HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Statistik in Zeiten von Corvid 19

 

Täglich kommen die Todesmeldungen. Das macht Angst.
Das Corona-Virus beherrscht seit Wochen die Medien und den Alltag. Angst darf nicht blind machen und den Verstand ausschalten, denn dann wird es gefährlicher. Deshalb etwas zur Klärung der Zahlen:

Die Presse meldet, dass bisher 10 Verstorbene im Schwalm-Eder-Kreis als Opfer des Corona-Virus gerechnet werden.
(Stand 7.4.2020, 9:00 Uhr)

Wie viele Menschen sterben, wenn keine Pandemie herrscht?
 

Eine Überschlagsrechnung

In Deutschland leben 82 Millionen Menschen.

Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 82 Jahren sind das rund 1 Mio. Menschen, die jedes Jahr sterben.

Im Schwalm-Eder-Kreis mit 180.000 Einwohnern wären das im Jahresmittel ca. 2.190 Verstorbene, ca. 180 im Monat oder ca. 6 Todesfälle täglich. Die 10 Coronatoten müssten dann zu den Toten in Beziehung gesetzt werden, die im Kreis jeden Monat auch außerhalb der Grippesaison auf natürliche Weise sterben.
 

Zahlen der Bundesstatistik

Das Statistische Bundesamt schätzt die Zahl der in diesem Jahr Versterbenden auf 940.000.
Gibt es bereits sichtbare Abweichungen durch die durch Coronavirus Gestorbenen?
Da die aktuellen Zahlen noch nicht in der Statistik erfasst sind, greift das Bundesamt auf
die vergangenen Jahre zurück.

 

Dazu schreibt das Bundesamt:

Dabei sind allerdings saisonale Schwankungen zu beachten. Schon während der typischen Grippezeit von ungefähr Mitte Dezember bis Mitte April schwankt die tägliche Zahl an Sterbefällen im Vergleich der Kalenderjahre stark. Beispielsweise starben am 28. Februar 2016 insgesamt 2 100 Personen im Alter von 65 Jahren oder älter. Am 28. Februar 2018, also in einem Jahr, in dem die Grippewelle besonders heftig ausfiel, waren es 3 136 und damit am gleichen Kalendertag über 1 000 Personen mehr in dieser Altersgruppe.

In der Sterbefallstatistik wären die Auswirkungen der Corona-Krise vermutlich erst deutlich nach der saisonalen Grippe erkennbar. Das heißt: Falls ab Mitte April die Zahl der Corona-Toten zunimmt, kann man dies auch in der Sterbefallstatistik an den tagesgenauen Zahlen ablesen.

Im Sommer 2018 stieg die Zahl der Verstorbenen deutlich an, es waren die zusätzlich Verstorbenen, die Opfer der Hitzewelle, also des Klimawandels waren.
 

Ursachen der Todesfälle

Die häufigste Todesursachen sind die Herz-Kreislauf-Erkrankungen ( 356 616 Verstorbene),
mit großem Abstand gefolgt von Krankheiten des Atmungssystems (68 300 Verstorbenen).
Zahlen von 2015
Von den Todesfällen, die dem Coronavirus zugerechnet werden, ist nicht bekannt, was die wirkliche Todesursache war, und ob der Coronavirus ursächlich zum Tod geführt hat. Es ist nicht eindeutig ob der Tod durch den Virus verursacht wurde, oder nur zusätzlich mit dem Virus eintrat.

Abbildung: Corona-Todesfälle nach Altersgruppen und deren Anteil an der Gesamtbevölkerung Quelle

Fazit ?

 

Nachtrag 21. 04.2020:

hr meldet:

"Die Corona-Pandemie führt in Hessen bislang nicht zu einer höheren Gesamt-Sterberate. Im Gegenteil: Die Zahl der Verstorbenen war zuletzt etwas niedriger als im langjährigen Durchschnitt. Experten sehen darin einen "Kollateralnutzen" des Shutdowns." Quelle


20 Kommentare zu “Statistik in Zeiten von Corvid 19”

  1. Peter

    Was das Fazit Ihres Beitrags sein soll frage ich mich allerdings auch. Ihnen macht die Berichterstattung Angst, deshalb relativieren Sie die Zahlen. Okay. Und nun? Anderen machen die Zahlen keine Angst und sie sehen dadurch nur die Maßnahmen legitimiert und halten sich einfach daran, um die Intensivkapazitäten nicht zu überreizen um Ärzten keine Entscheidungen auf Leben und Tod aufzuzwängen ,was furchtbar wären Das Menschen auch ohne Corona einfach so sterben – was soll das damit zu tun haben?

  2. Dr. Klaus Lambrecht

    Vorbildlich verhält sich meiner Ansicht nach in der Coronakrise  Weihbischof Udo Markus Bentz, der für das Bistum Mainz ab 20.4. eine Haushaltssperre verfügt hat (HNA vom 8. April). Er hat, anders wie die Homberger Politiker erkannt, dass es zu gravierenden  Einbrüchen bei den Einnahmen durch Rückgang des Kirchensteuereinkommens aber auch durch andere Einnahmequellen kommen wird. Er verweist auf den Mai, da man zu diesem Zeitpunkt mehr Informationen über die Haushaltslage habe.
    Die Homberger Politik setzt auf den genehmigten Haushaltsplan als ob wir auf der Inseln der Glückseligen leben. Auch in Homberg wird das Leben nach der Coronakrise nicht mehr das gleiche wie vor der Krise sein. Neben den Steuereinbrüchen wird auch Land und Bund gefordert sein, die bisherige Förderpolitik ändern müssen und neue Schwerpunkte bilden. Auch wir in Homberg sollten zunächst einmal alle Vorhaben stoppen und einer Prüfung unterziehen. Es ist dringend erforderlich vor dem Hintergrund der veränderten Einnahmensituation, nur die absolut nötigsten Aufgaben und Vorhaben fortzuführen.

  3. Phil Antrop

    Mit einer guten Organisation ließen sich nach wie vor alle Sitzungen des Magistartes und der Satdverordneten durchführen. War ja z. B. für das Abitur kein Problem.

    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    Die Aussage des Bürgermeisters, man stehe im Kontakt mit dem Magistrat ist für mich Nonsens. Der Bürgermeister ist Teil des Mgaistrates. Und ständiger Kontakt ist ja ALLTAG.

  4. Student

    @Phil Antrop, Hessenweit werden Sitzungen abgesagt bzw. verschoben und in Homberg ist das ja ein Unding. Ich frage mich oft, wieso so Leute die alles besser wissen bzw. und können, nicht mit konkreten Vorschlägen um die Ecke kommen. Bitte lassen Sie uns an Ihren Weisheiten teilhaben 🙂

     
     

  5. Phil Antrop

    Abgesehen das es nicht um Weisheiten geht, lautet die Frage doch nur: Wie kann icheine Sitzung durchführen und die Rahmenbedingungen einhalten.

    Hessen hat Abitur durchgeführt – mit den nötigen Massnahmen. Andere Länder nicht.

    Hessen verbietet Außer Haus Verkauf unbd Lieferservice für Eisdielen – andere Länder nicht

    Hessen liefert ebenso wie der SEK keine Daten zu Genesenen. Andere Länder schon.

    Melsungen untersagt Wochenmarkt – an anderen Orten können die selben Marktbeschicker den Wochenmarkt ohne Probleme betreiben.

    Im Lebensmittelmarkt soll man 2 m Abstand einhalten. Nach vorn und hinten schon nicht leicht, zur Seite? Gegenverkehr? Werden Verkäufer und Kassierer ausreichend geschützt? Desinfizierung der Einkaufswagen vor und nach dem Kauf? Ladenpersonal räumt ein währen die Kunden am Personal vorbeigehen. Das Personal selbst mal mit – mal ohne Mundschutz oder Handschuhen.

    Wohin man sieht sind die Massnahmen nicht durchgängig. Die Statistiken? Es gibt den Spruch: Ich glaube nur die Statistik die ich selbst gefälscht habe.

    Meine Vorschläge sind konkret: Ohne das man geprüft hat, wie man Sitzungeh doch durchführebn kann, diese Pürfung auch nach Möglichkeit wegen des Verständnisses für den Bürger öffentlich und nachvollziehbar macht, sagt man Sitzungen ab. Egal wo – vermutlich hat man einfach nur abgesagt.

    Jetzt nach 6 Wochen fängt man an die Grenzen dicht zu machen. Und kommuniziert auch noch: Die Massnahmen würden greifen. DAS kann keiner beweisen, wenn man sich die Umsetzung anschaut. Oder mal nur meine kurzen Spots auf die Realität.

    Wegen nder Absage von Sitzungen wenden sie sich doch vertrauensvoll an den Sprecher des Magistrats und an den Stadtverordnetenvorsteher. Die haben bestimmt sachlich und nach bestem Wissen und Gewissen geprüft ob man nicht doch…. ?

    Frohe Ostern

    P. S. Warum ist z. B. die Kreisverwaltung nicht im Stande, täglich eine Pressemitteilung herauszugeben, die die räumliche Verteilung der Infizierten, der Genesenen darlegt? Die nach Altersgruppen eingeteilt, die Zahlen liefert?

    Nimmt man nämlich die bundesweiten Zahlen Stand 7.4. als Vergleich heran, dann sind im SEK inzwischen 34 % der Infizierten nicht mehr Krank – gemeldet wird aber nur die Zahl der Infizierten.

     

     

     

  6. Student

    @Phil Antrop

    Also haben alle Fehler gemacht bzw machen diese immer noch? Wenn Veranstaltungen ab einer Zahl von 20 vollkommen untersagt sind, WIE wollen Sie 37 Stadtverordnete plus Zuschauer in der Stadthalle unterbringen? 
    Konkret sind Ihre "Argumente" meiner Auffassung nach nicht. Es wird ständig auf der Stadt und einer Handvoll Politischer Entscheidungsträger rumgehackt. Würden Sitzungen stattfinden würde es heißen, die Stadt Homberg widersetzt sich der Rechtssprechung der Landesregierung.. 

    Naja in diesem Sinne

    Frohe Ostern und bleiben Sie trotz der schlechten Maßnahmen gesund 

  7. Phil Antrop

    1.    Ob alle Fehler gemacht haben weiß ich nicht, ich habe nur eine eigene Meinung zu all den Massnahmen. Das es keine Fehler gab, bezweifle ich.

    2.    Sitzungen des Magistrats und Sitzungen der Stadtverordneten sind keine Veranstaltungen

    3.    Magistrats- und Ausschusssitzungen sind immer < 20.

    4.    37 Stadtverordnete in der Stadthalle unterzubringen ginge vermutlich Incl. Bühne.

    5.    Öffentlichkeit kann man zunächst einmal bestellen in dem eine geringe Zahl vor Ort anwesend ist. Normal sind ja sowieso kaum Zuschauer da.

    6.    Weitere Öffentlichkeit wäre eine Übertragung in das Internet.

    Ihrer Meinung nach sind meine Argumente nicht konkret – nun, meiner Meinung nach sind sie es.

    7.    Ich hacke nicht auf Stadt und Entscheidungsträgern rum.

    8.    Ob ein Verstoß vorliegt kann ich mir zumindest für Punkt 3. nicht vorstellen

    Was die Maßnahmen anbetrifft ist doch die Realität eine ganz andere wie die Vorgaben es vorgeben.

    In diesem Sinne auch Ihnen und allen Menschen der Welt Gesundheit. Wenn dann noch Frieden herrschen könnte, wäre sehr geholfen.

    Ansonsten empfehle ich ihnen folgende Artikel:

    https://www.heise.de/tp/features/Absurde-Polizeibefugnisse-aufgrund-von-angeblichem-Infektionsschutz-4701207.html

    https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/hendrik-streeck-covid-19-heinsberg-symptome-infektionsschutz-massnahmen-studie

    https://www.stern.de/gesundheit/corona-aktuell–arzt-gibt-einkaufsregeln-zum-corona-schutz-9188864.html

  8. solarfan

    Ein Fazit aus diesem wirren Vergleich von Zahlen und Statistiken, ist die Beantwortung einer Frage eines Kommentators aus einem älteren Beitrag:

    "Na, Delf Schnappauf, endlich angekommen bei den Reichsbürgern, Verschwörungstheoretikern und Lügenpresse-Schreihälsen? …" ( https://www.homberger-hingucker.de/klage-beim-verwaltungsgericht-ein-lehrstueck-zum-zustand-des-rechtsstaates/#comment-135908 )

    Ja !

    Nur ein Beispiel zum Wahrheitsgehalt der Zahlenspiele:

    "… Das Statistische Bundesamt schätzt die Zahl der in diesem Jahr Versterbenden auf 940.000…"

    Stimmt nicht, in dem Link ist eine voläufige Schätzung für das Jahr 2019 dargestellt, wir befinden uns im Jahr 2020.

  9. Delf Schnappauf

    zu 8: Der Verfasser des Kommentars, auf den Sie sich beziehen, ist Fraktionsvorsitzender der Homberger Grünen und Unterstützer der Politik des Bürgermeisters, z.B. stimmte er mit seiner Fraktion für die Verschenkung des Gebäudes des ehemaligen Landratsamt an die kbg. Er stimmte für die Abholzung des alten Baumbestandes, auf dem zur Zeit das Einkaufszentrum mit 290 Parkplätzen gebaut wird. Die Sprache des Kommentars entspricht dem Niveau, mit dem die Mehrheitsbeschaffer in Homberg "argumentieren".

  10. Phil Antrop

    Herr Schnappauf !

    Warum antworten sie nicht auf die korrekte Einlassung von solarfan bzgl. der Verwendung der Vorl. Schätzung 2019 für 2020 ?

     

  11. Delf Schnappauf

    zu 10: Die Zahl der jährlich natürlicherweise Versterbenden bewegt sich in einer Schwankungsbreite um diese Zahl, 2019 mit 940.000, im Jahr 2018 lag sie bei 955.000. Mit dieser Angabe wollte ich zeigen, dass die grobe Überschlagsrechnung die zu 1.000.000 Sterbefällen im Jahr kommt, im Prinzip richtig ist. Erst wenn besondere zusätzliche Faktoren wie jetzt die Coronakrise hinzu kommt, kann die Zahl über die normale Schwankungsbreite hinaus ansteigen. Ob das der Fall sein wird, kann erst im nächsten Jahr beurteilt werden, wenn die Zahlen für 2020 vorliegen. 

    Für diese Darstellung reichte die Genauigkeit aus. Der Kommentar zeigt ansonsten, dass es ihm nicht um eine sachliche Auseinandersetzung geht, sondern um einen Anlass zur Diffamierung.

  12. Peter

    Hier eine Einordnung einer konkret betroffenen Region, der Stadt Bergamo:

    https://katapult-magazin.de/fileadmin/bilder/Karten_2020/BergamoStadt_Tote_v5.png

    Fazit? Es ist gut, dass die Menschen die Maßnahmen absolut mehrheitlich akzeptieren, damit wir solche Zahlen nicht flächendeckend erleben.

     

     

  13. Le Penseur

    Die Corona-Krise als auch das im Moment stattfindende Osterfest veranlassen mich dazu, diese Zeilen zu schreiben.

    Am Karfreitag habe ich bis in die Nacht hinein einen Dokumentarfilm über Papst Franziskus, das Oberhaupt der katholischen Kirche, im Fernsehen gesehen. Franziskus bereiste praktisch alle Krisengebiete dieser Erde und sprach dort zum Teil vor Hunderttausenden von Menschen. Es war beeindruckend für mich zu sehen, wie dieser Mensch die großen Probleme dieser Welt ansprach und dabei kein Blatt vor den Mund nahm. Ob es die Bereicherung von wenigen auf diesem Erdball ist, durch Waffenkäufe, Ausbeutung der Arbeitskräfte, nichts wurde in diesem Film ausgelassen. Der Papst wies darauf hin, das die Erfüllung des Lebens und die Zufriedenheit der Menschen auch durch weniger möglich ist, aber es sollten alle beteiligt sein und nicht nur 20 %, die so viel besitzen wie die restlichen 80 % des Erdballs.

    Dass unser Planet aus dem Gleichgewicht ist, wird uns jeden Tag auch im Homberger Stadtwald bzw. im Knüll vor Augen geführt. In Homberg wurden die Waldschäden zum Großteil in der Form bereinigt, dass die Flächen bereits bearbeitet wurden. Ich führe dies auch darauf zurück, dass der Chef des Forstamts auch in Homberg wohnt. Um das Knüllköpfchen herum und den Eisenberg sieht es nach wie vor entsetzlich aus. Es gibt dort ganze Flächen, die noch nicht aufgearbeitet wurden. Den Holzfacharbeitern aus dem Ausland ist der Zugang nach Deutschland durch die Krise momentan versperrt und so wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Das Holzlager in Ersrode ist zum Bersten gefüllt, die Stämme werden bewässert, aber es gibt wohl im Moment keine Möglichkeit, das Holz zu verkaufen bzw. abzutransportieren.

    Auch der Oderbruch wurde seinerzeit als Jahrhundertereignis verkauft, ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass diese Ereignisse, wie Orkane, Überschwemmungen uns regelmäßig in der weiteren Zukunft begleiten werden, wenn keine Gedanken in eine Umkehr aufkommen.

    Ich frage mich auch, ob die vielen Baumaßnahmenn in Homberg, wie beispielsweise dieses total überdimensionierte Einkaufszentrum dem Baumbestand weichen musste, unsere Zukunft sein werden. Zu Beginn habe ich auf die Äußerung des Papstes hingewiesen, dass weniger mehr sein kann. Auch Herr Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, weist darauf hin, dass wir nach Beendigung der Krise alle weniger haben werden. Wo soll die Einkaufskraft in Homberg herkommen, um diesen Konsumtempel gewinnbringend zu führen?

    Auch sehe ich Probleme bei Marktplatz 15, Schwimmbad, Krone usw. Haben diese Baumaßnahmen überhaupt ein Anrecht, noch verwirklicht zu werden, bei den gravierenden Problemen, die uns durch dieses Virus aufgezeigt wurden? Wir bekommen Masken und medizinisches Equiment aus einem Land wie China, wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Ist es nicht sinnvoll, in Zukunft diese Dinge im Land selbst zu produzieren und somit in existenziellen Dingen autark zu sein?

    Unsere Pflegekräfte sind zum Teil fremdsprachig. Bei uns im Land werden junge Leute, die auf dem Arbeitsmarkt nicht vermittelbar waren, im Schnellkurs ausgebildet, sich um die älteren Menschen zu kümmern. Kann dies funktionieren? Schlechte Ausrüstung und fragwürdige Schnellausbildungen haben wohl zu dieser Krise wesentlich mit beigetragen. In diesen Beruf gehören Menschen mit einem ordentlichen Schulabschluss, die auch entsprechend bezahlt werden, so dass sie sehen, ihre Arbeit wird wirklich anerkannt.

    Meine Hoffnung geht dahin, dass über diese ganzen Zusammenhänge nachgedacht wird, denn wir können nicht immer so weitermachen. In Deutschland werden jährlich dreimal so viel an Bodenschätzen verbraucht, wie dieser Planet verkraften kann. In Amerika ist es sogar das Fünffache.

    Und nun abschließend noch zur Landwirtschaft. Es kann nicht sein, dass das Grundwasser durch Überdüngung beschädigt wird, dass jeden Tag 40.000 Kücken geschreddert werden und das ganze Amazonasgebiet gerodet wird, um Soja anzupflanzen, welches wir als Futtermittel für unser Schweinefleisch benötigen. All dies führt dazu, dass Tiere ihre angestammten Lebensräume verlieren, den geringeren Lebensraum sich dann teilen müssen, es zu Mutationen kommt, die laut Fachleuten mit dazu beitragen, dass Viren, mit denen wir uns rumschlagen, einen Nährboden finden.

    Diese Corona-Krise ist auch ein Ausdruck der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung. Hier und heute werden einem die Grenzen des Kapitalismus aufgezeigt. Hoffentlich erlebe ich noch das Ende von "Haben-haben-haben".

  14. solarfan

    zu 11. Wenn Sie kritisieren ist das Journalismus, wenn Sie kritisiert werden ist es Diffamierung, wie immer, war so zu erwarten.

    Sie drehen gerade die Aussage aus Ihrem Beitrag komplett um. Im Beitrag behaupten Sie, dass laut statistischem Bundesamt die Zahl der Versterbenden auf 940.000 für 2020 geschätzt wird, was bedeuten würde das Corona keine Auswirkungen hat, da die Zahl ja in der normalen Schwankungsbreite liegt.

    Jetzt schreiben Sie, dass erst im nächsten Jahr beurteilt werden kann ob sich Corona auf die Zahl der Verstorbenen ausgewirkt hat.

    Gleichzeitig tun Sie Ihren Fehler mit einer Ungenauigkeit ab und lassen es im Beitrag falsch stehen, das sind Methoden, mit denen auch die oben genannten Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker und Lügenpresse-Schreihälse Ihre Theorien verbreiten.

    Ein einfaches "Danke, da habe ich einen Fehler gemacht" und die Sache auch im Beitrag klargestellt hätte gereicht, Sie kriegen es aber offensichtlich nicht hin und das nicht zum ersten mal.

    Zu 9. Wie oft wurden wir hier schon von Ihnen belehrt, dass es viel wichtiger ist zu schauen was jemand sagt als zu schauen wer es sagt. Scheint in diesem Fall genau umgekehrt zu sein.

    Frohe Ostern !

  15. Dr. Klaus Lambrecht

    https://www.dstgb.de/dstgb/Homepage/Aktuelles/2020/Corona-Pandemie%20und%20%C3%B6ffentliche%20Haushalte/

    Corona scheint es für die Verantwortlichen im Magistrat und die Homberger Parteien nicht zu geben bzw. kein Problem für den städtischen Haushalt zu sein. Jede Stunde kommen neue Schreckensmitteillungen über Finanzeinbrüche und Stützungsmaßnahmen von Firmen, Selbständigen oder einzelnen Berufen. Gerade höre ich, dass nun die Zahnärzte gefördert werden und die Banken zur Zeit 80.000 Personen die Zinsen stunden, da diese ihren Verpflichtungen zur Zahlung von Zins oder Tilgung nicht nachkommen können. Gerd Landsberg vom Städte- und Gemeindebund fordert schon jetzt den Corona – Soli, weil die Gewerbesteuereinnahmen zusammenbrechen ebenso die Einkommensteuer. Er weist darauf hin, dass immer mehr Kommunen eine Haushaltssperre verfügen. In Homberg machen wir so weiter als ob die Stadtmauern uns von der Umweltabschotten und leben weiter so als gebe es kein Corona. Keine der Parteien fragt nach den Auswirkungen der Krise auf den Haushalt der Stadt. Der erste Monat mit Corona  ist bald rum. Erste Zahlen müssten bald vorliegen.
    Ein weiter so wie bisher, kann und darf es auch in Homberg nicht geben.

  16. Phil Antrop

    Dr. Lambrecht Was hat ihr Kommentar mit der Statistik die hier angeführt wird zu tun ?

  17. G.Schönemann

    Guten Morgen Peter! Auch ich meine, der reine Zahlenvergleich von Todesfällen spielt keine Rolle. Einige Punkte sollte man aber doch erwähnen. 

    Wichtig ist die Forderung, die Todesursache klar zu bestimmen. Meiner Kenntnis nach wird jeder Tote, bei dem das Virus nachgewiesen ist, als Corona Toter in der Statistik geführt.

    Wenn man dann Informationen von dem liest, der die Heinsberger Quelle der Infizierung und ihre Folgen untersucht, macht man sich schon Gedanken zu den Informationen, die die Regierung und die Medien verbreiten. (Auszüge)

    Wir werden erst im Nachhinein beantworten können, ob und wie sehr die monatliche Sterberate durch Covid-19 ansteigt. Ich habe mir die Fälle von 31 der 40 Verstorbenen aus dem Landkreis Heinsberg einmal genauer angeschaut – und war nicht sehr überrascht, dass diese Menschen gestorben sind. Einer der Verstorbenen war älter als 100 Jahre, da hätte auch ein ganz normaler Schnupfen zum Tod führen können.

    Auch wenn man es nicht glaubt, die wurden bisher noch nicht alle getestet.

    Streeck: Es ist oft sehr wichtig zu wissen, ob die Menschen an einer viralen Pneumonie, also ursächlich an Covid-19, verstorben sind oder an etwas anderem. Bei einem der Heinsberger Patienten wurde zwar Sars-CoV-2 im Rachen nachgewiesen. Aber er hatte keine Lungenentzündung, sondern ist an einem Herzstillstand gestorben.   https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/hendrik-streeck-covid-19-heinsberg-symptome-infektionsschutz-massnahmen-studie

    Zahl der Genesenen. Für Deutschland waren es gestern 28,5 %. 

    Hessen und der Schwalm-Eder Kreis liefern dazu keine Zahlen.

    Laut Kreispressesprecher Bürger überfordern die Zahlen der Erkrankten die Kreisverwaltung – Titelseite HNA 25.3. Zahl der Erkrankten 82; Kontakt zum Einzigen in KS auf Intensiv nicht gegeben. Zu den Massnahmen:

    Grenzen dicht? Nein.

    Zurückkehrende mit Flugzeug – nur getestet wenn Erkrankungssymptome.

    Abstände im Lebensmittelmarkt nach vorn und hinten ja – zur Seite praktisch  nicht gegeben.

    Besonders schlimm, wenn man nach der Kasse an einer Bäckerei vorbei muss. Gleichzeiting nur durch ein Geländer getrennt auf der anderen Seite die BIO Ware aufgestellt ist. Abstand in beide Richtungen fast Null. Desinfektion der Griffe der Einkaufswagen findet nicht statt

    Im Eingangsbereich ein Geldautomat. Wagen wegbringen und abholen: Durch künstliche Verengung Abstandshaltung nicht möglich.

    Da lobe ich die kleinen Bäckereien, Metzger und andere Geschäft inn Melsungen die das konsequent und gut handhaben. Zu erwähnen und Dank auch all denen die jetzt Tafelersatz und Einkaufshilfe bieten.

    Wochenmarkt abgesagt, der überall ohne Probleme stattfindet.

    Verantwortlich für die Durchsetzung der Verordnungen ist das Ordnungsamt der Kommune. 

    Sonst haben wir für alles eine Statistik – hier nur die Zahl der Infizierten. Es fehlt u. a. wie hoch die Zahl der Getesteten war; Altersgruppierung nach leicht und schwer und intensiv mit Anmerkung relevanter Vorerkrankung, Quarantäne zu Hause Plus/minus; Genesene; Örtliche Verteilung der Infizierung; Quelle? 

  18. G. Schönemann

    Statistik zu Corona und Einschränkung der Grundrechte !

    https://www.youtube.com/watch?v=toN-SDWC7EI&feature=youtu.be

    Hier der Autor und sein Hintergrund

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ken_Jebsen#Kontroverse_um_Antisemitismusvorwürfe_und_Trennung_vom_rbb

    Aus einem Kommentar zu dem Video – denn die Kommentare machen erst die Sache rund… ""Die Herrschenden hören erst auf zu herrschen, wenn die Kriechenden aufhören zu kriechen! " Friedrich von Schiller ."

  19. Delf Schnappauf

    hr meldet heute am 21. 04. 20320:

    "Die Corona-Pandemie führt in Hessen bislang nicht zu einer höheren Gesamt-Sterberate. Im Gegenteil: Die Zahl der Verstorbenen war zuletzt etwas niedriger als im langjährigen Durchschnitt. Experten sehen darin einen "Kollateralnutzen" des Shutdowns." Quelle

  20. G. Schönemann

    Die Gesamsterberate interessiert mich eher nicht. Mich interessieren Fakten die mir helfen zu verstehen was geschieht. Ich fühle mich von allen mehr oder weniger miserabel informiert.

    Dazu  Entscheidungen, die zum Teil widersinnig oder unlogisch waren. z.B. Wochenmarkt Absage in Melsungen. Leider veröffentlich man in der HNA eher Briefe von Politikern und Magistratsmitgliedern als von Bürgern, die sich kritisch dazu äußern.

    Heute: … Der Kreis zählt zu den meistbetroffenen Regionen ..

    Logisch: Solange sich die Gesamtzahl und die Zahl in anderen Kreisen nicht wesentlich erhöht, wird sich da auch nichts ändern.

    Zum Schwalm-Eder-Kreis, der uns ja kaum informiert wo und in welcher Zahl der Virus Menschen infiziert hat, wieviel/wo davon noch erkrankt sind. dito die Zahl der Toten (Ort, Alter, Vorerkrankung)

    Hier nachgerechnet und als Ergänzung zu verstehen:

    Von 425 Infizierten im Zeitraum von ca. 40 Tagen waren etwa 135 (32 %) allein in wenigen Senioren- und Pflegeheimen. Ob das Verhältnis auch auf die jetzige Situatíon mit ca 250 noch Erkrankten zutrifft, kann man leider als Bürger nicht erfahren.

    Bei der Zahl der Toten 24 sind mindestens 2/3 in den Senioren- und Pflegeheimen zu verzeichnen.

    425 Infizierte von 180 000 Einwohnern = 0,0024 %

    Davon außerhalb der Heime ca. 290 = 0,0016 %

    Noch erkrankt 249 = 0,0014 %

    Tote insgesamt 24 = 0,00014 %

    Fragen nach solchen Zahlen oder zur Zahl der Genesenen werden vom Hess. Sozialministerium (Auszug) beantwortet mit:

    "Der Status "genesen" wird nicht gemeldet, erfasst oder übermittelt. Daten darüber, ob ein Patient wieder genesen ist, werden nicht offiziell erhoben.

    Aus epidemiologischer Sicht ist diese Erhebung nicht sinnvoll und auch nicht gesetzlich vorgesehen.

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Ressourcen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes derzeit besser in anderen Bereichen eingesetzt werden.

    Anmerkung:

    Informationen die aus der Sicht der Fachleute nicht nötig sind könne. aus anderer Sicht durchaus sinnvoll sein.

    Welche Resourcen im Ministerium braucht man denn, um die gemeldeten Zahlen in ein System einzugeben? ( In 40 Tagen etwa 7000 Datensätze )

    P. S. Das mit den Abständen ist ebenso sinnvoll wie die Absage von derzeitigen Veranstaltungen. Allerdings ist die Abstandsregel in den Lebensmittelmärkten nur rudimentär. "Gegenverkehr"; Einräumarbeiten oder Entnahme von Ware aus Regalen führt bei den engen Gängen durchaus zu verringerten Abständen. Das Herr Franke ( MdB ) nun meint, die Großen würden benachteiligt verstehe ich nicht. Sind es doch eher die Kleinen, die die Last tragen.

    Da man ja weder die Grenzen dicht gemacht hat, Rückkkehrende selbst aus HotSpots nicht in Quarantäne nahm, die Massnahmen (Abstand zum Teil auch nicht voll einzuhalten waren) ist die Zahl der Infizierten aus meiner Sicht erstaunlich gering, wenn man das Verhältnis zur Einwohnerzahl betrachtet.

    Für die Medien natürlich der Anlaß viel und oft wenig Neues zu schreiben.

     

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