HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Blick auf die Baustelle des Altstadt-Kinderhofs

 

Im September 2017 soll die Altstadtkita ihren Betrieb aufnehmen. Geplant wurde sie für 4 Gruppen, das entspricht 100 Plätzen. In der Praxis werden es etwas weniger sein, weil Kinder mit einem höheren Faktor auf die Bemessung angerechnet werden.

Unverändert bleibt der geringe Außenraum in dieser Kita. In einer Großstadt ist das aus Platzgründen oft nicht anders zu lösen. In einer Kleinstadt gäbe es mehr Platz. Jetzt gibt es statt eines Kinder-Gartens mit Platz zum Klettern und Toben ein Kinder-Hof.
Der Hof wird gegenüber den jetzigen Fotos noch weiter eingeengt werden, wenn das Spielhaus mit Treppe errichtet wird, das gleichzeitig der zweite Fluchtweg sein soll.

Wie schon ein Leser kommentiert hat, ist der Beton-Aufzugsschacht zugemauert.  Verständlich ist diese Baumaßnahme nicht.

Der Eingang zur Kita befindet sich auf der Passage zwischen dem ehemaligen Wohnhaus Landesfeind und dessen Scheune. Nach der Flurkarte gehört zum Wohnhaus ein ca. 3 Meter breiter Grundstücksstreifen, der aber – wie ersichtlich – mit in die Baumaßnahmen einbezogen worden ist.
Entweder hat der Eigentümer des Wohnhauses den Baumaßnahmen auf seinem Grundstück zugestimmt – oder ist inzwischen die Stadt Eigentümerin des Wohnhauses?
Wie auch immer die Eigentumsverhältnisse geregelt sind, das Wohnhaus ist durch den Umbau des Grundstückes nur noch ungünstig als Wohngebäude zu nutzen, es ist entwertet worden.

Neues Pflaster für den Kinderhof
In der Webergasse ist bereits neues Pflaster angeliefert, es dürften rund 100 qm sein.
An der Abladestelle ist  noch die ehemalige Baumscheibe zu sehen, in dem bis zum Baubeginn ein Baum stand. Auch dieser Baum wurde geopfert.

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9 Kommentare zu “Blick auf die Baustelle des Altstadt-Kinderhofs”

  1. Dirk-H. Pfalz

    Zunächst ein Wort in eigener Sache:

    Ich schreibe seit jeher in diesem Blog unter meinem "Klarnamen" und habe dies wiederholt geschrieben. Ich setze dies als Kenntnisstand bei jedem Leser der Kommentare und Artikel dieses Blog`s voraus. Bislang konnte ich nicht feststellen, dass ein Dritter sich dieses Namens als Kommentator bedient hat.

    Moderation: Das "Wort in eigener Sache" bezieht sich auf die Persönliche Erklärung von Bürgermeister Dr. Ritz:  "Da schrieb beispielsweise eine Person unter dem Synonym 'Dirk-H. Pfalz'."


    Dunkelbraun wird sie wohl, die neue Fassade des Kindergartens. Muß mir das gefallen? Nein, ich liebe fröhliche und helle Farben. Schon im Gymnasium wurde wir mit der Farblehre "geschult". Unser "Kunstlehrer" liebte die Farbe "braun" nicht und er konnte es uns gut vermitteln. Dass er schon damals ein angesehener Buchillustrator, auch von Kinderbücher, war, wußten wir nicht.

    Braun – eine Erdfarbe, sie soll Geborgenheit und Sicherheit, aber auch Bequemlichkeit vermitteln. Braun ist aber auch die Farbe des Genusses – Schokolade und Kaffee. 

    Aber muß die Fassade in dieser nicht gerade lichtdurchfluteten Ecke so gestaltet werden? Wären nicht Regenbogenfarben schöner und einladender gewesen? Sicherlich wird sich der Architekt etwas dabei gedacht haben. Und sicher werden meine Kolleginnen und Kollegen im "Kindergartenausschuss" diesen Vorschlag hinterfragt haben. Auf die Antworten – hier oder an anderer Stelle, z.B. der Eröffnung – bin ich gespannt.

  2. Dr. Klaus Lambrecht

    Ich kann Herrn Pfalz uneingeschränkt zustimmen, was die Farbgebung des neuen Kindergartens anbetrifft.

    Die ehemalige Scheune mit ihrem über Jahrhunderte verwittertem Eichenholz war ein Kennzeichen der Salzgasse. Warum man dies Gebäude nun braun gestrichen hat, ist mir ein Rätsel. Meine Lehre als Denkmalbesitzer ist, dass in der Vergangenheit gerade der Anstrich zum schnelleren Verfall des Holzes geführt hat. Beispiele in Homberg gibt es genug. Warum wurde nicht so vorgegangen, wie bei dem Ellenbergerhaus (Löwenhaus am Marktplatz)?  Die Farbgebung ist insgesamt sehr bedrückend und abweisend. Helle, fröhliche Farben sollten den Kindern signalisieren, dass das Haus ein Haus für Kinder ist.

    Die heutige Denkmalpflege will eine deutliche Absetzung von Alt und Neu. Gut damit kann ich leben. Was jedoch hier gebaut wird, führt zu einer Zerstörung eines einmaligen Ensembles in der Homberger Altstadt. Mit denkmalgerechtem Umgang mit den Bauwerken hat das aus meiner Sicht nichts mehr zu tun. Prof. Dr. Kiesow hielt einmal einen Vortrag über die Umnutzung von Denkmalen aufgrund der geänderten sozialstruktuerellen Änderungen. Er empfahl einen behutsamen Umgang und den Einbau und Anbau von reversiblen Bauten. Eine der  größten historisch bedeutsamen Hofanlage wurde auch durch die Änderung des Hofniveaus und durch die Bebauung zerstört, der historischen Bedeutung wird der Umbau nicht gerecht. Was aus der Nutzung des Wohnhauses wird, ist zur Zeit offen.

    Insofern ist mir ebenso unverständlich, das die Fördergeldgeber gar nicht nachfragen, wie sinnvoll hier Geld verbaut wird.

    Bei einer farbenfrohen Modulbauweise mit großer Grünfläche als Außenbereich wäre viel Geld gespart worden. In Homberg scheint nur die Gier nach Fördergeldern, der Grund für solche Fehlplanungen zu sein. Der Verkehr in Salz- und Webergasse wird bei Eröffnung stark zunehmen, bereits jetzt ist durch die Zunahme von Mietern in der Salzgasse ein Durchkommen schwierig, nicht nur wegen der Baufahrzeuge.

    Was immer wieder in Homberg im Vergleich zu Fritzlar auffällt, dass es keine architektonische und denkmalpflegerische Entwicklungsplanung gibt, die auch konsequent weiterverfolgt wird.. Man sieht dies an der Pflasterung der Straßen, der Farbgebung der Gebäude und selbst bei der Bauleitplanung für das Einkaufszentrum. Jeder Architekt und Planer scheint hier seine Lieblingsbaumaterialien  und Farben zu verwenden. Fritzlar ist da aus einem Guß.

    Wenn dieser Kindergarten ein Modellprojekt sein soll, blamieren sich Fördergeldgeber, Behörden, Planer und wir zum wiederholten Male. Typisch Homberg halt.

  3. T. Chris

    Herr Dr. Lambrecht, den fehlenden Plan sieht man nicht nur an den von Ihnen genannten Punkten (Pflasterung, Farbgebung, …) sondern allein schon an so profanen Dingen wie die Nichteinhaltung der Satzung, die für die Werbeschilder vorhanden ist. Wenn ich mir die ganzen buntbeklebten Fenster in der (erweiterten) Altstadt anschaue, dann erschauere ich ob des Anblickes. Keine Form von Ästhetik.

    Es gibt in Homberg eine Satzung, die besagt, dass in der Altstadt Schaufenster und Werbe/Geschäftsschilder sich an bestimmten Maßgaben zu orientieren haben. Aber das prüft leider keiner.

    Ich sage nur "Alladin", Fahrschule Koch, Asiaimbiss, Laden gegenüber von Lippolds hinter dem Brunnen (alle im Bereich der unteren Westheimer Str.) usw. usw. Das (deren schrillbunt beklebte Schaufenster) wirkt alles sehr unstimmig, billig und für eine solche Fachwerkstatt nicht passend.

  4. Hans-Erwin Schnabel

    Der Blick auf den Altstadt-Kindergartenhof wird auch nach Fertigstellung des Kindergartens alles andere als erfreulich und anregend für die Kinder sein. Diese Gebäude wie das Wohnhaus Landesfeind und auch ein weiteres sichtbares Gebäude müssten normalerweise an den Fassaden zeitgemäß aufgearbeitet werden. Da aus Denkmalschutzgründen hier nicht mit Farben gearbeitet werden darf, wie sie kindgerecht wären, zeigt sich auch an diesem Beispiel, dass doch einiges bei den Vorüberlegungen nicht beachtet wurde.

    Zu dem Balkenwerk am neuen Kindergarten hat Herr Dr. Lambrecht zu Recht dargelegt, dass die Eichebalken mit einer atmungsaktiven Holzschutzlasur hätten bearbeitet werden müssen. Ein Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, sollte nicht mit einem Lack versehen werden, der das Balkenwerk nicht atmungsaktiv versiegelt.

    Zum Verkehr selbst muss festgestellt werden, dass sich die Parksituation ohne den Kindergarten schon jetzt erheblich verschlechtert hat. Es ist offensichtlich, dass mehr Autos seit Baubeginn an dieser Stelle parken. Ich hoffe jedoch, dass der Transport der Kinder vom und zum Kindergarten keine Probleme bereiten wird. Der Stresstest, der seinerzeit von der FWG Homberg organisiert war, wird sich auch im Nachhinein aus meiner Sicht noch als sehr sinnvoll herausstellen. Bei der Planung wurde – wie so oft in Homberg – auf ein Verkehrskonzept, das auf die Zukunft orientiert ist – keinerlei Rücksicht genommen.

    Bleibt zu hoffen, dass der Transport von ca. 80 Kindern tagaus – tagein keinerlei Probleme bereiten wird und dass die Kinder diese Stätte jeden Tag mit viel Freude aufsuchen werden.

  5. ich

    Verkehr hätte Probleme? Ist doch alles da! Den vergrabenen und unbenutzten elektro Pfosten in der Westheimer Str. zum Marktplatz buddeln wir aus und versenken ihn an der Webergasse. Nur mit Chip, abgescannt, Fingerabdruck, Gentest, kein Diesel usw. kann man dann mit PKW zum KiTa durchfahren. Super einfach, da diese bescheuerten Vollpfosten schon angeschafft wurden 

  6. L.Danzer

    zu 4

    Man könnte -wenn man wollte- ein Fachwerkhaus auch farbig gestalten. In Schmalkalden steht ein "buntes" Fachwerkhaus, dessen Bauherrin gemeinsam mit dem Denkmalschutz sich auf eine, wie ich finde, schöne Farbgestaltung geeinigt hat.

    http://wissen.malerblatt.de/fassadenfarben/referenzen/1911-fachwerkhaus-schmalkalden.html

    Bei der Vorstellung der Pläne für den Kindergartenbau habe ich seinerzeit im Rathaus darauf hingewiesen. Der Architekt erwiderte damals, dass der Denkmalschutz da sicher nicht zustimmen würde und außerdem der "Scheunencharakter" klar erkennbar bleiben sollte.

    Wenn man sich das Gebäude heute ansieht, so erkennt man weder Scheune, noch Charakter…

  7. Dr. Klaus Lambrecht

    Liebe Frau Danzer,

    der behördliche Denkmalschutz geht doch in homberg seltsame Wege.

    Schauen  Sie sich die Arbeitsagentur an, die Nobless der ehemaligen Architektur wurde zerstört. Auch die Zustimmung zu den Planungen EKZ Marktplatz Ost, der geplante Abriss des Stolzenbachschen Hauses sind belege dafür.

    Ich habe die neusten Entwicklungen zum Anlass genommen, das Landesamt bezüglich der Genehmigung der Verglasung der Schirnen um eine Stellungnahme zu bitten.

    Es wird m.E. mit zweierlei Maß gemessen und die Entscheidungsgründesind für Laien aber auch für andere Denkmalbesitzer nicht nachvollziehbar. Warum sollen Privatpersonen Sprossenfenster einbauen? Wenn die Schirnen geöffnet werden dürfen. Ich bin übrigens für die Sprossenfenster und deren Erhalt. 

    Die Farbegstaltung ist reversibel, die Zerstörung historischer Substanz mit Alleinstellungsmerkmal nicht.

  8. Hans-Erwin Schnabel

    Zu 6:

    Liebe Liesel Danzer,

    dieser Bericht zu dem abgebildeten farbig gestalteten Fachwerkhaus ist sehr interessant. Für eine solche Farbgestaltung bei einem Kindergarten spricht doch eine Menge. Vielen Dank für deine Information.  

  9. Distanzbetrachter

    Zu 01  Dirk-H. Pfalz

    Böses, wer Böses denkt…

    Ihr ansonsten sehr guter Standpunkt über die Farbgebung der Fassade des neuen Kindergartens wird leider getrübt durch Ihre eigenwilligen Zeilen: „Ein Wort in eigener Sache…“

    In Ihrer Affektiertheit, eine Duftmarke zu setzen, und allen Leuten, die den „Hingucker“ lesen, einzuhämmern, Sie seien der Pfalz aus Homberg, und insofern gehalten, Ihr Pseudonym mit Klarnamen „verpflichtend“ in Anspruch nehmen, zeigt, dass Sie in Ihrer Eitelkeit abgehoben sind, und diesbezüglich den Boden unter den Füssen verloren haben.

    Bei Ihnen ging es lediglich um die Etikette, noch nicht einmal um den Gehalt und die Bedeutung Ihres "BÖSEN" Kommentares, auf den der Angesprochene geantwortet hat. Er hat Sie mit Ihrem Kommentar standardisiert, und genau das hat Sie in Ihrer Eitelkeit getroffen, und Ihnen den Kamm anschwillen lassen

    Ihr Gegenpart hat sehr wohl genau richtig angemerkt, dass unter dem Synonym Dirk-H. Pfalz ein Kommentar gegeben wurde, mit dem Satz: “Da schrieb beispielsweise eine Person unter dem Synonym „Dirk-H. Pfalz"…

    „Böses, wer Böses denkt:

    Wer will sich denn in die Nesseln setzen, wenn das Synonym verfälscht wurde… – und gerade das an exponierter Stelle?

    Da bleibt man doch lieber sachlich und neutral…

    Jemand, der vielleicht lediglich einige Male im Hingucker geblättert hat, soll zur Kenntnis nehmen, dass gerade Sie unter Ihrem Klarnamen kommentieren. Die Welt ist so schnelllebig, das kann er gar nicht…

    Sie, Herr Pfalz sind doch wahrlich noch kein „Sandmännchen“, dass allabendlich im TV zig Tausenden an Kindern vor dem Schlafengehen eine Gute Nacht Geschichte erzählt, und dadurch bekannt ist, wie ein bunter Hund.

    Nach 40 Jahren voller politischer Aktivitäten sollten Sie sich ein wenig gelassener Ihren eigentlichen Befindlichkeiten gegenüber verhalten, und dem Wohl des Wählers verpflichtet sein, und genau das leben…

    So schafft man Respekt und Vertrauen!

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