HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Kitaplätze fehlen – ist anderes wichtiger?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildschirmfoto: HNA-online

 

"Im Kreis fehlen Kitaplätze" titelt die HNA am 24. 9. 2021

Im Landkreis fehlen tausende Betreuungsplätze im Kindergarten- und U3-Bereich. Kindertagesstätten müssten ausgebaut werden, doch es gibt Probleme. Besorgniserregend sei außerdem, dass die Fördertöpfe von Bund und Land leer seien. „Das Geld reicht nicht aus, um den immensen Investitionsbedarf zu decken,“ sagt Jugenddezernent Kaufmann. Quelle

"Aufgrund unserer Prognosen schätzen wir, dass im begonnenen Kita-Jahr bis zu 400 U3-Plätze im Kreis fehlen.“
Für viele Eltern eine Katastrophe, denn die Angebote von Tageseltern seien bereits berücksichtigt.
Quelle

In Homberg stehen 68 Kinder auf der Warteliste, so Bürgermeister Dr. Nico Ritz in der letzten Stadtverordnetenversammlung.

Besorgniserregend sei außerdem, dass die Fördertöpfe von Bund und Land leer seien. „Das Geld reicht nicht aus, um den immensen Investitionsbedarf zu decken,“ sagt Jugenddezernent Kaufmann.  Quelle

Die Betreuung der Kinder im vorschulischen Bereich ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen, die sie leisten und aus dem Haushalt finanzieren müssen. Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz und können ihn einklagen. Schon mehrfach gab es solche Prozesse im Land.

Die 68 Kinder auf der Homberger Warteliste entsprechen drei durchschnittlichen Kitagruppen. In Wernswig wurde schon 2018 mit der Planung einer neuen Kindertagesstätte begonnen. lnzwischen ist behelfsmäßig ein Teil des Kindergartens in das Dorfgemeinschaftshaus in Sondheim ausgelagert worden. Ein Zeichen, dass dringend Abhilfe geschaffen werden muss.
  

  
"Am Ende bleibt nur die Klage" titelt aktuell die Zeit .

Für die Eltern ist zusätzlicher Aufwand notwendig, um ihr Recht einzuklagen.
Für die Homberg kann es teuer werden. Homberg kann sich nicht mit Finanznot herausreden, wenn es zu einer Schadenersatzklage kommt.

Zunächst müssten die gesetzlichen Pflichtaufgaben erfüllt werden, erst danach können weitere freiwilligen Aufgaben übernommen werden.
  

Erst die Pflicht, dann die Kür

Im Haushaltsplan-Entwurf für 2022 sind in Homberg für Kitas nur 12.000 Euro vorgesehen, für eine Kernaufgabe der Stadt.
Diesem Betrag steht die Summe von 5,6 Millionen Euro gegenüber, die für "Sonstiges" ausgegeben werden soll. Unter Sonstiges versteht der Bürgermeister Grundstückankäufe und ein Nahwärmenetz für die Gebäude in der Altstadt.  Das Nahwärmenetz ist keine städtische Aufgabe, das kann ein Unternehmen planen, bauen und vermarkten. Grundstückkäufe sind ebenfalls keine Notwendigkeit, vor allem wenn damit weitere hohe Folgekosten für die Bürger verbunden sind, wie bei dem Krankenhausgelände. Die Kinderbetreuung muss zurückstehen, damit eine kleine Homberger Lobbygruppe einen Wohnmobilstellplatz finanziert bekommt.

Ist "Sonstiges" wichtiger als gesetzlich garantierte Kitaplätze?

Kita Mardorf wurde mit dubiosen Methoden durchgesetzt. Der Vorschlag, den Standort am Stellberg zu nutzen, wurde abgelehnt.  In Mardorf gäbe es einen großen wachsenden Bedarf. Jetzt musste der Bürgermeister eingestehen, dass in Mardorf noch Kitaplätze frei seien. Die Eltern aus Homberg wollten ihre Kinder nicht nach Mardorf fahren. Ein weiteres Beispiel für die ignorante Kommunalpolitik, die immer wieder zu teuren Fehlplanungen führt. Übrigens wurde auf der neu gebauten Mardorfer Kita nicht einmal eine Fotovoltaikanlage erreichtet – und das in einer Stadt, die sich sogar eine Klimamanagerin leistet.

Der Mangel an Kita-Plätzen zeigt, dass Homberg nicht die familienfreundliche Stadt ist, wie gerne behautet wird.

Für Familien gibt es ein sehr gutes Kinderbetreuungsangebot,  Quelle: Homberg hoch 3

 


Ideen für die Krone – aufgewärmt und wiedergekäut

Auf der Tagesordnung der Stadtverordneten-Versammlung stand am 7. 10. 2021 „Vorstellung eines Betriebskonzepts für das Gasthaus Krone“.

Der Bürgermeister stellte kein Konzept vor, er schickte Vertreter des Projekts „Summer of Pioneers“ vor, die ihre Ideen zur Nutzung des Hauses vortrugen. Ideen, die seit 2018 immer wieder als Schlagworte in Umlauf gebracht wurden.
Kein Wort zu dem möglichen Betreiber, den Kosten, der Marktsituation und der Wirtschaftlichkeit. Also seit 2018 noch immer kein Betriebskonzept.

Die 450.000 Euro Fördermittel werden ohne Konzept verbaut.

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Auf Kosten der Enkel – Nach uns die Sintflut

Eindrücke aus der Stadtverordnetenversammlung Neues 100-jähriges Darlehen über 5,5 Mio. Euro Vor Beginn der Tagesordnung wurde noch ein neuer Tagesordnungspunkt genehmigt. Die Stadt will ein Darlehen von 5,5 Mio. Euro aufnehmen.  Das Besondere ist die Tilgungsrate. Ein Prozent Tilgung sei jährlich vereinbart, das heißt: In 100 Jahren ist die letzte Rate zu zahlen. In 100 […]

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Wirksamer Klimaschutz erfordert jährlich Millionen-Investitionen in Homberg

46.000.000.000 Euro müssen jährlich in Klimaschutz investiert werden, wenn die Erde nicht stärker erwärmt werden soll, so der Städte- und Gemeindebund NRW, der sich auf eine neue Studie stützt.

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Der neue Eigentümer des Einkaufszentrums: Greenman Open

Wie wird die Zukunft des Einkaufszentrums „Drehscheibe“ aussehen?

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Stadtverordneten-Versammlung Donnerstag, 7.10.2021 um19:00 Uhr

1. „Markt-Campus“ – Diakonischen Zentrum – „Pop-up-Konzepte Die Stadt erhält 110.000 Euro von Hessischen Wirtschaftsminister damit sie folgende Projekte umsetzen kann: 1. Aufbau eines „Markt-Campus“ 2. „Diakonischen Zentrum“ am Obertor, hier für die ersten Schritte 3. „Pop-up-Konzepte“ im Bereich der Untergasse Die Förderquote beträgt 90 Prozent, 10 Prozent muss die Stadt aus eigenen Mitteln über […]

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Entmachtung der Stadtverordneten

Die Stadtverordneten sollen einer Änderung der Geschäftsordnung zustimmen. Der Ältestenrat dürfe unter Ausschluss der Öffentlichkeit auch über Tagesordnungspunkte beraten und Empfehlungen abgeben. Das widerspricht der Aufgabe des Ältestenrats.

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10 Jahre SPD – eine Erfolgsbilanz – 2011-2021

Quelle: 100 Jahre SPD in Homberg – auf der Ruhebank  

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Begegnung mit Touristen in der Stadt

Touristen suchen eine Übernachtung in Homberg

– Tourismusbüro am Markt geschlossen –

Cittaslow Gastlichkeit?

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Naturpark Knüll von der Autobahn zerschnitten

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Das ist erst der Anfang, es wird schlimmer

In den letzten drei Jahren gab es Dürren, Wassermangel, Baumsterben, Pandemie, Waldbrände, Überschwemmungen, Hitzetote, Artensterben …

Eine dramatische weltweite Entwicklung. Das ist erst der Anfang, denn die stark angestiegenen Emissionen der letzten 30 Jahre wirken sich noch gar nicht bei den Katastrophen aus. Es wird noch schlimmer kommen, viel schlimmer, denn in den letzten 30 Jahren ist der größte Zuwachs an Emissionen erfolgt, die Steigerung ist noch gar nicht in der aktuellen Situation „eingepreist“.
Doch die Parteien reden vom „Wohlstand sichern“, sie wollen die dramatische Entwicklung nicht sehen – vor der Wahl. sie wollen Stimmen zum Weitermachen.

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Wir müssen nicht das Klima retten – sondern uns

Unter diesem Satz „Wir müssen nicht das Klima retten – sondern uns“ fand auf der Utopie-Konferenz in Lüneburg ein Gespräch mit Eckard von Hirschhausen statt, der diesen Satz geprägt hat.

Hoffentlich wird dieser Satz einmal im Homberger Rathaus gehört und alle Entscheidungen danach ausgerichtet.

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Verkauf des Schwesternwohnhauses ohne negative Auswirkung ?

Foto: Ehemaliges Schwesternwohnheim des Homberger Krankenhauses an der Mörshausener Straße Appartementhaus 1 In diesem Gebäude gibt es rund 30 Appartements. Sie stehen leer. Im vorderen Teil des Gebäude war lange Zeit die Arbeitsagentur untergebracht, bis diese zum Busbahnhof umzog. Diese Vorhaben wurde von Bürgermeister Dr. Nico Ritz eingefädelt. Der jetzige Verkauf trägt wieder dieselbe Handschrift. […]

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