HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Wer hat abgeholzt? Wozu wurde gespendet?

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Bäume abgeholzt
Der Stadtverordnete Günter Koch (FWG) fragte am Montag, dem 15. Februar 2016 im Bauausschuss: Wer hat an der Kasseler Straße am Schneider-Areal die Bäume und Büsche großflächig entfernt?

Die Antwort: Es sei die Stadt gewesen, nicht der Eigentümer Herr Schneider.
Dr. Ritz antwortete auf die Nachfrage, wer das angeordnet habe: Er wisse es nicht. Man müsse den Leiter des Bauamtes Herrn Ziegler fragen.
Herr Ziegler, der mit am Tisch saß, wusste es auch nicht.
Herr Arndt, der technische Leiter des Bauamtes, konnte ebenfalls nichts dazu sagen.

Eine Erklärung war, die Bäume seien aus Gründen der Verkehrssicherheit entfernt worden.
Jemand überlegte: Sämtliche Bäume sollen gefährlich worden sein?

Auf welchen Grundstück stehen die Bäume? Gehörte der Teil zu der Landstraße, dann wäre Hessen mobil zuständig. Stehen sie auf dem Schneider-Gelände, dann wäre Herr Schneider zuständig. Auf keinem Fall gehört das Gelände mit den Bäumen der Stadt. Wenn die Stadt die Bäume beseitigt hat, dann hat sie eine Dienstleistung erbracht, die verrechnet werden müsste.

Dr. Lambrecht wies darauf hin, dass im gültigen Bebauungsplan (Änderungsnummer 2) die Bäume als zu erhaltender Bestand ausgewiesen sind, und dass sie nicht ohne weiteres gefällt werden dürften.

Spende angenommen
Der Stadtverordnete Koch fragte auch nach der Spende, die Herr Schneider der Stadt für Kindergärten angeboten hatte. Dr. Ritz bestätigte, dass die Stadt eine Spende über 5.000 Euro angenommen habe. Die Stadt  fühle sich dadurch zu nichts verpflichtet.

Das erinnert an die Spendenübergabe an zwei SPD-Stadtverordnete Weihnachten 2012. Für ihre beiden Vereine erhielten sie von dem Projektentwickler des Solarparks zusammen 15.000 Euro. Die Stadt erhält bis heute keine Pachteinnahmen aus dem Solarpark.

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23 Kommentare zu “Wer hat abgeholzt? Wozu wurde gespendet?”

  1. Frau Schild

    Was die Spende angeht, kann ich nur sagen: ich schäme mich.

    Und ich kann gar nichts dafür.

  2. Teufelchen

    Da bleibt mir doch die Spucke weg:
    Der Bürgermeister weiß nicht wer die Anweisung gegeben hat. 

    Sollte das stimmen: Dann hat er seine Verwaltung nicht im Griff.
    oder
    Er weiß es, dann hat er Stadtverordnete, Bürger, die Öffentlichkeit belogen

    Verantwortlich ist er in jedem Fall als Behördenleiter, dass gegen bestehendes Recht verstoßen wurde. Noch dazu städtisches Recht.

    Selbst wenn es nachträglich am Donnerstag durch die Änderung des Bebauungsplanes „abgesegnet“ wird, ändert das für mich nichts.

    👿

  3. T. Chris

    Es ist unfassbar, was hier los ist.

  4. AnwaltsLiebling

    Mit Spenden an Kommunen und Parteien habe ich persönlich so meine Probleme.

    Vielfach erwartet der Spender eine Gegenleistung, was naturgemäß niemand zugeben wird.

    Vor einiger Zeit las ich in der HNA, dass der Investor Schneider mit der Stadt nicht zufrieden sei. Es gebe Verzögerungen, die die Stadt Homberg zu verantworten habe, was Herr Dr. Ritz bestritt.

    Und nun die Spende ( … )

    Ggf. erfolgte diese vor dem HNA-Artikel, was jedoch an meiner grundsätzlichen Einstellung nichts ändert.

    Bei Spendern, die keine geschäftlichen Beziehungen zu der Stadt unterhalten, treffen meine vorstehenden Gedanken natürlich nicht zu!

  5. Hans-Erwin Schnabel

    Es ist wirklich schlimm, was hier passiert ist. Ich habe keine Probleme damit, so einen Vorgang als "Bestechung" zu bezeichnen. Eine andere dezentere Ausdrucksweise ist "persönliche Vorteilsnahme" oder auch "Landschaftspflege".

    Weder der Bürgermeister noch die Herren Ziegler oder Arndt können die Frage nach dem Auftraggeber beantworten. Habe ich doch den irrigen Glauben gehabt, dass die Vorgänge um die Solaranlage mit den Spenden von Herrn Geerken sich nie mehr in Homberg wiederholen würden! Es stimmt mich alles nur noch traurig.

  6. Mahner

    Man kann allen Bediensteten der Stadt nur raten, sich alles schriftlich geben zu lassen. Am besten in doppelter Ausführung, ein Duplikat für die Akte und eins für die Aufbewahrung zu Hause. Leider ist das Unbehagen der Bürger über die Vorgänge und die Entscheidungen im Rathaus wieder auf einem Stand wie zu Herrn Bürgermeister Wagners Zeiten angelangt.  

    Man hat den Eindruck, dass in der Verwaltung reines Chaos herrscht, nur komisch ist, dass Geld für solche Maßnahmen da ist. Wichtigeres bleibt liegen, weil angeblich kein Geld da ist. 

  7. Robin Hood

    Es ist nicht zu glauben. Was bildet sich der Bürgermeister eigentlich ein? Er hat die Fragen der Bürgerinnen und Bürger gefälligst wahrheitsgemäß zu beantworten. Was hat er nicht alles vor der Wahl versprochen? Alles vergessen? Wir Bürgerinnen und Bürger von Homberg sind nur lästiges Beiwerk so scheint es? So wird nichts aus einer erfolgreichen Zukunft von Homberg, Herr Bürgermeister. Ich hoffe, das die Wähleriennen und Wähler diesem unsagbaren Treiben ein Ende setzen. Wenn nicht heißt die Devise: Jede Stadt hat die Politiker, die Sie verdient hat. 

  8. Mister X

    Dem amtierenden Bürgermeister, einem Volljuristen, wünsche ich in Zukunft etwas mehr Fingerspitzengefühl bei der Annahme von Spenden.

    Ein Geschmäckle bleibt.

  9. Kritischer Bürger

    Da hier kein Busch gestutzt wurde sondern großflächig Bäume und Sträucher entfernt wurden, kann mir keiner erzählen, dass dies im Rathaus nicht bekannt war.

    Ich kann mir vorstellen, dass auch in der Homberger Stadtverwaltung turnusmäßig Besprechungen zwischen dem Bürgermeister und seinen versammelten Amtsleitern stattfinden. Dieser Vorgang wäre mit Sicherheit zur Sprache gekommen, sofern die Anordnung nicht direkt aus dem Rathaus kam.

    Über eine zweckgebundene Spende möchte ich erst gar nicht nachdenken.

    Verzeihung, die Spende ist für den Kindergarten und somit zweckgebunden.

  10. Anneliese

    Ich sag nur:

    MISSTRAUENSANTRAG !!!!!!!!!

  11. Homberger

    im Bauamt sitzt noch ein anderer Herr Naumann oder so ähnlich, seit dem dieser Mensch da ist, müssen selbst Privatleute fürchten. Entgegen Absprachen werden gute Bäume an angrenzenden Grundstücken abgeholzt und schlechte stehengelassen , ohne Sinn und Verstand. Fälschlich begründet und gerechtfertigt mit Vogelschutz und Sicherheit, in einem arroganten Ton, was sich hätte früher ein Mann der Bauamtsleitung niemals erlauben dürfen. Dieser Mann wird anscheinend von Ritz geschützt. Sonst könnte er sich nicht so benehmen.

  12. Comment

    jeder wahre Grüne muss FWG und BÜRGERLISTE wählen!

  13. Scherzbold

    zu Herrn Schnabel

    "Landschaftspflege"  –  und dieser Zusammenhang…  🙂 🙂

    zu Robin Hood

    Ihr Kommentar veranlasst mich zu dem Slogan:

    STEHT AUF WENN IHR HOMBERGER SEID:

    Stichtag 06.03.2016!

  14. Robin Wood

    Die Bäume standen auf dem Flurstück 184 in der Gemarkung Homberg, Flur 1, auf welchem sich auch die Kreisstrasse befindet. (aus Bodenrichtwertinformationssystem Hessen).
    Somit ist der Schwalm-Eder-Kreis mit ziemlicher Sicherheit der Eigentümer und der Geschädigte.

    Bei Versicherungsschäden, z. B. wenn ein Baum bei einem Verkehrsunfall beschädigt wird, wird der Sachwert des Baumes nach bestimmten Regeln errechnet, unter anderem Baumart, Alter des Baumes usw. Ein älterer Baum ist dabei mehr wert, da er nur mit hohem technischen und hohem Kostenaufwand zu ersetzen ist. Der Schaden kann für einen "alten" Baum schon leicht mal den Wert eines netten Mittelklassewagens haben.
    Ein Baum mit ca 20 cm Durchmesser, der den Durchmessern der gefällten Bäumen noch lange nicht entspricht, kostet in einer Baumschule 8000 €…

    …hoffentlich sind alle Beteiligten gut versichert…

  15. Horst Schimanski

    Wenn dem Bürgermeister daran gelegen ist, dass der Fall aufgeklärt wird, stelle ich mich kostenlos zur Verfügung.

    Meine Aufklärungsquote reicht an 100 % heran.  🙂 

  16. Frustrierter

    Sehr geehrte Lokalredakteure/Innen der HNA,

    sie lesen doch auch im Medium Homberger Hingucker. Die hier im Blog vor Wochen aufgeworfene Frage hinsichtlich der Erreichbarkeit der Homberger Taxen thematisierte die HNA zu einem späteren Zeitpunkt in der Printausgabe.

    Im Interesse eines investigativen Journalismus wäre eine Recherche zur Abholzung eine gute Gelegenheit die Lokalredaktion aufzuwerten.

    Aber bitte vor der Wahl!

    Es grüßt

    Ihr Abonnent

  17. Frustrierter

    @ Teufelchen

    " Der Bürgermeister weiß nicht, wer die Anweisung gegeben hat."

    Schon mal daran gedacht, dass er es weiß, aber es nicht sagen will (…).

  18. Wähler

    Es wird höchste Zeit für vertrauensbildende Maßnahmen, Herr Bürgermeister!

    Sonst verspielt das "Rathaus" das letzte Quäntchen an Glaubwürdigkeit.

    Erklären Sie bitte den Bürgern, wie es zu der Abholzung kam. Das erwarte ich von "meinem/unserem" Bürgermeister. Ich appeliere an Sie, dass nicht erneut ein Misstrauen wie zu Zeiten Ihrers Vorgängers aufkommt. 

    Danke!

  19. Wähler

    Robin Wood alias Robin Holz

    Gutachter ( ein Homberger Steckenpferd ) müssen eingesetzt werden!

    Die Auswahl treffen aus Neutralitätsgründen diesmal Homberger Ombudsmänner und -frauen.

  20. T. Chris

    Ich tippe mal darauf, dass der Bauherr die Bäume weghaben wollte. Ist doch ganz klar. Wie soll man sonst auf sein Geschäft aufmerksam werden? Die Bäume waren ihm im Weg…. es soll freie Sicht auf das Grundstück und den Laden geben.

    Ausgeführt wurde es dann von der Stadt. Die sind gerade in Sachen Baumbeschnitt an Straßen unterwegs (gestern erst waren sie im Bereich der Auffahrt auf die Bundesstraße unterhalb von Dickhauts zu Gange). Dort sieht es übrigens auch sehr wüst aus. Die Sträucher dort sehen nicht unbedingt "liebevoll" gestutzt aus.

  21. Timo

    Aufruf an alle Homberger

    Glauben Sie den Werbeversprechen in Radio  –  TV-  Zeitung  – Briefkasten ??

    Jede Menge wird überall versprochen.

    Machen Sie sich  jetzt ein eigenes Bild über die Entscheider in Ihrer Stadt.

    Kostenlos  und unverbindlich  !!

    Besuchen Sie am Donnerstag, 18. Februar um 19.00 Uhr in der  Stadthalle Homberg die  öffentliche Sitzung  der Stadtverordnetenversammlung.

    Hier haben Sie die Möglichkeit, ein Großteil der zur Wahl werbenden  Parteien und Vereinigungen bei der   " A r b e i t  "   live zu erleben.  (Übrigens:  letzte Möglichkeit vor der Kommunalwahl)      

    Machen Sie sich Ihr eigenes Bild und gehen dann bitte am 6. März  wählen.

    PS   Eintritt frei.     Sitzplätze und Stehplätze für Zuhörer üblicherweise vorhanden.

  22. Teufelchen

    "Herr Ausschussmitglied Koch möchte weiterhin wissen, wer die Bäume entlang des Grundstücks Schneider in der Kasseler Straße entfernt hat."
    "Die Antwort der Verwaltung wird dem Protokoll beigefügt. "

    https://www.homberg-efze.eu/uploads/media/Protokoll_49._Sitzung_Leg.-Periode_2011-2016.pdf

    Herr Ausschussvorsitzender Höse unterbricht um 18.40 Uhr die Sitzung, damit die Zuhörer Fragen stellen können. 

    Die Antwort der Verwaltung fehlt.

    Laut Protokoll hat sich kein Bürger zu Wort gemeldet.

    👿

  23. Termin Ator

    Im Landkreis Kassel geht man da mit "illegalen Baumfällungen" ganz anders um.

    https://www.hna.de/kassel/kreis-kassel/ahnatal-ort69090/gemeinde-ahnatal-wirft-baufirma-rechtswidrige-abholzung-vor-6645902.html

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