HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Städtisches Bänke-Sammelsurium – nicht mal seniorengerecht

Fotos: oben: Bänke in der Ziegenhainer Straße im Bereich der THS,
unten: Bänke rund um den Marktplatz

 

Gastbeitrag Dr. Klaus Lambrecht

 

Denn Sie wissen nicht, was sie tun.

 

Das ist aus stadtplanerischer, wirtschaftlicher und gestalterischer Sicht ein absolutes Unding und ein Paradebeispiel für handwerkliche Fehler in der Stadtentwicklung.
Ein solches „Stil-Sammelsurium“ – oft auch als gestalterischer Wildwuchs bezeichnet – bringt erhebliche Nachteile mit sich.

Hier sind die Hauptgründe, warum ein ständiger Wechsel von Stil und Herstellern bei der Stadtmöblierung wie Lampen, Bänke, Pflaster fachlich massiv kritisiert werden muss:

1. Wirtschaftlicher Unsinn (Die Folgekosten-Falle)

Wenn eine Stadt bei jedem Projekt andere Bänke oder Lampen einkauft, wie jetzt am Schlossberg und alten Friedhof, schafft sie sich ein logistisches und finanzielles Dauerdreieck des Grauens für den Bauhof: 

Keine Vorratshaltung: Der Bauhof kann keine Standard-Ersatzteile (wie bestimmte Holzlatten, Schrauben oder Metallstreben) auf Lager legen. Keine teuren Einzelbestellungen: Geht eine Bank oder Lampe kaputt oder wird Opfer von Vandalismus, müssen Ersatzteile teuer beim jeweiligen Hersteller nachbestellt werden – falls es diesen nach ein paar Jahren überhaupt noch gibt.
Komplizierte Pflege: Unterschiedliche Materialien (verschiedene Holzarten, Pulverbeschichtungen oder Metalle) erfordern unterschiedliche Pflege- und Reinigungszyklen. Das bindet unnötig Personal und treibt die laufenden Unterhaltungskosten in die Höhe.

 

2. Verlust der visuellen Identität

Stadtmöblierung ist maßgeblich für die Atmosphäre und den Charakter einer Stadt verantwortlich.

Einheit schafft Identität: Ein durchgängiges Gestaltungs- und Farbkonzept (z. B. ein einheitlicher Anthrazit-Ton oder historisierende Formen in der Altstadt) verbindet verschiedene Plätze und Straßenzüge visuell miteinander. Es signalisiert: Hier ist man nicht man was man will. Das Ganze hat keinen Stil und strahlt damit auch Unruhe aus. 

Das Katalog-Sammelsurium: Wenn an der einen Ecke eine hypermoderne Beton-Stahl-Bank steht, dreißig Meter weiter ein verschnörkelter Guss-Sessel und am nächsten Platz eine klobige Holzbank ohne Rückenlehne, wirkt der öffentliche Raum unruhig, zusammengewürfelt und ungepflegt. In der Ziegenhainer Straße stehen z.B. vier verschieden Bankformen vor der THS. Es entsteht der Eindruck, als hätte man einfach das genommen, was gerade irgendwo im Sonderangebot war oder was einem einzelnen Planer in diesem Moment gefiel. 
 

 3. Mangelnde Barrierefreiheit und Nutzungs-Sicherheit

Einheitlichkeit bei der Stadtmöblierung hat auch eine soziale Komponente. Ältere Menschen oder Menschen mit Seh- und Gehbehinderungen stellen sich auf bestimmte Möbel ein. Wenn Bänke stets die gleiche Sitzhöhe, Neigung und vor allem standardisierte Armlehnen (als Aufstehhilfe) haben, das gibt Sicherheit im öffentlichen Raum. Ein ständiger Wechsel der Modelle erschwert diese Orientierung. Aus den tiefen Bänken an dem Brunnen von Brüderchen und Schwesterchen kommen ältere Personen kaum ohne Hilfe hoch. Die Cortenstahl-Behälter heizen sich bei Sonnenbestrahlung auf bis zu 60 Grad C. auf, die Pflanzenwurzeln leiden. Der Marktplatz ist das reinste Sammelsurium von Stadtmöblierung. Cittaslow sieht sicher anders aus.

Wie es richtig gemacht wird: Das Stadtmöblierungskonzept: Professionell agierende Städte wie Fritzlar z. B. erarbeiteten bereits in den achtziger Jahren ein sogenanntes Stadtmöblierungskonzept (oft Teil eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts, ISEK). Darin wird genau festgelegt: Modellfamilien: Es werden maximal zwei bis drei feste Design-Linien definiert (z. B. eine historische Linie für die Altstadtkerne und eine moderne für Neuentwicklungen oder Parks).  
Standard-Hersteller: Es werden Rahmenverträge mit Herstellern geschlossen, die eine Nachliefergarantie von 10 oder 20 Jahren bieten.

Zusammenfassung: Wer bei jeder Maßnahme das Design und den Hersteller wechselt, handelt weder nachhaltig noch wirtschaftlich transparent. Es ist meist ein Zeichen von mangelnder Koordination zwischen Bauamt, Stadtplanung und Bauhof – und die Zeche für die teure Instandhaltung zahlen am Ende wir die Steuerzahler.

 

Fotos: Bänke im Grünbereich

 

Ergänzung

Seniorengerechte Bänke zeichnen sich dadurch aus, dass sie seitliche Armlehnen haben, zum Abstützen beim Aufstehen.

Siehe zum Beispiel: https://www.resorti.de/parkbaenke/seniorenbaenke/

 


Spielplatz und Kita-Neubau: In Wernswig tut sich seit Jahren nichts

Bildschirmfoto: Webseite der Stadt mit der Meldung der Spielplatz sei fertig. Die Meldung stammt vom November 2025. Foto: Spielplatz und Baugrundstück für den Neubau der Kita Wernswig. Aufnahme 16. Mai 2026 Seit der Meldung der Stadt  (17. Nov. 2025) ist ein halbes Jahr vergangen und der Spielplatz kann nicht genutzt werden, er ist mit einem […]

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Blümchen pflanzen: Warum wird die Kita Wernswig immer noch nicht gebaut?

  Fotos: Blumenpflanzung an der Hersfelder Straße, groß als "Neugestaltung: Kleiner Schlossberg" bezeichnet. In der Ziegenhainer Straße wurden zwei Baumscheiben und ein Parkplatz zu einer Baumgruppe umgestaltet und zwei Bänke aufgestellt. Bei den Bänken wurde wieder ein anderes Modell gewählt, keine einheitliche Gestaltung in der Stadt. Einfach ein Sammelsurium.           Pflichtaufgabe […]

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Teurer Abriss der Krankenhausgebäude auf Kosten der Bürger

Zu dem 1-Euro-Kauf des Krankenhauses von dem Krankenhaus-Konzern Asklepios und dem damit vereinbarten Abriss auf Kosten der Stadt wurde die Webseite eingerichtet, damit die Bürger dabei online zusehen können. Inzwischen gibt es im Netz weitere Drohnen-Videos vom Abriss hier.

Während der Abriss live übertragen wird und so für sehr viel Transparenz sorgt, fehlt die Transparenz aber über die Vereinbarung, die zum 1-Euro-Kauf führte. Die Bürger sind auch nicht über die Folgen informiert worden.
Der folgende Text ist eine Ergebnis eine Anfrage an die KI – Gemini.

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Oberster Repräsentant aller Homberger Bürger ?

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Wer übernimmt die Verantwortung für die Fehlplanung?

Der Aufzug ins Obergeschoss ist nur erreichbar, wenn die Gaststätte geöffnet ist, Besucher des Kultursaals müssen dann durch die Gaststube zum Aufzug gehen.
Wenn bei Sonderveranstaltungen im Kultursaal gastronomisch bedient wird, müssen Speisen und Getränke über die Treppe getragen werden, über die auch der Publikumsverkehr läuft.

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Das süße Gift der Fördermittel

KI-Gastbeitrag zur Doppik, kommunalen Rechnungswesen      In der Privatwirtschaft würde man sich schütteln: Warum etwas als "Kapital" (Vermögen) ausweisen, das nur Kosten verursacht und nie eine Rendite abwirft? In der Kommunalverwaltung folgt man jedoch einer anderen Logik, die man durchaus kritisch sehen kann. 1. Die Doppik will nicht zeigen, wie viel Geld auf dem Konto […]

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Was schert den Magistrat die Teilgenehmigung des Haushaltsplanes 2026?

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8. Mai vor 81 Jahren

Am 8. Mai 1945, vor 81. Jahren endete der 2. Weltkrieg in Deutschland. Aus diesem Anlass wurde in einem Text an die Schrecken des Krieges erinnert:   „…wie es war, als der Himmel über Kassel glutrot war, weil die Stadt zerbombt wurde; wie es war, als der Brief mit der Todesnachricht des an der Front […]

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Erste Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung 2026: Verdunkeln statt Transparenz

Abbildungen: Die Stadtverordneten der ersten Sitzung von 2026 (links) und von der ersten Sitzung 2016 (rechts)   Statt Transparenz wird weiter verdunkelt Was auffällt: Die Parteizugehörigkeit wird nicht mehr genannt. Bürger können die Personen deshalb nicht mehr zu den Parteien zuordnen. Verdunklung statt Transparenz Es gibt kein Verzeichnis der Stadtverordneten mit Kontaktdaten, damit sich die […]

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Vor 10 Jahren: 1. Sitzung der Stadtverordneten

   Vor 10 Jahren, 2016, durfte ich als ältester Stadtverordneter die erste, die konstituierende Sitzung der Homberger Stadtverordnetenversammlung eröffnen.  Ich hielt dazu die folgende Rede, sie ist heute noch gültig, und deswegen auch wert, noch einmal daran zu erinnern.  Quelle  Liebe Homberger Bürgerinnen und Bürger, heute beginnt eine neue Periode der kommunalen Selbstverwaltung in Homberg. […]

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    Die FWG war einmal als Opposition angetretenen, hat aber in den letzten Jahren stillschweigend alles mit getragen. Sie habe nicht einmal für Aufklärung gesorgt.  Weder bei den Auslandsreisen in andere Kontinente, noch bei der Belastung der Stadt durch den "Kauf" des Krankenhaus-Geländes und der Gebäude, die die Stadt mit Millionen belastet, ihre Stimme […]

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Badesaison 2026 in Homberg, das wird wohl nichts

Bürgermeister berichtet im Januar 2026:       Bürgermeister hofft auf Mai 2026, kann aber nichts versprechen            

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