HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Stadtpark „Alter Friedhof“: Bäume im Trockenstress

Foto: Bereits am 1. August färben sich die Blätter des Baumes gelb, ein Zeichen des Trockenstresses

Schon in den letzten beiden Jahren gab es zu wenig Regen, die Bäume litten unter Trockenstress, wie auch jetzt.

Vor zwei Jahren hatte eine gesunde Eiche an der Straße zwischen Mühlhausen und Caßdorf einen starken Ast abgeworfen. Eine Notmaßnahme des Baumes, der sich so schützte. Dieses Phänomen ist als Sommerbruch bekannt. Diese Notmaßnahme half der Eiche nicht. Sie wurde gefällt.

Wann werden die Bäume im Stadtpark starke Äste abwerfen? Diese Bäume sind sichtlich schon jetzt stärker geschädigt als die Eiche an der Straße nach Caßdorf. Hoffentlich nicht, wenn unter den Bäumen die Konzerte stattfinden.

Vom 07.08. bis 30.08.2020 erwartet die Zuschauer nun jedes Wochenende im August eine bunte Mischung an Veranstaltungen für Jung und Alt.  Quelle

Die meisten der Konzerte der Reihe "Sommer im Park" findet ab 20 Uhr statt, wenn der Stadtpark nicht mehr betreten werden darf.

Das Betretungsverbot nach 20 Uhr wurde eingeführt, um eine bestimmte Szene zu vertreiben. Das ist gelungen, sie hat einen neuen Platz gefunden, direkt neben der Bundespräsident-Theodor-Heuss-Schule. Die Szene ist näher an mögliche neu Konsumenten herangerückt. Auf der einen Seite der Schule hat der Bürgermeister gesichert, dass die Spielhalle erhalten bleibt, ohne dass der gesetzliche Abstand von 300 m zur Schule eingehalten wird. Auf der anderen Seite am Bindeweg gibt es nun ein neues Angebot. Wie setzt sich die Schulleitung für den Schutz der Schüler ein?

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12 Kommentare zu “Stadtpark „Alter Friedhof“: Bäume im Trockenstress”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Hombergs Bäume
    Ein zweites Trockenjahr erleben wir insbesondere in Homberg, in dem  Gewitter- und Regenniederschläge einen Bogen um die Kernstadt machen. Wenige Kilometer weiter regnet es ausgiebig, auch in den Homberger Ortsteilen. Nach meinem Regenmesser sind in der Kernstadt ca. 80 – 100mm seit Anfang März an Niederschlägen gefallen, das ist deutlich weniger als in früheren Jahren. Man sieht es in den Gärten und an den Straßenbäumen, die bisher in Homberg noch nicht gewässert wurden. Viele der Straßenbäume zeigen schon deutliche Trockenschäden. Der natürliche Wasserspeicher im Boden konnte auch nicht aufgrund der fehlender Winterschläge aufgefüllt werden.
    Besonders fällt der Wassermangel bei den Neupflanzungen aber auch im alten Friedhof auf, der noch durch das Befahren der Wurzelräume deutlich geschädigt wurde und wird.
    Nun sollen wieder Konzerte dort stattfinden. Jung gepflanzte Bäume rollen dort bereits die Blätter, eine Bewässerung durch Bauhof oder Feuerwehr, wie im letzten Jahr konnte ich nicht feststellen. Sieht keiner der Verantwortlichen wie kritisch und gefährlich die Situation im alten Friedhof für den Erhalt der Bäume aber auch für die Besucher der Konzerte ist? Überhaupt zeichnet sich der Stadtpark eher durch Hundekot aus, der zeitweise deutlich zu riechen ist. Er verkommt zum Parkplatz von Baustellenfahrzeugen des EKZ, durch den Druck der Fahrzeuge reißen lebenswichtige Feinwurzeln der Bäume ab, dem Baum fehlt die Wasserversorgung. Seit Jahren ist das Problem bekannt, aber es wird negiert, wir bekommen ja Fördergeld, um neue Bäume zu pflanzen.
    Vielleicht registriert man auch mal bei den Verantwortlichen, das ein älterer Baum, nicht durch eine teure Nachpflanzung zu ersetzen ist, wie man sich bei Fällungen immer rausredet. Allein eine 140 Jahre alte Linde verdunstet bei diesen sommerlichen Temperaturen ca. 400 Liter pro Tag und kühlt dadurch die Umgebung, wenn der Standort nicht gestört ist oder wird, wie im alten Friedhof oder am Straßenrand.
     

  2. IchkannGoogle

    Ihre "gesunde Eiche" zwischen Mühlhausen und Caßdorf war von einem Pilz befallen…

    Und es hat ihr auch nicht geholfen, das die untere Naturschutzbehörde sowie "DerBaumläufer" sich den Baum VOR dem Fällen angesehen haben. Zuständig war übrigens HessenMobil, und nicht die Stadt Homberg.

    Und zu dem Ergebniss kamen, das der Baum nicht mehr standfest ist, und die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist. 

    Aber man kann ja mal ein wenig Gesichten zum Ausschmücken und Frameing erfinden.

    Wie wäre es den noch mit der Geschichte, das die tiefe Baugrube des EKZ den Bäumen im Stadtpark das Wasser abgegraben hat? 

    Oder sind es doch die spätabendlichen Parknutzer, die mit Ihrer "Direkt Düngung der Bäume" aka dranpinkeln den Boden versauern lassen, (ja Teile des Stadtparks ähneln geruchstechnisch einer Latrine…)

  3. Delf Schnappauf

    zu 2: Mit welchem Pilz war wohl die Gleditschie am Beginn der Westheimer Straße befallen?
    An der Eiche zwischen Caßdorf und Mühlhausen war ein Pilz gefunden worden? Komisch, erst bricht der Ast und dann findet man einen Pilz – oder muss es heißen "erfand" man einen Pilz?

    In Homberg ist es gang und gäbe, Belastungen zu finden, um mit dem Abreißen weiter fortzuschreiten bei Bäumen und Bauten.

    Die tiefe Baugrube für das EKZ und die Auswirkung auf die Wasserhaltung ist ein interessanter Aspekt. Wer hat dieses tiefere Loch für den Wasserbehälter genehmigt, ohne die Auswirkungen zu prüfen? Es wäre doch nützlich gewesen, diese Information frühzeitig zu veröffentlichen.

  4. Dr. Klaus Lambrecht

    Ich frage mich überhaupt warum man nicht die geplanten Veranstaltungen auf dem Marktplatz  oder auf  der Fläche in der Ostpreußenkaserne (Autokino) durchführt. Diese Flächen sind weniger durch Astbruch gefährdet und bieten ebenfalls eine schöne Atmosphäre. Sicherer sind sie allemal, wenn man den überhaupt diese Veranstaltungen durchführen will oder muss. Der alte Friedhof hat doch längst an Attraktivität verloren, man kann sich nur schämen. Und den Künstlern einen solch versifften Ort anzubieten, ist eine Zumutung.
    Ich erinnere auch an die Begebenheiten im letzten Jahr. Beim Weinfest mit Gewitter wurde der Platz nicht geräumt, um dann nach ein paar Wochen später in der HNA zu lesen, einige Bäume müssen dringend entfernt werden, da sie von Pilzen befallen sind. Die Pilze kommen nicht über Nacht, letztlich wird man doch nur verschaukelt. Als Beweis wurde ein Pilz gezeigt, der aber sicher nicht aus Homberg stammte.

  5. solarfan

    Nur der Vollständigkeit halber hier der Link zum ersten Beitrag zum Thema "gesunde Eiche zwischen Mühlhausen und Caßdorf":

    https://www.homberger-hingucker.de/mein-feind-der-baum/#comments

    Da hatte der Baumfachmann aus Wernswig zunächst an der Baumscheibe erkannt, dass der Baum gesund war. In den Kommentaren stellt er dann noch fest, dass die Baumkrone grün war und keine Trockenschäden zu erkennen waren.

    Ohne weitere Belege wird dann eine Woche später in dem oben verlinkten Beitrag "Sommerbruch" vermutet, ein Ast sei an dem Baum durch die anhaltende Trockenheit als Selbsthilfemaßnahme des Baumes abgebrochen. Also doch ein Trockenschaden.

    Zwei Jahre später dient der eigene Beitrag als Grundlage für einen neuen Beitrag zum Thema, aus der Spekulation über die Ursache für den Astbruch damals ist nun eine Tatsache geworden, der Baum hat damals den Ast nun sogar als Notmaßnahme abgeworfen.

    Man nimmt eigene Spekulationen aus der Vergangenheit als Fakten für neue Beiträge, genial ! 

     

  6. Dr. Klaus Lambrecht

    Ich habe eben einmal per Mängelmelder gebeten, das Naturdenkmal vor der Stadthalle zu wässern. Die Pyramideneiche biegt sich schon über die Straße und den Freisitz von der Pizzaria. Fast täglich fahren mehrere städtische Mitarbeiter die Stadthalle an, aber man sieht nicht, dass dieser Baum förmlich nach Wasser schreit. Auch die Bäume auf dem Parkplatz werden schon gelb, dabei isit ein Wasserschlauch in der Stadthalle vorhanden. Ich meine man muss auch Prooritäten setzen, was derzeit gewässert werden muss. Die Schmuckbeete sehen zwar schön aus, aber in zwei Monaten werden die abgeräumt. Wenn den Stadtbäumen nicht geholfen wird, müssen sie gefällt werden.

  7. Phil Antrop

    Wurde das, was hier von Hern Dr. Lambrecht den Lesern zur Kenntnis gebracht wird schon in den letzten Tagen der Stadtverwaltung mitgeteilt, wenn ja wem und wann und ist die Klimaschutzbauftragte auch informiert worden?

    Welche Antwort haben sie erhalten?

    Wurde aus Sorge um das Naturdenkmal die Untere Naturschutubehörde schon über dieses nicht nur dort zu beobachtende Verhalten der Stadt eingeschaltet?

    Was sagen Landrat und Erster Kreisbeigeordneter zum Zustand des Stadtparks Alter Friedhof direkt vor ihrer Nase?

  8. Jutta Blau

    Vor ca 2 Monaten habe ich schriftlich die Stadt Homberg mit persönlichem Anschreiben an Bürgermeister Dr Ritz, daraufhingewiesen, dass dringend die Bäume in der Landgrafenallee bewässert werden müssen

     

    Bis vor 2 Jahren wurden die Bäume gewässert und gepflegt.

     

    Statt dessen werden unwichtige Blumenbeetbepflanzungen vorgenommen, was zwar schön aber doch nachrangig sein sollte.

     

    Überhaupt vor 2 Jahren ist das gute Holz dem Schloss Berg entnommen worden. Jetzt wird behauptet das verbliebene Holz ist krank  wegen des Klimawandels.

    Der Klimawandel ist sicherlich der ärgste Feind der Wälder aber fehlerhafte Aufforstung auch….. 

     

    Nun bewässere ich teilweise selbst….

  9. Phil Antrop

    In Homberg klappt scheinbar nur noch weniges.

    Beispielsweise Türen, Fenster, Pausen.

    Und keinen aus der Kommunalaufsicht stört das irgendwie.

    Überschwemmungsgebiete mit wilder Bebauung ggf. gewässergefährdend, Verstöße gegen die Bauordnung nicht nur im Mühlhäuser Feld, Denkmalschutz der sich selbst demontiert, Fördergeldverschleuderung ohne Konsequenzen, Gefälligkeitsentscheidungen und nun:

    Klare Worte von Frau Blau.

    Auch wenn man solche Antworten schon gehört hat: Fragen sollte man stellen.

    Unsere allseits geschätzte Lokalredaktion, die bestimmt nicht unter Frauenmangel leidet, ist leider zum Bunten Blättchen aufgestiegen.

    Zeigt bei der nächsten Kommunalwahl auch denen in der Kreisverwaltung was sie wert sind, wenn sie ewig und drei Tage wegschauen.

    Apropos: Gerade hat die Borkener SPD Herrn Becker wieder zu ihrem Landratskandidaten gemacht. Toll.

    P. S. Aufforstung durch Schoofs, Neubau im Stadtpark für die Kath. Kirche, Neubau eines Naturinformationszentrums am Schlossberg, Schwimmbad verfällt aber Wohnmobilplatz,

    Geht's noch besser ?

  10. Dr. Klaus Lambrecht

    Zur Ehrenrettung des technischen Dienstes der Stadt muss ich sagen, dass ich Freitag eine Antwort bekam, in der mir mitgeteilt wurde, dass die Eiche gewässert wird. Dies ist auch erfolgt.
    Ich hatte die Hoffnung, dass heute ebenfalls gewässert wird, der Wasserbedarf der Bäume ist abhängig von der Größe und der Blattmasse der Bäume. Die Hitze von Samstag und Sonntag, der fehlende Regen bedeutet immer noch Stress für die Bäume.
    Gibt es keinen Sachverständigen bei der Stadt der hier mal Prioritäten der Arbeiten des Bauhofes setzt? Herr Koch (Forstamtsleiter Neukirchen und Schwager von Dr. Ritz kann doch einmal beraten). Das was am Schlossberg passiert auf Grund des Wassermangels passiert auch unseren Bäumen in der Stadt. Die Blumenbeete sind zwar schön aber die Mühe und das Wasser lohnt nicht, da war der Gewitterregen schon etwas hilfreich.
    Am Freitag beobachtete ich drei Mitarbeiter, die die Wenigen Wildkräuter in der Ziegenhainer Str. beseitigten mussten. Ein Mitarbeiter bürstete die Wildkräuter aus dem Pflaster, ein weiterer mit Gebläse blies sie auf die Straße, wo die Kräuter von der Kehrmaschine aufgenommen wurden. Angesichts des Wassersmangels der Bäume eine überflüssige Arbeit. Die Mitarbeiter können einem leidtun.

  11. Phil Antrop

    "Herr Koch (Forstamtsleiter Neukirchen und Schwager von Dr. Ritz kann doch einmal beraten)."

    Waren es nicht die, die den Schlossberg so schön saniert haben ?

    Kommentar 2 bei

    https://www.homberger-hingucker.de/so-sieht-es-am-burgberg-aus/

  12. Phil Antrop

    Zu den 3 Mitarbeitern die da aktiv waren:

    Ich bezweifle die Kompetenz derer, die solche Arbeiten bei dieser Hitze ausführen lassen, hinsichtlich Arbeitsschutz, effekiver Planung, Einsatz zum Nutzen der Allgemeinhait  und Personalführung.

    Ich bezweifle die Kompetenz derer, die solche Arbeiten überhaupt ausführen lassen. Zumal vermutlich auch noch ein Teil der Bauhofmitarbeiter in Urlaub ist.

    Es ist unglaublich was man in  der Behördenlandschaft Nordhessens so alles an Auswirkungen erlebt, ohne die vielen Dinge die man gar nicht mitbekommt.

    Wie bei einem Eisberg: 6/7 unter der Oberfläche !

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