HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Die Konjunktur war’s

Nachdem Dr. Nico Ritz 2014 sein Amt als Bürgermeister begann, wollte er das Gasthaus Krone durch eine Handwerker-Kooperative sanieren lassen. Die Idee sei durch die Konjunktur nicht umsetzbar gewesen, gab er jetzt an. Diese Aussage verschleiert den Sachverhalt.

Die Idee bestand darin, dass Handwerker das Gebäude auf eigene Kosten sanieren sollten. Im Gegenzug sollten sie Anteile an dem Gebäude oder dem Betrieb erhalten und so –  ganz langfristig – ihre Leistung bezahlt bekommen. Das Risiko sollten die Handwerker tragen. 

Zu der Zeit waren schon Kreditinstitute kaum noch bereit, in die Gastronomie zu finanzieren: zu riskant. Die Handwerker haben dem Bürgermeister verständlicher Weise eine Abfuhr erteilt. Dr. Ritz versucht jetzt, von der Idee abzulenken und macht die Konjunktur dafür verantwortlich.

   
Die Fakten über die Entwicklung der Krone

Vor seiner Wahl zum Bürgermeister erklärte Dr. Ritz schriftlich auf Nachfrage zum Kauf der Krone im März 2014

"Um eine seriöse Entscheidung zu treffen, bedarf es im ersten Schritt eines schlüssigen Konzeptes, wie das Gasthaus betrieben werden soll. Daraus lässt sich dann ableiten, welche monatliche Pacht betriebswirtschaftlich darstellbar ist. Das wiederum ist entscheidend dafür, den refinanzierbaren Investitionsrahmen abzustecken. Den kann man dann mit den kalkulierten Kosten vergleichen. Auf dieser Basis könnte man schließlich eine Entscheidung treffen.

Deshalb würde ich empfehlen, zunächst ein Betriebskonzept für die "Krone" (als Gasthaus) zu erarbeiten und parallel dazu den richtigen Betreiber zu suchen. Bislang sind diese Voraussetzungen nicht geschaffen. Daher sollte man das Gebäude aus meiner Sicht aktuell nicht ankaufen. " Quelle

Entgegen der Äußerung von Dr. Ritz vor der Bürgermeisterwahl wurde das Gebäude des ehemaligen Gasthof Krone von der Stadt gekauft, obwohl kein Betriebskonzept vorlag – bis heute liegt keins vor. Das jetzige Bauvorhaben ist entsprechend des Konzepts des Bürgermeisters von 2014 nicht seriös.

Im Dezember 2018 erhielt die Stadt von der grünen hessischen Sozialministerin Priska Hinz 405.000 Euro Fördermittel für den Umbau des Gebäudes zu einem soziokulturellen Zentrum. 2018 wurde auch das Multifunktionshaus für soziale und kulturelle Zwecke gefördert. Vorher wurden in den Ortsteilen dafür geworben, die Dorfgemeinschaftshäuser von Vereinen betreiben zu lassen, damit die Stadt Geld spart. Die Stadt hat bereits mehrere Veranstaltungsräume. In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurden neben der Krone die Stadthalle und das vom Bürgermeister geplante Familiencafé im Stadtpark "Alter Friedhof" als die drei großen kulturellen Perlen vorgestellt.

Die Ideen-Präsentation zum Betriebskonzept der Krone der drei Teilnehmer des "Sommer of Pioneers" sollte mit dem Sitzungsprotokoll veröffentlicht werden. 14 Tage später ist es noch nicht im Ratsinformationssystem veröffentlicht. Stattdessen veröffentlichte die HNA den Beitrag: "Mögliche Betreiber stellen Konzept für Gasthaus Krone vor". Online unter dem Titel: " Summer of Pioneers, Großstadtvielfalt in Homberg: Mögliche Betreiber des Gasthauses Krone stellen Konzept vor"

 

Warum erscheint dieser Beitrag in der HNA einen Tag nach dem großen zweiseitigen Vergleich zwischen Fritzlar und Homberg, bei dem Homberg nicht sehr gut aussieht?

Mit den Fakten und der Präsentation der Pioneers in der letzten Stadtverordnetenversammlung hat der neue HNA-Bericht nichts zu tun.

# Im Stadtparlament haben sich die Pioneers nicht als mögliche Betreiber vorgestellt. Lediglich im HNA-Bericht heißt es "die künftig das Gasthaus Krone betreiben sollen".

# Es wurde kein Konzept vorgestellt, sondern nur eine Sammlung an Ideen. Es gab keinen Ansatz eines Betriebskonzeptes, das die Realisierungschancen hinsichtlich Marktsituation, Kosten und Aufwand abzuschätzen versuchte.

# "Mit den Ideen aus dem Betreiberkonzept ist ein Anfang immerhin gemacht.", schrieb die HNA. Ein Betreiberkonzept wurde nicht vorgestellt, also kann auch kein Anfang gemacht worden sein.

# 2019 sollte nach Aussagen des Bürgermeisters das "Kronebaujahr" sein. Der Umbau des Gebäudes sollte 2019 abgeschlossen sein. Erst 2021 wurde der Umbau begonnen. Eine Erklärung für die Verschiebung gibt es nicht. Pläne sind der Öffentlichkeit nicht bekannt. Für welche Nutzung wurde geplant? Es ist ein Bau ohne Konzept. Die Landesregierung unterstützt mit 400.000 Euro dieses Projekt mit ungewissem Ausgang.

 


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Eine dramatische weltweite Entwicklung. Das ist erst der Anfang, denn die stark angestiegenen Emissionen der letzten 30 Jahre wirken sich noch gar nicht bei den Katastrophen aus. Es wird noch schlimmer kommen, viel schlimmer, denn in den letzten 30 Jahren ist der größte Zuwachs an Emissionen erfolgt, die Steigerung ist noch gar nicht in der aktuellen Situation „eingepreist“.
Doch die Parteien reden vom „Wohlstand sichern“, sie wollen die dramatische Entwicklung nicht sehen – vor der Wahl. sie wollen Stimmen zum Weitermachen.

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Ideen der Jugend für die Zukunft des Dorfes

Basis für die Dorfentwicklung?     Ideensammlung  aus der Jugendbeteiligung für Dorfentwicklung, die mit großem Aufwand inszeniert wurde.   Ideen in der Nähe des Bahnhofs einen alten Bahnwagon als Jugendclub      ||    Skaterpark     ||     mehr Spielmöglichkeiten für Kinder     ||     Nimm mich mit-Bank an allen Ortseinfahrten Richtung: – HR/Frd – Lenderscheid […]

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Dorfentwicklung … es war einmal – Wandel einer Idee

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