HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Ärztehaus wird wieder umgebaut

 

Seit Wochen schon steht ein Kran am Ärztehaus.
Was dort umgebaut wird, erfahren die Bürger nicht.
Auch nicht, was es wieder kosten wird. 

Als 2017 ein  Akteneinsichtsausschuss zum Ärztehaus begann, waren die Kosten für den Umbau bereits in der Größe von 6 Millionen im Gespräch. Der Akteneinsichtsausschuss konnte seine Arbeit nicht fortsetzen, weil der Bürgermeister die 56 Akten an eine Hamburger Kanzlei verschickte. Die Einschaltung der Kanzlei hat ca. 30.000 Euro gekostet, sie sollte prüfen, dass der Bürgermeister korrekt gehandelt hat.
 

Kein Bauschild

Es ist kein Bauschild angebracht, kein großes Plakat wie sonst, nicht einmal das amtlich vorgeschriebene Blatt über die Baumaßnahme hängt aus. Auch die Bauaufsicht kümmert sich nicht darum. Stadt Homberg hat als Bauherr Narrenfreiheit, wie schon bei der ersten Inbetriebnahme, als kein Rettungstreppenhaus vorhanden war, die Bauaufsicht aber die Nutzung freigab.

Planung 2019

2019 hatte die Stadt die designplus Planungsgesellschaft mbH beauftragt, Planungen für einen 3. Bauabschnitt zu entwickelt, die am 17. Oktober 2019 in der Stadtverordnetenversammlung vorgestellt wurden.
Sie schlugen einen neuen zentral gelegenen Erschließungsbau mit Aufzug und Treppe vor.  Die Planungsgesellschaft ging im Oktober 2023 in die Insolvenz.

Planung von 2024

Was jetzt gebaut wurde, geht auf eine Planung zurück, die am 12.September 2024 von den Stadtverordneten "beraten" und entschieden wurde. "Zur Sache sprach Günter Koch." heißt es im Protokoll. Was er zu sagen hat, erfahren die Bürger nicht.

Es wurden zwei Varianten vorgeschlagen
Was die Varianten kosten, wurde 
nicht mitgeteilt.
Nur was in den Varianten eingespart werden würde.
Über die Bausumme, von der eingespart werden sollte, gab es keine Information
Variante 1 – 280.000 € Einsparung 
Variante 2 – 780.000 € Einsparung 

Die Mitglieder des Bauausschusses empfahlen die Variante 2 mit 780.000 € Einsparung.

Von den nur 26 anwesenden Stadtverordneten (von 37) stimmten 22 für die Variante 2.

In den Beschlussvorlagen geht nicht hervor, wie hoch die Baukosten sein werden.

Blick in die Haushaltspläne

2024 waren im Haushalt 400.000 Euro für den 3. Bauabschnitt vorgesehen, für 2025 waren es weitere 535.000 Euro, in Summe 936.000 Euro.

Im Haushaltsplan 2026 sind aus den 535.000 Euro von 2025 bereits 561.000 Euro geworden, ein Mehrbedarf von 26.000 Euro.

Wie viel es bis zur Fertigstellung wirklich kosten wird, ist noch offen.

 


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