HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Prüfung oder Mut zur Wende

Foto: Baunatal 30.12.2019

 

Der Schulweg vom Haus meiner Großeltern draußen in den Feldern zu der Schule in der Stadt führte durch eine Straße, in der ich kurze Zeit gewohnt hatte. Die Kinder dieser Straßen kämpften gegen die Kinder der Parallelstraße, die zum Friedhof führte. Obwohl ich nicht mehr in der Straße wohnte, forderten die Kinder von mir eine Prüfung, damit ich ungehindert weiter die Straße passieren konnte.

Die Prüfung bestand aus einer Wettfahrt mit dem Fahrrad. Die Strecke war eine kleine Querstraße, die kurz nach einer Kreuzung in einer Sackgasse an einem Gartenzaun endete. Das war doch leicht zu schaffen, so geübt wie ich war, ich würde schneller sein als der andere.
Mit vollem Schwung trat ich in die Pedalen. Das Ziel klar vor Augen ging es mit Karacho los.

Gerade über die Kreuzung hinaus gekommen wurde mir klar, dass bei diesem Tempo diese Fahrt am Zaun ein schlimmes Ende für mich nehmen würde.
Ich trat mit voller Kraft in die Rücktrittbremse. Langsamer werdend rollte ich die letzten Meter bis zum Zaun.

Zum Glück änderte ich rechtzeitig mein Ziel, so konnte ich gewinnen.
Es war eine gute Prüfung, eine lehrreiche Prüfung.

Im letzten Jahr dachte ich immer wieder an diese Prüfung – bei den Klimaänderungen und bei den Vorgängen in Homberg.

Werden wir in der Gesellschaft rechtzeitig in die Rücktrittbremse treten, den Mut zur Wende aufbringen?

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Ein Kommentar zu “Prüfung oder Mut zur Wende”

  1. Phil Antrop

    Welche Gesellschaft ?

    Das kann nur die Gesamtheit aller Menschen leisten.

    Panische und hektische Aktivitäten, wie sie sich hier in Deutschland abspielen, sind eher Steine im Weg, statt Ziel führend.

    Wie wild werden Solartechnik und E-Mobilität ausgebaut. Die Folgen für die Gesellschaft reduzieren sich doch nur auf Stromerzeugung und Fahrzeuge die vor Ort keine Abgase erzeugen.

    Die Infrastruktur dazu, die Technik selbst ist in der Summe als Bilanz, im Vergleich zu anderen Techniken, bisher noch nicht sichtbar.

    Bis hin zu Gefahren für Feuerwehr und Rettungswesen, Werkstätten, Insassen, Umwelt auch bei Produktion und Entsorgung.

    Allke reden von Internet und Mobiler Kommunikation.

    Keiner von der Energie die dafür aufgewendet werden muss.

    Der CCC hat auf seiner Jahresitzung dazu u .a auch da Bilanz gezogen.

    Auszug:

    Das wird klarer, je mehr Vortragende aufzählen, welchen Anteil Hardware, Software und digitale Dienstleistungen im Internet an CO2-Austoß und Ressourcenverbrauch haben. Unternehmen stoßen so viel CO2 aus wie ganze Länder – Amazon 2018 beispielsweise 44 Millionen Tonnen oder Apple etwas über 25 Millionen Tonnen. Das Bitcoin-Schürfen verbrauchte so viel Energie wie das gesamte Land Österreich. Das Training einer künstlichen Intelligenz benötigt so viel Strom wie fünf durchschnittliche Autos in den USA. Webseiten werden immer daten- und damit energieintensiver, allein Netflix, Pornos und andere Onlinevideos machen 60 Prozent des gesamten Internetverkehrs weltweit aus.

    https://www.zeit.de/digital/2019-12/chaos-communication-congress-klimaschutz-co2-emissionen-nachhaltigkeit-ccc-hacker

    Feinstaub in der Luft? Was ist mit Kriegen, der Waffenproduktion und Übungen der Miltärs weltweit?

    Wer weiß denn schon, wie groß der Energieverbrauch der großen Länder im Hinblick auf ihr Militär ist? 

    Was mit den riesigen Bränden weltweit? Den Ländern in denen die Energieproduktion, auch für Zubereitung von Nahrung, allein auf Holz und Kohle basiert?

    usw.

    Die Frage kann nur lauten: Was tun alle gleichzeitig dagegen?

    Bei uns werden relativ sparsame und saubere Diesel vernichtet samt der Energie die darin ist und die man zur Vernichtung braucht.

    In den Dritt Weltländern fahren die alten Dreckschleudern weiter.

    Wäre es da nicht sinnvoll Zwischenschritte zu machen, statt von Null auf Hundert zu beschleunigen wie ein Rennwagen?

    Unser politisches und Rechtssystem ist dann auch noch unfähig die Betrüger zu bestrafen und die Betrogenen zu schützen. In den USA hat u. a. VW klein beigegeben. Mit Österreich hat man sich geeinigt. Die Bürger in Deutschland zahlen doppelt und dreifach. VW macht Milliardengewinne und zahlt Dividenden. Die Verantwortlichen sind entweder im Amt oder mit dicken Abfindungen im Ruhestand !

    Ich persönlich bin gegen die derzeit geübte Mülltrennung in den Haushalten und die getrennte Abfuhr. Besser wäre es, dies zentral zu machen – da funktioniert es dann Sortenrein und es müssen weniger Müllfahrzeuge  ihre Kreise ziehen.

    Aber das würde ja dem Business bestimmter Unternehmenskreise zuwider laufen.

    In diesem Sinne : Etwas mehr Gelassenheit statt blindwütigem Rumtoben.

    Das wäre einer meiner wichtgsten Wünsche.

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