HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Denkmalpflege in Homberg: Quo Vadis?

Von Dr. Klaus Lambrecht

Ich glaube es besteht zwischen allen Hombergern Einigkeit darin: Der Marktplatz – unsere gute Stube – ist einmalig. Darum ist es auch wichtig diesen einmaligen Charme zu erhalten. Darum habe ich auch sofort bei den Problemen mit dem Umbau der Engelapotheke mich für den Erhalt diese stadtbildprägenden Gebäudes ausgesprochen.

Das nun aber die Denkmalschutzbehörde auch eine Genehmigung zur Öffnung der zwei städtischen Schirnen erteilt hat, verwundert mich. Ich kann dies auch nicht nachvollziehen, da hier jahrhunderte alte Strukturen zerstört werden. In der Engelapotheke werden dagegen hundertausende Euro eingesetzt, um die Konstruktion zu erneuern. Was an Originalsubstanz erhalten bleibt, werden wir sehen.

In einer Podiumsdiskussion sprach sich Prof. Dr. Großmann (Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg und Mitglied in zahlreichen Fachausschüssen die Denkmalpflege betreffend) gegen den Einbau von Glasfassaden aus.

Nach meinen Forschungen anhand alter Abbildungen und Gemälden waren die Schirnen bis auf die Sandsteingewände verputz. Der heutige sichtbare gemauerte Bogen aus Basalt lag unter Putz und hatte nur Stützfunktion. In den dreißiger oder vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts muss die Freilegung des Basaltmauerwerks erfolgt sein, das übrigens vor dem Hessentag aufwendig saniert wurde, auch darum ist es umso unverständlicher, dass nun das Mauerwerk teilweise eingerissen werden soll. Die Genehmigung ist aus beiden Gründen nicht nachvollziehbar, müsste doch die Denkmalschutzbehörde bei der Sanierung beteiligt gewesen sein. Die Kavaten des Erfurter Doms, die offen sind und immer als Vergleich herangezogen werden, sind in Sicht Mauerwerk aus Sandstein gearbeitet.

Ich verstehe die Leitlinien nicht mehr. Dem Abriss des unter Schutz stehenden Haus Walther (ehemals Ulrich, Bechtel) wird zugestimmt, bei dem Umbau des Landesfeindschen Anwesens wird der Gesamteintruck einer der größten Hof- und Burgsitzanlagen in Homberg durch Umbauten und Geländeabtragung überformt, die ehemalige Menage bzw. später als Landratsamt genutzte Seminargebäude wurde modern überformt.

Es wäre gut, wenn sich viele der Homberger einmal zu den geplanten Umbauplänen äußern würden. In persönlichen Gesprächen wird mir gegenüber immer der Eindruck vermittelt, dass die Öffnung auf wenig Gegenliebe stößt. Hier braucht unsere Politik einmal eine klare Positionierung der Bevölkerung. Der Denkmalpflege scheint es egal zu sein, also müssen wir handeln.

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