HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Hessen mobil: Paragraph 1 der STVO reicht für die Sicherheit

 

Auf der B 254 sind immer auch Fahrradfahrer unterwegs. Die Straße ist breit genug für den Auto- und Fahrradverkehr. Es gibt aber auch gefährliche Engstellen, eine solche befindet sich an der südlichen Einfahrt nach Lützelwig.
An dieser Stelle ist es zu einer riskanten Situation gekommen, als die Fahrspur eines Radfahrers zwischen Bordsteinkante  und LkW mit Anhänger gefährlich eng wurde.
 

Wie reagiert Hessen mobil auf den Gefährdungshinweis?

Der für Nordhessen zuständige Beauftragte von Hessen mobil wurde schriftlich über diesen Risikopunkt informiert. Hessen mobil antwortete am 20 Juli:

Die rechtliche Situation sieht folgender Maßen aus:
Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) regelt und lenkt den öffentlichen Verkehr. In § 1 der StVO steht geschrieben, dass die Teilnahme am Straßenverkehr ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht erfordert. Wer am Straßenverkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
Der Schwerpunkt der StVO liegt auf wenigen Regeln, deren Verletzung die häufigsten Unfallursachen darstellen. Die Betonung liegt nicht auf den Rechten der Verkehrsteilnehmer, sondern auf ihren Pflichten, die sie anderen gegenüber wahrzunehmen haben. Von den Kraftfahrern gehen die größeren Gefahren aus. Infolgedessen sind auch ihre Pflichten umfangreicher ausgeprägt als die der schwächeren Verkehrsteilnehmer.
 
In Ihrem geschilderten Fall treffen die vorgenannten Sätze bzw. Erläuterungen aus der StVO genau zu. Der stärkere Verkehrsteilnehmer (LKW) hat die Pflicht im Straßenverkehr die schwächeren Verkehrsteilnehmer (Radfahrer) nicht zu gefährden, zu behindern und gegenseitig Rücksicht zu nehmen. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten (baulicher Zustand, Übersichtlichkeit und Fahrbahnbreiten) hätte der Fahrer des Lastkraftwagens die vorhandenen Situation besser einschätzen müssen.

Eine bauliche Änderung der B 254 in der Ortsdurchfahrt Homberg-Lützelwig ist jedoch nicht vorgesehen.


Radfahrer besser schützen

In den letzten Monaten wurde in der Öffentlichkeit gerade die tödliche Gefahr für Radfahrer erörtet, die durch rechtsabbiegende Lkws entsteht. Es wurde weitere technische Warnanlagen für die Lkw-Fahrer diskutiert. Diese Diskussion scheint an Hessen mobil vorbeigegangen zu sein, wie die Antwort zeigt.

Vielleicht hat die Antwort auch nur jemand ganz unbedacht formuliert, deswegen wurde die Zentrale von Hessen mobil gefragt, ob das auch die Auffassung der Behörde sei. Die Behörde antwortete bisher nicht. Hessen mobil ist demnach der Ansicht dass Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung ausreicht, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten.

??  Wozu wird dann an der Kreisstraße bei Mardorf für eine einmündende Straßen zu dem Dorf mit 500 Einwohnern ein Kreisel gebaut, um so den Fußgängern einen Weg zwischen Bushaltestelle und Ortslage zu sichern?

??  Der von der FDP beantragte Fußweg zum Gewerbegebiet ist auch noch nicht geplant, obwohl dort Beschäftigte nachts keinen sicheren Gehweg haben und die Straße mit vielen Lkws befahren wird.

 

    :  :  DOKUMENTATION :  :    

Email an den Nordhessen-Beauftragten Ferdinand Weber

Sehr geehrter Herr Weber,

Neulich musste ich ein kleines Stück mit dem Fahrrad auf der B254 fahren und erlebte bei der Einfahrt in Homberg-Lützelwig eine gefährliche Situation. An dem relativ scharf abknickenden Straßenverlauf befand ich mich zwischen Bordstein und einem ganz dicht vorbeifahrenden Lkw mit Anhänger. siehe Anhang

Bitte prüfen Sie diese Stelle und informieren Sie mich zeitnah, welche Möglichkeiten Sie sehen, an dieser Stelle die Situation zu entschärfen.

Mit freundlichen Grüßen  Delf Schnappauf

 

siehe auch: Unfallanalyse Berlin: 
Rechtsabbiegende Lkw und Radfahrer Gerade in Ballungsräumen ist es ein regelmäßig wiederkehrendes Unfallszenario: Ein Lkw biegt rechts ab und erfasst dabei einen ungeschützten Verkehrsteilnehmer, der sich geradeaus weiter bewegen wollte. Meist sind Radfahrer die Opfer, mitunter aber auch Fußgänger, Inline-Skater o. a. In den meisten Fällen werden die Unfallopfer vom Lkw überrollt. Es versteht sich von selbst, dass dabei schwerste, sehr oft tödliche Verletzungen entstehen.

 


Mardorf: Kita, Kreisel, Bauland und Verdienste


Fördersegen für Mardorf: Wo können die Gründe für diese Förderpolitik liegen?

weiterlesen »


Alle Empfehlungen aus dem Verkehrsbericht sollen umgesetzt werden

Alle Empfehlungen aus dem Zustandsbericht sollen in Homberg umgesetzt werden, beschlossen die Stadtverordnetn. Ob sie überhaupt gewusst haben, was sie beschlossen haben, kann bezweifelt werden.

weiterlesen »


Homberg: Weiter im Kreis herum

In Homberg geht es weiter im Kreis herum für 700.000 Euro.

weiterlesen »


Fußweg am Kreisel nicht barrierefrei

weiterlesen »


Kreisel: Verrückte Baustelle?

Foto: Zufahrt zur Altstadt gesperrt, Bauzeit sieben Wochen, falls der Plan eingehalten werden kann.   Seit 2003 soll die Innenstadt belebt werden, seit 2003 wird es immer leerer. Seit 2003 soll ein  Einkaufszentrum die Innenstadt beleben. Seit 2015 soll das Einkaufszentrum nicht mehr in der historischen Altstadt entstehen, sondern auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses […]

weiterlesen »


Gehweg fehlt: Wo liegen die Prioritäten?


FDP-Antrag: Gehweg ins Industriegebiet, um die Gefährdung der Fußgänger zu beseitigen.
In der ehemaligen Kaserne menschenleere Gehwege und beleuchtete Straße. Wer setzt diese Prioritäten?

weiterlesen »


Kreiselumbau Drehscheibe: Ein Leserbrief


Leserbrief eines Hombergers

weiterlesen »


Falsche Antworten zu den Fragen zum Kreisel

weiterlesen »


Minikreisel Drehscheibe: Nur Lieferverkehr frei

weiterlesen »


400.000 Euro für Minikreisel: Ministerium und Stadt schweigen

Wegen höherer Tragfähigkeit eines kurzen Teilstücks der Straße fördert das Land den Kreiselumbau.

weiterlesen »


Land fördert Kreisel: 1,6 Mio. Euro Gesamtkosten

weiterlesen »


Drehscheibe für 800.000 Euro umbauen

weiterlesen »


Druckansicht Druckansicht