HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Mehr Onlinehandel bedeutet …


Bürgermeister Dr. Ritz sieht den Trend zu noch mehr Onlinehandel. Das werde eine kontinuierliche Entwicklung, erwähnte er zur Erweiterung des Logistikers CTL im Homberger Gewerbegebiet.

CTL will seine Lagerkapazität um 5.000 qm Halle erweitern und rechnet mit  6 Monaten Bauzeit.

Die HNA berichtete vor wenigen Tagen von dem geplanten Fachmarktzentrum an der Kasseler Straße, das nach 18 Monaten noch nicht mit den geplanten 3.600 qm Hallen fertig geworden ist. An der fehlenden Kapazität der Baufirmen kann es wohl nicht liegen.

Der neu errichtete Leerstand an der Kasseler Straße könnte wohl noch lange so liegen bleiben. CDU und SPD haben es so gewollt und die Zeichen der Zeit nicht gesehen.

Ob daraus auch Schlüsse gezogen werden zu der Entwicklung des Einkaufszentrums auf dem Ulrich-Areal? Mehr Onlinehandel bedeutet weniger Ladengeschäfte.

Beim Ulrich-Areal ist zum Glück noch nichts verbaut, von den gefällten Bäumen abgesehen. Je früher eingestanden wird, dass das Einkaufszentrum-Projekt "versemmelt" ist, desto früher kann etwas für Homberg Sinnvolles entwickelt werden.

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36 Kommentare zu “Mehr Onlinehandel bedeutet …”

  1. T. Chris

    Das hat mit Onlinehandel weniger zu tun. Bei CTL werden ganz andere Waren umgeschlagen, zumal "Just in Time" gilt und jede größere Firma ihr Lager auf die Straße verlagert hat.

    An die nächtliche Ruhestörung durch die LKW, die durch die Dörfer brettern, an die kaputten Straßen usw. wird dabei weniger gedacht. Ich hoffe doch sehr, dass CTL die Gewerbesteuer an die Stadt Homberg zahlt und nicht irgendein lausiges Modell es ihnen ermöglicht, die Steuern an einem anderen Standort zu entrichten. Denn 10 läppische Arbeitsplätze rechtfertigen nicht die Zerstörung (und Verschmutzung durch rausgeworfenen Müll und Urinbomben), die die LKW bringen. Man möge sich nachts nur mal 15 Minuten an die B323 und B254 stellen oder das Industriegebiet mit offenen Augen durchschreiten. 

  2. AnwaltsLiebling

    In unserer Region können wir uns über jeden neuen Arbeitsplatz freuen.

    Ich würde mich allerdings auch einmal freuen, wenn gut bezahlte Arbeitsplätze in Homberg dazu- kommen würden.

    10 läppische Arbeitsplätze schreibt "T. Chris" in seinem Kommentar und zeigt negative Aspekte auf, von denen ich mich auch schon im Industriegebiet überzeugen konnte.

    Die Frage sei erlaubt:

    Ob die HNA auch berichtet, wenn sich ein Handwerker selbständig macht und mit drei – fünf Mitarbeitern auf einer kleinen Betriebsfläche beginnt?

  3. Phil Antrop

    Dass 9 Arbeitsplätze verloren gegangen sind, wird nicht bemerkt. Fa. Rothauge, die sogenannte „Pappe“, stellt den Betrieb ein.

  4. Opa

    Phil Androp

    " Fa. Rothauge, die sogenannte Pappe, stellt den Betrieb ein."

    Die Bezeichnung höre ich zum ersten Mal.

    "Pappe" rührt sicher von der Dachpappenfabrik Rothauge her. Gründer waren Willi und Henner Rothauge. Stimmt`s?

    Seit wann existiert der Spitzname? Bezog er sich auf die Firma allgemein oder einen Inhaber?

    Würde mich mal interessieren.

  5. Phil Antrop

    Es gab zwei Mal "Pappe" in Homberg. Eines war Becker & Marxhausen in Berge. Und ich kenne aus allen Erzählungen nur den Begriff "Pappe" in erster Linie für Rothauge. Da ging es immer durch das Wädchen zum Bahnhof auf dem ich glaube "Eselsweg"

  6. Opa

    Danke, Phil Antrop!

    Die auswärtigen Schüler kannten den Fußweg vom Bahnhof in die Stadt bestens. 

    Täglich einmal runter und einmal hoch….

     

  7. Le Penseur

    Bei den beiden Brüdern Rothauge habe ich als Jugendlicher mein eigenes Taschengeld verdient. Ich war als Hilfskraft in die Herstellung von Teerpappen, die wir auch mit einem LKW selbst auslieferten, als auch in die Isolationsarbeit von Bundeswehrbunkern in Wolfhagen eingebunden. Es war seinerzeit außergewöhnlich, dass ich als Jugendlicher mit einem Tagesverdienst von 70 DM nach Hause gehen konnte. Der Verkauf selbst wurde über viele Jahre von "Onkel Fritz" abgedeckt. Ich habe ausschließlich positive Erinnerungen an meine Ferienbeschäftigung bei diesem alteinsässigen Homberger Unternehmen.

  8. Opa

    Fritz Stolzenbach und Helmut Bülter ( beide leider verstorben ) waren die Asphaltverkäufer der Firma Rothauge.

    Später standen Helmut und seine Anita hinter dem Tresen in ihrer "Alten Scheune".

    Der Politik spielte damals noch eine Nebenrolle om Lokal.

    Schön war`s – die gute alte Zeit. 🙂

  9. Opa

    70,00 DM täglich als Jugendlicher verdient!

    Da wird mancher Mitarbeiter eines Logistikunternehmens in der heutigen Zeit aus dem Staunen nicht heraus kommen.

    Die Herstellung von Teerpappen auf dem Gelände der Fa. Rothauge liegt bestimmt 40 – 50 Jahre zurück. Danach wurde die Fertigung eingestellt und das Asphaltgeschäft betrieben..

  10. Wähler

    Die Altersarmut wird steigen.

    Das ist die bittere Wahrheit bei dem Lohndumping in der heutigen Zeit.

    Heute hörte ich im Radio, dass Bayern die Anliegergebühren für Straßeninstandsetzungen abschaffen will.

    So, so, wenn es Richtung 30 % in einer konservativen Hochburg geht, kommen den Politikern die besten Ideen.

    Der Rentner, der sich rechtschaffend ein Häuschen in seinem Arbeitsleben, womöglich auf einem Eckgrundstück, erschaffen hat, kann nicht nachträglich bestraft und ggf. in den Ruin getrieben werden.

    Was die Homberger bei der Ausgabenwut noch alles erwarten können, lässt dich momentan nur erahnen.

    Vielleicht dient der Jahreswechsel zu einem Umdenken im Rathaus.

  11. Le Penseur

    Zu 9. Opa:

    Stimmt, mit Helmut Bülter habe ich manche Nacht zusammen Asphalt gekocht. Dies liegt nunmehr 55 Jahre zurück und es handelte sich um einen hart verdienten Lohn. So habe ich immer versucht, in meinen Berufen als Schlosser oder später als Pädagoge eine ehrliche Arbeit abzuliefern. Für den Umgang mit Steuergeldern, wie es sich in meiner engeren Heimat abspielt, habe ich wenig Verständnis. Meine Hoffnung für das Jahr 2018 besteht darin, dass man im Kasernengelände und auch in der Innenstadt kleine neue Betriebe anwerben kann, die in der Lage sind, nachhaltig zu wirtschaften, um unsere Stadt nach vorne zu bringen. Auch wird sich im kommenden Jahr zeigen, ob die Bauprojekte, wie Engel-Apotheke, Marktplatz 15, das bewirken werden, was die Arbeitsgemeinschaft der Homberger Politiker sich davon versprechen.

  12. Opa

    Le Penseur OP gut überstanden?  🙂 Weiterhin alles Gute! P.S.: Zum Jahreswechsel ist hoffentlich einmal eine persönliche Botschaft im Hingucker erlaubt. 🙂 Allen einen schönen Jahreswechsel. Bis nächstes Jahr in alter Frische im Homberger Hingucker.

  13. Frustrierter

    02.01.2018   

    Nanu, reges Treiben am Marktplatz, rechts wie links parkende Autos. Menschen mit Tüten und Kartons unterwegs.

    Was ist da los, fast ( ! ) wie in alten Zeiten? 

    Des Rätsels Lösung:

    Die Drogerie Thiele gibt vor der endgültigen Schließung kostenlos Ware aus ihrem Sortiment ab. Das schreit fast nach einem 1 Euro-Laden auf dem Marktplatz.

    Nein, bloß nicht.

  14. Scherzbold

    Ein Gerücht?

    Aufgrund des immer weiter fortschreitenden Leerstandes auf dem Marktplatz werden die maßgeblichen Homberger Parteien ihre Parteibüros dort eröffnen. Der Leerstand soll auf diese Weise zumindest vorübergehend kaschiert werden.

    Die Parteigrößen werden innerhalb ihrer Partei und auch parteiübergreifend beraten, welche Fehler die Politik gemacht hat.

    Sie werden sich fragen/fragen lassen müssen:

    Warum haben bis jetzt alle Ideen der Politiker zur Innenstadtbelebung so kläglich versagt?

    Warum verliefen großspurige Ankündigungen regelmäßig im Sande….

    Auf Wandtafeln auf dem Marktplatz werden die Beratungsergebnisse in regelmäßigen Abständen der Homberger Bürgerschaft bekanntgegeben….

    Einsprüche können direkt in den Parteizentralen erhoben werden.   🙂

  15. AnwaltsLiebling

    Mein Bekenntnis für 2018:

    Ich gelobe, dass ich Entscheidungen des Homberger Magistrates und der Stadtverordnetenmehrheit im Homberger Hingucker lobend erwähnen werde, wenn es diese verdienen.

    Ich erwarte zum Ausgleich, dass sich Magistratmitglieder oder ihr Sprecher, Herr Dr. Ritz, in diesem Blog zu Fehlentscheidungen bekennen.

    Zum Jahresende 2018 wird eine ehrliche Bilanz gezogen!

  16. Mitgucker

    Homberg steht nicht allein da.

    Das Grundproblem eines immer weiter voranschreitenden Leerstands in den Innenstädten betrifft ALLE, sogar Kassel.

    https://www.hna.de/kassel/mitte-kassel-ort248256/fussgaengerzone-ist-sorgenkind-langjaehrige-mieter-verlassen-kassels-innenstadt-9504240.html

  17. T. Chris

    @ 16: Ich hab es auch gelesen und wollte es schon hier posten. Es ist kein hausgemachtes Problem in Homberg, es ist überall so. Und solang horrende Mieten/Pachten verlangt werden, wird sich auch kein kleiner Einzelunternehmer trauen, die Bürde aufzunehmen, einen Laden zu eröffnen.

  18. Phil Antrop

    In Kassel liegt wie in anderen Städten auch das Problem noch auf einem anderen Sektor:
    Die Inhaber geführten Unternehmen verschwinden aus Altersgründen, Nachfolger sind selten in Sicht und fast immer sind die Kinder nicht interessiert.

  19. Opa

    Oweiowei,

    wo soll das noch hinführen?

    In ein paar Jahren gibt es wahrscheinlich in den Kleinstädten keine Läden mehr. In Homberg und einigen anderen nordhessischen Kleinstädten ist der Zustand bereits fast erreicht.

    Internet, Internet: Amazon, Amazon, Zalando, Zalando und wie die Firmen alle heißen.

    Unterhalten wird sich auch nicht mehr. Alles wird über das Smartphone und wie die Dinger alle heißen, abgewickelt.

    Es wird keinen Einkaufsbummel mit der Familie mehr geben, Papa kriegt keine Socken und keinen Schlips mehr im Städtchen gekauft, Mutti kein Blüschen und kein Kleid mehr. Die Kinder werden mit der Online-Bestellung groß und vermissen nichts.

    Die blauen Papiertonnen werden verdoppelt, die Verpackung muss entsorgt werden…..

    Die Einkehr in die Frühstücksstuben bei den Metzgern Diele und Birach (zuvor Diele) nach den Einkäufen sind schon lange vorbei.

    Ob die Welt schöner wird mit dem geänderten Konsumverhalten, bezweifele ich dann doch.

    Meine einzige Hoffnung ist der Retrotrend, der irgendwann einsetzen wird, so wie bei den Autos ( Fiat 500 usw. )

    P.S.: Auch ich habe schon im Internet Ware bestellt, aber in Grenzen.

    Meine Frau ( Rentnerin) ist die Anlaufstelle für DHL, UPS, Hermes etc., wenn die Nachbarschaft an der Arbeit oder außer Haus ist.  🙂 

  20. Opa

    Als Lektor in eigener Sache möchte ich die Verantwortlichen der Stadt Homberg nicht von Fehlern und Versäumnissen freisprechen.

    Homberg ist der Entwicklung ( Verfall des städtischen Einzelhandels ) voraus.

     

  21. Delf Schnappauf

    zu 17: Der kleine Einzelhandel hat auch das Problem, dass er nur noch große Gebinde kaufen kann, die er in dieser Menge nicht kurzfristig umsetzen kann. Entweder bekommt er die Ware nicht, oder nur in so großer Menge, dass sie sein Lager füllen und dort nur liegt.

  22. Phil Antrop

    Zu Delf Schnappauf

    Selbst bei EDEKA – ehemals Gemeinschaft der Einzelhandelskaufleute macht man den Kleinen Druck. So kostet deren Einkauf mehr als bei größeren Läden.

    Wie will ein Fachverkauf von TV mit Media mithalten.

    Beispiel:
    Grundig TV 2239 € !

    Da kriegt man dann 500 € Gutschein für Einkauf bei denen und wenn man über Shoopmkommt noch 2 % Cashback. Dazu zinslos in 33 Raten zahlen a 68 €.

    Netto also unter 1700 € .

    Wer kann da mithalten?

     

  23. Frustrierter

    GEIZ IST GEIL – sagt uns die Werbung.

    Vor lauter Geiz gibt es irgendwann nur noch Monopolisten – trotz Kartellamt.

    Und dann kommen die gepfefferten Preise.

    Geiz war gestern…….

  24. Distanzbetrachter

    Wer Ende des Jahres 2017 in einem Statement für die HNA einen noch weiter gehenden Trend im Versand- und Onlinehandel für die Zukunft erkennt, der muss sich fragen lassen, wann er denn zu dieser Feststellung gekommen ist…?

    Er muss sich auch fragen lassen, wenn er die Zukunft so sieht, was er denn wegen des Online- und Versandhandels für die Homberger Einzelhandelsgeschäfte in deren Überlebenskampf, zwecks Hilfe eben in der Vergangenheit wie auch jetzt in der Gegenwartsbewältigung getan hat?

    Soll ich die Geschäfte alle aufzählen, die zwischenzeitlich geschlossen haben…?  Nein, – das mache ich nicht, aber jeder Interessierte weiß, was ich meine.

    Er muss sich aber auch fragen lassen, ob er überhaupt noch an eine Wiederbelebung des toten Homberger Innenstadtbereiches glaubt, oder ob er sie schon jetzt als Auslaufmodell gegenüber dem Schoofs-Building ad acta in seinem Terminkalender notiert hat?

    Fragen nach dem Tun und Handeln, deren Antworten schon längst für viele Geschäfteinhaber durch die bittere Realität überholt  wurden.

    Gorbatschow und sein damaliger Leitgedanke:  

    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben…

    Er hat auch heute noch seine Gültigkeit. Die Zahl 900 wird in einigen Tagen unterschritten werden…

    900 Tage bis zur nächsten Wahl!  In diesem Sinne… Guten Abend!

  25. Dr. Klaus Lambrecht

    @24

    Meines Erachtens hat die Homberger Politik seit Jahren entgegen der mahnenden Stimmen auf blind auf die Gutachten der GMA vertraut. Das Gutachten wurde dreimal mit leichten Änderungen als Begründung für die Kaufkraft in Homberg vorgelegt. Marktplatz-Ost, Schneider und zuletzt für das Einkaufszentrum sollten eine Sogwirkung für Homberg oder die Altstadt auslösen. Schon damals sah man die Gefahr des Onlinehandels für die kleineren Geschäfte. Wieder hatten die Entscheidungsträger die Vorstellung, dass Homberg der Nabel der Welt sei, ähnlcih wie bei Kauf der Kasernen, wo ein Technologiezentrum entstehen sollte oder auch die UNI Kassel eine Zweigstelle einrichten könnte.

     Wir müssen mal auf den Boden der Realität kommen, kleine Brötchen backen, wie man so sagt.

    Bemerkenswert finde ich da den Ansatz in Fritzlar:

    Damit wird Leerstand vermieden. In Homberg träumt man von der Zentralität der Verwaltung im Rathaus, Kosten spielen scheinbar keine Rolle.

    Eins hat sich nur bewahrheitet, der Sog der uns immer vorgegaukelt wurde, der von dem geplanten EKZ ausgehen sollte, ist eingetreten. Die Abwärtsspirale dreht sich immer schneller leider. Bei einer anderen aufgelockerten Bauleitplanung  hätte der REWE- Markt schon längst gebaut werden können.

  26. Distanzbetrachter

    Zu 25) Herrn Dr. Lambrecht

    Sie schreiben in Ihrem Kommentar, „wir müssen auch mal kleine Brötchen backen“. Dieser wohlbekannte Ausspruch wird vermutlich auch bei verschiedenen Entscheidungsträgern der Homberger Politik im Geiste vorhanden sein, doch den Befindlichkeiten eben jener Personen stehen die Begehrlichkeiten des Chefs entgegen, und so wird geklotzt und nicht gekleckert – Altbaubestände in der über die Jahrhunderte gewachsenen Tradition altehrwürdiger Bauten werden – der Denkmalpflege zum Trotz – hemmungslos abgerissen, um Platz für die Träume der besser situierten zu schaffen. Eine solche Unvernunft wird nicht ohne Spuren bleiben.

    Die Sogwirkungen des Schoofs-Buildings wie auch des Schneider-Areals wird die noch letzte verbliebene Hoffnung auf Besserung Lage der einzelnen Innenstadtgeschäfte aufsaugen. Den Machern dieser Einkaufszentren geht es in erster Linie nur um die entsprechende Rendite, die sie aus ihren City-Magneten ziehen wollen; die soziale Komponente wird willkürlich außer Acht gelassen. Die Menschen, die in irgendeiner Form davon tangiert werden sind bei den beabsichtigten Baumaßnahmen der jeweiligen Investoren mehr oder weniger nur zu Statisten degradiert worden.

    Im Homberger Schwimmbad war bis vor einiger Zeit noch die Gaststätte mit dem illustren Namen „Zum grünen Schwan“ in Betrieb. Nun existiert dieser Name nicht mehr; er bleibt aber in Homberg, dieser Schwan; – er hat sich verwandelt und ist jetzt „Der sterbende Schwan“ der Homberger Marktplatzgeschäfte…

    Überlegungen der Politik aus der Vergangenheit, den Marktplatz neuen Atem einzuhauchen und wiederzubeleben sind längst in den staubigen Schubladen der Entscheider verschwunden; die Homberger Ideenschmiede ist verkümmert aufgrund ihrer Einfallslosigkeit. 

    So farblos wie die Farbe Grau des Marktplatzes auf den Besucher wirkt, so farblos blieben und bleiben die Entscheider bei dem Versuch entsprechender Lösungsansätze.

    Jahrelang hat die Politik in Homberg über verschiedene Möglichkeiten der Belebung nachgedacht, sie haben zulange nachgedacht, und wurden wieder einmal durch Gorbatschows Worte bestraft: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!“ Denn alle jene, die seit Jahre und Tag in der politischen Verantwortung stehen und die Geschicke Hombergs mitbestimmen tragen für ein derartiges Szenario, wie es heute vorzufinden ist die Verantwortung.

    Was haben wir uns nicht alles in der Vergangenheit an Absichtserklärungen, an Beschwichtigungen und dergleichen mehr anhören müssen.

    Am 14.03.2014 kam 250 Homberger kamen in die Stadthalle zu einer Diskussion über die Stadtentwicklung in der Kreisstadt. Prof. Großmann, Nürnberg, hob die Einmaligkeit des geschlossenen Fachwerkbestandes in Homberg hervor, der den Wert der Stadt ausmacht und unverwechselbar ist. Er ging besonders auf die Schirnen und das Eckhaus Holzhäuser Straße/Untergasse ein, das nach der Planung von Gontermann abgerissen werden sollte.

    Prof. Eichenlaub, Kassel schilderte seinen erprobten Planungsansatz, der nicht von den Gebäuden sondern von den Menschen ausgeht. Stadtentwicklung ist vor allem auch ein sozialer Prozess der Bürger, der in Gang zu setzen ist, darin sieht er eine wesentliche Aufgabe.

    In einem neuen Ansatz zur damaligen Stadtentwicklung hat Prof. Dipl.-Ing. Alexander Eichenlaub zugesagt, dass er im Sommersemester 2014 mit einer Projektgruppe aus Wissenschaftlern und Studenten der Universität Kassel den Homberger Stadtentwicklungsprozess begleitet.

    Die beiden Männerfreunde Richhardt und Gontermann fuhren sogar per Dienstreise mit dem Auto nach Nürnberg zu Herrn Professor Großmann, um das, was sie gedanklich begonnen hatten, mit „Unterstützung“ durchzuführen.

    V_wie_Vendetta schrieb dazu in seinem Kommentar: „Anstatt Herr Prof. Großmann zusammen mit Herrn Dr. Dirk Richardt in Nürnberg zur Podiumsdiskussion für Ihr Styropormodell zu überreden, hätte die Zeit für uns Bürger sehr viel sinnvoller und kostengünstiger genutzt werden können, indem einfach mal die Sachen und Bauschäden erledigt werden, die so verschlampt werden, weil man größere Flausen im Kopf hat.“

    Soweit zu den damaligen Visionen, Plänen, Gedanken und Vorhaben.

    Alles verstaubt nun als Mief in den Schubladen der politischen Entscheider.

    Die Geschäftsleute des Marktplatzes sind von der Politik alleine gelassen im grau des Marktplatzes, alleine, mit all ihren Sorgen und Nöten. Der sterbende Schwan erholt sich nicht mehr…

    Wenn aber irgendwann einmal die Glitzerwelt des Schoofs-Buildings am Kreisel leuchtet, dann findet sich die Politik wieder auf der Titelseite der HNA…

    WETTEN DAS…?

  27. Scherzbold

    So bedauerlich es auch ist, diese liebenswerte Stadt wird kein Politiker mehr zu einer blühenden Einkaufsstadt und auch zu keiner lebendigen Stadt mehr machen.

    Wir müssen uns mit einer "Schlafstadt" begnügen. Nennenswerte Arbeitsplätze, die für ein gutes Auskommen der Beschäftigten sorgen, sind nicht hinzugekommen. und nicht in Sicht.

    Wer trägt die Schuld?

    Online-Handel, politisches Versagen oder auch Einzelhändler, die die Zeichen der Zeit verpasst haben? 

    Es ist höchste Zeit, dass die Träume Homberger Politiker die Altstadt durch ein Ärztehaus, eine Kita, ein Haus der Reformation und ein Begegnungszentrum in Hessens ältestem Gasthaus, der "Krone", endlich begraben werden.

    Alle Versuche sind gescheitert bzw.werden scheitern.

    Sollen wir uns auf einen vergrößerten REWE, einen ALDI im neuen EKZ und einen weiteren Drogeriemarkt freuen?

    Beobachten wir, welchen neuen Leerstand das  neue EKZ nach sich zieht.

    Die Altstadt ist jetzt schon leergefegt.

  28. Scherzbold

    "900 Tage bis zur nächsten Wahl."

    Und dann ist die Homberger Wählerschaft zu grundlegenden Änderungen  bereit?

    Noch fehlt mir der Glaube an einen Wandel.

    In 900 Tagen kann allerdings noch viel passieren (…)

     

  29. Distanzbetrachter

    Korrektur zu 26)

    …es muss natürlich heißen: "Brauner Schwan"

    Sorry…

  30. Phil Antrop

    Ob Grün oder Braun – die Homepage der Stadt listet unter "Essen und Trinken" nicht nur unvollständig sondern auch fehlerhaft. Auch das ist dem Tourismus und der Stadt nicht förderlich. Es bestätigt lediglich als ein weiterer Baustein die Homberger Modelle.

    Im Schwimmbad Restaurant – die Pizzeria Ristorante Pinocchio

    Geschlossen – die Hohlebachmühle 

    Burgberg-Stube – Richtig: Burgbergstube

    Öffnungszeiten Sommer: (Ostern bis 31. Oktober 2016)

    Öffnungszeiten WINTER  (01.Nov. 2016 – Ostern 2017)

    Geschlossen – Jungclas Filiale im Efze Center

    http://homberg-efze.eu/tourismus/gastgeber/gastronomie-uebernachtungen/

  31. Phil Antrop

    Bewertungen und damit Werbung für Homberg

    https://www.holidaycheck.de/hi/hotel-stadt-cassel/9005ddae-1e38-3f3f-ac1b-01830d1f3f67

  32. Mitgucker

    #32

    Auch mit diesem Betreiber hat sich am Stadt Cassel nichts verändert.

    Unfreundlich, Unsauber, schlechtes Essen und, und, und.

    In den Zimmern, sogar im Bad, liegen Kabel offen, Dreck unterm Bett, zerissene Vorhänge und unangenehmer Geruch nach Schimmel.

    Wahrhaft eine gute Werbung.

  33. Frustrierter

    Für die Homberger Hotelerie und Gastronomie besteht noch Luft nach oben

    Eine lohnende Aufgabe für die Inhaber für das Jahr 2018!

  34. Opa

    Meine Altersgenossen können sich bestimmt an die 60er und 70er Jahre erinnern.

    Das Hotel "Stadt Cassel" hatte einen klangvollen Namen in Homberg und darüber hinaus! 

    Nebenan beim Otto Jütte gab es ein sehr gepflegtes Pils, gegenüber beim Wilhelm Breiding tolle Torten, selbstgemachte Pralinen und ein gutes Glas Wein in seiner Weinstube. Schon die älteren Schüler trafen sich nach dem Unterricht beim Wilhelm in der holzgetäfelten Weinstube.

    Da gerate ich heute noch ins Schwärmen. 🙂

  35. Don Quijote

    @32: Ich weiß, es sind reine Spekulationen und mit diesen sollte man vorsichtig sein, aber ich habe den Eindruck, der jetzige Inhaber der Stadt Cassel betreibt den Laden als "Absetzungsprojekt", um es vorsichtig auszudrücken. Schaut man sich mal die Internetseite des Inhabers an (ein IT-Unternehmen!), findet man auch die in der Stadt Cassel eingesetzte Chefin im dortigen Team. Man hat bei ihr den Eindruck, sie macht den Job nur widerwillig und ohne jede Freude. Als wolle sie jeden Gast vertreiben. Auf einem Tisch stapelt sich Wäsche, im Eingangsbereich stehen Kartons herum – so viele Gäste, dass keine Zeit zur Ordentlichkeit bliebe, gibt es doch momentan gar nicht.

    Eine sehr traurige Entwicklung des schönen Hauses. Hier könnte man wirklich mehr daraus machen, es bräuchte eben aber auch etwas Herzblut oder zumindest Interesse! Eine Dame in dem Alter (ich schätze die Chefin auf Ende 60) hat vielleicht nicht mehr den Elan, dort etwas aufzubauen. Wir werden sehen, wie lang sich der jetzige Zustand hält.

    Holt euch einen gelernten Koch, liebe Stadt Cassel, putzt mal richtig durch, verlegt neue Teppiche im Hotelbereich. Ein bisschen frischer Wind, gutes Essen, und dann läuft der Laden. In Homberg fehlt eine solche Anlaufstelle – ihr könntet diese Lücke füllen!

  36. Phil Antrop

    Aufmerksam wurde ich duch einen HNA Bericht:

    Der Zweigverein Homberg im Verein für hessische Geschichte und Landeskunde lädt zu dem Vortrag „Die frühe Geschichte von Burg und Stadt Homberg“ in das Hotel Stadt Cassel ein. 

    Mittwoch, 24. Januar, um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

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