HOMBERGER HINGUCKER

Online-Informationen zur Kommunalpolitik in der Kreisstadt Homberg (Efze), Schwalm-Eder-Kreis, Nord-HESSEN

Warum ruht die Schirnenbaustelle?


In den Schirnen am Marktplatz soll eine Eisdiele eröffnen. Dafür wurde die Fassade geöffnet und die historischen Bauelemente entfernt. Der Umbau begann im November 2017.

Das warme Wetter im April lockte in die Eisdiele und es müsste doch das Ziel sein, sie so schnell wie möglich zu eröffnen. Doch seit einiger Zeit tut sich sichtbar nichts mehr auf der Baustelle. Statt der bisherigen Fenster jetzt nur provisorische Absperrungen. Ein Grund für die Ruhe auf der Baustelle ist nicht ersichtlich.

Als die Stadt die Schirnen 2017 wieder verkaufte, musste der Käufer 150.000 Euro nachweisen, damit gesichert ist, dass der Umbau auch finanziert werden kann. Der Magistrat errechnete im September 2016 die Umbaukosten mit rund 300.000 Euro.

Nicht nur die Saison für Eisdielen hat begonnen, auch die für Touristen, die den Homberger Marktplatz besuchen. Hoffentlich finden sie bald wieder eine ansprechende Ansicht vor.

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12 Kommentare zu “Warum ruht die Schirnenbaustelle?”

  1. Anneliese

    Ich denke die Bauelemente wurden wieder verarbeitet?

    Die Gelder von der Denkmalpflege wurden noch nicht freigegeben. Also abwarten. Die Mühlen mahlen eben langsamer.

  2. Phil Antrop

    Für was Gelder von der Denkmalpflege?

    ist es nicht so, dass erst der schriftliche Bescheid da sein muss?

    Oder ist das schon wieder ein Homberger Modell, weil keiner kontrolliert, dass schon begonnen wurde?

  3. Mitgucker

    “Warum ruht die Schirnenbaustelle?”

    Diese Frage zu beantworten, würde die Intelligenz der Leserschaft hier beleidigen!

  4. solarfan

    Typisch Hingucker !!! Keine Ahnung warum die Baustelle ruht und statt zu recherchieren bevor man einen Bericht schreibt, wird einfach mal indirekt ein Finazierungsproblem unterstellt und die Kommentatoren springen sofort auf den Zug auf.

    So geht Journalismus  a la Homberger-Hingucker.

  5. Delf Schnappauf

    zu 4:

    Ja typisch Hingucker. Eine Frage aufwerfen und nachforschen.

    Und siehe da, es ist ein Finanzierungsproblem.

    Am gestrigen Tag der Städtebauförderung informierte ein städtischer Mitarbeiter öffentlich, dass die Stadt Fördermittel aus dem LEADER-Programm in Höhe eines hohen fünfstelligen Betrags und weitere Mittel vom Denkmalamt erwartet.

    An den Schirnen hängt wieder vorschriftsmäßig das Bauschild – mit der Angabe, dass der Magistrat Bauherr ist.

  6. Frustrierter

    Wie ist das denn eigentlich?

    Die Stadt verkauft die Schirnen an eine Privatperson.

    Trotzdem beantragt/erhält die Stadt mitten in der Bausphase Fördermittel?

    Wenn ich ein altes, sanierungsbedürftiges Fachwerkgebäude kaufe, beantragt die Stadt dann auch Fördermittel für mich oder geschieht dies nur, wenn das Gebäude zuvor im Besitz der Stadt war.

    Dass Fördermittel an Bedingungen geknüpft sind, ist mir dabei schon klar.

    Naiv dachte ich bisher, dass bei einem Bau zunächst die Finanzierung stehen sollte, und dann geht`s los.

  7. Dirk-H. Pfalz

    Sicher darf man spekulieren. Man darf aber auch fragen: Was hat es mit dem "Bauschild" auf sich? Gilt nicht für jeden Bauherrn die gleiche Ordnungsgeld-Vorschrift, hier mit 75,00 bis 500,00 €? 

    Das "Bauschild" wird den gesetzlichen Anforderungen nicht gerecht. Neben fehlenden Pflichtangaben verweist der Zettel auf den Magistrat als Bauherrn und den Architekten Gerlach. Beide haben nach ihrem mehrfachen Bekunden nichts mehr mit den Schirnen zu tun. Warum setzen sie diesem Umgang mit ihrem Namen kein Ende? Warum wird das Ordnungsamt nicht tätig, das hier nach dem HSOG auch zuständig ist? Warum erfüllt die Bauaufsicht beim Kreis nicht ihre Pflicht? Wie kann es sich ein für den Magistrat in unmittelbarer Nähe zur Baustelle tätiger Architekt leisten, dass diese Baustelle den Mindestanforderungen nicht genügt?

    Ich könnte noch vielmehr Fragen stellen. Die Art und der Inhalt der Antworten, die mir der Bürgermeister für den Magistrat gibt, kann ich mir aber auch selbst geben: Nichtssagend und am Zustand nichts änderen, es gibt "Wichtigeres". Aber kommt es zum Schaden, wenn spricht man an? Wer haftet?

    Ach ja, an der städtischen Baustelle "Engelapotheke" habe ich kein lesbares "Bauschild" gesehen. Hier ist ja nicht die Stadt Bauherr – oder doch, oder der Zweckverband, oder die HLG? Alles geschieht im Blickfeld des Bürgermeisters, der ja jeden Stein umdreht.

  8. Dr. Klaus Lambrecht

    Mir wurde eine Kopie eines Schreibens des Büros PLF, Kassel  aus dem Jahre 2012 zugespielt. Interessant ist die folgende Passage, die ein vollkommen neues Bild auf den sogenannten „Wasserschaden“ wirft:

    …Unser Auftrag beinhaltet eine fachgerechte Entwässerung der Oberflächen mit entsprechenden Längs- und Querneigungen. Das ist erfolgt. Die zur Sicherheit unter der Entwässerungsrinne verlegte Dränage konnte aufgrund der dicht unter der Oberfläche verlaufenden Kirchenfundamente nur sehr flach verlegt werden.

    Eine bergseitige vertikale Abdichtung der Schirnen hätte bis auf die Höhe des Marktplatzes abgeteuft werden müssen, was aus Statischen- und Kostengründen nach allgemeiner Einschätzung nicht realisierbar gewesen wäre.

    Abschließend möchte ich mir die Bemerkung erlauben, dass alle Entscheidungen des Fachplanes in gemeinsamen Bauberatungen mit den beteiligten Fachingenieueren aus Ihrem Haus (Adressat ist der Magistrat der Stadt Homberg) bzw. (Fach)-Mitgliedern des Kirchenvorstandes einvernehmlich getroffen wurden wobei allen Beteiligten klar war, dass eine 100% ige Dichtung der Schirnen im Rahmen dieses Projekts nicht realisierbar war und ist …

    Es gibt also keinen Wasserschaden und Planungsfehler. Man baute bewußt so, dass die Schirnen vernässen mussten.

    Die Bevölkerung, Behörden und die Stadtverordneten wurden jahrelang getäuscht und belogen.

    Als ich Herrn Dr. Ritz dies Schreiben zur Kenntnis gab, bekam ich zur Antwort, dass er meine Email nicht verstehe und was mein Anliegen wäre.

    Meiner Meinung nach soll jetzt mit Unterstützung von Fördergeldgebern der wissentlich und absichtlich herbeigeführte „Wasserschaden“ beseitigt werden.

  9. Distanzbetrachter

     

    Die Steine umzudrehen, das war seinerzeit eine formulierte Absichtserklärung; diese konnte aber nicht klappen, da die Steine während des Umdrehens immer wieder zurückfielen, weil sie so verdammt schwer waren.

    Das mit dem Nichtverstehen der Email von Herrn Dr. Lambrecht scheint bei seinem Gegenüber durch einen Mangel an gebotener Fairness ersetzt zu werden.

    Wenn dem so wäre, das mit diesem Wissen Kaufverträge geschlossen worden sind Bevölkerung, Behörden und die Stadtverordneten jahrelang getäuscht und belogen worden.

    Mich persönlich würde interessieren, ob es nach diesen Jahren der Kenntnis für die eine Seite, wie die andere noch Rechtspositionen gibt. Welche Position würde der jetzige Eigentümer haben?

    Herr Pfalz, it´s your turn…

  10. Kritischer Bürger

    "Als ich Herrn Dr. Ritz dieses Schreiben zur Kenntnis gab, bekam ich zur Antwort, dass er meine Email nicht verstehe und was mein Anliegen wäre." Zitat von Dr. Lambrecht.

    Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass der Herr Bürgermeister einem ehemaligen Magistratsmitglied auf diese Weise begegnet.

    Die Antwort ist m. E. an Zynismus nicht zu überbieten.

    Sorry, Herr Bürgermeister, das musste raus.

    Zwei Bildungsbürger von Homberg, noch dazu mit akademischem Grad – da hätte ich mir eine sachgerechte Antwort des Stadtoberhauptes gewünscht, die übrigens jeder Homberger Bürger erwarten darf.. 

     

  11. Heinrich der Achte

    A B W Ä H L E N

  12. AnwaltsLiebling

    Wieder einmal ist in Homberg Kopfschütteln angesagt.

    Zu Recht – nach damaligem Kenntnisstand – haben zahlreiche Kommentatoren in diesem Blog die Frage aufgeworfen, warum die Verursacher nicht in Regress genommen werden.

    Heute ist mir bewusst, dass die Insider innerhalb der politischen Gremien wahrscheinlich die Kommentare mit einem süffisanten Lächeln abgetan haben.

    "Wenn ihr wüsstet……."

    Die Frage sei erlaubt: Nimmt die Regentschaft im Homberger Rathaus die Homberger Einwohner eigentlich noch für voll?

    Was will man ihr eigentlich noch so alles zumuten?

    Irgendwann läuft jedes Fass über.

    Was wäre dabei gewesen, wenn die Stadt den tatsächlichen Zustand der Schirnen mit allen Begleiterscheinungen nicht verheimlicht hätte und die Feststellungen des Büros PLF aus Kassel veröffentlicht hätte?

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