HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

2008 – 2021 Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze) – ab 2021 HOMBERGER HINGUCKER MAGAZIN

Tag des Waldes und der Naturpark

  

 
20. März: Frühlingsanfang und der Tag des Waldes

Der gerade veröffentlichte Waldzustandsbericht der Bundesregierung ist dramatisch. Die Schäden nehmen von Jahr zu Jahr zu, durch Dürre, Schädling und Stürme. Der BUND nennt noch die Luftschadstoffe und die Überdüngung als Stressbelastung für den Wald.
Der Wald wird weltweit zerstört, der Wald brennt weltweit. Damit wir eine wesentliche Grundlage unserer Lebensbedingungen zerstört.
  

Wir haben den Bäumen viel zu verdanken

Die Bäume waren vor den Menschen da. Sie bauen CO2 in das Holz ein. In Millionen Jahren entstanden die Kohlenstofflager unter der Erde, in Form von Kohle, Erdöl und Erdgas. Erst die Bäume produzierten so viel Sauerstoff, dass höhere Lebensformen möglich wurden.
Diese gewaltigen Produktion war kostenlos, eine "Dienstleistung" der Natur. Seit 200 Jahren wird das in immer rasanteren Tempo rückgängig gemacht. Wir sind weiterhin auf diese vielfältigen Ökodienstleistung angewiesen, im Boden, im Meer, in den Wäldern – aber mit unserer Lebensweise zerstören wir sie.

Alle wissen es, doch die Politik verharmlost noch immer diese Entwicklung und glaubt, Symbolhandlungen würden ausreichen und beruhigen.
Beruhigt sind all die, die sich an das bequeme und komfortable Leben gewöhnt haben, koste es, was wolle – solange andere für die Kosten zahlen, an anderen Enden der Welt, wo sie nicht gleich ins Blickfeld geraten.
  

Naturpark Knüll: die neue Ablenkung

Naturpark klingt gut. "Umweltbildung für eine nachhaltige Entwicklung im Einklang mit der Natur" titelt das offizielle Bekanntmachungsorgan der Stadt.

…dass der Naturpark hauptsächlich als Struktur zur Entwicklung der Region und der Wahrnehmung und Erlebbarkeit der naturräumlichen Besonderheiten dient. Quelle

Was darunter verstanden wird, geht aus den Protokollen der bisherigen Treffen hervor:

Es fehle ein Angebot für Mountainbiker.
Die Bahntrasse solle zu einem Radweg werden.
Nachhaltigkeitsbildung für Erwachsene fehle.
Kaum Veranstaltungsorte für größere Dimensionen (Bühne + Technik)

Die Folgen der Klimakatastrophe auf den Wald kommt nur in soweit vor, dass die Wege versperrt sein können, weil Bäume vom letzten Sturmbruch oder den Kahlschlag-Aktionen über dem Weg liegen.
Soll es denn Premium-Wanderwege durch den Knüll geben, die zu den besonders eindrücklichen Waldschäden führen?


Foto: Abgestorbene Fichten im Abendlicht, im geplanten Naturpark am Weg zwischen Großropperhausen und Hülsa
    
Der erträumte Naturpark besteht aus zwei Teilstücken, östlich und westlich der Nord-Süd Autobahn. Es gibt nicht einmal eine Wildbrücke über die Autobahn in diesem Bereich.

Die Planung für den Naturpark ist ein eindrückliches Beispiel für die Ablenkung der Politik von ihrer Untätigkeit und Unfähigkeit. In Fachkreisen gibt es Konzepte und bereits beschlossene und gültige Vorschriften für den Umgang mit Wald und Bäumen. Doch die Politik setzt sich über ihre eigenen Vorschriften hinweg, wenn es ihr passt, oder sie beruft sich auf Vorschriften, wenn etwas verhindert werden soll. Das betrifft gerade auch die grünen Minister in Hessen, deren Rücktritt bereits von grünen Ortsverbänden gefordert wird. Umweltzerstörung wird mit Fördermitteln noch unterstützt, wie von besorgten Fachleuten zu hören ist.
  

Klimaaktivisten  

Von den Parteien und den politischen Institutionen und Gremien ist nichts in Hinsicht auf wirksame Maßnahmen zu erwarten.
Sie wollen weitere Autobahnen, schnellere Pendlerwege in die Ballungsräume und mehr Gewerbegebiete für Logistikhallen.

Die Maßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels würden viel einschneidender sein, als die aktuellen Corona-Auflagen.
Davor schreckt die Politik zurück. Corona ist nur Kindergarten gegenüber den Folgen der Klimakatastrophe.
Professor Maja Göbel spricht von "Pillepalle" bei Corona gegenüber den Klimafolgen.

Wer wagt es sich auszumalen, was passiert, wenn das Trinkwasser nicht mehr ausreicht? Gebietsweise trat das schon im letzten Sommer auf. Wie werden die Konflikte ausgetragen, wenn es darum geht, wer noch Wasser erhält: der Gartenbaubetrieb, der Massentierhalter für die Tiere oder die Bürger für die Toilettenspülung?

Bisher ist die existenzielle Bedrohung nur von einigen Bewegungen erfasst worden. Ein wichtiger Ausgangspunkt ist die Bewegung Friday For Future (FFF) und die sich darauf beziehenden weiteren Initiativen wie Parents For Future oder Sciences For Future (S4F) sowie zahlreiche Gruppierungen, die sich um Einzelprobleme gebildet haben.

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Homberg setzt auf Klimakiller Stahlbeton

Ein Fachwerkhaus besteht aus regionalen ökologischen Baustoffen. Homberg baut in die Fachwerkstadt einen Neubau aus den Klimakillern Stahl und Beton und behauptet sich für Klimaschutz einzusetzen. Bauen geht auch anders. Homberg will es nicht.

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Homberger Klimaleugner im Rathaus und in den Parteien

„Erkenntnisse“ über den Zusammenhang zwischen „Klimawandel“ und Extremwetterlagen ist zumindest strittig.

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EKZ: Konsum hat Priorität vor Klimaschutz

 

„Die Stärkung der Attraktivität des Standortes im zentralen Versorungsbereich der Stadt Homberg /Efze) hat hier Priorität.“
ANP-Kassel und die Mehrheit der Stadtverordneten

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Was ist notwendiger? Bundesautobahn A49 oder Pariser Klimaschutz-Abkommen von 2015

Anzeige zu den Auseinandersetzungen um den Weiterbau der Bundesautobahn A49.

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A49: Zeit wird knapp für die Wende

   Wälder der Welt brennen, in Australien und Asien, in Afrika und Amerika. Auch in unseren Wäldern sind die Trockenschäden nicht mehr zu übersehen. Die Ernteerträge sinken, das Futter für das Vieh wird knapp. Wenn im nächsten Jahr noch weniger und wärmeres Wasser in Flüssen fließt, können Kraftwerke nicht mehr gekühlt werden und sind abzuschalten. […]

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Klimakrise: Homberg nutzt Chancen nicht

Foto: Dach des sanierten Kindergartens Osterbach. Gut geeignet für eine Solaranlage. Die Stadt nutzte die Chance nicht. Homberg hat ein Klimaschutzkonzept – auf dem Papier. Homberg hat eine Klimaschutzmanagerin – weil es Fördermittel gab und meint sich mit dem Begriff Klimaschutz schmücken zu können. Homberg nutzte nicht die Chance, auf dem Neubau des Kindergartens Mardorf […]

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Der Wald am Burgberg: Der Abgang wird teuer

Klimaverschlechterung kostet Geld, aktuelle die Fällung der Bäume am Burgberg. Die Stadt hofft auf Naturverjüngung, aber auch dafür braucht es Regen.

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Weiterer Stadtbaum gefällt

Fotos: Links: Die drei Bäume wurden in der oberen Ziegenhainer Straße gefällt. Rechts: Auch der Baum vor der VR-Bank wurde abgeholzt, obwohl er nicht zum Baugebiet gehört. Während in anderen Städten überlegt wird, wie die Städte begrünt werden können, um die Folgen der Klimaverschlechterung etwas auszugleichen und das Stadtklima erträglich zu halten, wird in Homberg […]

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Hitze, Dürre, Blumentor

Foto: Teilansicht des Homberger Hitze-Hotspots, der großen schattenlosen Betonplatte des Einkaufszentrums   Mit dem 1. Juni beginnt der meteorologische Sommer. Es wird der dritte Hitzesommer sein, mit neuen Hitzerekorden. Die Medien melden Dürre und kommende Sommerhitze. Die Städte sind aufgerufen, entsprechende Vorsorge zu betreiben. Der neue schattenfreie Hitze-Hotspot Homberg wird fertiggestellt.   Hitze Wetter-Experten stellen […]

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Weitere Immobiliengeschäfte – zu wessen Nutzen?

Was ist faul an dem Geschäft der Stadt, das so harmlos als Umlegungsverfahren daher kommt?

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Schneller als gedacht: Prognose 31 Jahre früher eingetroffen

  Die Fichtenbestände im Wald sahen die Förster langfristig aufgrund des Temperaturanstiegs gefährdet. Erst 2050 rechneten sie mit einem großen Fichtenschwund. Doch die Trockenheit der letzten beiden Jahre hatte schon gereicht, dass viele Fichten vertrockneten. Das freut den Borkenkäfer, aber nicht die Förster. Es ist viel Holz aus den Sturmschäden und der Trockenheit angefallen, doch […]

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