HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Homberg steht im Vergleich zu Fritzlar schlecht da


In Fritzlar mahnte der ehemalige Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange (CDU) vor einer finanziellen Schieflage. In der HNA konnte man in einem längeren Beitrag die mahnenden Bedenken lesen. Auch der HNA-Kommentar sieht in den Worten Langes ein Alarmsignal zu mehr Umsicht.  Im Vergleich dazu müssten in Homberg die Alarmsirenen schrillen, doch es herrscht Grabesruhe.

   
Wie steht es um Fritzlar, wie um Homberg?

Im November 2019 wurde hier im Hingucker bereits einmal die Situation der beiden Städte verglichen. Fritzlar stand damals sehr viel besser da als Homberg. Sollte sich Fritzlar so verschlechtert haben, so dass Altbürgermeister Lange mahnen muss?
Lange mahnt an, auch die Unterhaltungs- und Folgekosten zu bedenken. Er setzt sich dafür ein, dass nicht weitere Ackerflächen versiegelt werden.  Solche Mahnung wäre auch in Homberg angebracht.

   
Aktueller Vergleich 2021

Wieder wird anhand des Kommunalmonitors des hessischen Rechnungshofs verglichen.
 

1. Kommunalstruktur

Fritzlar 2020

Homberg 2020

Kommunalstruktur

Fritzlar gehört zum Schwalm-Eder-Kreis und hat 14.805 Einwohner.
Dies entspricht bei einer Fläche von 88,8 km2 einer Bevölkerungsdichte von 167 Einwohner/km2.


Die Kommune hat ein Gemeindestraßennetz mit einer Länge von 87.174 m und einer Fläche von 502.314 m2.

Der Siedlungsindex beträgt 0,5935.

Vorausberechnet in das Jahr 2035 wird die Kommune voraussichtlich 14.000 Einwohner haben. Das Durchschnittsalter wird sich von 45,5 Jahren in 2019 auf vorausberechnet 48,5 Jahre in 2035 verändern.

Kommunalstruktur

Homberg (Efze) gehört zum Schwalm-Eder-Kreis und hat 13.926 Einwohner.
Dies entspricht bei einer Fläche von 100,1 km2 einer Bevölkerungsdichte von 139 Einwohner/km2.


Die Kommune hat ein Gemeindestraßennetz mit einer Länge von 107.814 m und einer Fläche von 622.508 m2.

Der Siedlungsindex beträgt 0,6004.

Vorausberechnet in das Jahr 2035 wird die Kommune voraussichtlich 13.700 Einwohner haben. Das Durchschnittsalter wird sich von 44,8 Jahren in 2019 auf vorausberechnet 46,8 Jahre in 2035 verändern.

Einwohnerzahl
Fritzlar hat sich gegenüber 2018 um 61 Einwohner vergrößert, während Homberg sich um 139 Einwohner reduziert hat. Fritzlar hat fast 1.000 Einwohner mehr als Homberg.

Gemeindefläche
Die Gemeindefläche von Homberg ist größer und somit muss auch ein größeres Straßennetz unterhalten werden.

Bevölkerungsentwicklung
Nach der Vorausberechnung bis 2035 wird sich die Einwohnerzahl in Fritzlar um 805 Einwohner reduzieren, in Homberg nur um 226 Einwohner.
   

Finanzielle Leistungsfähigkeit

Fritzlar 2020

Homberg 2020

Finanzielle Leistungsfähigkeit

Fritzlar hatte 2020 einen
Finanzierungssaldo von 2.551.732 €
(2019: 1.328.680 €).

Je Einwohner lag der Finanzierungssaldo 2020 bei 172,36 €
(2019: 89,75 €).
[2018 = 124,00 € ]

Die Kernhaushaltsschulden zum 31. Dezember 2020 lagen bei 11.673.652 €
(788 € je Einwohner).
Inklusive etwaiger Eigenbetriebe und Eigengesellschaften lagen die Geldschulden bei 11.673.652 € (788 € je Einwohner).
[2018 = 13.667.424 €]

Der Kash-Wert zur Bestimmung der finanziellen Leistungsfähigkeit liegt im Jahr 2020 – ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie – bei 100 Punkten (2019: 100 Punkte). Die finanzielle Leistungsfähigkeit von Fritzlar gilt als gesichert.

Die Kulturauszahlungen der Kommune betrugen im Jahr 2019 insgesamt 117,98 € je Einwohner.

Bezogen auf die laufenden Grundmittel im Kulturbereich bestand 2019 ein Zuschussbedarf in Höhe von 36,47 € je Einwohner.

 

Finanzielle Leistungsfähigkeit

Homberg (Efze) hatte 2020 einen Finanzierungssaldo von – 1.720.685 €
(2019: – 4.171.510 €).

Je Einwohner lag der Finanzierungssaldo 2020 bei – 123,56 €
(2019: – 299,55 €).
[2018 = – 163,94 € ]

Die Kernhaushaltsschulden zum 31. Dezember 2020 lagen bei 63.879.575 €
(4.587 € je Einwohner).
Inklusive etwaiger Eigenbetriebe und Eigengesellschaften lagen die Geldschulden bei 63.879.575 € (4.587 € je Einwohner).
[2018 = 57.100.001 €]

Der Kash-Wert zur Bestimmung der finanziellen Leistungsfähigkeit liegt im Jahr 2020 – ohne Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie – bei 85 Punkten (2019: 100 Punkte). Die finanzielle Leistungsfähigkeit von Homberg (Efze) gilt als gesichert.

Die Kulturauszahlungen der Kommune betrugen im Jahr 2019 insgesamt 14,39 € je Einwohner.

Bezogen auf die laufenden Grundmittel im Kulturbereich bestand 2019 ein Zuschussbedarf in Höhe von 11,28 € je Einwohner.

 


Finanzierungssaldo:
Fritzlar stand in allen Jahren im Plus. 2020 mit 2,5 Mio. Euro.
Homberg stand in allen Jahren im Minus, hat aber gegenüber 2019 das Minus von von 2019 von 4,17 auf 1,72 Mio. Euro verringert.
Entsprechend fällt auch der Finanzierungssaldo pro Einwohner aus: Auf jeden Fritzlarer kommt ein Plus von 172 Euro, während es in Homberg ein Minus von 123 Euro sind.

Haushaltsschulden:
Auf jeden Fritzlarer kommen 788 Euro, auf jeden Homberger 4.587 Euro, also fast sechs Mal so viel.

Kulturausgaben
Fritzlar gab je Einwohner 117,98 Euro aus, Homberg nur 14,39 Euro.

  
Personal und Steuern

Fritzlar 2020

Homberg 2020

Personal und Steuern

In der Verwaltung von Fritzlar sind ohne Berücksichtigung von Kindertagesstätten sowie dem Aufgabenbereich der Ver- und Entsorgung etc. 80 Vollzeitäquivalente beschäftigt
(5,4 VZÄ pro 1.000 Einwohner).

Insgesamt arbeiten 85 VZÄ in der Kommunalverwaltung
(5,74 VZÄ pro 1.000 Einwohner).

In den nächsten 15 Jahren werden davon 57 Prozent in den Ruhestand gehen (Fluktuationsprozentsatz).

Der Einkommensteueranteil als Hinweiskennzahl für die örtliche Einkommenssituation liegt im Jahr 2020 bei 523,33 € je Einwohner.
Weiterhin besteht ein Netto-Gewerbesteueraufkommen in Höhe von
215,92 € je Einwohner.

Der Hebesatz 2021

  • der Grundsteuer A beträgt 320 Hebesatzpunkte

  • der Grundsteuer B beträgt 400 Hebesatzpunkte

  • der Gewerbesteuer beträgt 360 Hebesatzpunkte

Der Steuersatz für den ersten Hund beträgt 48 €

Personal und Steuern

In der Verwaltung von Homberg sind ohne Berücksichtigung von Kindertagesstätten sowie dem Aufgabenbereich der Ver- und Entsorgung etc. 90 Vollzeitäquivalente beschäftigt. (6,46  pro 1.000 Einwohner).

Insgesamt arbeiten 145 VZÄ in der Kommunalverwaltung
(10,41 VZÄ pro 1.000 Einwohner).

In den nächsten 15 Jahren werden davon 51 Prozent in den Ruhestand gehen (Fluktuationsprozentsatz).

Der Einkommensteueranteil als Hinweiskennzahl für die örtliche Einkommenssituation liegt im Jahr 2020 bei 469,03 € je Einwohner.
Weiterhin besteht ein Netto-Gewerbesteueraufkommen in Höhe von

338,33 € je Einwohner.

Der Hebesatz 2021

  • der Grundsteuer A beträgt 450 Hebesatzpunkte

  • der Grundsteuer B beträgt 450 Hebesatzpunkte

  • der Gewerbesteuer beträgt 390 Hebesatzpunkte

Der Steuersatz für den ersten Hund beträgt 60 €.


Zahl der Verwaltungsmitarbeiter

Homberg hat mit (10,41 VZÄ pro 1.000 Einwohner) gegenüber Fritzlar fast doppelt so viele Mitarbeiter (5,74 VZÄ pro 1.000 Einwohner). 

Einkommenssituation der Bürger
Die Fritzlarer haben ein höheres Einkommen als die Homberger, das wirkt sich auf die Einnahmen aus der Einkommensteuer aus.

Gewerbesteuer
Homberg erzielt mehr Einnahmen je Bürger aus der Gewerbesteuer als Fritzlar.

Insgesamt kann es sich Fritzlar leisten, geringere Steuersätze zu erheben. Dadurch ist Fritzlar für Gewerbeansiedlungen finanziell attraktiver.

Im Vergleich zu Homberg steht Fritzlar gut da.
Trotzdem warnt der Altbürgermeister zur Umsicht.
Wie ernsthaft müsste die Mahnung in Homberg ausfallen?

 


Homberg-Treysa: Trasse für Bahn oder Rad nutzen?

  Für die zukünftige Nutzung der Eisenbahntrasse gibt es im Wesentlichen zwei unterschiedliche Vorstellungen. Die eine Gruppe möchte die Trasse dazu nutzen, darauf einen Bahnradweg einzurichten.  Die andere Gruppe möchte auf der Strecke zwischen Treysa und Homberg wieder einen Schienenverkehr sehen. Beide Gruppen wollen damit einen Beitrag zur Verkehrswende leisten. Es ist also notwendig, die […]

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Erdwärme Erkundungsbohrungen beim ehemaligen Kreiskrankenhaus


Erwärme Erkundungsbohrung auf dem Gelände des ehemaligen Kreiskrankenhauses. Ist die Erdwärme dort wirtschaftlich nutzbar?

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Aus Wochenmarkt wird Winter-Monatsmarkt

Einmal im Monat für drei Stunden auf dem Homberger Marktplatz einkaufen.
Ein lockendes Angebot?

Gleichzeitig kann kann an 360 Stunden im Monat auf „17.300 qm Fläche für Einkaufsspaß und mehr“ im Einkaufszentrum Drehscheibe eingekauft werden.

Zur Erinnerung: Mit dem Einkaufszentrum sollte die Altstadt belebt werden. Dafür wurden viele Opfer gebracht.

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Jugendwerkstatt startet in der Untergasse?

Foto oben: Honoratioren aus dem Magistrat und Förderer präsentieren sich mit einem Elektrowerkzeug oder einer Leimflasche zur Eröffnung der Jugendwerkstatt. Das Foto ist auf der Homepage der Stadt, im Homberger Anzeiger und in der HNA erschienen. Fotos unten: Blick in die Jugendwerkstatt nach der Eröffnung.     Wozu zwei Jugendwerkstätten? Homberg hat im Jugendzentrum bereits eine […]

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Nachhaltige Erneuerung?

  2017 erhielt die Stadt 541.000 Euro Fördermittel aus dem Programm "Zukunft Stadtgrün", das Programm wurde umbenannt und heißt jetzt "Wachstum und nachhaltige Erneuerung". Für das Programm "Zukunft Stadtgrün" wies die Stadt das Landschaftsschutzgebiet Burgberg, die Friedhöfe, Kleingartengelände und den zu einem Stadtpark erklärten alten Friedhof aus – Areale mit bestehendem Stadtgrün, wo aber kein […]

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Panoramaweg über der Hersfelder Straße: Neue Falschmeldung

Foto: Stadtmauer mit Stützpfeilern oberhalb der Hersfelder Straße, hier soll der "Panoramaweg" gebaut werden. Die Hersfelder Straße soll erneuert werden, bereits 2019 standen Mittel dafür im Haushaltsplan. Für 2021 waren im Haushaltsplan 1,139 Mio. Euro eingestellt. Die Bäume sind bereits im oberen Bereich gefällt worden. Im Juli 2021 wurde ein Teil der Mittel für den […]

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Klimakrise: Nicht gleich die Politik ändern

  Karikatur: Nicht gleich Politik ändern von Mester/SFV Weder in Glasgow auf der Weltklimakonferenz noch in Homberg wird die Politik geändert, es geht weiter wie bisher, garniert mit einigen schönen Worten. Homberg scheint im außerirdischen Bereich zu liegen.  Der Bedrohung durch die Klimakrise wird mit einigen netten Formulierungen begegnet. Die junge Generation der Welt ist […]

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Rekordverdächtig schnell

Nur 18 Minuten benötigte der Haupt- und Finanzausschuss, um den Haushaltsplan für 36 Mio. Euro und acht weitere Tagesordnungspunkte „eingehene“ zu behandeln.

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Statt Bestand zu unterhalten, werden immer neue Bauten ohne wirtschaftliches Konzept geplant

Straße zur Burg ist gefährdet – seit 2018   Bereits 2018 stellte das Ingenieurbüro Unger in einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Studie fest, dass der Georg-Textor-Weg Schäden aufweist – die einzige Zufahrt zur Burg und der Burgaststätte, Im oberen Bereich der Straße sind ausgeprägte Längsrisse mit Absätzen zu sehen. Hier hat sich die […]

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Schulden wachsen, Bevölkerungszahl sinkt

  Informationen aus dem neuen Haushaltsplan Der Haushalt der Stadt hat für 2022 einen Umfang von 36,307 Mio. Euro.    Schuldenstand Anfang des Jahres 2021 lagen die Schulden der Stadt aus Krediten bei 63,884 Millionen Euro. Zum Jahresende werden es voraussichtlich 72,829 Mio. Euro sein. Innerhalb eines Jahres ist die Verschuldung um 8,945 Mio. Euro […]

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Einladung zum Betrug

   Im Bauausschuss fragte am 27. 3. 2017 der Stadtverordnete Knorr (CDU), für welche Gebäude die Fördermittel in Höhe von 2,7 Mio. Euro verwendet werden dürfen. Der Bürgermeister Dr. Nico Ritz antwortete ihm, dass die Fördermittel zweckgebunden sind und somit nur für das Gebäude Marktplatz 15 eingesetzt werden dürfen. Die Entwicklung zeigt, dass diese Aussage […]

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2018: Krankenhausgelände hat Vorrang vor allen anderen Entwicklungen

2018 erklärte Bürgermeister Dr. Nico Ritz, dass die Entwicklung des Krankenhausgeländes Vorrang vor allen anderen Entwicklungen habe. Noch vor zwei Monaten erhöhte er den Zeitdruck. In der November-Sitzung am 18. 11. sollten konkrete Vorschläge vom Magistrat vorgelegt werden. Doch auf der Tagesordnung für den 18. November 2021 findet sich kein Hinweis auf das Krankenhausgelände. Auch […]

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