HOMBERGER HINGUCKER

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EKZ: Der Villa-Deal

Foto: Ehemalige Wiskemann-Villa in der Kasseler Straße 4 mit der Spielhalle. Das Einkaufszentrum wurde genau bis an die Grundstücksgrenze gebaut.
 

Warum zahlte Schoofs eine Million Euro für die ehemalige Wiskemann Villa?

Der Geschäftsführer von Schoofs, Mohamed Younis, sagte laut HNA:

Schoofs Immobilien verhandelt bereits seit Langem mit dem Eigentümer der Gebäude, um „das Gesicht des Centers aufzuwerten“. Zielsetzung sei gewesen, die Anbindung des Einkaufszentrums an die Kasseler Straße „vernünftig“ zu gestalten, sagt Geschäftsführer Mohamed Younis auf HNA-Anfrage.

Schoofs ging es nicht darum "das Gesichts des Centers aufzuwerten" oder die Anbindung des Einkaufszentrums "vernünftig" zu gestalten.

Das Foto von den Gebäuden zeigt, warum gekauft wurde: Das Einkaufszentrum wurde bis an die Grundstücksgrenze der Villa gebaut. Das geht nur, wenn der Nachbar einwilligt.

Warum sollte der Eigentümer der Villa zustimmen, wenn sein Grundstück durch den Betonbau rund um das Grundstück entwertet wird? Es muss einen hartes Pokerspiel gegeben haben. Die Planung und die Herstellung der Fertigteile für diesen Anbau war sicher schon vor Monaten abgeschlossen, doch die Zustimmung des Nachbarn fehlte. Blieb für Schoofs nur der Kauf des Grundstücks, um das Einkaufszentrum an dieser Stelle weiter bauen zu können. Das konnte der Verkäufer nutzen und den Preis hoch treiben. Nicht umsonst sagte Younis:

„Es waren harte Verhandlungen mit dem Eigentümer.“ 
„Wir haben Schmerzensgeld bezahlt. Aber am Ende war es eine strategische Entscheidung.“

Die "strategische Entscheidung" hieß, sonst den Bau des Einkaufszentrums an dieser Stelle neu planen und die schon errichteten Bauteile abbauen.

Da Schoofs die Villa gekauft hat, gibt es jetzt keine Grundstücksgrenze mehr, von der Abstand gehalten werden müsste.
 

Mit Geld lässt sich vieles machen

Schoofs hat einfach so geplant und gebaut, wie es nicht rechtmäßig war. So war es schon bei dem Weckessergelände, bei dem Bürgermeister Dr. Nico Ritz eine rechtswidrige Veränderungssperre durchsetzte. Als er merkte, damit kommt er bei Gericht nicht durch, regelte Schoofs die Sache mit Geld und kaufte das Grundstück.

Schoofs setzte sich immer wieder über rechtlichen Regeln aus dem Vertrag mit der Stadt und über das Baurecht hinweg. Das kann Schoofs tun, denn sie wissen, dass der Bürgermeister es deckt oder es ausbügeln wird. So war es bei der vereinbarten Fertigstellungsfrist, bei dem Schutz des Einzelhandels in der Altstadt und bei der Anlieferung am Bindeweg.
Auch die Bauaufsicht spielt mit, denn es wird abweichend vom Bebauungsplan weiter gebaut, ohne das die Behörde einschreitet.

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