HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Burgberg kahl und verwüstet

 

 

Wer am Sonntag bei sonnigem Wetter den Burgberg zum  Spaziergang wählt, kam entsetzt zurück.

Der Burgberg ist in den letzten Wochen weitgehend kahl geschlagen und verwüstet worden.

Im Juli 2018 hatten noch eine  Gruppe Jugendlicher des Internationalen freiwilligen Gemeinschaftsdienstes (Ijgd) am Burgberg Wege hergerichtet, die jetzt durch schweres Gerät zerstört wurden. So wird mit der Freiwilligenarbeit umgegangen.

Im August letzten Jahres wurde nur davon gesprochen, die vertrockneten Bäume heraus zu nehmen, die zu einer Gefahr für die Spaziergänger werden könnten.  Danach sieht das aber nicht mehr aus.

Kein Kahlschlag

Das Forstamt Neukirchen steht vor der Aufgabe, auf dem Homberger Schlossberg nicht etwa einen Kahlschlag vorzunehmen, sondern einen fließenden Übergang von einem alten, stark unter Trockenstress leidenden Wald hin zu einem verjüngenden Wald zu gestalten.  Quelle: HNA 28. 8. 2020

Im nächsten Sommer wird der Fußweg zur Burg nicht sehr einladend sein, dann fehlt der Schatten und die Sonne knallt ungehindert auf die Besucher, sofern sich noch welche auf den Weg zur Burg machen.

 

Landschaft schützen, Denkmal schützen ?

Der Burgberg ist zwar Landschaftsschutzgebiet, davon ist nichts zu spüren. Für den Wald des Burgberges ist der Neukirchener Forstamtsleiter Florian Koch zuständig. In der Stadt ist sein Schwager Dr. Nico Ritz verantwortlich, doch von einem verantwortlichen Denkmalschutz ist auch dort nichts zu erkennen. Beide scheinen sich gut zu verstehen: Im Wald und in der Stadt wird mehr zerstört als erhalten.

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16 Kommentare zu “Burgberg kahl und verwüstet”

  1. Dr.Klaus Lambrecht

    Zu dem Bild passen die Schlagworte auf den Wahlflyern der zur Wahl in Homberg antretenden Parteien
    FDP: Mitmachen.  Mitmischen. Mitentscheiden.

    CDU: Wir alle. Für Homberg.

    SPD: Wir gestalten Homberg.

    FWG: Weil wir gerne hier leben.

    Die Grünen: Grüne Vielfalt für Homberg innovativ. engagiert. charmant.

    Anspruch und Wirklichkeit liegen weit auseinander, der normale Bürger empfindet in allen Lebensbereichen vieles anders als unsere politisch Verantwortlichen oder zu wählenden Parteien.

  2. Marc

    Ich gehe stark davon aus, dass die Rodung notwendig war. Eine Rodung im Wald bringt immer auch Schäden an Wegen und Vegetation mit sich. Schritt zwei wird sicherlich sein, die Wege zur Burg mindestens so herzustellen, wie sie vorher waren. Im Hinblick auf das Projekt Zukunft Stadtgrün (der neue Name des Projektes ist mir entfallen) wird hier sicher einiger passieren. Deshalb sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben (oder in diesem Falle kritisieren). Ich sehe nun aber auch eine absolute Pflicht der Stadt, das Homberger Aushängeschild wieder zu einem Anziehungspunkt zu machen! 

  3. Delf Schnappauf

    zu 2:

    Rodungen in diesem Ausmaß waren nicht notwendig. Notwendig ist die Verkehrssicherung, dort wo Wege sind.

    Die Verkehrssicherung kann auch erreicht werden, wenn entsprechende Äste oder Einzelbäume entnommen werden. Das ist auch so in der Besprechung am Burgberg im August letzten Jahres vorgetragen worden. Auf behutsame Weise hätte vieles gerettet werden können, so war es nur – wie so oft – blindwütiger Kahlschlag, der ohne Sinn und Verstand für das ökologische Zusammenwirken erfolgt. Die Schäden sind vergrößert worden, denn es ist fraglich, ob es eine Naturverjüngung geben wird, wenn die Sonne im Sommer ungehindert auf die jungen Triebe knallt.

    Oben vor dem Burgeingang ist auch das das junge Holz zurück geschnitten worden, von dem keine Gefährdung der Verkehrssicherheit ausgeht.

    Geht es wirklich um Verkehrssicherheit oder geht es um Freischneiden von Sichtachsen, wie es schon vor Jahren angekündigt wurde?

    Welchen Sinn macht es, die bequem zu gehenden Weg am Berg mit Holz zu versperren?
    Vor Jahren sollte der Burgberg sogar "barrierefrei" gestaltet werden..

    siehe hier und hier

    Angesichts der Klimakrise zeichnet sich verantwortliches Handeln dadurch aus, dass so viel wie möglich die Natur erhalten wird. Natur ist Überlebensmittel.

    Die HNA zitierte gerade Maja Göbel: "Corona gegen Klimakrise nur 'pillepalle' "
    Das Verhalten der Verantwortlichen in der Stadt ist angesichts dieser Situation leichtfertig
    und unverantwortlich.

  4. IchkannGoogle

    Und Sie sind auch dafür Experte? 

    Muss man die Wege dann einzäunen, wenn man den Rest Wald nicht sichert? 

    Wie demnächst alle Teiche?

    Bedanken Sie bitte das der Gefährdungsbereich die Höhe des Baums in der Horizontalen ist… 

     

    Verbleibt Totholz/schon geschädigte Bäume im Wald, freut sich der Borkenkäfer,

    freut sich der Borkenkäfer ist in weniger Jahren der komplette Bestand erledigt,

    aber dann hätte man ja wieder was worüber man sich aufregen kann.

     

  5. An ich kann google

    Und woher wissen Sie dass dieser Kahlschlag notwendig war?

    Es sind zumindest vor 3 Jahren massenhaft gesunde Bäume geschlagen worden. Dabei sind auch gesunde Bäume beschädigt worden. 

     

    Ich bezweifle nicht, dass vermehrt Bäume krank sind, aber ich bezweifle das ordnungsgemäß aufgeforstet wird. 

     

     

     

    L

    Und ob die Rodung hier durch Fachleuten vorgenommen wurde bezweifle ich stark 

     

     

    Da aber heute kaum noch jemand den Wald kennt, kann man ja alles jedem erklären…. 

     

    Wer es glaubt wird selig

  6. Leser

    Es ist ein Wahljahr mit Hindernissen (Corona). Da sitzen die Bandagen schon mal enger als sonst, auch wenn sie etwas das Blut abschnüren und das Gehirn somit nicht immer ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

    Man kann sachlich informieren oder man kann sachlich, aber mit verbalen Ausrutschern Ausrutschern argumentieren. 

    Sie wundern sich, wenn auf diesen oder jenen Brief oder Anfrage meist nicht reagiert wird? Könnte schon sein, dass es am Umgangston liegt!

    „All shall be well, and all shall be well and all manner of thing shall be well.“

    (Juliana von Norwich – 1342)

  7. An ich kann google

    PS bin übrigens auch dagegen, dass die Teiche eingezäunt werden! Die Juristen werden aber dafür sorgen. Grund immer weniger Kinder können schwimmen. Schuld ist dann eben so ein armer Bürgermeister wie in Neukirchen.

     

  8. Knüller

    Ein beschämend schwacher Kommentar, als Bericht getarnt, der mit Abwesenheit von Sachkenntnis glänzt. Im Vorfeld der Kommunalwahl ad hominem zu kommentieren ist gleichsam offensichtlich wie unredlich. Schäbiger Gazettenstil. 

  9. Delf Schnappauf

    zu 4: Ach, Homberg und Experten. Für Bezahlung liefern sie alles Gewünschte. Ob Statiker, Architekten oder Juristen. Es ist wiederholt belegt.

  10. An Knüller

    SEHR GEEHRTER Herr Knüller!

    Was soll denn der Kommentar,??? Wegen der Kommunalwahl??? Das ist ja wohl ein Witz??? Wer setzt sich denn in Homberg für die kleinen und notwendigen

    Dinge ein???

    Ich sehe keinen Wahlkampf, sondern nur noch Gefolge,

     

    Die Bilder sprechen für sich 

     

     

  11. solarfan

    zu 9. Mindestens genauso oft belegt ist Ihr Expertenwissen. Mir fällt dazu grade dieses amüsante Beispiel ein, als Sie sich als excellenter Kratzputzexperte hervorgetan haben. 😉

    https://www.homberger-hingucker.de/hessischer-kratzputz-in-homberg/

  12. Delf Schnappauf

    zu 11: Das ist so nicht verständlich. Bitte erklären Sie das doch einmal.

  13. Vereinsmitglied

    Sehr geehrte Kommentatoren, bewerten Sie die Sachlage noch objektiv?

    Was wäre gewesen wenn Herr Schnappauf für die jetzigen Maßnahmen am Burgberg verantwortlich gewesen wäre? Hätten Sie genauso geurteilt?

    Die Bilder vermitteln nicht das Bild einer sorgfältigen schonungsvollen Renaturierung. 

    Insbesondere frage auch ich mich, was eigentlich die Abholzung im November 18 für ein Sinn hatte. Schade, dass der kritische Geist der Homberger sich in ein duldungsvolles Zustimmung aller obigen Maßnahmen verwandelt hat. Schade, mir jedenfalls ist die Berichterstattung des Homberger Hingucker weitergeleitet worden und diese hat mich leider mehr als zum Nachdenken gebracht.

    Ich bedauern es auch sehr, wenn ich sehe, wie mit kritischer Berichterstattung umgegangen wird. Kein Wunder dass die örtliche Presse nur wenig kritische Beiträge zu lesen bringt. Das ist wohl der Wandel der Zeit. 

  14. solarfan

    zu 12. In Kommentar 4 teilen Sie als Experte Ihr Fachwissen zum Thema Kratzputz mit:

    Das Gebäude in der Bergstraße ist mir bekannt, ebenso die Form des Putzes. Dies ist aber nicht der typische Kratzputz, wie es auch in der Broschüre heißt. Es ist allenfalls eine eigene Form der Putzgestaltung. In der Broschüre wird er auch als eine Sonderform vorgestellt. Der Begriff Kratzputz ist deutlich in der Broschüre und im Film beschrieben. Wenn man alle Formen der Putzgestaltung darunter fassen wollte, müsste auch andere Formen wie Scraffito hinzunehmen.

    Das Sie offensichtlich wenig oder überhaupt keine Ahnung zu dem Thema haben, zeigt die Tatsache, dass Sie das Gebäude kannten, den Putz aber nicht einordnen konnten. Auch ein nicht typischer Kratzputz ist ein Kratzputz und der Experte wird ihn auch als solchen erkennen. Davon abgesehen stand in der angsprochenen Broschüre nichts vom typischen Kratzputz, sondern vom Hessischen Kratzputz.

    Im Beitrag hier wissen Sie es auch wieder besser als die Experten vom Forstamt:

    Rodungen in diesem Ausmaß waren nicht notwendig

  15. solarfan

    zu 13.

    Bewertet der Bericht die Sachlage objektiv ? Gibt es im Homberger-Hingucker überhaupt einen objektiven Bericht ? 

    Objektive Berichterstattung war und ist vermutlich aber auch nie das Ziel dieses Blogs gewesen !  

  16. Objektiv

    zu 15

    Was ist denn Ihrer Meinung nach objektiv?

    Dass der Kahlschlag Schlossberg eine optimale Renaturierungsmassnahme ist?

     

    Das Ärztehaus optimal geplant und gebaut ist? Pp

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