online entnehme.

    Das neue Verkehrsschild führt die Verkehrsteilnehmer nach Homburg.

    Es ist zu vermuten, dass der Schildermaler nicht aus unserer Gegend stammt.

    Schließlich ist Homberg eine Reformationsstadt und nicht Homburg, ob mit oder ohne Bad…. 🙂

    Gab es gar eine europaweite Ausschreibung für die Herstellung des Verkehrsschildes?

  5. Scherzbold

    Schild schnell auswechseln, sonst kommen die Souvenirjäger….

    Im Heimatmuseum sollte es einen Platz finden – unter Homberger Kuriositäten, wenn dort noch Platz ist.

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