HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Einkaufszentrum am Markt bereits im Flächennutzungsplan

SondergebietDer Vorentwurf für den neuen Flächennutzungsplan ist jetzt öffentlich einsehbar und kann auf der Homepage der Stadt heruntergeladen werden.

In dem Planungsgebiet der Projektstudie Marktpassage findet sich das Symbol SO EI, das steht für "Sondergebiet Einkaufszentrum", siehe Planausschnitt.

Planfestlegungen hinter dem Rücken der Bürger
Während kritische Einwände zu der vorgelegten Projektstudie mit dem Hinweis abgewendet werden, es sei doch nur eine erste Idee, der eine Machbarkeitsstudie erst noch folgen muss, wurden im Flächennutzungsplan schon Nägel mit Köpfen gemacht. Das Gebiet zwischen Marktplatz, Salzgasse, Kreuzgasse und Holzhäuser Straße soll nicht mehr als Mischgebiet ausgewiesen werden, in dem Wohnen, Gewerbe und Handel nebeneinander bestehen. Ein Sondergebiet ist einer einzigen Nutzung vorbehalten, so gibt es Sondergebiete für Photovoltaik, für Windkraft usw.
Eine Wohnnutzung wäre damit ausgeschlossen. Gerade die Mischung verschiedener Funktionen ist Kennzeichen der historischen Altstadt, die soll jetzt durch eine große Fläche ersetzt werden, die nur dem großflächigen Einzelhandel vorbehalten sein soll. Die vorhandene historische Bebauung mit Wohnhäusern würde damit ihre Funktion verlieren und nur noch als Kulisse für eine Mono-Nutzung dienen. Mit Erhalt und Schutz der historischen Baussubstanz hat das nichts mehr zu tun.

siehe auch

Marktplatz Ost: Parkplatz BerechnungProjektstudie Innenstadt
Marktplatz Ost: 1. Die Projektstudie verstehen
Marktplatz Ost: 2. Das Modell (1)
Marktplatz Ost: 3. Modell (2)
Marktplatz Ost: 4. Neu zusätzliche Verkaufsflächen
Marktplatz Ost: 5. Parkplätze
Marktplatz Ost: 6. Verkehrskonzept
Marktplatz Ost: 7. Kaufkraft, Umsatz, Wirtschaftlichkeit
Marktplatz Ost: 8. Finanzierung

Marktplatz Ost: 9. Alt und Neu (1)
Marktplatz Ost: 10. Alt und Neu (2)
Marktplatz Ost: 11. Folgen für die Stadtverwaltung
Marktplatz Ost: 12. Energiekonzept
Marktplatz Ost: Waren-Anlieferung nur mit 7,5 Tonner
Marktplatz Ost: Parkplatz Berechnung.
Einkaufszentrum am Markt bereits im Flächennutzungsplan
Marktplatz Ost: Gesamtkosten

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7 Kommentare zu “Einkaufszentrum am Markt bereits im Flächennutzungsplan”

  1. Donner

    Von besonderer praktischer Bedeutung sind Sondergebiete für großflächigen Einzelhandel im Sinne von § 11 Abs. 3 der Baunutzungsverordnung,

    weil Einkaufszentren und regelmäßig auch großflächige Einzelhandelsbetriebe nur im Kerngebiet und im Sondergebiet zulässig sind.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Sondergebiet

  2. regio

    Ja, und? Auf was soll man denn Ihrer Meinung nach warten?

  3. Qualle1978

    Besser als die momentane Nutzung wäre das auf jeden Fall!!!
    Jetzt ist alles dem Verfall ausgeliefert.
    Wenn man abends durch die Gassen geht ist alles dunkel.
    Also muß eine andere Nutzung her.
    LOS GEHTS!!

  4. solarfan

    Aussage 1: Planfestlegung hinter dem Rücken der Bürger
    Aussage 2: Im Flächennutzungsplan wurden Nägel mit Köpfen gemacht

    Die Planfestlegungen wurden hinter dem Rücken der Bürger gemacht, es existiert jedoch erst ein Vorentwurf und der kann auf der Homepage der Stadt heruntergeladen werden !?

    Es gibt erst einen Vorentwurf, noch nicht einmal einen Entwurf zum Flächenutzungsplan, aber im Flächennutzungsplan, den es noch gar nicht gibt wurden Nägel mit Köpfen gemacht und das Einkaufszentrum ist auch schon drin !?

    Wie wäre die richtige Vorgehensweise seitens der Stadt ?

  5. DMS

    zu 4:

    Diskussion über den Bedarf und die wirtschaftlichen Realisierungschancen angesichts sinkender Umsätze im Einzelhandel aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.

    Urteile von außenstehenden Fachleuten einholen, die die Entwicklung im Handel beurteilen können. Berücksichtigung des vorhanden statistischen Material bei der IHK und dem Einzelhandelsverband.

    Welche Auswirkungen hat die Verkaufsflächenerweiterung in der Innenstadt auf den bestehenden kleinteiligen Einzelhandel.

    Darüber einen Konsens herstellen, der auch von der Mehrheit der Bürger mitgetragen wird. Offenheit statt Aktionismus.

    Veröffentlichung der Studie des Denkmalamtes, um so den Wert der vorhandenen Bausubstanz zu berücksichtigen.

    Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs, um unterschiedliche Lösungsansätze zu erhalten. Eine Jury, die mehrheitlich von ausgewiesenen Fachleuten von außerhalb besetzt wird.

    Vor allem keine Schnellschüsse, dazu ist das kulturelle Erbe der Stadt zu wertvoll, auch für die zukünftige Entwicklung.

    siehe https://www.homberger-hingucker.de/?p=4867

    Zum Glück gibt es andere Städte, wo das so praktiziert wird.

  6. Qualle1978

    Fragt doch mal die Geschäftsleute selbst!!!!
    Auf die Antworten wären glaube ich alle gespannt.

  7. Ägypten

    Die Geschäftsleute revidieren auch des öfteren ihre Meinung.

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