HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Stadtmauer: Sachstand im Haupt- und Finanzausschuss

Auszug aus dem Protokoll des Haupt- und Finanzausschusses vom 21. November 2023:
Erklärung zum Sachstand

  
Magistrat und Bürgermeister haben einen Auftrag noch nicht erfüllt

Am 4. Mai 2023 erteilten die Stadtverordneten dem Magistrat den Auftrag, Schadenersatzansprüche wegen des Einsturzes der Stadtmauer gelten zu machen.
Bürgermeister Dr. Nico Ritz gab am 21. November 2023 im Haupt- und Finanzausschuss einen Sachstandsbericht. Seit einem halben Jahr ist der  Auftrag vom Mai 2023 noch nicht erfüllt. Stattdessen wird ein Ablenkungsmanöver präsentiert. Welchen Sachverständigen hat die Bauverwaltung ausgemacht, dessen Gutachten 10.000 Euro kosten würde?
  

Sachverständige sind da, sie müssen nur befragt werden

Es müssen keine teuren Sachverständige bezahlt werden. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens müssen nur die beteiligten Sachverständigen als Zeugen befragt werden.

Herr Schmidt-Feller von Unger Ingenieure, jetzt Weber Ingenieure, hat in seiner Präsentation zur Stadtmauer und Hersfelder Straße eine Untersuchung des Büros Kratzenberg und deren Baugrund- und Maueruntersuchung vom 20. September 2020 dargestellt. Das Büro Kratzenberg hat für den Abschnitt der Stadtmauer entlang des Grundstücks Webergasse 8 professionell gearbeitet. Bei einem Ortstermin an der Untersuchungsstelle hat Herr Kratzenberg dem Leiter des Technischen Dienstes der Stadt gezeigt, wo im weiteren Verlauf der Stadtmauer Untersuchungen stattfinden sollten, dort wo sie besonders hoch über dem Außengelände aufragt. Bisher sind solche Untersuchungen nicht bekannt. Es sind auch keine Ergebnisse aus einer solchen Untersuchung erwähnt worden.

Für die Sanierung der Stadtmauer entlang des Grundstücks Webergasse 8 war die Firma SPESA Spezialbau und Sanierung im Einsatz. Die Spesa- Mitarbeiter haben nach Einbruch der Stadtmauer die ersten Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. Sie haben ohne teure Gutachten die vorgefundene Situation beurteilt, gehandelt und die Einsturzstelle gesichert. Diese Spezialisten haben sich aufgrund ihrer langen Erfahrungen schnell ein Bild der Situation gemacht und sachgerecht gehandelt. Die Mitarbeiter dieses Unternehmens können der Stadt oder einer ermittelnden Behörde Auskunft geben, wie sie die Situation eingeschätzten, und welche Sicherungsmaßnahmen sie für erforderlich hielten.

Nach der Sicherung der Einsturzstellen war Spesa auch lange an dem hohen Abschnitt der Stadtmauer bis zu Holzhäuser Straße tätig. An zahlreichen Stellen der Mauer wurde großem Gerät gebohrt, Erdanker wurden eingesetzt und das gesamte Mauerwerk verfugt, wie zu sehen war. Es werden auch Beton-Injektionen eingebracht worden sein, von denen der Bürgermeister im Ausschuss erklärte, es habe "Massenmehrungen" gegeben, ohne jedoch Zahlen zu nennen. Wie viel "Masse" war vorher ermittelt worden und wie groß war die "Massenmehrung"?


Foto: Fundamentverstärkung der Stadtmauer mit starker Bewehrung

Spesa hat darüber hinaus auch am Fuß der Stadtmauer und der Pfeiler große Betonverstärkungen eingebaut. Dafür haben sie sich vorher ein Bild der Situation gemacht, die Mauer untersucht, die Kräfte ermittelt und den Umfang und die Ausführung der Verstärkung berechnet. Man kann davon ausgehen, dass sie die Verstärkung nach den Stand der Technik ausgeführt haben.

Spesa hat auch noch das Mauerwerk der Bastion "Windmühle" bearbeitet, die in den Planungen der Stadt vorher gar nicht erwähnt und eingeplant war. Das geschah wohl erst auf Anraten durch die Experten von Spesa. Es ist auch ein Hinweis darauf, wie leichtfertig von Seiten der Stadt und des Planungsbüros an den Bau der Panoramaweges gegangen wurde.

Die Spesa Mitarbeiter können sicherlich genau darüber Auskunft geben, was sie vorgefunden haben. Sie müssen nur gefragt werden.

 


Stadtmauer und Panoramaweg – Plan und Ausführung

Abbildung links: Zeichnung aus der Präsentation von Unger Ingenieure zu Panoramaweg und Stadtmauer Unger Ingenieure haben den Stadtverordneten Planungsdetails für den Wegebau vorgestellt, als Grundlage für deren Zustimmung für das Projekt Panoramaweg. Im Plan ist der Fuß- und Radweg in einem Abstand von 4 Metern vor der Stadtmauer gezeichnet. Diese Zeichnung ist falsch. In der […]

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