HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Neuer Feuerwehrstandort oder Wahlmanöver?

 

Die Stadt wolle vorsorglich den ehemaligen Bundeswehrsportplatz am Rande der Dörnbergkaserne kaufen, um dort den neuen Feuerwehrstandort zu bauen. So steht es in der Einladung zur Stadtverordnetenversammlung und in der HNA (18.11.2020).

Als vor Monaten das Fachbüro kplan einen neuen Standort für die Feuerwehr suchte, war der Sportplatz in Holzhausen der Favorit. Der Bürgermeister setzte sich für diesen Platz ein, gegen den nahezu geschlossenen Widerstand der Holzhäuser, die ihren Sportplatz behalten wollen.

Alternative Standorte würden nicht die Anforderungen der Feuerwehr erfüllen. Die Anfahrtswege wären zu weit, die Einsatzzeiten zu lang. Die Fristen für Hilfe konnten schon bei den geprüften Standorten nicht eingehalten werden, soll das jetzt bei dem viel weiter entfernten Sportplatz hinter der ehemaligen Dörnbergkaserne möglich sein?

 

Auf dem Sportplatz hinter der ehemaligen Dörnbergkaserne ist ist nach dem gültigen Flächennutzungsplan eine Ausgleichsfläche ausgewiesen. Damit ist der Platz auch schon aus diesem Grunde nicht geeignet.
  

Wahlkampfmanöver?

Das Ganze sieht nach einem Wahlkampfmanöver aus. Die aufgebrachten Holzhäuser Bürger sollen vor der Wahl beruhigt werden. Sie sollen sich sicher wiegen, dass sie ihren Sportplatz neben der Umgehungsstraße behalten können – jedenfalls bis die Wahl gelaufen ist.

   
Es sieht wie ein weiteres Ablenkungsmanöver aus, wie der schon einmal vorgestellte Bau der "Goldkiste" neben der Kreissparkasse in der Kasseler Straße. Diese Planung ist längst wieder gestrichen.
Dem Machtkartell der Homberger Parteien aus CDU, SPD, Grüne und FDP scheinen Täuschungsmanöver recht zu sein, wenn es darum geht, an der Macht zu bleiben – auch wenn die Projekte sich als Flops erweisen.

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21 Kommentare zu “Neuer Feuerwehrstandort oder Wahlmanöver?”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    Was bei der bisherigen Diskussion um den zukünftigen Standort des Feuerwehr-
    stützpunktes auffällt: Flächen innerhalb der beiden Kasernen werden überhaupt nicht angesprochen, oder auf Eignung geprüft. Diese Flächen müssen eh von der Stadt eines Tages erworben werden. Für mich gehört eine funktionierende Feuerwehr auch zur Daseinsvorsorge wie die ärztliche Versorgung.
    Es wundert mich daher, dass man in der gleichen Sitzung über die Open-Air –Arena diskutiert und den Sportplatz vorsorglich kaufen will. Ist genau dies Gelände in der Ostpreußenkaserne nicht auch als Standort und sogar aus wirtschaftlichen Gründen besser geeignet? Die Erschließung ist bereits da. Und gerade während des Hessentages hatte sich der Standort in der Ostpreußenkaserne für die ausgelagerte Feuerwehr bewährt, zumindest hat man keine Beschwerden gehört.
    Bisher sind die Kosten für die diesjährige Nutzung des Open-Air-Geländes nicht öffentlich genannt worden, sodass eine Wirtschaftlichkeitsberechnung oder Einschätzung über eine generelle Nutzung der Fläche in der Ostpreußenkaserne für Veranstaltungen nicht erfolgen kann.
    Bei dem nun diskutierten Sportplatz muss aus meiner Sicht die Anbindung an die Bundesstraße hergestellt werden, weitere derzeit naturnahe Flächen werden zerschnitten und Flächen versiegelt, obwohl Flächen in dem benachbarten Bebauungsplan Ostpreußenkaserne zur Verfügung stehen. Die eh von der HLG erworben werden müssen. Es verwundert,  dass die Flächen vorher nicht in die Untersuchungen für einen Standort mit einbezogen worden sind, war die Standortuntersuchung ergebnisoffen beauftragt worden? Man hat eher den Eindruck es hat eine Vorgabe für die zu untersuchenden Flächen gegeben, egal ob verfügbar oder nicht. Man kann den Holzhäusern dankbar sein, dass sie sich auf die Hinterbeine gestellt haben, wachsam sollten  sie dennoch bleiben?
    Ach eins noch, die Brücke über die Efze müsste ja auch noch ertüchtigt werden, an den Kommentar von Ich kann Google sei erinnert.

  2. Joachim Grohmann

    Der optimale Platz ist beim Zubringer zur 323 im Bereich Industriegebiet, dies wurde auch durch das Planungsbüro kplan ermittelt (alle Zielpunkte grün). Warum dort nicht gebaut wird, erschließt sich einem nicht.

    Freies Gelände, keine Anwohner in unmittelbarer Nähe, gute Zu und Abfahrtswege und freie Fläche.

    Herz (oder Feuerwehr), was willst Du mehr.

  3. eckbert siebert

    Ich habe am 25.3.2020 an den Magistrat der Kreisstadt Homberg unter "Grundstückssuche für den Neubau Feuerwehrstützpunkt Homberg " folgendes geschrieben: Ich habe erfahren, daß im Spätherbst 2019 ein Gesprächstermin mit der Firma Grau und der Stadt Homberg wegen des Betriebsgrundstückes Waßmuthshäuser Straße geführt werden sollte. Hat diese Gespräch stattgefunden? Wenn ja mit welchen Ergebnis? Antwort Bürgermeister Dr. Ritz: u.a.:  Alle Möglichkeiten im Bereich der ehemaligen Kaserne -einschließlich der von Ihnen benannten "Grau-Fläche" -haben allerdings nach gegenwärtigen Erkenntnisstand den Makel, dass die gesetzlichen Hilfsfristen nicht für die gesamte Kernstadt eingehalten werden können. Dies wird in der weiteren Diskussion zu werten sein. Meine einfache Frage wurde leider nicht beantwortet! Aber von Herrn Grau habe ich eine Antwort erhalten. Nun lese Ich in der Presse, daß der ehemalige Bundeswehrsportplatz eine geeignete Alternative sei. Das nennt man in Homberg ein schlüssiges und zielstrebiges Konzept! Liebe Holzhäuser wer die Homberger Politik in der Vergangenheit verfolgt hat, weiß, daß wenn der Magistrat sich was in den Kopf gesetzt hat, er dieses auch umsetzt. Schade um Eueren schönen Sportplatz! Wer den kompletten Schriftverkehr haben möchte, bitte melden.

     

  4. Homberg Jeck

    Hoch leben die Homberger Jecken !

    Grau Gelände zu weit weg – aber das ein paar Hundert Meter weiter entfernte Gelände ist geeignet.

    Irgendwie, so secheint mir,  fehlt nicht nur in Bayern die göttliche Eingebung.

    🤡

  5. Homberg Jeck

    War doch früher auch schon so. Es sei nur an die Brauerei erinnert, das Viertel rund ums Rathaus und den überdimensionierten Busbahnhof.

    Egal was auch immer: Homberger Modelle – ein Garant für eine tolle Zukunft !

    🤡

     

  6. Hessen Henner

    Wie wäre es denn mit dem Munitionslager am Ronneberg?

    Oder die Fläche neben CTL? (Nee, die ist zu nah an der Stadt)

  7. Dr. Klaus Lambrecht

    Mit Verwunderung hab ich die Kaufpreisermittlung für das Baugrundstück des Feuerwehrstützpunktes gelesen. Da werden auf Ebene des Flächennutzungsplanes potentielle Nutzungen festgelegt, die mit keiner Bebauungsplanung hinterlegt sind. Es gibt für diese Flächen noch keine konkretisierten Nutzungsfestlegungen wie man sie in jedem Bebauungsplan findet.
    Für mich sind das rein gewillkürte Annahmen, die durch nichts begründet sind. Allein die Differenzierungen der Flächencharakteristik ist falsch.
    Im oberen Bereich des Grundstücks befindet sich bereits eine  bepflanzte Ausgleichsfäche. Die Panzerstraße die das Gelände durchschneidet wird überhaupt nicht bewertet. Man geht von nutzbarer Fläche aus. Nutzbar ist die gesamte Fläche, es fragt sich nur wie man sie nutzt, dafür gibt es aber keine Festlegung durch die STAVO. Sonst wird ja auch in bebaubarer und freizuhaltender Fläche unterschieden. Fällt dies keinem der Abgeordneten und Magistratsmitglieder auf?  Wird die Wertermittlung der HLG ungeprüft übernommen?
    Darüber hinaus fehlt auch ein belastbare Aussage von den zuständigen Stellen, ob die Fläche überhaupt für den Feuerwehrstützpunkt geeeignet ist. Frau Dittmar (Kreisbrandinspektorin hat sich dazu in der HNA nicht abschließend geäußert. Es ist unverantwortlich ein Grundstück zu kaufen, wenn kein grundsätzliches grünes Licht von den zu beteiligten Behörden vorliegt und eine Kostenermittlung vorliegt.

  8. Freya

    Herr Grohmann.. schön das beim Standort  an der B323 alle Hilfszeiten erreicht werden. Nur leider besteht diese Fläche aus zwei Grundstücken, die dooferweise durch den Zubringer zur Ziegenhainer Str. getrennt werden. Und topografisch auf diesen Flächen eine Feuerwehr bauen – viel Spaß beim Baggern.

  9. Homberger

    Das wäre doch der richtige Ort für den neuen Sportplatz der "Holzhäuser". Da die Fussballer ja ausschließlich mit dem Auto zum Sportplatz fahren, ist es ja unerheblich, ob sie an den jetzigen Standort, oder zur BW fahren. Der Vorteil bei dem Standort BW wäre noch, sie bekommen neue Räume, in denen man tatsächlich auch sowas wie Gymnastik o. ä. machen könnte.

    Die Feuerwehr sollte meiner Meinung nach auf dem städtischen Gelände (Sportplatz Holzhausen) bauen. Und um Kosten zu sparen, auch einen Bau für beide Wehren.

     

  10. Bürger 2014

    Ich hatte den falschen Beitrag kommentiert. 

    Hier passt es besser :

    Wie wäre es denn mit diesem Standort für die Feuerwehr ?

    https://www.google.com/maps/@51.0228308,9.39686,204m/data=!3m1!1e3

  11. Joachim Grohmann

    @10

    Das ist der Vorschlag von der BL und der FWG. Von dem Punkt aus erreicht man alle Stellen im Aktionsbereich in der geforderten Zeit.

    Warum sich der Bürgermeister gegen diese Fläche wehrt, erschließt sich einem nicht.

     

  12. Bürger 2014

    zu 11. Ah, ok hatte ich nicht gewusst. Weiß aber ebenso wenig warum man sich gegen diesen Standort wehrt. Wie Sie sagen: man erreicht alles schnell, es liegt am Ortsrand und dennoch mitten drin zwischen Stadt und Industriegebiet. Verstehe ich dann auch nicht. Wird vieleicht nichtz teuer genug sein. Oder einer kriegt seinen willen nicht. Oder der dem dans Grundstück gehört will nicht verkaufen und ist gut Freund mit Bürgermeister ??

  13. IchkannGoogle

    zu 11.) Weil der Standort kostentechnisch wahrscheinlich richtig teuer wird.

    Dort liegen keine Versorgungsleitungen, weiterhin muss zur Bundesstrasse, sowie zum Zubringer ein baulicher Mindestabstand von 20m eingehalten werden, (Bundesfernstrassengesetz)

    Auch zieht der Platz durch seine Topographie umfangreiche Erdarbeiten nach sich,

  14. Bürger 2014

    ZU 13. nun ja, was kostet die Welt. Fördergelder werden ja für jeden Scheiß beantragt und genommen. Erdarbeiten müssen überall erledigt werden. Versorgungsleitungen müssen auch sehr oft neu gelegt werden. Die Stadt ist ja nunmal so weit nicht weg

  15. Freya

    Das Planungsbüro Kplan schreibt aber, dass man beide Flächen rechts und links des Zubringers benötigt für die Feuerwehr…. eine reicht nicht. Und wohin mit dem Zubringer??? Da muss man dann in die Bundesstraße eingreifen etc…

    Der Rest siehe meinen Komentar oben….

  16. Joachim Grohmann

    zu 15.

    Das Kplan auf die kleine begrenzte Fläche zwischen Zufahrt Industriegebiet und Zubringer Bundesstraße bauen wollte ist mir nicht klar. Angedacht war die Fläche neben Zubringer Bundesstraße und Möbel Boss oder auch Hohlebachmühle (kommt aufs gleiche raus).

    Auch ist die Fläche auf der anderen Seite der Bundesstraßre relevant.

    Es gibt sinnvolle Alternativen, einen Sportplatz abzuschaffen, gegen den Willen der dort ansäßigen Sportler und Bürger ist allerdings keine!

    In diesem Sinne

  17. Freya

    zu 16:

    Bei dem Link oben steht auf Seite 10 genau das:

    Grundstücksgröße gesamt ca. 10.715 m² ■Verkehrsknotenpunkt teilt die Fläche in zwei getrennte Grundstück, die einzeln zu klein sind (7.320 m² und 3.395 m²)■Jeweils ungünstige Zuschnitt; amorphe Formen■Erforderliche Abstände zu Straßen schränken die Flächen weiter ein■Für das Gelände gibt es keinen gültigen Bebauungsplan. Die Fläche ist in FNP als Grünfläche ausgewiesen■Erwerb erforderlich: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ■Der Einsatzbereich wird komplett abgedeckt

    Also geht es um beide Flächen links und rechts vom Zubringer. Die Fläche zw. Zubringer und Hohlebachmühle geht ja auch nicht – da fliesst blöderweise die Efze durch.

    Natürlich ist es blöd mit dem Sportplatz, aber eine machbare Lösung findet sich bis jetzt nicht…

  18. Phil Antrop

    Man merkt deutlich das die Standortuntersuchung von KPlan eingeschränkt vorgenommen wurde. Ggf. durch die Vorgaben seitens der Stadt beschränkt.

    Frage: warum wurden folgende, direkt an der Bundesstraße liegende Flächen nicht angedacht und mit untersucht:

    Fläche zwischen 

    1. Holzhausen Friedhof und Steinbruch

    2. auf der anderen Seite der L 3254 Richtung Welferode

    3. Katterbach und Friedhof ?

    Über sachliche Stellungnahmen, die Fakten nenne, warum dies nicht möglich ist, freue ich mich!

  19. Joachim Grohmann

    Zu 17.

    Genau, schön dass Sie die Passage gefunden haben. Der Vorschlag aus dem Bauausschuß war ganz klar: Nur die Seite von der Efze. Es ist dort ausreichend Platz vorhanden, wenn man es nicht glaubt,einfach mal vorbei fahren und schauen.

    Weiterhin ist Fläche auf der anderen Seite der Bundesstraße, also Richtung Bahnhofswohngebiet, vorhanden.

    Allerdings, dass muss ich zugestehen, wenn man keine Alternative sehen will, sieht man in der Regel auch keine.

    Und zum Thema Kosten sei gesagt: solange wir Homberger Geld in ein nutzloses Ärztezentrum pumpen, soll hier keiner um die Ecke kommen und etwas dagegen haben, dass wir zum Wohle von Mitbürgern etwas mehr Mittel ausgeben.

    In diesem Sinne

  20. IchkannGoogle

    Jaja Herr Grohmann.. "wenn man keine Argumente sehen will, dann ignoriert man sie halt.. "

    Das Gutachten von K-Plan was Freya zitiert hat, sagt eindeutig, das die Flächen einzeln jeweils zu klein sind, insbesondere weil bauliche Abstände zu den vorhanden Straßen eingehalten werden müssen.

     

     

  21. Dr. Klaus Lambrecht

    Wir sollten hier nicht öffentlich über die Eignung von privaten Flächen diskutieren, zumal der Eigentümer davon in der Regel nichts mitbekommt. Oder wollen Sie wie die Holzhäuser vor fast vollendet Tatsachen gestellt werden? Das ist undemokratischen Stil.

    Grundlage für eine kommunale Planung ist der Flächennutzungsplan, dort sind auch noch andere Informationen zu finden, die als Ausschlusskriterien mit berücksichtigt werden müssen. Die Flächen Richtung Hohlebach Mühle sind Ausgleichsflächen sowie Auewaldflächen und aus naturschutzfachlicher Sicht als wertvoll zu bezeichnen. In einigen der Flächen liegt dazu noch ein Hauptsammler (Kanal).

    Das Problem ist noch viel weitreichender und grundsätzlicher Natur, in Homberg fehlt ein Stadtentwicklungsplan. Es wird nur immer für den Einzelfall oder auf Zuruf entschieden und damit verbaut man sich immer mehr Möglichkeiten einer geordneten Stadtentwicklung. Ich habe auch den Eindruck, dass die zu untersuchenden Flächen vorgegeben worden sind. Der Planer sollte zunächst an Hand des Flächennutzungsplanes und den gesetzlichen Vorgaben für eine bestimmte Nutzungsmöglichkeit (Wohnbebauung, Sondernutzung, Gewerbe) ergebnisoffene Flächen vorschlagen, die bei Verfügbarkeit (durch die Verwaltung geprüft)  erst dann politisch und öffentlich diskutiert werden.

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