HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Wofür gehen 541.000 Euro Fördermittel nach Homberg?


Die Ministerin Priska Hinz überreicht Bürgermeister Dr. Ritz die Aufnahmebescheide für die Bund-Länder-Programme ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ und ‚Zukunft Stadtgrün‘.

"Im Rahmen des ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ werden quartiersbezogene Bauprojekte gefördert, die den sozialen Zusammenhalt und die Integration vor Ort unterstützen und nachhaltig stärken. Für Homberg ist die Krone das förderfähige Projekt (Fördersumme: 405.000 Euro)."

„Ein gutes und beständiges Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner in unseren Städten und Gemeinden braucht lebenswerte und stabile Quartiere. Nachbarschaftliches Leben findet in hohem Maße in öffentlichen Räumen und öffentlichen Einrichtungen statt. Genau dort setzen wir mit dem Investitionspakt an“, so die Ministerin.


Schöne Worte, doch die Realität sieht in Homberg anders aus.

Konzept unbekannt

In der Öffentlichkeit ist nicht bekannt, was in dem Gasthaus Krone mit dem Geld gefördert werden soll. Bisher hatte der Bürgermeister nur ein Handwerker-Kooperationsprojekt zur Sanierung der Krone vorgestellt. Davon ist nichts mehr zu hören, still wurde das Projekt entsorgt.

Jetzt kann man nur raten, was mit den Geld passieren soll. 450.000 Euro sollen in das Projekt gesteckt werden, 90 Prozent davon will das Land übernehmen. Wie ist die Stadt auf die Summe von 450.000 Euro gekommen. Welche Berechnungen liegen dem zugrunde. Welche Folgekosten ergeben sich aus der Maßnahme für die Stadt? Gäbe es für das unbekannte Vorhaben auch eine Alternative, wo das Geld sinnvoller investiert wäre?

Für diese Fragen scheint sich das Ministerium nicht zu interessieren. Da mag der Rechnungshof noch so oft auf die Beachtung Folgekosten hinweisen.

„Mit dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ bieten wir den Kommunen eine besondere Chance, ihre oftmals in die Jahre gekommenen Gemeinbedarfseinrichtungen zu sanieren, zu modernisieren oder auszubauen. Quelle:

Werden die Förderbedingungen eingehalten?

#  "öffentliche Bildungseinrichtung"
#  "Kindertagesstätten mit Vorrang auf Sprachkitas "
#  "Bürgerhäuser, Stadtteilzentren einschließlich Jugendzentren und Familienzentren, Soziokulturelle Zentren"
#  "Grün-,Frei-und Sportfläche"

Die Krone gehört zu keiner der genannten Einrichtungen.

Die Krone ist eine Gaststätte mit einem Saal, für die sich wegen der hohen Energiekosten kein Pächter findet – das ist der bisherige Informationsstand in der Stadt.

Die Stadt hat das private Gebäude gekauft. Es ist keine Gemeinbedarfseinrichtung der Stadt.

Die Dorfgemeinschaftshäuser wurden etwa zur gleichen Zeit umorganisiert, damit Vereine sie betreiben.
Der Bürgermeister freute sich auf diese Weise 20.000 Euro einsparen zu können.
Jetzt soll das zwanzigfache ausgegeben werden, ohne dass den Bürgern ein Konzept, eine Kostenaufstellung vorgelegt wird.

Auf welcher Basis wird eigentlich im Ministerium über die Förderanträge entschieden?
Die Antragsformulare, auf die das Ministerium verweist, sind nirgends auffindbar.

Die geförderte Einrichtung muss für diesen Zweck mindestens 20 Jahre genutzt werden.
Wird die Zweckbindungsfrist nicht eingehalten, muss zurück gezahlt werden.

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13 Kommentare zu “Wofür gehen 541.000 Euro Fördermittel nach Homberg?”

  1. Dr. Klaus Lambrecht

    In diesem Zusammenhang ist ein Blick in die HNA-Schwalmstadt interessant:

    https://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/schwalmstadt-ort68394/loesungen-fuer-dgh-trutzhain-weiter-nicht-in-sicht-9442663.html

  2. Homberger Jeck

    Ein verkommener Staat.

    Wann steht man auf und macht das, was man in der ehemaligen DDR gemacht hat, um endlich die Demokratie nach westlichem Muster leben zu dürfen? Die Realität zeigt doch, das auch in unserer Demokratie die Werte mit den Füße getreten werden.

    Der Staat hat Schulden – auch das Land.  Dieses verschiebt Schulden aus dem Kommunalbereich in andere Bereiche. So wie Homberg Schulden über die HLG kaschierte.

    Vorweg die CDU und ihre Mehrheitsbringer die Grünen. Wie in Homberg oder Kassel Airport sind die Bürger einfach nur überflüssiges Beiwerk. Ausgeliefert der Willkür der Bürokratie mit ihren Stempelkissenfetischisten und der politischen Kaste.

    Die SPD unter Herr Schluz und Co. ist eingeknickt wie vor 5 Jahren die SPD in Homberg.

    Sorry – dieses Jahr ist mir nicht mehr zum Feiern zu Weihnachten und zu Fünfter Jahrszeit zumute. Leider gibt es keinen trauernden Clown.🤡

  3. Phil Antrop

    Bei Trutzhain wäre es interessant die Meinung des Ortsvorstehers Peter Hill ( CDU ) zu erfahren.

    Aus welchen Gründen das Land abgelehnt hat.

    Warum die Stadtverordneten Schwalmstadts – also welche Fraktionen – den Förderantrag ablehnten.

     

  4. G. Schönemann

    Hatte heute mit einer gebürtigeren Hombergerin ein längeres Gepräch. Sie meinte, man habe ihr das letzte bisschen Lebensfreude an Homberg endgültig vermiest. Sie würde am Liebsten sofort wegziehen.

    Die Gründe sind bekannt und existieren seit dem 19. Juli 2014.

  5. Phil Antrop

    https://www.hna.de/lokales/melsungen/schwalm-eder-kreis-ort306258/wohnungsmangel-schlaegt-sich-auf-gemeinschaftsunterkuenfte-im-landkreis-nieder-9442571.html

    DAS Problem läßt man seit Jahren links liegen.

  6. Phil Antrop

    DAS ist sinnvoll. Nur Fördergelder sind letztlich unsere Steuern, möglicherweise neue Schulden die auch aus Steuermitteln gezahlt werden müssen.

    https://www.hna.de/lokales/schwalmstadt/gilserberg-ort99723/ein-neubau-fuer-feuerwehr-in-sachsenhausen-9442683.html

  7. Scherzbold

    Ich rate den Schwalmstädtern dringend, in Homberg ( Efze ) eine Nachhilfestunde in Sachen Fördergeldanträge zu nehmen.  🙂

    Hier weiß man, wie das geht….

    Dass mit der Bewilligung von Fördergeldern auch eigene städtische Kosten entstehen, spielt scheinbar in der Kreisstadt keine Rolle. 

    Vielleicht wird dieser Umstand in Schwalmstadt kritischer gesehen.

     

  8. Frustrierter

    zum Beitrag Nr. 4

    Den Geburtsort verlässt man wegen der Arbeitsstelle, aber nicht wegen der Politik.

    BÜRGERMEISTER KOMMEN UND GEHEN…..

    Magistratsmitglieder sind da schon beharrlicher….

     

  9. Wähler

    Stichwörter: Soziale Integration im Quartier, quartiersbezogene Bauprojekte, Integration vor Ort etc.

    Wenn ich das richtig verstehe, wird das älteste Gasthaus Hessens zu einer Begegnungsstätte( Kulturzentrum ? ) umfunktioniert, um die Neubürger besser zu integrieren. Dann sind wohl die Voraussetzungen für Fördergelder gegeben…

    Ich halte es jedoch auch für möglich, dass das Restaurant im Parterre verpachtet wird und in der 1. Etage die quartiersbezogene Integration stattfindet, die dann die Fördergelder rechtfertigt..

    P.S. Grundsätzlich bin ich für den Erhalt der "Krone". Lieber wäre mir allerdings ein privater Investor gewesen, da mir die Immobliengeschäfte der Stadt in der Vergangenheit nicht sonderlich erfolgreich erschienen.

    Manche sprechen von einem Fiasko.

  10. Homberger Jeck

    Über 120 Kinder können künftig im Evangelischen Kindergarten Kutschengraben in Melsungen be- treut werden. Am Mittwoch wurde der 2,6-Millionen-Euro teure Neubau eingeweiht, ..

    Meldung in der HNA Ausgabe Melsungen am 22. dezember 2017

    Je Platz 21 667.

    Homberg für 70 Kinder – einschl. Restkosten Wohnhaus Landesfeind

    Fördergelder für Homberg begründung

    https://nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de/nachhaltige-stadtentwicklung/newsletter/ausgaben/newsletter-38.html

    https://nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de/gute-beispiele/gemeinbedarf/homberg-efze-kita-suh.html

    https://nachhaltige-stadtentwicklung-hessen.de/foerderprogramme/investitionspakt-soziale-integration-im-quartier.html

    Auszug

    "Das können beispielsweise Stadtteilzentren, Kitas, soziokulturelle Zentren, öffentliche Bildungseinrichtungen (ohne allgemein- und berufsbildende Schulen), Jugendtreffs, Jugendwerkstätten oder Nachbarschaftscafés sein, die dringend saniert, modernisiert oder ausgebaut werden müssen. Auch die Aufwertung von Außenbereichen solcher Einrichtungen kann gefördert werden einschließlich des Baues von Spiel- und Sportplätzen und grünen Bewegungsparcours."

    Genau lesen – man kann feststellen, dass die Fördervoraussetzungen nicht gegebn sind.

    Die Denkmalpflege alles andere ist als eine Denkmalpflege !

    Das Tollste ist, dass das als Teil einer Vitalisierung der Innenstadt angesehen wird.

    Sparsamer Umgang mit Steuergeldern war gestern ! 🤡

  11. Homberger Jeck

    Passt irgendiwe auch zum Evaluierungsergebnis Kassel- Airport.

    Wer das Gutachten liest, wird einiges an nicht aufgeführten Kosten vermissen. Oder Personen finden die schon in 2013 unglaubwürdig waren, bzw. ehemals Minister in Hessen waren.

    U. a. keine Angaben zu irgendwelche Subventionierungen z. B. Schauinsland und Sundair.

    https://wirtschaft.hessen.de/sites/default/files/media/hmwvl/evaluierungsbericht_kassel_airport.pdf

    2013 Klophaus – Kommentar Fegefeuer sagt alles !

    https://www.hna.de/kassel/flughafen/studie-calden-verdient-geld-2954289.html

    Wohin man blickt: Es wird "geschummelt" – koste es was es wolle.🤡

  12. Scherzbold

    Homberger Jeck

    Gewöhnen Sie sich endlich dran:

    Sie wohnen in der Kreisstadt. Hier ist das Beste gerade gut genug.

    Schulden sind hier zweitrangig.

    Es wäre doch gelacht, wenn Homberg mit der vitalisierten Innenstadt den Melsungern mit ihrem Weltkonzern nicht vormachen würde, wie Kinder aufwachsen sollten.

    🙂    🙂

  13. Homberger Jeck

    Die Liebe zum Fachwerk sieht man am Dienstgebäude der Arbeitsagentur, dem neuen Kindergarten – wo ja sozusagen die Quelle der Liebe zum Fachwerk entstanden ist.

     War da nicht was von Herrn Bölling? Und jetzt Engelapotheke, Rathaus, Obertorstraße 1 und natürlich die besondere Vitaliserungsbasis Ärztehaus. 

    Mich wundert nur, das man bei der neuen Kita kein Kopfsteinpflaster verlegt hat. Wird doch die kindliche Entwicklung dadurch erheblich eingeschränkr !

    🤡

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