HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Wohnmobilstellplatz – ein neues Projekt?

  
"Wieder tolle Erfolge unseres Bürgermeisters."

Ein neuer Wohnmobilstellplatz sei in Homberg geplant. Die HNA berichtete am 10.05. 2019:

Die Arbeitsgruppe, die die Stadt daraufhin mit den Wohnmobilfreunden bildete, habe das Projekt komplett durchdacht, sodass für Homberg keinerlei Planungskosten angefallen seien, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz.

Parlamentschef und Wohnmobilist Jürgen Thurau weiß genau, was da ab Herbst nahe des Freibades entsteht: „Ganz klar der schönste Stellplatz in ganz Nordhessen.“

Wieder tolle Erfolge unseres Bürgermeisters. Homberg bekommt den schönsten Stellplatz in Nordhessen.

 

Seit 19 Jahren gibt es den Bebauungsplan Nr. 42 für einen Campingplatz neben dem Schwimmbad, auf dem auch Mobilheimplätze erlaubt sind.

Auszug aus dem Bebauungsplan Nr. 42.

 

Planauszug aus Bebauungsplan Nr. 42, Campingplatz, der seit 5. Januar 2000 in Kraft ist.

 
Im Bericht der HNA heißt es, seit Jahren hätten sich "Wohnmobilisten für einen neuen Standort in der Kreisstadt starkgemacht".
Das klingt so, als könne diese Idee erst jetzt angegangen werden. In dem Artikel  wird ein altes Projekt vorgestellt, das auf dem Bebauungsplan aus dem Jahr 2000 beruht. Die Berichterstattung bejubelt "tolle Erfolge unseres Bürgermeisters" und erwähnt nicht den bereits seit langer Zeit vorliegenden Plan.

Der Bürgermeister wird für einen "Alten Hut" gelobt, den er auch schon früher hätte aufsetzen könnte.

Immer wieder Erfolge, die der Bürgermeister über die HNA bekannt machen lässt.

Es ist unverkennbar, der Tag der Bürgermeisterwahl am 9. Februar 2020 näher rückt, da muss Aktivität vorgestellt  werden.

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5 Kommentare zu “Wohnmobilstellplatz – ein neues Projekt?”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Ein privater Investor kann im Rahmen des Bebauungsplanes bei Verfügbarkeit der Flächen durch Kauf oder Pacht mit der Detailplanung beginnen. Die Behörden sind an den Bebauungsplan gebunden. Eventuell sind noch Details mit der Stadt abzustimmen, wie Versorgungsleitungen etc.etc.

    Beim Einkaufen hörte ich bereits Politiker, die schimpften, dass ihre Idee geklaut worden sei. 

  2. Michael

    Steht als Investor zufällig der Name Hünerkopf im Raum?

  3. Dr. Klaus Lambrecht

    „Bis dahin ist es aber noch ein weiter, jedoch überschaubarer Weg. Denn auf dem Gelände unterhalb des Parkplatzes für Schwimmbadbesucher herrscht noch Wildwuchs. „Wir müssen Kompromisse finden, um Grün zu erhalten und die praktische Erwägung nicht zu vernachlässigen“, erklärt Bürgermeister Dr. Nico Ritz vor Ort. Mit den Worten von Rübsam: „Was erhaltenswürdig ist, bleibt stehen, aber was im Weg steht, muss nunmal weg.“
     „In diesem Zuge sollen auch die Fuß- und Radwege in Richtung Stadt sowie die Radwegeverbindung nach Falkenberg und zum Mosenberg ertüchtigt werden“, Benjamin Neidert, Betriebsleiter der technischen Betriebe, freut sich zudem: „Wir machen alles selbst. Es wurde also kein Planer hinzugezogen. So sparen wir auch Planungskosten.“ Die Stellflächen werden dank Schotterrasen, also feinem Splitt, ohne Spuren befahrbar sein. „Dadurch ist auch der Pflegeaufwand minimal. Da muss man nur zwei Mal im Jahr mähen“, lobt Lambrecht die Planung.
    Soweit ein Zitat aus einer Veröffentlichung von NH24.Leider haben die Mitarbeiter der Stadt und die planenden Mitglieder der Arbeitsgruppe versäumt, in den geltenden Bebauungsplan Nr. 42 „Campingplatz“der Stadt Homberg  zu schauen. Die Fläche die man roden will, ist seit dem Jahr 2000 der Sukzession überlassen worden und damit konform mit den Festsetzungen des Bebauungsplanes. Es handelt sich um eine Ausgleichsfläche für den mit dem Eingriff als Campingplatz verbundenen Eingriff in Natur und Landschaft. Es wird also auch eine Änderung des Bebauungsplanes sowie eine neue Ausgleichsmaßnahme erforderlich.
    Für mich unverständlich, dass die städtischen Mitarbeiter und der Bürgermeister nicht in die städtischen Unterlagen schauen. Dies ist jetzt schon das zweite Mal. Erinnert sei an die Überplanung der Altablagerung für ein Wohngebiet im Rahmen der Sportplatzplanung. Peinlich, peinlich.

  4. Gotthard

    Aus gut unterrichteten Kreisen wird berichtet, das auf Initiative eines einzelnen Magistratsmitgliedes die Projektplaner „Die Stellplatzplaner“ vor Ort waren und den neuen in Frage kommenden Wohnmobilstellplatz begutachtet haben. Bei der Ortsbesichtigung mit Vertretern des Magistrats und der Verwaltung wurde auch die Möglichkeit ein neues multifunktionalen Sanitärgebaudes für Schwimmbad und Wohnmobilplatz mit Gastronomie in die Planung mit einzubeziehen.

    Wer schmückt sich denn da mit fremden Federn……?

    Na ja es sind ja bald wieder BM-Wahlen……

  5. Dr. Klaus Lambrecht

    Die Planungsgruppe einschließlich des Stadtverordnetenvorstehers aber auch der Bürgermeister und die Mitarbeiter des technischen Dientes scheinen die gesetzlichen Grundlagen und die Satzungen der Stadt nicht zu kennen. In der Ausgleichfläche wurden 3 Zugänge mit einem Kleinbagger mitten in der Brut- und Setzzeit geschoben.  Die Arbeiten können als Ordnungswidrigkeit zur Anzeige gebracht werden.
    Ich frage mich, wie man Mitarbeiter, die dies zu verantworten haben, noch ernst nehmen kann? Bevor man etwas auf Gemeindeebene plant schaut man in den Flächennutzungsplan. Zwei grobe Planungsfehler in kürzester Zeit, das ist schon bedenklich.

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