HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Personalkosten reduziert: Bitte wo?

Personalsparung eingespartBürgermeister Dr. Ritz verkündete bereits vor Längerem, dass Personalkosten um 168.000 Euro reduziert werden.

"Im Stellenplan sind einige Veränderungen vorgesehen. Bei den Personalaufwendungen und den Versorgungsaufwendungen wirken sich die bereits durchgeführten und noch beabsichtigten Personalreduzierungen (auslaufende Verträge, bzw. Ausscheiden aus Altersgründen) aufwandsmindernd aus, obwohl tarifliche Steigerungen bei den Beschäftigten einkalkuliert sind." heißt es im Haushaltsplanentwurf 2015.

In Homberger Anzeiger ist zu lesen:

Viele kurzfristige Maßnahmen hatte die Verwaltung getroffen, um nicht aus dem Kommunalen Schutzschirm zu fliegen: Die Forstrücklage wurde aufgelöst, die Spielautomatensteuer angehoben, Stellen in der Verwaltung abgebaut und auf öffentlichen Flächen werden künftig Parkgebühren fällig.

Einsparung wo
168.000 Euro Personalkosten sollen eingespart werden, hatte Bürgermeister Dr. Ritz gesagt. Im Haushaltsplan-Entwurf 2015 ist davon nichts zu sehen. Das Gegenteil, die Personalkosten steigen ungebremst an wie in den vergangenen Jahren

Anstieg zum Folgejahr
2012 = 226.550 Euro
2013 = 219.979 Euro
2014 = 212.283 Euro.

Statt 168.000 Euro Einsparung 212.283 Euro Kostensteigerung.

"Die Auszahlung des Zuweisungsbetrages [Landesausgleichsstock] knüpfe ich an die vollständige Umsetzung der nachfolgenden Auflage:" schrieb der Innenminister, als er Homberg den Namenszusatz "Reformationsstadt" genehmigte.

"Die Reduzierung der Personalkosten ist als Konsolidierungsziel festzuschreiben."

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6 Kommentare zu “Personalkosten reduziert: Bitte wo?”

  1. CDU Mitglied

    Herr Schnappauf ! Hier wird doch ganz korrekt und im Sinne der Auflagen des Innenministers gehandelt. Man hat das Ziel, die Personalkosten zu reduzieren festgeschrieben. Mehr wird doch nicht verlangt.

    Oder steht irgendwo, dass man sie tatsächlich reduzieren muss ?

  2. Abakus

    Berücksichtigt man 168 000 € Einsparung und die ca. 5 % mehr im öffentlichen Dienst dann ist die Ausgabensteigerung erklärbar.

    Wenn man also sparen will, muss man Personal reduzieren um die Lohnsteigerung auszugleichen.

    Das ist nicht nur schwierig – es erfordert auch Phantasie um z. B. eine erhöhte Parküberwachung und die Einnahmenerzielung beoi den geplanten Parkgebühren zu gewährleisten.

    Einzig die Information darüber wo am Personal gespart wurde fehlt.

  3. Mister X

    Tarifabschluss im öffentl. Dienst der Bundesländer – ohne Hessen !!

    Rückwirkend zum 01.03.15:    2,1 %

    ab 01.3.16:    2,3 %

    Ob Hessen das Tarifergebnis übernimmt, muss abgewartet werden. Hessen, eines der Geberländer im Länderfinanzausgleich, ist bekanntlich aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgeschieden. Das war das Werk von Herrn Ex-MP Koch. Wer meint, dass dies ein üppiger Tarifabschluss war, vergleiche die Lohnsteigerungen im Metallgewerbe, z.B. bei VW mit ihrem Haustarif. Die Bonuszahlungen bitte nicht vergessen!

    Ergo: Auch Beschäftigte im öffentl. Dienst dürfen von Einkommensentwicklungen nicht ausgeschlossen werden.

  4. Comment

    Egal wies ist, bin froh dass nicht an Personalkosten eingespart wird, nur behaupten soll man das bitte auch nicht!!

  5. T. Chris

    @ Mister X: Das gilt nicht für Kommunen. Das ist der öff. Dienst der Länder…also v.a. alle, die beim Land Hessen angestellt sind. Für die Städte, Gemeinden und Landkreise gilt der TVöD VKA. Und der ist nicht von den jetzigen Verhandlungen betroffen. Bitte differenzieren.

  6. Mister X

    @ T. Chris

    Danke für den Hinweis. Wieder etwas gelernt.

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