HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

FC Homberg setzt sich für einen Kunstrasenplatz ein

 
Mit der Schlagzeile auf der HNA Titelseite "FC Homberg setzt sich für einen Kunstrasenplatz ein" wird ein Loblied auf die Vorzüge eines Kunstrasenplatzes angestimmt.

Auf dem Foto ist auch Christian Marx zu sehen, der Jugendwart des FC, der gleichzeitig SPD-Stadtverordneter ist. Wie bekommt er den Spagat hin, einerseits für Kunstrasen einzutreten und gleichzeitig Homberg als Klimaschutzstadt zu entwickeln?

 
Ein Kunstrasenplatz ist teuer.

"Die Kosten für einen Kunstrasenplatz auf einer kommunalen Sportanlage liegen zwischen 320.000 Euro und 500.000 Euro." Quelle

 
Noch bedenklicher: Kunstrasenplätze sind eine Quelle für Microplastik in der Umwelt.

Nach einer Studie des Fraunhofer-Instituts sind Sportplätze die drittgrößte Quelle für Mikroplastik in Deutschland. Den größten Anteil daran haben vor allem die Fußball-Kunstrasenplätze. Den Wissenschaftlern zufolge gelangen in Deutschland dadurch jährlich rund 11.000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt. Das ist sieben Mal so viel wie durch die oft kritisierte Kosmetikindustrie.  Quelle

Zeitgleich war in der HNA einige Seiten weiter zu lesen, dass inzwischen Microplastik in der Arktis gefunden wurde, das wahrscheinlich durch die Luft dort hingelangt ist. Angesichts solcher Befunde setzt sich ein SPD-Stadtverordneter für Kunstrasenplätze ein, in einer Stadt, die angibt, dass sie sich für den Klimaschutz einsetzt.

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5 Kommentare zu “FC Homberg setzt sich für einen Kunstrasenplatz ein”

  1. Ichweißnichts

    Manches weiß ich doch!

    Kann es sein, das auch an anderer Stelle "Kunstrasen" ausgelegt wurde?

    "Die bestehende Kastanie erhielt eine Baumscheibe, die darum liegenden Außenflächen wurden mit gelben Kunststoffbahnen vollflächig abgedeckt.

    https://www.homberger-hingucker.de/altstadt-kita-wirklich-ein-gutes-beispiel-2/

  2. Dr. Klaus Lambrecht

    Es ist schon hochbedenklich, dass sich weder die HNA noch die Vorlage des Magistrats mit dem europaweit diskutierten Verbot von Kunststoffrasenflächen wegen der Mikrokunststoffproblematik auseinandersetzt. Nicht einmal ein Hinweis darauf wird gegeben, geschweige denn vor diesem Hintergrund Alternativen diskutiert, obwohl nahezu täglich Fernsehen, Rundfunk und Presse auf die Problematik und Herkunft der Mikrokunststoffe hinweist. Hier sieht man, wie ernst der Magistrat die Umweltproblematik bei Vorhaben nimmt.
    So erzählte mir auch ein ehemaliges Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dass vorrangig aus dem Programm Zukunft Stadtgrün zunächst ein neues Gebäude am Schlossberg in unmittelbarer Nähe zur Hermann-Schafft-Schule sowie ein Gemeindehaus im alten Friedhof gebaut werden soll. Aufforstungen, Pflege oder Sanierung des Osterhäuschens sollen später erfolgen. Auch hier bleibt aktiver Klimaschutz außen vor, Hauptsache man greift Fördermittel ab.
    Ich frage mich nur, was wird aus den Projekten? Es ist längst nicht sicher, dass der jetzige Bürgermeister nächstes Jahr wiedergewählt wird und es kann sein, das ein Jahr später in der Kommunalwahl veränderte Mehrheiten das Sagen haben.
    PS.: Bin auf den Kommentar von Martin gespannt.

  3. Sitzfussballer

    In  dem Artikel in der HNA wird aber auch auf die Sand-Lösung hingewiesen, die dann gebaut werden würde. Und das scheint eine umweltfreundliche Variante zu sein ohne einzustreuendes Plastikgranulat, dass als Mikroplastik die Probleme bereitet.

    Noch ein Link zu dem Thema:

    https://www.hessenschau.de/gesellschaft/kommunen-und-sportvereine-befuerchten-kunstrasen-verbot,kunstrasen-mikroplastik-102.html

     

  4. Homberg

    Dr. RITZ lobte ausdrücklich die Friday s for future Bewegung, also was wollt ihr denn?

     

  5. HNA-Leser

    Nichts gegen den SPD-Stadtverordneten Marx. Er scheint die vergangenen Diskussionen über Kunstrasenplätze nicht mitbekommen zu haben oder hat diese ignoriert.

    Gemäß Artikel in der HNA sprach der Bürgermeister von der erforderlichen Zustimmung der Stadtverordneten. Sodann würde sich die Stadt nicht für eine Granulat-Füllung entscheiden, sondern für eine Variante mit einer Sandfüllung.

    Warum die Redakteurin der Lokalredaktion bei Herrn Marx nicht nachhakte, bleibt ihr Geheimnis.

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