HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Entscheidung: „Kauf“ des Krankenhauses für 1 Euro?

  
            Ein Schnäppchen?

Für 1 Euro 7 Millionen Schulden kaufen

 

Im Bauausschuss sollen die Mitglieder heute darüber beraten, ob die Stadt das Krankenhaus und das dazugehörige Gelände für 1-Euro kaufen soll. Nach der groben Schätzung sind gut 7 Mio. Euro notwendig, um das Gelände baureif zu machen.  Wenn alle Kosten durch den Grundstücksverkauf gedeckt werden sollen, müssten die Grundstücks-Käufer 234 Euro je Quadratmeter bezahlen.
In Homberg liegt der Grundstückspreis bei maximal 70 Euro/qm. Es ist illusorisch, die Grundstücke für 234 Euro/qm zu verkaufen.

In der Erläuterung zu dem Tagesordnungspunkt heißt es:

Das Kaufangebot und die erstellten Gutachten werden im Downloadbereich des Ratsinformationssystems (SD-Net) zur Verfügung gestellt. Eine Zusammenfassung des aktuellen Sachstands wird in einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit dem Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Stadtentwicklung am 10.05.2021 vorgestellt.

Im Downloadbereich finden sich keine Unterlagen, auch nicht die angekündigte Präsentation.
Zweieinhalb Stunden vor Sitzungsbeginn liegen – entgegen der Behauptung – keine Unterlagen vor.
Entweder die Stadtverordneten sollen die Katze im Sack kaufen, oder der Bürgermeister hat erkannt, dass sein Einsatz für den Kauf des Krankenhausgeländes eine Idee war, welche der Stadt schon bis jetzt viel Geld gekostet hat, und die er möglichst geräuschlos beerdigen will.

Allerdings rechnet er in der Erläuterung vor:

Nach gegenwärtigem Erkenntnisstand ist damit zu rechnen, dass im Falle einer Entwicklung des ehemaligen Krankenhausgeländes durch die Stadt Homberg(Efze) die Kosten für Rückbau und Erschließung die Einnahmen durch Grundstücksverkäufe deutlich übersteigen werden. Es ist mit einem nicht refinanzierbaren Anteil an Entwicklungskosten von bis zu 2.000.000 EUR zu rechnen. Quelle

Milchmädchenrechnung: Bis 2 Millionen Euro seien nicht finanzierbar.

Von den 36.000 qm gehen rund 6.000 qm für Straßen und öffentliche Flächen ab. Es könnten nur 30.000 qm zu 70 Euro/qm verkauft werden, das ergäbe einen Erlös von 2,1 Millionen Euro.
Von den grob geschätzten 7,1 Millionen Euro Kosten wären 5 Millionen Euro nicht refinazierbar – nicht nur wie behauptet 2 Millionen.

Ist diese Rechnung Teil  des Täuschungsmanövers, um das Gelände am Ende doch zu "kaufen"?
Denkbar ist es, nach den bisherigen Erfahrungen haben die Stadtverordneten sich in der Vergangenheit immer wieder einwickeln lassen.

Asklepios würde sich ins Fäustchen lachen:
Eine Schrottruine billig los werden, die sonst auf dem Immobilienmarkt nicht verkäuflich wäre.

 


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