HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Rathausumbau: Alternative prüfen

 

Die CDU bringt eine Alternative zu den bisherigen Plänen des Magistrats ins Spiel.

Statt des Abrisses des hinteren Gebäudes des Rathauses und eines Neubaus an dieser Stelle sollte der Abriss und Neubau des Gebäudes Obertorstraße 1 geprüft werden  In diesem Gebäude befindet sich das Bürgerbüro, die Bauverwaltung und das Ordnungsamt. In dem Gebäude wurde bereits ein Aufzug eingebaut, mit dem die ehemalige Engelapotheke erschlossen wird.

Die Kosten für den Rathausumbau wurden 2015 mit 2,35 Mio. Euro angegeben. Zwei Jahre später, im November 2017, sollen die Kosten 6 Mio. Euro betragen.
Die von dem Architekten Christian Gerlach vorgelegte Planung überzeugt nicht. Es fehlt ein fundierte Analyse der Veränderung der Verwaltungsarbeit in Zeiten der Digitalisierung. Die Begründung des Umbaus: kurze Wege und alles unter einem Dach – während Unternehmen längst weltweit wie in einem Büro arbeiten, ist an den Haaren herbeigezogen.

Der Vorschlag der CDU ist zu begrüßen, denn er bietet eine Entscheidungs-Alternative. Im Homberger Rathaus wurde bisher nicht in Alternativen gedacht. Der Antrag hat noch einen Schönheitsfehler, wieder soll ohne Analyse des langfristigen Bedarfs geplant werden. Das geht im erste Schritt zu weit.

Es bleibt aber auch der Verdacht, dass dieser Vorschlag nur ein Baustein in einer schon länger festgelegten Strategie ist, wie sie beim Ein-Euro-Verkauf des ehemaligen Landratsamts an die KBG sichtbar wurde. Der Bau des Aufzugs im Gebäude zur Erschließung der Engelapotheke war vielleicht schon mit der Absicht gebaut worden, jetzt das Umbau-Projekt Obertorstraße 1 zu beginnen. Der Umbauplan für das Rathaus von Architekt Gerlach war vielleicht nur ein Ablenkungsmanöver, wie 2014, als auch erst Pläne für das Wallensteinsche Stift und das ehemalige Landratsamt präsentiert wurden. Noch in der gleichen Sitzung zog der Architekt Gerlach seinen fertigen Plan aus der Tasche, präsentierte ihn und baute schließlich danach.

Gut, dass jetzt eine Alternative geprüft werden soll. Wachsamkeit ist auf jeden Fall angesagt.

Bauplan: 1. Obergeschoss in der Obertorstraße 1 mit den Räumen der Bauverwaltung

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4 Kommentare zu “Rathausumbau: Alternative prüfen”

  1. Homberger Jeck

    Warum macht man die Bürger auf der Homepage der Stadt auf diese Änderung nicht aufmerksam?

    Die CDU greift Vorschläge von Dr. Lambrecht, des Blogbetreibers und anderer Bürger auf. Sie spricht jetzt plötzlich von geringeren Mittel, Erhalt des Stadtbildes und dass die moderne Technik die Nutzung in zwei Gebäuden ohne Probleme möglich machen würde. Man führt an, dass man dort bei einer Grundfläche von ca. 250 qm Büroflächen von etwa 600 qm schaffen könnte.

    Wenn man die Begründung für die Büroflächen für die Arbeitsagentur und die daraus folgenden nötigen Umbauarbeiten sieht, wirft das für mich die Frage auf:
    Wie viel Mitarbeiter welcher Abteilungen kann man dort unterbringen?

    http://homberg-efze.eu/archiv/sitzungsunterlagen/Legislaturperiode%202016-2021/Stadtverordnetenversammlung/15_Sitzung-2018-02-15/STAVO_15_Nachtrag.pdf

  2. Dr. Klaus Lambrecht

     

    Ich vermisse den Hinweis auf der Homepage der Stadt, dass die Tagesordnung um Anträge ergänzt worden ist. Wie soll denn die Öffentlichkeit davon erfahren? Zumindest sollten so gravierende Änderungen auf der Homepage unter Aktuelles erscheinen. Na ja, es ist Karneval, da schaut eh keiner auf der Homepage, dann muss man sich auch nicht wundern, dass kaum ein Bürger zur Stavo kommt. Oder ist es so gewollt?

    Damit sind wir dann beim zweiten Thema. Auch ich habe mehrfach um durchsuchbare PDF gebeten, aber nie erhalten. Man will es einfach nicht. Zwei Jahre nach der Kommunalwahl soll es jetzt erneut diskutiert werden. Das Ratsinformationssystem ist nicht jedem zugänglich. Auch hier komme ich zu dem Schluss, es ist nicht gewollt. 

  3. Phil Antrop

    Gibt es eine Begründung dafür, dass ein Bauhofleiter ein Dienstzimmer von 40 qm benötigt? Dazu noch einen "Archivraum" – wo doch der Papierkrieg des Bauhofes im wesentlichen im Bauamt lagern sollte?

    Mir scheint, da sorgt jemand für eine möglichst große Bausubstanz um damit Neubau, Umbau und Erweiterung zu begründen. Ggf. geht es ja auch um Kosten für den Planer und Baubetreuer die ja im wesentlichen auch von der Fläche bzw. dem umbauten Raum direkt proportional sind !

    Was also ist die Begründung ?

  4. Phil Antrop

    Kleine Ergänzung: Auch der Archivraum soll 40 qm groß sein!

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