HOMBERGER HINGUCKER

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Brandlast am Burgberg

Foto: Gefällte Bäume am Burgberg bleiben liegen und vertrocknen.

 
Ab 1. Oktober dürfen wieder Bäume gefällt werden. Die Wälder sind voller abgestorbener Bäume, auch am Burgberg. Am 2. September gab es eine öffentliche Begehung des Burgbergs mit dem Förster Florian Koch, die HNA berichtete darüber unter der Überschrift:

Am Homberger Schlossberg stehen Fällarbeiten an
Wald am Burgberg ist krank: Hessen-Forst und Stadt Homberg planen Fällarbeiten

Mit dem Ende der Frist sollen ab heute auch am Burgberg viele abgestorbene Bäume gefällt werden. Stämme und Baumkronen sollen im Wald liegen bleiben. Sie heraus zu holen sei zu teuer. Das Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet wird sich sehr verändern.

…  das Forstamt will nicht jeden Stamm aus dem Wald holen,

Doch das ist wegen der wenigen steilen Wege am Berg schwierig und auch kostenintensiv, auch deshalb werde ein nennenswerter Anteil an Holz, Kronen und Reisig im Wald verbleiben.

   
Erhöhte Brandgefahr

Der Burgberg ist trocken und die dünne Humusschicht auf dem Gesteinsuntergrund hält wenig Wasser. Wasser ist aber auch notwendig für die Naturverjüngung und für die Verrottungsprozesse.
Wenn im kommenden Sommer weniger Laubdach Schatten bringt, wird der Boden noch stärker austrocknen. Auch das Holz wird trocknen und stellt in der großen Menge ein Brandlast am Berg dar.
Wenn ein Feuer ausbricht, finden die Flammen in liegengelassenen Kronen und Reisig genug Nahrung. Was aus Kostengesichtspunkten im Wald liegen bleiben soll, kann sich zu einem teuren Ereignis entwickeln.
Die Gefahr ist nicht von der Hand zu weisen. Am Burgberg sind schon jetzt verschiedene Feuer- und Grillstellen zu finden.

  
Naturverjüngung am Burgberg?

Spätestens aber im Frühjahr, verspricht Koch, werde die Naturverjüngung zu sehen sein, die bereits auf der gesamten Fläche stehe.

Man wird sehen, wie viel von der Naturverjüngung, die bisher noch im Schatten der Kronen aufwachsen konnte, nach der Fällaktion übrig bleibt. Aber auch Naturverjüngung braucht Wasser zum Wachsen, das wird an der Südseite des Berges mit der intensiven Sonneneinstrahlung im Hitzesommer schwierig werden. Naturverjüngung bringt nicht unbedingt Bäume hervor, Brombeerranken wachsen schneller und können dominieren. Auch sie werden vertrocknen.

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