HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Das Geschäft mit den Kasernen: 4,9 Mio. Euro Verlust


 

Deshalb wurden die Kasernen gekauft

Im Bericht über die Jahresabrechnung 2018 bezifferte Bürgermeister Dr. Nico Ritz die Schuldenhöhe bei der Hessischen Landgesellschaft (HLG) mit 4,9 Mio. Euro allein aus dem Kasernengeschäft.

Die Stadt hatte 2012 das Kasernengelände und einen Teil des Standortübungsplatzes für 1,3 Mio. Euro hastig von der Bundesanstalt für Immobilienaufgabe (Bima) gekauft. Der Projektentwickler eines Solarparks stand unter Zeitdruck. da vor Ende 2012 auf dem Standortübungsplanz gebaut sein musste, um die erhöhten Einspeisegebühren noch mitnehmen zu können.

Hohe Einnahmen sollten sich daraus für Homberg ergeben, rechnete der CDU-Stadtverordnete und Bauunternehmer Reinhard Fröde vor.

Der damalige Fraktionsvorsitzende der CDU, Klaus-Thilo Kroeschell, plakatierte flächendeckend gegen das Bürgerbegehren und versprach mehr als 100 neue Arbeitsplätze, zukunftsweisende Technologien, hohe Einnahmen für die Stadt.
Statt eines Überschusses hat die Stadt jetzt Schulden, einen Antik- und Trödelmarkt und viele Lager- und Abstellhallen, unter anderem für Feuerholz. Viele Grundstücke des Kasernengeländes sind noch billigst zu haben.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Stefan Gerlach, freute sich nach dem Kaufbeschluss: "Wir haben es geschafft." Die Erleichterung war verständlich, denn die Bürger waren von dem Geschäft nicht überzeugt. 2000 Bürger hatte zum Kauf des Kasernengeländes ein Bürgerbegehren erfolgreich durchgeführt, dass von der Stadt als fehlerhaft deklariert wurde – auch mit Hilfe der SPD. Die Klage dagegen liegt seit sieben Jahren unbearbeitet beim Verwaltungsgericht Kassel.

 

Bildschirmfoto: Übergabe der Spenden im Rathaus, Text und Fotos vom städtischen Mitarbeiter


Stefan Gerlach konnte sich auch später noch freuen: Weihnachten 2012 erhielten er und ein weiterer SPD-Stadtverordneter eine Spende für ihre Vereine vom Solarpark-Projektentwickler. (das Gelände des Solarparks konnte die Stadt nur zusammen mit dem Kasernengelände kaufen – eine Motivation, sich für das Kasernengelände stark zu machen?) Die Spendenübergabe war eine heimliche Freude, die Homberger erfuhren nur durch Zufall davon. Die Spendennachricht fand sich nur auf einer Homepage in Malysia, wohin der Projektentwickler bereits sein Geschäft verlagert hatte.
 

Investoren oder "solide Firmen"

Der ehemalige Bürgermeister Wagner und die HLG stellten immer neue Investoren vor, die aufs Tempo drückten. Die Entscheidungen müssten schnell fallen, sie wollten mit ihren Projekte beginnen. Altreifen sollten erhitzt werden, damit sie sich in ihre Bestandteile zerlegen, die lukrativ weiter genutzt werden könnten. Leider war der Investor schon insolvent, noch bevor er kaufen konnte.

Die nächste Investorengruppe aus Potsdam wollte mit der Züchtung von Algen Energie und Nährstoffe produzieren, sagten sie. Beim Regierungspräsidenten hatte man dafür extra noch weiteres Gelände zum Gewerbegebiet erklärt, "zum Zwecke der Algenzucht". Das Geschäftsmodell beruhte auf Kapitalanlagenbetrug. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlung auf.

Auch aus den Panzerverschrottern wurde nichts in Homberg. Sie hatten kein Geld, den beschlossenen Kauf von knapp einer Million Euro zu bezahlen, sagten sie. Im Hintergrund liefen ganz andere Geschäfte. Heute ist der Kasseler Panzerbauer Krauss, Maffay und Wegmann neuer Eigentümer des Panzerverschrotters.

Wenn es schon nicht mit den Investoren klappt, kann das Gelände ja schon einmal mit EU-Fördermitteln schön hergerichtet werden. Neue Straßen, Bürgersteige, Parkplätze und Straßenlampen führen jetzt zu den Gewerbegrundstücken mit "blühenden Wiesen". Gebäude wurden abgerissen, um Grundstücke für Käufer attraktiver zu machen – und als unbebautes Grundstück billiger. Selbst Schnäppchenpreise für die Grundstücke lockten keine Gewerbebetriebe mit ordentlichen bezahlten Arbeitsplätzen an.
Die 4,9 Mio. Euro Schulden gehen zu Lasten der Homberger Bürger.

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Wer immer auch diese Beschreibung formuliert hat, sie stimmt nicht mit den Homberger Gegebenheiten überein.
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